Dienstag, 30. Juni 2015

Gastbeitrag: Streuselkuchen mit Kirschen

Zahlreiche Foodblogs gibt es mittlerweile in den Weiten dieses Internets und trotzdem sind Foodblogs, in denen ein Mann den Kochlöffel oder Schneebesen schwingt, immer noch eine Seltenheit. Auf Events bin ich nicht selten der einzige Mann weit und breit. Nicht, dass ich mich da jetzt beschweren will... aber ich freue mich trotzdem jedes Mal, wenn ich dann doch einmal einen bloggenden Mann entdecke. Wir Männer müssen schließlich zusammenhalten!
Genau so ein männlicher Foodblogger ist Tobi. Virtuell haben wir uns schon vor Ewigkeiten kennengelernt und vor Ewigkeiten war ich auch schon auf seinem Blog zu Gast. Aber dazu wird euch Tobi gleich noch mehr erzählen. Auf jeden Fall hat Tobi heute ein Rezept gepasst, welches richtig gut zu mir und meinem Blog passt! Nämlich Herzfutter von der Omi! Genau so, wie ich es mag:

Hallo,
ich bin Tobi und schreibe auf meinem Blog „Der Kuchenbäcker“ über alles was süß ist: Kuchen, Törtchen, Marmeladen und Gelees, Sirups und Bonbons. Jeden Montag gibt es bei mir eine Tassenkuchen-Kreation.

Björn's Blog war einer der ersten, die ich zu Beginn meiner Bloggerkarriere entdeckt habe und seither regelmäßig lese. Ich bin immer wieder begeistert von seinen tollen Ideen und Rezepten. Besonders  die Schoko Bacon Cupcakes, die er für mein Mundpropaganda Blog-Event im vergangenen Jahr gebacken hat, sind mir noch gut in Erinnerung. Die Kombination von Schokolade und Bacon klingt vielleicht auf den ersten Blick gewagt, passt aber ganz hervorragend zusammen.

Auf Herzfutter findet man Futter fürs Herz. Essen, spricht futtern, ist nicht nur bloße Nahrungsaufnahme. Viel mehr ist es Genuss, Leidenschaft und kann auch Balsam für die Seele sein. All das verbindet Björn in seinem wundervollen Blog. Und deshalb mag ich ihn so sehr. Lieber Björn, ich freue mich, dass ich heute zu Gast sein darf.

Als Fan von Anbeginn, war es für mich eine große Freude und Ehre zugleich, als er mich einlud, auf seinem Blog zu Gast zu sein.

Doch was backe ich für Björn? Herzfutter für Herzfutter. Für mich sind oft Gerichte aus der Kindheit  echtes Herzfutter. Kuchen, die mein Oma oft gebacken hat, zum Beispiel. Sie zaubern den Geschmack der Vergangenheit auf die Zunge und lassen mich in schönen Erinnerungen schwelgen.

Wenn ich so über den Markt schlendere kommen mir oft die Ideen, für den nächsten Kuchen, den ich backen könnte und so war es auch in diesem Fall. Dunkelrote Kirschen in einer beige-braunen Spitztüte (in Dänemark nennt man sie Kræmerhuse, zu Deutsch Krämerhäuschen) flehten förmlich mitgenommen zu werden und in einem Streuselkuchen nach Art meiner Großmutter verbacken zu werden. Das alte Rezept habe ich lediglich mit etwas Zimt aufgepeppt. Denn ich finde, Zimt geht immer. Nicht nur im Winter.

Streuselkuchen mit Kirschen

Für Herzfutter Kirsch Streusel braucht Ihr:

Zutaten

Teig
450g Mehl
½ Würfel frische Hefe
2 Tassen lauwarme Milch (ich nehme immer normale Kaffeetassen)
50g Butter, weich oder zerlassen
50g Zucker
1 Ei Größe M
1 Prise Salz

Streusel
350g Mehl Typ 405
200g Zucker
1 TL Zimt
200g kalte Butter

Etwa 1 kg Kirschen (entsteint gewogen etwa 600 Gramm) Alternativ nimmt man zwei Gläser Sauerkirschen oder Schattenmorellen

Zubereitung
Löst die Hefe zusammen mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auf. Lasst die Hefe in der Milch etwa 5 Minuten gehen. In der Wärme gepaart mit dem Zucker fühlt sie sich nämlich pudelwohl. Gebt die anderen Teigzutaten in eine Schüssel und gießt die Hefemilch dazu. Verknetet alles zu einem glatten Teig. Er sollte nicht kleben, im Zweifel gebt Ihr einfach noch ein bisschen Mehl dazu. Die Knethaken vom Handrührgerät leisten gute Arbeit, wenn man den Teig nicht mit der Hand kneten mag, ideal ist aber eine Küchenmaschine, denn wenn der Teig zehn Minuten kräftig durchgeknetet wird, ist das Ergebnis schön locker und luftig. Und bei zehn Minuten Knetzeit kann es gut passieren, dass der Handmixer ein wenig ins Straucheln kommt.

Lasst den Teig zugedeckt etwa 45 Minuten gehen. Das Volumen sollte sich in etwa verdoppelt haben.

In der Zwischenzeit bereitet Ihr die Streusel zu. Vermengt dazu alle Zutaten zu einem krümeligen Mürbeteig. Der Zimtduft, der einem in die Nase steigt, ist himmlisch. Das muss man doch einfach lieben. Es sei denn man mag keinen Zimt. Was mir ja ehrlich gesagt total unverständlich ist.

Knetet den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und rollt Ihn dann backblechgroß aus. Legt einen Bogen Backpapier aufs ein Blech und gebt den Hefeteig darauf. Auf dem Teigboden verteilt Ihr die entkernten Kirschen oder die gut abgetropften Kirschen aus dem Glas. Die dunkelroten Früchtchen bedeckt Ihr großzügig mit den Streuseln.

Im vorgeheizten Backofen braucht der Kuchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten. Wenn die Streusel leicht Farbe bekommen haben und knusprig sind, ist der Kuchen fertig.

Kirschstreuselkuchen

Am besten schmeckt der Kuchen frisch, aber das ist bei Hefekuchen ja generell so.

Servieren möchte ich Euch den Kuchen auf dem alten Zwiebelmuster Kaffeegeschirr meiner Oma. Ein Klassiker serviert auf einem Klassiker sozusagen. Irgendwie muss das so.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und bis bald vielleicht mal beim Kuchenbäcker.

Samstag, 27. Juni 2015

Gastbeitrag: Schoko-Bons-Muffins

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir, denn sie gehört quasi zu meinen Foodbloggerfreundinen der ersten Stunde. Denn bereits 2012 haben wir uns kennengelernt, wie und warum könnt ihr gleich bei ihr lesen. 2012 war mein Blog noch ganz frisch und trotzdem war es auch das Jahr, in dem sich so langsam das Foodbloguniversum für mich geöffnet hat. Mein erster virtueller Kontakt zu Foodbloggern wie Bianca von ELBCUISINE, meine erste Kooperation und mein erstes Event. Das war für mich damals alles unheimlich aufregend und ich war/bin immer wieder begeistert, wie eng die Foodbloggerszene zusammen hält. Jeder ist willkommen und jeder wird freundlich und mit offenen Armen empfangen. So erlebe ich es zumindest immer wieder und dafür bin ich auch unheimlich dankbar. Bevor ich nun aber komplett gefühlsduselig werde, übergebe ich ganz schnell an Bianca! :)

Hallo liebe Herzfutter-Fans,

wunderschön ist es hier auf dem Blog von Björn, oder?! Und ich freue mich sehr, dass ich hier zu Gast sein darf! Ich kenne Björn schon sehr lange, denn wir wurden bei der Aktion "Post aus meiner Küche" zusammengelost. Das war super und gleichzeitig ganz peinlich, denn bei meinem Päckchen ist trotz sorgfältiger Luftpolsterfolienverpackung eine Marmelade zerbrochen... Der liebe Björn hat sich trotzdem gefreut und auch mir ganz zauberhafte leckere Sachen geschickt! Seitdem freue ich mich immer riesig, wenn ich Björn auf diversen Veranstaltungen, wie Bloggercamps, der BLOGST-Konferenz oder anderen Events treffe.

Ich bin übrigens Bianca von ELBCUISINE. Alles was sich um Kochen und Backen dreht, ist meine große Leidenschaft. Bei mir findet ihr jede Woche neue raffinierte Rezepte, Experimente, Tipps und kleine Geschichten aus meinem Alltag. Raffiniert aber einfach müssen meine Rezepte sein, ihr findet aber alles – von Herzhaftem und Gesundem über kleine Snacks bis hin zu verführerischen Desserts und leckeren Kuchen. Eine besondere Rubrik sind die ELBCUISINE Kids, hier gibt es erprobte Kinderrezepte, wie zum Beispiel gesunder Ketchup ohne Zucker oder fröhliche Radieschengesichter, die den Spaß am Gemüse vermitteln und kleine Köche zur aktiven Mitarbeit in der Küche animieren.

Schoko-Bons-Muffin

Ich hoffe, euch mit meinem Gastgeschenk zu erfreuen, natürlich habe ich etwas Süßes mitgebracht. Ich dachte mir, dafür ist Björn immer zu haben.
Gern verfeinere ich Muffins mit Schokoladigem, ob Toffifee oder Giotto, heute sind Schoko-Bons dran. Der Muffin-Teig ist auf die Schoko-Bons abgestimmt mit Mandeln oder Nüssen und schön saftig werden die Muffins durch einen guten Schuss Sahne. Das gibt Björn für seine Masterarbeit vielleicht die nötige Energie oder hätte ich lieber Energieballs machen sollen?? Aber zumindest beruhigen die Schoko-Bons-Muffins seine Nerven!

Schokobonbon Muffins

Schoko-Bons-Muffins

Zutaten (für ca. 12 Muffins)
125 g Mehl
2 TL Backpulver
80 g Zucker
1 Prise Salz
75 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
50 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse
12 Schoko-Bons
3 Eier
100 ml Sahne
125 g Butter oder Margarine

Zubereitung (Zubereitung 15 Minuten + 20 Minuten Backzeit)
Alle Zutaten verrühren. Ihr könnt die Schoko-Bons vorher teilen. Ich habe einfach alles in meiner Küchenmaschine verrühren lassen, dabei sind die Schoko-Bons leicht zerbrochen, das war prima so. Dann in Muffinförmchen bei Umluft 180 Grad für 20 Minuten backen.

Kinderschokolade Muffin

Geschenk-Idee
Aus diesem Rezept kann man auch prima ein Geschenk als Backmischung im Glas machen. Dazu die trockenen Zutaten in ein Glas schichten, mit Schoko-Bons auffüllen und ein Rezept anhängen für die Zugabe der flüssigen Zutaten.

Kinder-Bons-Muffin

Bon Appétit!

Eure ELBKÖCHIN

Mittwoch, 24. Juni 2015

Gastbeitrag: Sommersalat mit Babyspinat und Avocado

Heute freue ich mich sehr, wieder eine tolle Bloggerin zu Gast zu haben. Silvia habe ich letztes Jahr auf einem Bloggerevent kennengelernt und mich direkt super mit ihr verstanden. Sie ist unglaublich offen, interessiert, positiv eingestellt und einfach herzlich. Eigentlich bin ich bei "fremden" Menschen anfangs auch immer etwas zurückhaltend, aber bei Silvia konnte ich direkt losquasseln! Genau wie Silvia ist auch ihr Blog: Viele Gerichte aus Portugal, Baden oder auch Hessen. Süß und herzhaft. Vegan und Fleisch. Wein- und Kochbuchempfehlungen. Da ist einfach für jeden etwas dabei. Ich finde, man fühlt sich direkt wohl bei ihr und will sofort losquasseln äh -kochen! Zum Beispiel dieses Hipstersandwich mit Pulled Pork... oder diesen Oreo-Cheesecake mit Blaubeeren oder... Aber bevor ihr alle zu ihr rüberhuscht, übergebe ich ganz fix an Silvia und ihren köstlichen Sommersalat:

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Ziegenkäse

Es gibt so eine Sache, die ich beim Bloggen sehr liebe und schätze. Was ich meine? Na das Kennenlernen von anderen Bloggern. Manchmal entstehen wunderbare Freundschaften daraus. Unkompliziert wie ich es mag. Es ist nicht notwendig das man sich dauernd schreibt, telefoniert oder man sich trifft. Aber man weiß genau, wenn man jemanden braucht, kann man denjenigen fragen. Einige Blogger unterstützen sich gegenseitig und das ist in der heutigen Zeit, wo oft mit viel Ellenbogen gearbeitet wird, viel Gold wert. 

Dieses Gefühl habe ich bei Björn. Im letzten Jahr kennengelernt, freue ich mich immer riesig von ihm zu hören und es ist schön ihn immer mal wieder zu sehen. Uns trennen über 500 km, aber in unserer virtuellen Welt ist das keine Entfernung. Vor einiger Zeit hat mich Björn um Unterstützung gebeten, da die nächsten Wochen zeitlich für die Masterarbeit reserviert sind. Sein Blog soll natürlich nicht in den Dornröschenschlaf verfallen und so mache ich es mir heute auf seinem Blog bequem.

Wer bist Du eigentlich? Das fragt Ihr Euch sicherlich. Mein Name ist Silvia. Ich blogge seit Dezember 2013 auf meinem Blog VOLLE LOTTE über mein Haus, meine Küche, mein Leben und mein Weinkeller. Ich liebe es unterwegs zu sein, mag gerne Wein und bin ein absoluter Genussmensch. Da ich mehrere Wurzeln habe, findet Ihr bei mir auch einiges über Portugal. Solltet Ihr mehr von mir wissen wollen, dann schaut doch hier vorbei. 

Ich komme aber hier nicht mit leeren Taschen vorbei. Sondern bringe Euch natürlich ein leckeres, sommerliches Rezept mit. Ideal für Grillabende oder zur Mitnahme für das nächste Picknick. 

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Pinienkerne an Limonendressing  

Zutaten (für 4 Personen) 
200 g Babyblattspinat
2 Avocados
100 g Ziegenfrischkäse
25 g Pinienkerne
1 Bio-Kresse
1 Limone (Bio-Zitrone)
8 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Die Pinienkerne zuerst in einer Pfanne ohne Fettzugabe rösten. Abkühlen lassen. 
Babyblattspinat waschen, trocken schleudern und in eine Schüssel geben. Avocados schälen, halbieren, die Kerne entfernen, in Würfel schneiden und zu dem Spinat geben. Die Hälfte der Kresse mit einer Schere abschneiden und dazu geben. 
In eine weitere Schüssel die Schale der Limone abreiben und den Saft auspressen. Olivenöl dazugeben und mit Hilfe eines Schneebesen gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Über den Salat geben und vermischen. Auf die Teller verteilen. Mit der restlichen Kresse, den Pinienkerne und den Ziegenfrischkäse anrichten. 

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Ziegenkäse

Björn vielen Dank für Deine Gastfreundschaft. Ich habe mich bei Dir sehr wohl gefühlt und ich drücke Dir ganz fest die Daumen!

Sonntag, 21. Juni 2015

Egal ob Fleisch oder Gemüse - hauptsache Bio?

Nachdem ich neulich meine Meinung zu regionalen Produkten losgeworden bin, werde ich dies nun auch noch einmal ausführlich für Bio-Produkte tun. Denn REWE-Bio hat mich gefragt, ob ich nicht ein Rezept für Flexitarier kreieren möchte. Dies findet ihr nun neben einigen anderen tollen Gerichten auf der entsprechenden Aktionsseite und eben heute hier.
Nun aber erst einmal zu meinen ganz persönlichen Gedanken. Also im Grunde muss ich meine Worte vom Beitrag zu den regionalen Produkten wiederholen: Mein Einkauf ist (noch?!) sehr bunt gemischt. Es finden sich nicht nur regionale Produkte, es finden sich nicht nur Bio-Produkte, und es finden sich nicht nur konventionelle Produkte in meinem Einkaufskorb, sondern von jeder Sorte etwas. Denn ich finde, man kann das auch einfach nicht pauschal sagen, was nun besser ist.

REWE Bio - Flexigericht mit Canneloni und Blumenkohlsauce

Für dieses Rezept z. B. hatte ich in meinem REWE die Wahl zwischen Bio-Möhren aus Israel und Möhren aus der Region. Tja, da nehme ich dann natürlich die regionalen Möhren. Denn hier ist mir die Regionalität wichtiger, als das Label "Bio". Grundsätzlich versucht REWE allerdings Bio-Obst und -Gemüse möglichst aus der Region zu beziehen.
Manchmal entscheidet aber auch der Blick auf die Zutatenliste. Denn wie heißt es so schön, wenn zu viele Dinge auf der Liste stehen, die meine Oma nicht kennt, kommt es auch nicht in den Einkaufskorb. REWE Bio enthält übrigens weder zugesetzte Aromastoffe noch Hefeextrakt als Geschmacksverstärker.
Dann ist da noch der Preis – denn viele Bio-Produkte sind nun einmal sehr teuer. Manche Produkte sind aber auch kaum teurer als konventionelle Produkte. Eier oder Milch zum Beispiel - die kaufe ich dann grundsätzlich von der Bio-Eigenmarke bei REWE. Der verhältnismäßig billige Preis, kommt übrigens durch die großen Einkaufsmengen und effiziente Abläufe zustande. Aber wenn die Preisspanne trotzdem zu weit auseinander geht, dann entscheide ich mich auch mal für das billigere Produkt (hier spielen dann wieder die Fragen nach dem Herkunftsort und der Zutatenliste eine wichtige Rolle).
Denn grundsätzlich ist es schon so, dass ich gerne mehr Produkte auf dem Markt oder eben in Bio-Qualität kaufen möchte, aber leider als Student (noch) nicht das ausreichende Budget dafür habe. Daher kann ich auch diejenigen sehr gut verstehen, die sich in einer ähnlichen oder noch schlimmeren finanziellen Lage befinden. Aber auch mit magerem Geldbeutel bin ich bei tierischen Produkten aus dem Billigsegment etwas kritischer. Denn die Unternehmen, die Fleisch zu unverschämt niedrigen Preisen anbieten – da kann das Tier doch gar nicht aus einer artgerechten Haltung stammen, oder täusche ich mich da? Also das ist für mich irgendwie pure Logik. Damit aber nicht den Geldbeutel gesprengt wird, gibt es eben nicht jeden Tag Fleisch, sondern nur ab und zu – dafür dann aber in einer tollen Qualität von glücklichen Tieren. Und schwupps, gehört man damit dann zur Gattung Flexitarierer. Aber Moment mal, weiß ich beim teuren Bio-Fleisch denn wirklich, dass das Tier glücklich war? Nach den Angaben auf der Seite von REWE Bio gibt es hier sehr strenge Kontrollen, welche die Einhaltung der Richtlinien regelmäßig kontrollieren.
Und trotzdem kommt ab und zu diese verdammte Skepsis um die Ecke. So richtig, weiß man eben doch nie, ob das Produkt tatsächlich Bio ist. Mich verunsichern diese ganzen Lebensmittelskandale – kann ich der Kennzeichnung da überhaupt noch trauen? Tja, ich glaube, wenn man das Produkt nicht gerade direkt auf dem Bauernhof kauft, ist es wirklich schwer einem Unternehmen komplett zu vertrauen. Aber ich glaube auch, dass die Wahrscheinlichkeit "bessere" Produkte zu bekommen bei Bio-Produkten zumindest höher ist als bei konventionellen Produkten. Aber wie bereits gesagt, kommt es da auch noch auf andere Faktoren wie die Herkunft an.
Als Fazit kann ich nur immer wieder zu folgendem Satz raten: "Augen auf beim Kauf!". Achtet auf den Herkunftsort, auf die Zutatenliste und auf die Herstellung. Dazu habe ich dann noch die Bitte, nicht jeden Tag Fleisch zu essen. Ich glaube, das muss einfach nicht sein. Weder für die eigene Gesundheit noch für die Gesundheit der Tiere. :)
Das geht auch wirklich ganz einfach – z. B. mit diesem Flexigericht, das sowohl vegetarisch, als auch mit Fleisch schmeckt. Zugegeben, es ist wirklich keine Fotoschönheit (Ich vergesse immer, dass Aufläufe so schwer zu fotografieren sind), aber hey, es schmeckt wirklich gut! Das müsst ihr mir jetzt einfach glauben...

Canneloni mit Blumenkohlsauce

Cannelloniauflauf mit Blumenkohlsauce

Zutaten für 4-6 Personen
4 Möhren
1 Gemüsezwiebel
3 EL Butter
4 EL Tomatenmark
3 Dosen Pizza- oder gehackte Tomaten (à 280 g)
2 TL gehackter Rosmarin (+ etwas zum Dekorieren)
Salz 
Pfeffer
1/2 Blumenkohl
500 ml Milch
200 ml Sahne
100 g + 100 g Parmesan
500 g Cannelloni

Optional mit Fleisch
100 g Bacon
1 Dose Corned Beef (340 g)
100 ml Milch

Zubereitung
Zuerst die Möhren und die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. In der Butter einige Minuten lang anbraten. Das Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Die Tomaten und den Rosmarin hinzugeben und ca. 15 Minuten lang auf niedriger Stufe köcheln lassen. Anschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen. 
Während die Tomaten köcheln den Blumenkohl waschen und die Röschen klein schneiden. Den Blumenkohl in der Milch und Sahne ca. 10 Minuten köcheln lassen, 100 g des geriebenen Parmesan einrühren, anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann pürieren. (Optional mit Fleisch: Den Bacon ganz klein schneiden, kurz ohne Fett anbraten und zusammen mit dem Corned Beef sowie der Milch in die Sauce einrühren.)

Karotten und Blumenkohl

Die Sauce sollte nun eine Konsistenz wie eine cremige Béchamelsauce haben. Sollte die Sauce zu flüssig sein, einfach etwas Stärke in etwas Milch einrühren, dann unter die Blumenkohlsauce rühren und aufkochen lassen.
Jetzt den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. In eine ca. 15 x 20 cm große und ofenfeste Form etwas der Blumenkohlsauce gießen. Die Cannelloni mit der Tomatensauce füllen – dazu am besten die Cannelloni senkrecht stellen, mit der Sauce füllen und dann in die Form legen. Über die Cannelloni die restliche Tomatensauce gießen und darauf den Rest der Blumenkohlsauce. Zum Schluss noch mit dem restlichen Parmesan bestreuen und ab in den Ofen damit. 
Nach ca. 40 Minuten sollten die Nudeln durch und der Käse goldgelb geschmolzen sein. Dann einfach nur noch mit etwas frisch gehacktem Rosmarin bestreuen und genießen.

Cannelloni mit Corned Beef

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "REWE Bio" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

Mittwoch, 17. Juni 2015

Gastbeitrag: Chocolate Cherry Cheesecake

Stand der Dinge bei meiner Masterarbeit: Panikattacken wechseln sich täglich mit "Ach-das-wird-schon-Attacken" ab. Gerade bin ich wieder in der "Ach-das-wird-schon-Phase". Also, das wird schon alles! Wenn man es sich oft genug vorsagt, dann glaubt man auch daran: Das Thema macht mir immer noch wahnsinnig viel Spaß, ich bin fleißig am Lesen und "Forschen", führe Interviews mit spannenden Experten durch, starte bald eine Online-Umfrage (an der ihr dann auch alle teilnehmen dürft) und viele Kapitel sind bereits komplett fertig geschrieben. Trotzdem krabbelt da immer dieses Gefühl in mir hoch, etwas vergessen zu haben. Das ist wie beim Packen meines Koffers für die nächste große Reise. Da denke ich auch jedes Mal, dass ich mit Sicherheit etwas vergessen habe. Obwohl ich mich nicht daran erinnern kann, jemals etwas vergessen zu haben, kommt das Gefühl immer wieder. Aber wie gesagt, das wird schon alles und bei der nächsten Panikattacke esse ich einfach ein Stück Chocolate Cherry Cheesecake.

Denn diesen Kuchen hat heute eine grandiose Gastbloggerin mitgebracht, die ich nun begrüßen möchte: Mara von Life is Full Of Goodies! Es ist gar nicht so lange her, da war ich mit Erdnuss-Karamell-Cupcakes bei ihr zu Gast und wie es der Zufall so will, ist der letzte Beitrag auf ihrem Blog ein pornöses Erdnuss-Karamell-Eis. Es ist nicht das erste Rezept, bei dem ich dachte: Ach Mara, ich möchte bei dir einziehen! Da ist jedes Mal ein Stausee im Mund garantiert. Naja ihr seht, ich liebe ihren Blog einfach und möchte nur noch eins sagen: Es ist mir eine Ehre, liebe Mara!


Hallo! 
Was für eine Freude! Ich darf heute beim lieben Björn auf Herzfutter zu Gast sein! Da kann der Tag ja nur gut werden. Zumindest für mich! Aber ich hoffe, ich kann Euch mit meinem Gastgeschenk ebenfalls ein klein wenig beglücken...

Ich war vor kurzem ganz aus dem Häuschen als Björn mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, mal einen Gastbeitrag für Herzfutter zu schreiben. Hallooooo!??! Logo hatte ich Lust! Björn hatte vor einiger Zeit umgekehrt auch einen Beitrag für mich und meinen Blog geschrieben - er hatte köstliche Snickers Cupcakes kredenzt - da war klar, ich möchte ihm und euch Herzfutter-Lesern natürlich ebenfalls was superleckeres mitbringen!

Kennengelernt habe ich den lieben Björn auf einem Bloggerevent in Berlin. Wie das manchmal leider so ist, hatten wir viel zu wenig Zeit, um uns auszutauschen, aber ich hoffe, dass wir das bei einer anderen Gelegenheit irgendwann mal nachholen können.

Chocolate Cherry Cheesecake

Aber wer bin ich eigentlich? Ich bin Mara und blogge seit 2013 auf Life is Full Of Goodies. Auf meinem Blog geht es meistens süß zu. Es gibt Kuchen und Teilchen, Eis, hin und wieder herzhaftes und ab und an mal eine ausgefallene Fondanttorte. Manchmal gibt es auch was "gesund süßes", sprich ich backe hin und wieder gerne mit gesünderen Alternativen zu Butter, Zucker, Weißmehl und Co. Schaut doch einfach mal vorbei, ich würd mich freuen!

So, nun aber zu meinem Gastgeschenk. Ich weiß, es ist fast Sommer. Da wird es gerne heiß. Und da haben sogar die eingefleischten Schokoliebhaber lieber mal was fruchtig frisches zwischen den Kiemen als dunkle Schokolade. Aber hey, für mich geht Schoki IMMER! Auch im Sommer. Nachdem ich vor kurzem ein Eis namens Black Cherry gegessen habe, musste ich einen Kuchen kreieren, der ähnlich schmeckt. Und tadaaaaa, da isser. Mit den Kirschen wird mein superschokoladiger und extrem reichhaltiger (Achtung Schokoholic-Gefahr!) Chocolate Cheesecake dann doch noch sommerlich ;-)

Chocolate Cherry Cheesecake

Chocolate Cherry Cheesecake
(für eine große Springform, ca. 28 -30 cm, wer nur kleinere Formen hat, der wird von der Käsemasse übrig haben und kann dann noch einen Minikuchen o. ä. daraus machen)

Zutaten

Schokoboden
200 g Butterkekse
70 g flüssige Butter
1 Esslöffel Kakaopulver
200 g Zartbitter Kuvertüre
Schoko-Käse-Masse
400 g Sahne
3 Esslöffel Kakaopulver
1 Prise Salz
400 g Zartbitter Kuvertüre
30 ml Amaretto
900 g Frischkäse
4 Eier
200 g Zucker
200 g abgetropfte Kirschen aus dem Glas (Schattenmorellen) oder entsteinte frische Kirschen
Schoko-Mascarpone-Topping
200 g Sahne
250 g Mascarpone
3 Esslöffel Puderzucker
75 g geschmolzene Schokolade

frische Kirschen zum Dekorieren


Zubereitung
Zuerst den Backofen auf 140 °C Umluft (160 °C Ober- / Unterhitze) vorheizen. Für den Schokoboden die Kekse fein zerbröseln und mit der flüssigen Butter und dem Kakaopulver mischen. Die Zartbitter Kuvertüre fein hacken, schmelzen und dazugeben. Alles vermengen und die Bröselmasse in eine Springform geben. Gleichmäßig verteilen und festdrücken.
Für die Schoko-Käse-Masse die Sahne mit dem Kakaopulver und dem Salz aufkochen. Die Zartbitter Kuvertüre klein hacken und dazugeben. Vom Herd nehmen und die Kuvertüre unter Rühren auflösen. Den Amaretto eingießen und die Masse etwas auskühlen lassen. Sodann den Frischkäse, die Eier und den Zucker dazurühren. Die Masse auf den Schokoboden geben und glattstreichen. Die Kirschen darüber verteilen und den Kuchen nun eine gute Stunde (60 - 70 Minuten) backen.
Sobald der Kuchen ausgekühlt ist kann das Schoko-Mascarpone-Topping zubereitet werden. Dafür die Sahne steif schlagen und vorsichtig mit dem Mascarpone und dem Puderzucker verrühren. 2/3 von der geschmolzenen Schokolade leicht unter die Masse ziehen, so dass eine Marmorierung entsteht, und auf dem Kuchen verteilen. Das letzte Drittel der flüssigen Schokolade auf dem Topping verteilen.
Zu guter Letzt den Cheesecake mit den frischen Kirschen dekorieren und den Kuchen gut gekühlt servieren.

Chocolate Cherry Cheesecake

Ich hoffe Euch gefällt mein Chocolate Cherry Cheesecake so gut, dass Ihr mal bei mir auf Life Is Full Of Goodies vorbeischaut!

Danke mein lieber Björn, dass ich zu Gast sein darf!

☆ Mara

Samstag, 13. Juni 2015

Möchtest du nach Alaska zu den Lachsen fliegen?

Ja, ihr habt richtig gelesen, diese Frage trudelte tatsächlich eines Tages in mein E-Mail-Postfach. Ist das nicht total verrückt? Da sitzt man nichts ahnend am Laptop, es macht "Bling" und dann kommt da so eine Mail aus dem Nichts. Nach Alaska fliegen? Zu den Lachsen? Das glaube ich jetzt nicht! Die schönsten Dinge im Leben passieren eben doch sehr unerwartet. Das merke ich immer wieder. Tja, und wie soll man so eine Frage beantworten? Ich glaube, da kann man doch nur laut "JA!" schreien, oder? Ausflippen und Konfetti werfen muss man da! Ich war so baff, dass ich mich erst einmal kneifen musste. Dass mir als Blogger so etwas einmal passieren würde, hätte ich bei meinem ersten Blogbeitrag 2011 niemals gedacht. Verrückte Welt! Eingeladen wurde ich übrigens von der ersten hanseatischen Feinfisch-Manufaktur Friedrichs und dem Alaska Seafood Marketing Institute (ASMI).* 

Alaska Seafood

Bereits im Februar konnte ich mich bei einem Test von der Qualität der Produkte überzeugen. Denn ob mir ein Produkt schmeckt, kann ich sehr schnell überprüfen. Aber ich kaufe Produkte ja nicht nur, weil sie mir schmecken, sondern auch oft weil mich zusätzlich das Konzept des Unternehmens überzeugt. Aber da muss man sich komplett auf die Angaben des Unternehmens verlassen und diesen vertrauen. Denn ob die Fischer wirklich so streng kontrolliert werden, ob der Fisch schonend gefangen, von Hand gesalzen und sorgfältig gebeizt sowie geräuchert wird – überprüfen lässt sich das nicht so einfach. Noch schwieriger wird es beim Engagement des Unternehmens zum nachhaltigen Fischfang. Zwar vertraue ich den Angaben des Unternehmens und auch den MSC- sowie ASC-Zertifikaten grundsätzlich schon, aber sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, ist natürlich noch besser.

Alaska See und Lachs Fingerfood

Hach, das ist alles so unglaublich aufregend! Ich liebe es, hinter die Kulissen von Unternehmen zu schauen. Ich freue mich darauf die Produktion ganz kritisch unter die Lupe zu nehmen und jeden Schritt vom Ursprungsprodukt bis zum Endprodukt zu überprüfen – denn, etwas skeptisch bin ich ja dann doch immer. Denn wie ich schon sagte, weiß man nie so richtig, ob das wirklich alles so ist, wie es uns die Werbung suggerieren will. Während der Reise werde ich euch natürlich immer mit Fotos und Tweets aus den Betrieben versorgen und hinterher gibt es dann auch einen ausführlichen Bericht, versprochen! Wenn ihr jetzt schon oder auch während meiner Reise Fragen an Friedrichs oder die einzelnen Betriebe habt - schreibt mir diese einfach und ich werde sie übermitteln. :)

Trolling Verfahren Alaska Reise Friedrichs
 
Neben mir fahren übrigens noch andere Blogger (Michaela von herzelieb und Dirk vom Gourmet-Blog), Journalisten, Friedrichs-Kunden und natürlich Mitarbeiter von Friedrichs bzw. der betreuenden Agentur mit. Wir werden also eine bunt gemischte Reisetruppe sein. Da freue ich mich jetzt schon auf die Gespräche und den sicherlich spannenden Austausch! Zusammen geht es dann vom 08. bis zum 17. August unter anderem zu Fischern, Verarbeitungsbetrieben und Vertretern eines nachhaltigen Fischereimanagements. Ach, ganz nebenbei gibt es da noch das ein oder andere Highlight. Ich werfe mal die Begriffe Whale Watching, Gletscher Tour, Angelausflug oder Flug mit dem Wasserflugzeug in den Raum. Ich sagte ja bereits: Ausflippen und Konfetti werfen muss man da!

Lachse aus Alaska

Außer beim Foodfoto liegt das Copyright der Bilder beim ASMI.

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Friedrichs und ASMI" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

Samstag, 6. Juni 2015

Look what they cook: Grillparty

Look what they cook: Grillparty
 
30 Grad und es wird noch heißer. Leute, ich glaube der Sommer ist wirklich da! Endlich wieder Sonne tanken und den Körper mit jeder Menge Vitamin D versorgen, denn die nächsten grauen Tage kommen bestimmt. Leider kann ich den Sommer gar nicht so richtig genießen, denn statt im See zu plantschen muss ich in meinem stickigen Zimmerchen sitzen und auf meinen Bildschirm starren. Aber vielleicht setze ich mich die Tage auch mal mit Laptop in den Park. Oder zumindest auf den Balkon. Auf jeden Fall werde ich heute den ersten richtig heißen Tag genießen und mich nun mit der besseren Hälfte und einer riesigen Portion Eis an die Spree setzen. Heute Abend wird dann noch gegrillt, dazu ein kühles Bier und es ist für mich der perfekte Sommertag! Dann kann es morgen wieder mit voller Kraft an die Arbeit gehen. Tschaka!
Anregungen für einen tollen BBQ-Tag oder eine kleine Grillparty mit leckeren Sommersalaten, habe ich wieder einmal bei den großartigen Blogs aus diesem Internetz gefunden - schaut dort unbedingt vorbei und dann ab in die Sonne!


Fleischrezepte
 
Mariniertes Roastbeef mit Chimichurri (Die Jungs kochen und backen)


Salate zum Grillfest

Kartoffelsalat (Schön und fein)


Beilagen für den Grillabend

Pfefferminzdrink (Held am Herd)
Tomatenrelish (Fabulous Food)
Baguette (Plötzblog)


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! 

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