Freitag, 29. November 2019

Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom

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Sagt mal, wusstet ihr, wie viel Power in einer kleinen, zarten Flocke Hafer steckt? Mir war dies nämlich in keinster Weise bewusst. Klar, alle Welt isst Porridge und auch Mama hat schon immer darauf bestanden, dass in der Müslischüssel nicht nur die süßen Cornflakes sondern auch die kernigen Haferflocken landen, aber sobald das Wort gesund fällt, verschließen sich meine Ohren wie von selbst. Da kann ich einfach nichts machen! Kind, iss doch bitte auch die Haferflocken, die sind besonders gesund – zack, auf Durchzug geschalten!

Schneller Haferkuchen mit weihnachtlichen Gewürzen

Nichtsdestotrotz hat die Mama recht: Manche sprechen sogar davon, dass Hafer eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt ist. Mineralstoffe, Nährstoffe, Vitamine, Proteine, Ballaststoffe – der Hafer beinhaltet sie alle und zwar nicht zu wenig. In 100 g Haferflocken stecken 13,5 g Eiweiß, wenig Gluten, zahlreiche Vitamine,  wie zum Beispiel Thiamin und Folsäure, 130 mg Magnesium, 4,3 mg Zink und vieles, vieles mehr. Dadurch haben Haferflocken zahlreiche gesundheitsfördernden Wirkungen, stärken Knochen und Zähne, sind gut für Haut und Haare, unterstützen das Immunsystem und die Blutbildung. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen hält Hafer dann auch noch besonders lange satt, was ja nicht die schlechteste Eigenschaft für eine potentielle Frühstückszutat ist. Die Ballaststoffe sorgen für einen ausgeglichenen Blutzucker- und Cholesterinspiegel, fördern die Verdauung und beruhigen dabei auch noch den Magen. Wow! Da lüfte sogar ich meinen Hut und sage Chapeau, lieber Hafer! 
Okay, ihr kennt mich, eigentlich haben solche Gesundheitsaspekte mich noch nie zum Kauf motivieren können – viel wichtiger ist und bleibt am Ende dann eben doch der Geschmack. Aber auch damit kann der Hafer punkten. Vielleicht nicht unbedingt pur, aber sobald sich ein paar Zutaten wie Milch oder Honig zum Hafer gesellen, kann es richtig gut werden und der süßlich-nussige Geschmack kommt perfekt zur Geltung. Ich meine, nicht ohne Grund wird Porridge seit vielen Jahren von Jung und Alt gefeiert, Haferbrote gehen bei jedem Bäcker weg wie warme Semmeln und gegen einen richtig leckeren Müsliriegel hat auch niemand etwas einzuwenden, oder? Als Mehl, als Milch, als Kleie, als kernige, zarte oder schmelzende Flocke – ohne Hafer würde definitiv etwas fehlen!

Da die Weihnachtszeit es sich nun bereits still und heimlich in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht hat und die ersten weihnachtlichen Gefühle in der Küche aufkamen, habe ich dem Hafer neulich ganz spontan Safran, Zimt und Kardamom vorgestellt. Und wer hätte es gedacht, sie verstanden sich mehr als gut. Als dann noch Butterkaramell und saftige Äpfel ins Spiel kamen, war das Rezept für den perfekten easy-peasy Adventskuchen geboren: Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom! Perfekt, weil er so wundervoll saftig ist. Perfekt, weil die äußere Haferschicht so herrlich knuspert. Perfekt, weil die Arbeitskollegen vor Freude über den Kuchen kleine Luftsprünge machten. Perfekt, weil er so schnell und einfach gebacken ist. Perfekt, weil er nach purem Weihnachtszauber schmeckt. Ja, du perfekter Haferkuchen, ich bin schockverliebt! Das Weihnachtsfest kann also kommen!

Rezept weihnachtlicher Apfelkuchen


Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom


Zutaten

150 g Butter
150 g Rohrohrzucker
300 g Haferflocken, kernig
3 Äpfel
1,5 TL Safranfäden (ca. 0,3 bis 0,4 g)
2 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamom
200 g Butter (zimmerwarm)
250 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
350 g Mehl
3 gestr. TL Backpulver

Zubereitung

Zuerst den Rohrohrzucker in einem kleinen Topf auf mittlerer Stufe vorsichtig goldgelb zum Schmelzen bringen, die Butter hinzugeben und alles unter ständigem Rühren miteinander verbinden. Nun die kernigen Haferflocken unterrühren und die Masse zur Seite stellen.
Für den Teig die 3 Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch fein raspeln. Safran, Zimt und Kardamom hinzugeben, kurz unterheben und ebenfalls zur Seite stellen. Die Butter zusammen mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und mit der cremigen Masse vermengen. Nun noch die gewürzten Äpfel unterheben.
Den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Etwas weniger als 1/3 der karamellisierten Haferflocken auf dem Boden verteilen und andrücken. Darauf die Hälfte des Teiges verstreichen und darauf wieder einige karamellisierte Haferflocken verteilen. Nun den Rest des Teiges in die Form geben und die restlichen Haferflocken darauf verteilen.
Auf einem Gitterrost auf der mittleren Schiene ca. 90 Minuten backen bis an einem Holzstäbchen kein bzw. kaum Teig mehr kleben bleibt. Sollten die Haferflocken zu braun werden, könnt ihr den Kuchen mit etwas Alufolie abdecken. Sobald er fertig ist, etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen bevor er angeschnitten wird. Guten Appetit und eine frohe Vorweihnachtszeit wünschen ich und der Hafer!

Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit dem "Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V." entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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