Samstag, 24. Oktober 2020

Süß-herzhafte Stullenpower mit Trauben-Zwiebel-Chutney und französischem Blauschimmelkäse

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Weich und cremig schmilzt er vom Burger, knusprig und kross knackt er auf dem Gratin, kräftig und vollmundig umspielt er den Gaumen – Käse ist und bleibt eines der Comfort-Foods Number One! Insbesondere wenn sich das Thermometer wieder einmal bei den Minusgraden einpendelt, die Sonne sich hinter dicken, grauen Wolken versteckt und der Regen gegen die Scheibe trommelt, erreicht die Sehnsucht nach warm-geschmolzenem Käseglück ungeahnte Höhen. Dann heißt es: Ofen oder Herd anschmeißen, Käse zum Schmelzen bringen und anschließend eingekuschelt auf dem Sofa auf der siebten Käsewolke ins Soulfood-Land schweben! Ob als cremiger Ofenkäse, knusprige Käsedecke oder mundgerechter Käsewürfel – das gelb-köstliche Milcherzeugnis macht einfach (fast) jedes Gericht und jeden Tag besser. Tatsächlich könnte ich gut und gerne auf Wurst verzichten, aber niemals auf Käse. Jede Woche verbringe ich darum auch gefühlt mehrere Stunden vor der Käsetheke und probiere mich durch das vielfältige Angebot. Vom milden Butterkäse über den vollmundigen Bergkäse bis hin zum kräftigen Blauschimmelkäse kann ich mich für jede Geschmacksnuance begeistern. Zum großen Leidwesen meiner besseren Hälfte darf er auch gerne einmal intensiv riechen (manche würden auch sagen stinken) – die Hauptsache ist nur, dass er schmeckt! 

Schnelles Herbst-Rezept mit Käse

Dementsprechend habe ich mich auch sehr gerne bereit erklärt den in Deutschland noch recht unbekannten französischen Blauschimmelkäse AOP Fourme d'Ambert zu testen – welchen Überlieferungen zufolge sogar bereits Druiden für ihre kultischen Zeremonien in Frankreich verwendeten. Als mich das Käse-Päckchen schließlich erreichte, fiel mir eine Sache direkt äußerst positiv auf: Die Größe. Der elfenbeinfarben glänzende Käse wird nämlich in der Regel als kleiner, runder und aufrecht stehender Käselaib bzw. -zylinder mit einem Durchmesser von ca. 13 cm verkauft. Viel Käse ist ja immer gut! Was ich wiederum direkt geschmeckt habe: Den cremig-hohen Fettgehalt! Das meine ich übrigens durchaus positiv. Hergestellt wird die alte französische Edelschimmelkäsesorte aus der Region Auvergne nämlich aus der sehr fetthaltigen Milch der Salers-Kühe. Vollmundigkeit par excellence! Die Kühe, die mindestens 150 Tage pro Jahr auf der Weide verbringen, profitieren wiederum von der Reichhaltigkeit und Biodiversität der Region, wodurch die Milch und somit der Käse seinen einzigartig subtil würzigen Geschmack erhält. Hübsch anzusehen ist er auch, denn die streng kontrollierte Herstellung des AOP zertifizierten Lebensmittels benötigt einiger Kunstfertigkeit: Der Kuhbauer führt mit Hilfe von langen Nadeln zahlreiche Luftkanäle in den Käseteig ein, in denen sich die zuvor hinzugefügte Blauschimmelkultur, der Penicillium Roqueforti Pilz, gleichmäßig ausbreiten kann. Nach ein bis fünf Monaten Reifezeit macht sich der AOP Fourme d'Ambert dann bereits auf den Weg in den Handel und besitzt somit für einen Blauschimmelkäse einen relativ cremig-milden Geschmack. Perfekt also, um Käseneulinge in die lukullische (Schimmel-)Käsewelt einzuführen – oder besser gesagt – zu verführen. 

Test: AOP Fourme d'Ambert

Als kleine Frostbeule konnte ich nicht anders und musste den köstlichen Edelschimmelkäse in ein schnelles Herbst/Wintergericht verwandeln, das frisch aus der Pfanne den Magen wärmt, mit dem ein oder anderen Fettanteil die Seele umschmeichelt und dank der süß-herzhaften Geschmackskombination unendlich viele Endorphine freisetzt! Zahlreiche Kochshows und -events haben mir eines beigebracht: Richtig geil wird ein Gericht, wenn verschiedene Texturen und verschiedene Geschmacksrichtungen aufeinander treffen! Alles klar: Kross angebratenes Bauernbrot trifft cremigen Fourme d'Ambert, die Geschmacksrichtungen herzhaft und süß vereinen sich allein schon im saftigen Trauben-Zwiebel-Chutney und abgerundet wird das Ganze schließlich durch die knackig-frische Feldsalat-Komponente. Dazu noch ein kühles Glas mit mineralisch erfrischendem Weißwein – was bitte will man mehr? Winter? Du darfst eintreten, dich wie Gott in Frankreich fühlen und zum Essen bleiben, es gibt: 

Süß-herzhafte Stullen mit Trauben-Zwiebel-Chutney und Fourme d'Ambert


Zutaten für ca. 4 Stullen

1 große, rote Zwiebel
2 Zweige Thymian
30 ml Rotweinessig
15 g Honig
1/2 TL Dijon-Senf
150 g rote Weintrauben
Salz
Pfeffer
Zucker
ca. 8 Scheiben Brot (z.B. Bauernbrot)
ca. 8 EL Butterschmalz
Feldsalat
Blauschimmelkäse AOP Fourme d'Ambert

Zubereitung

Die rote Zwiebel schälen und in schmale Spalten schneiden. Den Thymian waschen und trocken schütteln. Die Blättchen vom Stiel zupfen. Zwiebeln und Kräuter zusammen mit dem Essig, Honig und Dijon-Senf 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Die Weintrauben waschen, entkernen und vierteln. Die Weintrauben zur Zwiebelmischung geben und nochmals 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker nach Bedarf abschmecken, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
8 Scheiben des Krustenbrots nacheinander in etwas Butterschmalz von beiden Seiten in der Pfanne anrösten. Mit gründlich gewaschenem Feldsalat, noch leicht warmen Trauben-Zwiebel-Chutney sowie etwas Fourme d'Ambert belegen, durchschneiden und noch warm genießen. 

Süß-herzhafte Stullenpower mit Trauben-Zwiebel-Chutney und französischem Blauschimmelkäse

Stulle mit Trauben-Zwiebel-Chutney

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag als Kooperation für den "AOP Fourme d'Ambert" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Sonntag, 30. August 2020

Sommerliches Kokos-Himbeer-Tiramisu

Ich stelle immer wieder fest, dass Temperaturen jenseits der 30 Grad nichts für mich sind. Die einzige Ausnahme: Entspannter Strandurlaub mit funktionierender Klimaanlage auf dem Zimmer. In meinem Berliner Alltag fehlt aber sowohl der Strand als auch die Klimaanlage und dementsprechend fand ich die heißen Tage der letzten Wochen nicht besonders berauschend. Ja, ich weiß, dass dieses ständige Gemeckere über das Wetter etwas nervt und wir über die wenigen heißen Tage in diesem Jahr froh sein können, aber ununterbrochenes Schwitzen und leichte Kreislaufprobleme nerven mich persönlich eben einen Ticken mehr. Trotzdem versuche ich natürlich den Sommer bestmöglich zu nutzen – auf einer luftigen Dachterrasse mit Blick über die Dächer Berlins zum Beispiel oder in senkrechter Position mit einem kühlen Dessert oder Drink in der Hand vor dem Ventilator. 

Sommerliches Kokos-Himbeer-Tiramisu

Für beide Situationen kann ich euch mein sommerlich-erfrischendes Kokos-Himbeer-Tiramisu absolut empfehlen. Dafür, dass ich es nämlich ursprünglich für einen Grillabend auf besagter Dachterrasse relativ spontan und mehr oder weniger planlos zusammengerührt habe, ist es verdammt gut geworden. So gut, dass ich es direkt am nächsten Wochenende noch einmal zubereiten musste. Wobei ich gestehen muss, dass mein absolutes Lieblingsdessert sowieso Tiramisu ist und somit jegliche Variante davon schon von vornherein sehr gute Chancen hat mich zu begeistern. In dem Fall meines Kokos-Himbeer-Tiramisus sind die Chancen aber noch viel höher, denn die erfrischende Säure der Himbeeren und Limetten vertreibt jeglichen Hitzeblues, die angenehme Süße kommt dann allein schon durch die weiße Schokolade und die Krönung ist die typische vollmundige Cremigkeit eines Tiramisus, das mit Mascarpone zubereitet wurde. Ich habe dabei wieder einmal gemerkt, wie großartig der abgerundete Geschmack von süßer Mascarpone ist und wie furchtbar ich ein Tiramisu finde, das größtenteils aus Sahne besteht. Wer bitte ist auf diese Idee gekommen? Ich bezahle lieber ein paar Euro mehr für ein Tiramisu, wenn dafür dann auch reichlich Mascarpone zum Einsatz kommt. Gekrönt wird meine sommerliche Variante im Raffaello-Stil dann übrigens noch durch die saftigen und in Rum getränkten Löffelbiskuits sowie den leichten Crunch von knusprigen Kokoschips. Es gibt doch nichts über etwas Crunch im Dessert, oder? 

Sommerdessert mit Kokos, Limetten und Himbeeren

Ehrlich gesagt hatte ich trotz des großartigen Geschmacks kurz überlegt, ob ich euch dieses Rezept überhaupt aufschreibe, denn revolutionär ist es ja nun nicht unbedingt. Wie gesagt, ich habe es mehr oder weniger spontan einfach zusammengerührt. Mein Lieblingsmensch meinte aber direkt, dass man das Rad ja nicht immer neu erfinden muss und die einfachen Dinge eben oft auch die leckersten sind. Da kann ich ihm eigentlich nur zustimmen und nachdem dann auch noch die Gäste des Grillabends den Wunsch nach dem Rezept äußerten – präsentiere ich euch nun sehr gerne das kinderleichte und schnelle Rezept für mein Raffaello-Tiramisu. Es geht so fix, dass ich es vermutlich noch sehr oft in den nächsten Wochen zubereiten werde, um den (nun endlich milden) Sommer möglichst lange zu genießen! Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass das herrlich cremige Schichtdessert auch im Herbst, Winter und Frühling eine genussvolle Wucht ist – dann aber vermutlich eher mit TK-Himbeeren statt der frischen Variante!

Raffaello Tiramisu


Sommerliches Kokos-Himbeer-Tiramisu 



Zutaten 

Für 4 Gläser (je ca. 350 ml Fassungsvermögen) 
oder eine kleine Auflaufform (ca. 1,5 l Fassungsvermögen)

375 g Mascarpone
250 g Magerquark
1 Vanilleschote
100 g weiße Schokolade
15 g (ca. 2 EL) Puderzucker
25 g (ca. 5 EL) Kokosflocken

150 ml Kokosmilch
3 EL Rum
2 Limetten
ca. 100 g Löffelbiskuits

ca. 150 g Himbeeren 
ca. 3-4 EL Kokoschips
ca. 3-4 EL Kokosflocken
ca. 20 g weiße Schokolade
etwas frische Minze



Zubereitung

Mascarpone mit Quark, dem Mark einer Vanilleschote, geschmolzener weißer Schokolade (wenn es schnell gehen soll, einfach in der Mikrowelle schmelzen), Puderzucker und Kokosflocken aufschlagen bis eine homogene Creme entstanden ist – die fertige Masse anschließend zur Seite stellen.
Nun die Kokosmilch mit Rum und dem Saft sowie Abrieb der beiden Limetten in einer flachen Schale verrühren. 
Danach geht es bereits an das Schichten: Löffelbiskuits grob klein schneiden, kurz in die Kokosmilch-Mischung einlegen und den Boden damit sowie einigen Himbeeren – im besten Fall frisch und gewaschen, TK-Himbeeren oder pürierte Himbeeren funktionieren aber auch – bedecken. Darauf etwas der Creme geben, darauf wieder Löffelbiskuits sowie Himbeeren und darauf wieder etwas Creme schichten. Über Nacht durchziehen lassen – zum Schluss nur noch mit Himbeeren, Kokoschips, Kokosflocken, weißen Schokoladen-Raspeln sowie Minze dekorieren und anschließend direkt servieren, damit die Kokoschips schön knusprig bleiben. 

Kokos-Tiramisu im Raffaello Stil

Samstag, 8. August 2020

Restaurantschiff Patio in Moabit – einzigartige Location, köstliche Menüs & erstklassiger Service

Sich durch vielseitigste Gerichte schlemmen, neue Geschmackskompositionen kennenlernen und kulinarisch inspirieren lassen – wie jedes Jahr wollte ich auch in diesem Jahr meinen Geburtstag wieder in einem besonderen Gourmet-Tempel zelebrieren. Mittlerweile hat sich dies als feste Tradition und kleines Jahreshighlight etabliert, auf das ich mich immer wieder riesig freue. Die Restaurants, die ich dabei ins Auge fasse, müssen nicht zwingend mit Sternen bestückt sein, aber ein nicht alltägliches, kulinarisches Erlebnis bieten, welches ich mir im Alltag nicht unbedingt gönnen würde. 
Dementsprechend beginne ich bereits viele Woche vor meinem Geburtstag nach neuen oder auch alteingesessenen Speisewirtschaften zu recherchieren, arbeite mich dabei durch meine vielen Lesezeichen sowie Notizen und frage Freunde nach ihren heißesten Tipps – sobald die Auswahl dann nach und nach reduziert wird, die Entscheidung schließlich gefallen und die Reservierung abgeschlossen ist, steigt die Vorfreude von Tag zu Tag. In diesem Jahr gab es da nur einen kleinen, nicht zu ignorierenden Haken: Dummerweise kam ich nämlich im April auf die Welt und wir alle wissen, dass im April 2020 die Maßnahmen, um die Covid-Pandemie in Deutschland einzudämmen, den Besuch eines Restaurants zu einer Sache der Unmöglichkeit machten. Reservierung? Gecancelt. Geburtstagsdinner? Verschoben auf unbekannte Zeit. 

Restaurantschiff Patio in Moabit

Fotos © Patio Betriebs UG

Natürlich ist mir bewusst, dass dies in der aktuellen Situation ein absolutes Luxusproblem ist, aber trotzdem war ich im ersten Moment unfassbar traurig, da sich die Vorfreude bereits seit Wochen in unermessliche Höhen gesteigert hatte und ich mich plötzlich von einem meiner Jahreshighlights verabschieden musste. Umso mehr freute ich mich daher, als ich im Juli mit einem Dinner auf dem Restaurantschiff Patio überrascht wurde. Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk gedacht, war es für mich ein riesiger Trost für das verpasste Geburtstagsdinner (welches mit Sicherheit noch nachgeholt wird). Das Patio ist zwar kein Sterne-Restaurant und vielleicht auch nicht das beste Gourmet-Restaurant am Platz, aber allein aufgrund der einzigartigen Location einen Besuch wert: Wenige Schritte vom Schloss Bellevue entfernt, ankert das Restaurantschiff am Ufer der Spree und lädt zu besonderen Stunden auf dem Wasser ein. 

Einzigartige Eventlocation in Berlin: Das Patio


Von außen wirkt das Schiff mit seinem großen Outdoor-Bereich auf dem Deck bereits mehr als einladend, aber im Inneren wartet dann das eigentliche Highlight: Eine große Fensterfront, die den Blick auf die Spree von jedem Platz im Restaurant ermöglicht. Kombiniert mit einer modern-reduzierten und stilvollen Einrichtung hat uns dieses einzigartige Ambiente bereits von der ersten Minute an begeistert. Letztendlich hat aber auch insbesondere der erstklassige Service dafür gesorgt, dass wir uns so willkommen und rundum wohl gefühlt haben. Ob dies nur an der Corona-bedingten Reduzierung der Tische lag, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich habe das Gefühl, dass Restaurantchef Richard David Heinen sein Team sehr sorgfältig auswählt bzw. schult. Schließlich möchte das Patio laut Website gutes Essen in entspannter Atmosphäre bieten und hierzu gehört für mich neben dem besagten guten Essen auch ein erstklassiger Service. 


Menüs im Restaurantschiff Patio in Berlin

Wobei wir natürlich nicht aufgrund des guten Services, sondern aufgrund der leckeren Gerichte in diese einzigartige Location gekommen sind: Aus zwei unterschiedlichen Menüs mit jeweils fünf verschiedenen Gängen können drei bis fünf Gerichte zu einem Preis von 46 bis 59 Euro ausgewählt werden. Bei uns fiel die Wahl unter anderem auf: Beef Tatar mit eingelegtem Blumenkohl und Focaccia; Karotte als Sud, Püree und Öl mit Sainte-Maure; Reh-Maultasche mit Spitzkohlsud und Buchweizen; Havelländer Apfelschwein mit Brokkoli-Creme, wildem Brokkoli und fermentierten Radieschen; pochierte und eingelegte Pflaume mit schwarzer Reiscreme, Pistazienkuchen und Sorbet; gekochte und eingelegte rote Bete mit Sorbet, Crunch und Frozen-Joghurt. 
Mit Blick auf beleuchtete Häuserfronten, funkelndes Wasser und die langsam untergehende Sonne probierten wir uns durch jedes dieser Gerichte und waren uns sehr schnell einig: Die vielfältigen, köstlichen, simplen und doch raffinierten sowie perfekt abgeschmeckten Kompositionen sind mehr als empfehlenswert. Was die Speisekarte bereits ankündigte, hatte sich somit bestätigt: Hier wird moderne, deutsche und aus aller Welt inspirierte Küche mit regional-saisonalen Zutaten gelebt, die vielleicht nicht unglaublich experimentell, aber ehrlich und einfach nur lecker ist. Für mich ist es daher das perfekte Restaurant für alle, die bei einem Date, einer Feier oder einem Geschäftsessen einen besonderen und allein aufgrund der Location auch einzigartigen Abend mit köstlichen Gerichten und bestem Service in Berlin verbringen möchten – egal, ob als Tourist, Zugezogener oder Einheimischer. 


PATIO Restaurantschiff
Kirchstraße/Helgoländer Ufer
10557 Berlin – Moabit

Mo-Sa 17.30 – 22.00 Uhr
So 12.00 – 22.00 Uhr

Ambiente: Modern & stilvoll
Essen: Saisonal & regional inspirierte deutsche Küche mit internationalen Einflüssen
Preis: €€€  

Donnerstag, 18. Juni 2020

Easy-peasy Snickers-Kuchen aka der beste Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt

Heute ist der Tag gekommen, an dem es Zeit wird der Erdnuss erneut zu huldigen und ein Rezept zu veröffentlichen, das schon längst einen Ehrenplatz auf diesem Blog hätte bekommen sollen. Es handelt sich dabei um das Rezept für meinen sogenannten Signature-Cake, den ich immer dann backe, wenn ich relativ fix einen Kuchen brauche, der (fast) jeden begeistert. Bühne frei für den besten Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt! 

Snickers Cake

Es gibt ungelogen kein anderes Backwerk, das ich öfter gebacken – und gegessen habe – als diese Kreation. Egal ob der eigene Geburtstag, spontaner Besuch oder das nächste Picknick ansteht, diese süße Erdnuss-Versuchung hat wohl schon fast jeder meiner Freunde, Kollegen und Bekannten probieren dürfen. In der Regel ist Begeisterung und Ausdrücke des Höchstgenusses die Antwort – dieser Kombination aus süßer Erdnussbutter-Creme, salzigem Karamell und dunklem Schokoladenteig kann doch nun auch wirklich niemand widerstehen, oder? Ich (leider) niemals, aber da Snickers zu den beliebtesten Schokoriegeln der Welt gehört, bin ich damit glücklicherweise nicht alleine. Okay, es gibt natürlich auch immer Personen, die keine Erdnüsse mögen (das verstehe mal einer), vertragen (mein tiefstes Mitgefühl) oder den Kuchen insgesamt als zu mächtig empfinden (Kalorien waren leider noch nie meine Feinde). Glücklicherweise kommt dies aber sehr selten vor und darum wird dieser Lieblingskuchen auch weiterhin immer wieder gebacken werden – vermutlich werde ich ihn auch noch in 50 Jahren meinem Rentnerclub servieren. Eigentlich eine ganz schöne Vorstellung, oder?

Einfacher Erdnussbutter-Karamell-Kuchen

Aber nicht nur, dass diese Kreation meine allerliebsten Geschmackskomponenten Erdnussbutter und Karamell enthält, es ist auch noch ein herrlich schnell umgesetztes und unkompliziertes Rezept. Wenn es einmal ganz fix gehen muss, lasse ich sogar kurzerhand das Karamell weg und der Kuchen kann noch schneller vernascht werden. Aufgrund des Zusammenspiels aus knackig-salzigen Erdnüssen, cremig-süßer Erdnussbutter und herb-saftigem Schokoladenkuchen ist der Kuchen nämlich selbst ohne Karamell ein Garant für kleine und große Geschmacksexplosionen. Der Boden ist superfix zusammengerührt und gebacken, gleiches gilt für die Creme – beides lässt sich somit hervorragend am Vorabend vorbereiten und wird dann nur noch am Morgen miteinander vereint. Okay, das Karamell ist vielleicht etwas aufwändiger, aber mit etwas Übung ist auch dieses relativ schnell gezaubert. Und – wie bereits geschrieben – selbst ohne Karamell ist dieser Kuchen zum Niederknien. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass die Creme ohne Boden zubereitet und dann mit etwas Eis oder auch pur gegessen wurde. Das ist aber natürlich nur ein Gerücht, wer würde schon Erdnussbutter-Creme löffeln? 

Erdnussbutter Tarte

Warum es dieser Kuchen dann bisher noch nicht auf meinen Blog geschafft hat? Aus dem ganz einfachen Grund, dass es das Rezept eigentlich bereits seit fünf Jahren als Cupcake-Variante existiert, zwar variieren die Mengenangaben etwas, aber grundsätzlich sind es die selben Zutaten und Zubereitungsschritte. Somit hatte ich es bisher auch nicht für nötig gehalten einen Beitrag zu diesem Rezept zu veröffentlichen. Allerdings kommt dem vermehrten Einsatz dieses Kuchens entsprechend auch die vermehrte Frage nach dem exakten Rezept, es führt nun also kein Weg mehr daran vorbei, dass mein Signature-Cake endlich einen Platz auf Herzfutter bekommt. Denn obwohl es mein Signature-Cake und Lieblingskuchen ist, würde ich mich sehr freuen, wenn er nicht nur mich sowie meine Freunde und Bekannten beglücken, sondern im besten Fall die ganze Welt erobern würde. Er ist einfach zu gut, um ihn nicht zu teilen. Also ran an die Backschüsseln und wie Enie van de Meiklokjes es in einer ihrer Backshows immer so schön sagt: Auf die Plätzchen, fertig, los! Der Siegeszug dieses Erdnusbutter-Karamell-Schokokuchens kann beginnen.

Easy-peasy Snickers-Kuchen aka der beste Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt


Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen



Zutaten


Schoko-Tortenboden
150 g Butter (Zimmertemperatur)
200 g Zucker
3 Eier
1 Prise Fleur de Sel/ Salz
200 ml Milch
100 g Mehl
70 g Kakao
2 gestr. TL Backpulver

Erdnusskaramell
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
165 ml Schlagsahne
150 g gesalzene und geröstete Erdnüsse
Messerspitze Fleur de Sel/ Salz
 
Erdnussbuttercreme
110 g Butter (Zimmertemperatur)
80 g Puderzucker
150 g Erdnussbutter
25 ml Sahne

Optional zum Dekorieren 
Erdnüsse und Zartbitterschokolade


Zubereitung


Für den Schokoladenteig den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform (Durchmesser ca. 26 cm) mit Backpapier auslegen. Nun die Butter zusammen mit dem Zucker mehrere Minuten lang aufschlagen bis die Masse hell und luftig wird. Anschließend die Eier nach und nach unterrühren. Eine Prise Salz und die Milch hinzugeben. Mehl mit Kakao und Backpulver vermischen und ebenfalls unter die flüssige Masse rühren. Der Teig sollte jetzt sehr cremig sein – ist er zu fest, einfach noch etwas Milch untermixen. Den Teig in die Springform füllen und für ca. 30-35 Minuten im Backofen backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
Nachdem der Schokoboden ausgekühlt ist, diesen auf eine Tortenplatte setzen und das Erdnusskaramell zubereiten. Dazu den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker auf mittlerer Stufe ganz langsam schmelzen lassen. Sobald der Zucker goldgelb geschmolzen ist, die Sahne hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Solange rühren bis sich die Sahne mit dem Zucker zu einer homogenen Masse verbunden hat. Nun die Erdnüsse hinzugeben und unterheben. Das Karamell auf den Tortenboden gießen und gleichmäßig verteilen. Wieder sehr gut auskühlen lassen.
Während das Karamell auskühlt, das Erdnussbuttercreme-Frosting zubereiten. Dazu die Butter mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine so lange aufschlagen bis sie fast weiß erscheint. Anschließend den Puderzucker hinzufügen und so lange mixen, bis die Masse wunderbar hell, cremig und luftig ist. Nun noch die Erdnussbutter und Sahne unterrühren. Die Creme bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern. 
Sobald das Karamell ausgekühlt ist, die Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen, auf den Kuchen in mehreren Tupfen oder in Form eines Gitters spritzen und mit Erdnüssen und/oder Schokolade dekorieren.

Schnell und einfaches Rezept für Snickers-Kuchen

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