Mittwoch, 27. Juni 2018

Ein Geschirr für alle Fälle

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Die neue Geschirrserie von Rosenthal: Blend

Vor fast 10 Jahren war der Moment gekommen: Ich packte meine Koffer, setze mich in den Umzugswagen und begab mich auf den Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Mein Studentenleben begann. Ach, was war ich aufgeregt! Voller Vorfreude suchte ich vorab im Internet nach Möbeln und Wohnaccessoires, stöberte in Möbelhäusern und Einrichtungsläden. Es sollte vom Bett bis zum Teller einfach alles perfekt werden. Dummerweise entschied ich mich nicht selten für Produkte, die zwar schön, aber nicht unbedingt praktisch sind. So wanderte auch ein weißes Geschirrset mit quadratischen Tellern und Schüsseln in den Einkaufskorb. Meine Mutter war von Anfang an dagegen, ich fand es aber wahnsinnig schick. Mittlerweile sehe ich das auch etwas anders, denn insbesondere auf unserem runden Tisch fühlte sich das eckige Geschirrset nie so richtig wohl. Was mich dann aber nach ein par Jahren noch mehr störte, war, dass die riesigen Teller nicht so richtig in die Spülmaschine passen wollten und sich die Ecken des quadratischen Geschirr nach und nach verabschiedeten. Schade, schade, Schokolade.

Blend von Rosenthal: Ein Geschirr für alle Fälle

Schließlich stand also der Entschluss: Ein neues Geschirr muss her. Es sollte weiß und schlicht, aber doch besonders sein. Es sollte für die Spülmaschine geeignet sein und daher auch möglichst keine farbigen Applikationen haben. Es sollte modern, elegant und hochwertig, aber auch praktisch, klassisch und zeitlos sein. Es sollte sowohl morgens beim gemütlichen Frühstück zu Zweit, als auch abends bei einem schicken Dinner in großer Runde zum Einsatz kommen. Einfach ein Geschirr für alle Fälle. Naiv wie ich bin, dachte ich mir, das kann ja nicht so schwer sein! Wie immer kam die Erkenntnis relativ schnell: Doch, es ist sogar sehr schwer. Das eine Set zu langweilig, das andere nicht modern genug. Die eine Form nicht so schlicht wie gewünscht, die andere wiederum viel zu gewöhnlich. Ich eilte von Geschäft zu Geschäft und klickte mich von Onlineshop zu Onlineshop. Fand ich dann endlich ein Geschirrset, das meinen Vorstellungen entsprach, war es entweder zu teuer oder direkt ausverkauft. Irgendwann gab ich darum die aktive Suche erst einmal auf.

Porzellan von Rosenthal: Blend

Wie es immer so ist, sobald man etwas nicht mehr sucht, findet man es auf Anhieb: Eines Tages sah ich bei Instagram, dass der deutsche Porzellanhersteller Rosenthal eine neue Geschirrserie auf den Markt gebracht hatte: Blend. Zack und Boom – es war Liebe auf den ersten Blick. Fein strukturiertes und modernes Design. Subtiles und reduziertes Relief. Schlicht und doch haptisch so besonders. Hochwertiges Porzellan, hergestellt in Deutschland. Unkompliziert, multifunktional und somit für jeden Zweck, Anspruch sowie jede Mahlzeit geeignet. Bestehend aus gerade einmal sechs unterschiedlichen Artikeln, nimmt das Set im Schrank kaum Platz ein und garantiert trotzdem maximale Einsatzmöglichkeiten auf dem Tisch.



Kurzum Designer Christophe de la Fontaine hat das Geschirr meiner Träume entworfen. Geradlinig nach oben auslaufend, zweidimensional gegeneinander laufend oder dreidimensional übereinander gelagert: Die drei verschiedenen Reliefs können miteinander kombiniert werden oder getrennt voneinander ein elegantes Tischstyling kreieren. Ich liebe es, dass dieses Geschirr je nach Tischdekoration von modern bis elegant eine völlig andere Wirkung entwickelt. Egal, ob beim Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder bei kleinen Snacks zwischendurch; egal, ob schneller Burger oder elegantes 3-Gänge-Menü – das wunderschöne Porzellan verleiht wirklich jeder Mahlzeit einen ganz besonderen, individuellen Auftritt. Ihr denkt jetzt vermutlich, dass das so eine klassische Werbeaussage ist, aber für mich ist es wirklich das Geschirr, nach dem ich immer gesucht habe. Auch ohne Kooperation mit Rosenthal würde ich es jedem empfehlen, denn es ist einfach das perfekte Geschirr für alle Fälle.

Perfektes Geschirr für jeden Zweck: Blend von Rosenthal

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Rosenthal GmbH" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Samstag, 16. Juni 2018

Erdbeer-Mascarpone-Schnitten

Die Temperaturen schnellen in die Höhe, die Flora schießt einem aus jeder Ecke entgegen und der Sommer steht direkt vor der Tür. Natürlich öffnen wir ihm umgehend und bitten ihn hereinzukommen – endlich ist er da! Schließlich warten wir doch schon alle ganz begierig auf den Sommer! Oder?! Ähm. Nicht unbedingt. Temperaturen jenseits der 25°C? Ohne mich. Dazu ist mein Körper einfach nicht geschaffen! Okay, im Urlaub und mit einem erfrischenden Meer vor den Füßen kann ich mich damit anfreunden – aber sonst? Sonst bedeutet Sommer für mich, dass ich schwitzend zwischen vielen anderen schwitzenden Menschen in einer überfüllten, stickigen und aufgeheizten U-Bahn ohne Klimaanlage stehen muss. Anschließend raucht und brutzelt dann das Gehirn im aufgeheizten Büro nicht nur aufgrund der vielen Arbeit. Abends fällt man dann völlig erschöpft in sein Bett und findet doch keinen erholsamen Schlaf, da auch hier die Luft steht und die Hitze nicht weichen will. Nein, lieber Sommer, so werden wir keine Freunde. Wird es dann sogar noch heißer, springe ich auf direktem Weg in die Gefriertruhe und bleibe dort für immer. Alternativ schließe ich mich im tiefsten Keller der Stadt ein und setze mich in die Mitte von 10 Ventilatoren. Aber es ist ja nicht nur die Hitze, die mich quält: Sobald sich auch noch die Blüten von Gräsern und Co. der Sonne entgegenstrecken und ihre Pollen in die Luft pumpen, stellen meine Nase und meine Augen einfach den Betrieb ein. Ich verstehe bis heute nicht, was das eigentlich soll. Keine Lust mehr zu arbeiten? Hitzefrei? Oder doch der alljährliche Betriebsausflug? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass meine Sinnesorgane ab April nicht mehr richtig funktionieren wollen. Ich stehe also nicht nur verschwitzt in der Bahn, sondern auch mit zugequollenen Augen und einer verstopften Nase. Großartig!

Erdbeertiramisu mit selbstgemachtem Löffelbiskuitteig

Aber hey, ich gebe es zu, Mister Sommer hat auch seine guten Seiten. Mäntel und Jacken werden im Schrank verbannt, der Gang zur Eisdiele wird zum Alltagsritual, der Sprung ins kaltes Nass wird zum Wochenend-Highlight, Tomaten schmecken wieder nach Tomate und das Obst wird von Tag zu Tag süßer.
Insbesondere die Erdbeeren, die für mich jedes Jahr die ersten Vorboten des nahenden Sommers sind, lassen mich direkt jeglichen Groll gegen ihn vergessen. Erdbeeren könnte ich einfach rund um die Uhr vernaschen – zumal sie es immer wieder schaffen mir jeden noch so schlechten Tag zu versüßen! Es ist also kein Zufall, dass ich heute für euch das beste Erdbeerrezept aller Zeiten aus dem Hut zaubere. Lange hatte ich überlegt, ob ich mit einem Erdbeer-Tiramisu-Kuchen oder einer Erdbeer-Pavlova in die Erdbeersaison starten sollte. Beides ist erfrischend, cremig und immer eine Versuchung wert. Vollmundige Mascarpone oder luftige Sahne? Saftige Löffelbiskuits oder zarte Baisermasse?  Wie so oft, wenn ich mich nicht entscheiden kann, kombiniere ich einfach beides miteinander: Löffelbiskuit-Baisermasse als zartsüßer Teig, Sahne und Mascarpone als luftige Creme, weiße Schokolade als knackiger Gegenpart zur saftigen Erdbeere. So simpel, so gut. Direkt aus dem Ofen und ihr habt ein knuspriges Pavlova-Erlebnis, direkt aus dem Kühlschrank und ihr schwebt im siebten Tiramisu-Himmel. So oder so – es ist die wohl beste Antwort auf lange, heiße Sommertage und lässt jeglichen Ärger einfach verpuffen...

Erdbeer-Macarpone-Schnitten


Erdbeer-Mascarpone-Schnitten mit weißer Schokolade


Zutaten

6 Eier
150 g +150 g + 80 g Zucker
100 g Mehl
1 Prise Salz
400 ml Schlagsahne
2 Pck. Sahnesteif
500 g Mascarpone
50 ml Amaretto

2 Vanilleschoten
400 g weiße Schokolade
1 kg Erdbeeren
100 g Erdbeermarmelade

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 150 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen Die Eier trennen und die Eigelb zusammen mit 150 g Zucker zu einer hellgelben Masse aufschlagen. Anschließend das Mehl sieben und kurz unterschlagen. Nun die Eiweiß mit 150 g Zucker und einer Prise Salz sehr steif schlagen. Dann den Eischnee sehr vorsichtig unter die cremige Eigelbmasse heben. Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegtem und etwas höherem Backblech – oder einer großen sowie hohen Auflaufform – verstreichen. Für ca. 1 Stunde auf der mittleren Schiene des Backofens bei konstanten 150°C knusprig und goldbraun backen.
Währenddessen die eiskalte Schlagsahne zusammen mit Sahnesteif sehr steif schlafen. Die Mascarpone ebenfalls kurz aufschlagen und 80 g Zucker zusammen mit dem Amaretto sowie dem Mark von 2 Vanilleschoten unterrühren. Die Sahne vorsichtig unterheben. 350 g weiße Schokolade grob hacken und ebenfalls unterheben. Bevor es ans Schichten geht, die Erdbeeren waschen, vom Grün befreien und halbieren. 
Damit der Teig nicht zu schnell durchweicht, erst kurz vorm Servieren alle Komponenten miteinander verbinden: Auf dem Löffelbiskuitteig die Erdbeermarmelade verstreichen – ist sie zu fest, einfach kurz erwärmen. Darauf die Erdbeeren verteilen und mit der Sahnecreme bedecken. Zum Schluss noch mit groben Schokoladenraspeln der restlichen Schokolade dekorieren, dann direkt servieren und vernaschen. Wer es lieber als Erdbeertiramisu servieren möchte, kann zusätzlich über den luftigen Baiserteig etwas Kaffee und Amaretto träufeln und nach dem Schichten im Kühlschrank durchziehen lassen – beides unglaublich lecker!

Erdbeer-Pavolova mit Mascarpone

Dessert mit Erdbeeren: Erdbeer-Mascarpone-Schnitten

Donnerstag, 19. April 2018

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

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Rezept zum Frühstück: Süße Pizza

Jeden Morgen bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, nehme ich mir etwas Zeit, um ganz gemütlich ein paar Käsestullen oder eine große Schüssel Müsli zu verputzen. Am Wochenende wird der Morgen dann mit frisch gebackenen Brötchen, Bacon und Spiegelei gefeiert – ja, die schönste Mahlzeit des Tages ist für mich nach wie vor das Frühstück! Egal, ob mit warmem Rührei, süßen Pancakes, krossen Croissants, selbstgekochter Marmelade oder aromatischem Käse – ich könnte eigentlich rund um die Uhr frühstücken!
Was gibt es Schöneres als morgens noch etwas verschlafen in die Küche zu kommen und erst einmal ganz gemütlich mit einer große Tasse Kaffee sowie einem köstlichen Frühstück den Tag zu begrüßen? Da kann die Nacht noch so schlimm gewesen sein, ein gutes Essen macht sofort wieder alles gut. Für mich ist es darum auch unbegreiflich, wie Leute morgens ohne etwas zu essen aus dem Haus gehen können. Da würden mein Magen, meine Laune und meine Konzentration lautstark rebellieren und sich verabschieden. Ein schnelles Frühstück am Arbeitsplatz ist für mich ebenfalls keine Alternative, da würde ich die heimische Ruhe und Gemütlichkeit vermissen. Nein, diese Mahlzeit muss richtig zelebriert werden.

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

Auch das Unternehmen Weihenstephan aus dem schönen Bayern zelebriert das Frühstück nun schon seit fast 1.000 Jahren. In einem kleinen Kloster am Weihenstephaner Berg fing alles an. Ein paar Benediktiner Mönche produzierten damals köstliche Milchprodukte für einen besonders guten Start in den Tag. Von der Milch über die Butter bis zum Joghurt – mittlerweile gibt es von der blau-weißen Marke alles, was das Frühstücksherz begehrt. Frisch, pur & unverfälscht: Der Ursprung jedes Produktes ist immer sorgfältig ausgewählte Rohmilch, die dann z.B. erwärmt und mit Joghurtkulturen versehen wird, um nach einigen Stunden einen leicht säuerlichen und wunderbar cremigen Joghurt zu erhalten.
Dieser Joghurt bekommt nun auch bei meinem Rezept den ganz großen Auftritt. Ehrlich gesagt, war diese Rezeptidee ja eigentlich als Scherz gedacht, da ich meinte, dass es bei mir niemals eine healthy Breakfastbowl auf dem Blog geben wird. Das bin einfach nicht ich. Ein richtiges Herzfutter am Morgen wäre da eher ein Frühstücksburger oder eine Frühstückspizza! Moment, eine Frühstückspizza klingt eigentlich gar nicht so verrückt sondern richtig gut. Als Boden ein luftiger Hefeteig mit knusprigem Granola, als Sauce erfrischender Joghurt von Weihenstephan und als Belag frische Früchte und knackige Nüsse! Jede Ecke kann ganz individuell belegt werden, damit für jeden etwas dabei ist!
Die perfekte Kombination aus süßem Müsli und krossen Wochenendbrötchen, aus saftigen Müslibrötchen und warmen Kuchen, aus frischem Obstsalat und verführerischer Schokostulle – eben der perfekte Start in den Tag!

Das etwas andere Frühstücksbrötchen: Süße Pizza mit Joghurtsauce


Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce für einen guten Start in den Tag


Zutaten


Teig
1/2 Würfel frische Hefe
50 g Zucker
250 g Mehl
150 g Granola (z.B. nach diesem Rezept)
1 Prise Salz

Weiße Schokoladencreme
70 g weiße Schokolade
weiße Schokoladenraspeln
Blaubeeren

Dunkle Schokoladencreme
70 g Zartbitterschokolade
2 EL Nuss-Nougat-Creme
1 Banane
dunkle Schokoraspeln

Kokoscreme
Himbeeren
Kokosraspeln

Erdnusscreme
gesalzene Erdnüsse

Zubereitung

Für die Pizza die Milch ganz leicht erwärmen (nicht kochen!) und die Hefe zusammen mit dem Zucker darin auflösen. Das Mehl mit der Granola und dem Salz mischen. In die Mitte eine Mulde drücken, das Hefegemisch hinzugeben und mit etwas Mehl vom Rand vermengen. Mit einem Tuch abdecken und für 15 Minuten an einem warmen Ort (ca. 30-35°C) gehen lassen. Anschließend alles gut miteinander verkneten (ca. 10-15 Minuten lang) und noch einmal mindestens eine Stunde – bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat – gehen lassen. Nun den Backofen auf 200°C vorheizen, noch einmal alles verkneten, zu einer runden Form ausrollen und rundherum einen typischen Pizzarand formen. Wer mag, kann die Pizza auch noch mit einem verquirlten Ei bestreichen. Auf einem Backblech im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.
Währenddessen die verschiedenen Cremes zubereiten. Für die weiße Schokoladencreme die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit dem Joghurt vermischen. Für die dunkle Schokoladencreme die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit der Nuss-Nougat-Creme und dem Joghurt vermengen. 125 g Joghurt mit Kokosraspeln vermischen für die Kokoscreme und den restlichen Joghurt mit der Erdnussbutter für die Erdnusscreme. 
Auf die nur noch leicht warme Pizza die verschiedenen Cremes verstreichen. Auf der weißen Schokoladencreme Blaubeeren und weiße Schokoladenraspeln, auf der dunklen Creme Bananenscheiben und dunkle Schokoladenraspeln, auf der Kokoscreme Himbeeren und Kokosraspeln und auf der Erdnusscreme noch ein paar Erdnüsse verteilen. Anschneiden und genießen!

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce und frischen Früchten

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Weihenstephan" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Donnerstag, 29. März 2018

Geschichtetes Osterglück aus dem Glas

Tag für Tag rückt das Osterfest näher und wie bei so vielen Festen schwelge ich auch zu Ostern immer in Kindheitserinnerungen. Fröhliche Erlebnisse, warme Frühlingstage und viele kulinarische Überraschungen. Ich erinnere mich zum Beispiel daran wie ich gemeinsam mit meinen Geschwistern kleine Nester aus Moos geformt und diese im Garten verteilt habe, worin der Osterhase am nächsten Tag tatsächlich bunte Eier und Schokohasen versteckte. Schlauer Hase! An der Hand von Oma und mit einem kleinen Korb bewaffnet ging es dann durch den Garten, wo sich auch unter den blühenden Narzissen so manch eine süße Überraschung fand. Ich erinnere mich aber auch an Schokoladeneier, Marzipanhasen und kleine Geschenke unter Sofakissen, in Pflanzenkübeln oder hinter dem Wohnzimmervorhang. Selbst in Afrika, wo meine Cousine einige Jahre lebte, durfte ich mich schon auf die Eiersuche begeben – hinter einem Busch fand sich dort ein riesiger Korb voller süßer Überraschungen samt großem Hasen aus herrlich süßer Schweizer Schokolade.

Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme

Ich denke immer gerne an diese Tage zurück und liebe es auch heute noch überrascht zu werden, wobei ich heutzutage eher mein Smartphone suchen muss als ein Osterei. Das ist allerdings eine ganze andere Geschichte. Weitere Erinnerungen an die Osterzeit sind dadurch bedingt, dass im April nicht nur ich meinen Geburtstag feiern darf, sondern auch meine Eltern. Somit folgt rund um Ostern ein Fest auf das andere. Es ist ein bisschen wie in der Weihnachtszeit – eigentlich sind wir den ganzen April hindurch nur am schlemmen. Ich denke da zum Beispiel an diesen leckeren Rüblikuchen, den meine Mutter immer gebacken hat oder die köstliche Eierlikörsahnetorte. Für mich im Grunde auch die zwei liebsten Geschmackserlebnisse zur Osterzeit: Carrot Cake und Eierlikör! Warum also nicht einfach miteinander verbinden, um den puren Ostergeschmack zu bekommen? Dazu ein beherzter Griff in das bereits gefüllte Osternest, die Marzipanmöhren und der weiße Schokohasen dürfen nämlich ebenfalls nicht fehlen!

Dessert zu Ostern: Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme

Entstanden ist daraus schließlich ein simples Schichtdessert, welches sich aber auch problemlos als Kuchen servieren lässt. Dazu den herrlich saftigen Möhrenkuchen in der Mitte aufschneiden, mit einem Teil der weißen Schokoladencreme samt Mandarinen befüllen, von außen mit der Creme bestreichen und mit Eierlikör sowie Pistazien dekorieren. Egal also, ob für den Osterbrunch, die Kaffeetafel oder das Dinner – Carrot Cake mit Eierlikör geht einfach immer!

Dessert zu Ostern: Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme

Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme



Zutaten für 6 kleine Gläser


Carrot Cake
200 g Möhren
100 g weiche Butter
2 Eier
1 EL Milch
150 g braunen Zucker
Prise Salz
150 g Mehl
2 gestr. TL Backpulver
50 g gemahlene Mandeln
50 g gehackte Mandeln

Weiße Schokoladencreme
150 g weiße Schokolade
100 g weiche Butter
25 g Puderzucker
400 g Doppelrahm-Frischkäse

Dekoration
150 g Mandarinen (Dose)
25 g gehackte Pistazien
ca. 12 EL Eierlikör (ca. 180 ml)
6 Marzipanmöhren


Zubereitung

Zuerst den Carrot Cake zubereiten. Dafür den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, die 200 g Möhren schälen, vom Möhrengrün befreien und anschließend fein raspeln. Die Möhrenraspeln mit der zimmerwarmen Butter, den Eiern, der Milch, dem Zucker und der Prise Salz mit Hilfe eines Handrührgerätes vermengen. Das Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln mischen und ebenfalls unterschlagen. Die weiche Masse in einer mit Backpapier ausgeschlagenen Springform verstreichen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene für 20 Minuten so lange backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr hängen bleibt. Nach dem Backen den Kuchen gut auskühlen lassen. 
Während der Kuchen im Ofen ist, kann bereits die Schokoladencreme zubereitet werden. Dazu die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen. Die Butter gemeinsam mit dem Puderzucker aufschlagen bis die Butter weiß ist. Mit der Schokolade und dem Frischkäse mischen. Die Creme im Kühlschrank kalt stellen. 
Aus dem Carrot Cake kleine Böden kreisrund in der Größe der gewünschten Dessertgläser ausstechen. In die Gläser erst etwas Creme füllen, darauf den Möhrenkuchenboden setzen, darauf Mandarinen und gehackte Pistazien, darauf wieder etwas Creme und zum Schluss etwas Eierlikör und eine Marzipanmöhre. Die Schichten können natürlich auch abgewandelt oder erweitert werden. Ich wünsche guten Appetit und frohe Ostern!

Dessert zu Ostern: Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme

Dessert zu Ostern: Eierlikörschichtdessert mit Carrot Cake und weißer Schokoladencreme

Mittwoch, 28. Februar 2018

Verschneite Himbeer-Kokos-Schoko-Torte

Eisige Minusgrade, zugefrorene Seen und strahlender Sonnenschein – der Winter zeigt sich aktuell von seiner schönsten Seite! Für mich der perfekte Anlass, um mich hier endlich wieder einmal zu melden und eine verschneite Himbeer-Kokos-Schoko-Torte aus dem Hut zu zaubern. Passend zum Wetter da draußen wollte ich nämlich unbedingt eine winterliche Torte mit einer strahlend weißen Schneedecke aus Kokos backen. Die beste Idee, die ich seit langer Zeit hatte! Es klingt so simpel und schlicht, aber Kokos und Himbeeren sind einfach eine der besten Kombinationen der Welt. So himmlisch lecker! Das seht ihr wohl auch so, schließlich ist eines der beliebtesten Rezepte auf meinem Blog nach wie vor meine Raffaellotorte mit Himbeeren, die ich euch hier vor ca. 5 Jahren vorgestellt habe. Auch ich liebe diese Torte immer noch so sehr, dass sie für mich quasi so etwas wie ein Herzfutter-Klassiker ist!

Bountytorte mit Himbeeren

Während ich nun also so in den verschneiten Innenhof schaute und über meine Tortenpläne sinnierte, dachte ich mir: Was mit Raffaellos und hellen Biskuitböden funktioniert, müsste ja eigentlich auch mit dunkler Schokolade super schmecken, oder? Was soll ich sagen, meine Vermutung hat sich mehr als bestätigt: Die Torte schmeckt phänomenal genial! Fruchtig, schokoladig, gut!
Trotzdem war ich mir letztendlich unsicher, ob ich diesen Beitrag nun überhaupt veröffentliche sollte, da ich mit den Fotos nicht so richtig zufrieden bin. Mein Lieblingsmensch meinte dann aber, dass diese Torte so gut war, dass ich sie der Welt einfach nicht vorenthalten darf. Okay, gutes Argument.  Also Vorhang auf für meine verschneite Kokostorte! Lasst es euch schmecken.

Kokostorte mit Himbeeren und Schokolade

Verschneite Himbeer-Kokos-Schoko-Torte


Zutaten


Teig
100 g Zartbitterschokolade
100 ml Sahne
250 g Butter
250 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
4 Eier
3 EL Kakao
150 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver

Creme
100 g weiße Schokolade
1 Dose Kokosmilch (400 ml)
1 Vanilleschote
100 g Kokosraspeln
500 g Doppelrahm-Frischkäse
1 Pck. Gelatine Fix
200 g Zucker

10 EL Himbeermarmelade
Kokosraspeln
Kokos-Schokoriegel (z.B. Bounty)

Zubereitung

Im ersten Schritt den Backofen auf 200 °C vorheizen und die Zartbitterschokolade in einem Topf auf mittlerer Stufe vorsichtig mit der Sahne sowie der Butter erwärmen und zum Schmelzen bringen. Den Zucker und Vanillezucker unterrühren und die Eier mit Hilfe eines Handrührgerätes unterschlagen. Zum Schluss Kakao, Mehl und Backpulver vorsichtig unterheben. Die homogene Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben und glatt streichen. Im Backofen für 35 Minuten backen und anschließend gut auskühlen lassen. 
Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, ihn in der Mitte einmal längs durchschneiden und die Creme zubereiten.  Dazu die weiße Schokolade in der Kokosmilch vorsichtig erwärmen und zum Schmelzen bringen, die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und zusammen mit der Schote in die warme Kokos-Schokoladen-Masse geben. Nun die Kokosraspeln und den Frischkäse unterschlagen. Anschließend das Gelatinepulver 1 Minute lang mit dem Schneebesen oder Handrührgerät unter die Creme schlagen, zum Schluss den Zucker unterrühren und die Vanilleschote entfernen. 
Bevor nun alle Komponenten vereint werden, um den unteren Schokoboden einen Tortenring stellen. Auf diesen unteren Boden ca. 6 EL Himbeermarmelade streichen, etwa 2/3 der Creme auf der Marmelade verteilen und darauf noch einmal ca. 4 EL Marmelade streichen. Den zweiten Schokoboden darauf setzen und die restliche Creme darauf verstreichen. Mit Kokosraspeln und klein geschnittenen Schokoriegeln dekorieren. Für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank kühlen. Dann: Schneiden, servieren und genießen!

Himbeer-Kokos-Schoko-Torte

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