Donnerstag, 18. Juni 2020

Easy-peasy Snickers-Kuchen aka der beste Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt

Heute ist der Tag gekommen, an dem es Zeit wird der Erdnuss erneut zu huldigen und ein Rezept zu veröffentlichen, das schon längst einen Ehrenplatz auf diesem Blog hätte bekommen sollen. Es handelt sich dabei um das Rezept für meinen sogenannten Signature-Cake, den ich immer dann backe, wenn ich relativ fix einen Kuchen brauche, der (fast) jeden begeistert. Bühne frei für den besten Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt! 

Snickers Cake

Es gibt ungelogen kein anderes Backwerk, das ich öfter gebacken – und gegessen habe – als diese Kreation. Egal ob der eigene Geburtstag, spontaner Besuch oder das nächste Picknick ansteht, diese süße Erdnuss-Versuchung hat wohl schon fast jeder meiner Freunde, Kollegen und Bekannten probieren dürfen. In der Regel ist Begeisterung und Ausdrücke des Höchstgenusses die Antwort – dieser Kombination aus süßer Erdnussbutter-Creme, salzigem Karamell und dunklem Schokoladenteig kann doch nun auch wirklich niemand widerstehen, oder? Ich (leider) niemals, aber da Snickers zu den beliebtesten Schokoriegeln der Welt gehört, bin ich damit glücklicherweise nicht alleine. Okay, es gibt natürlich auch immer Personen, die keine Erdnüsse mögen (das verstehe mal einer), vertragen (mein tiefstes Mitgefühl) oder den Kuchen insgesamt als zu mächtig empfinden (Kalorien waren leider noch nie meine Feinde). Glücklicherweise kommt dies aber sehr selten vor und darum wird dieser Lieblingskuchen auch weiterhin immer wieder gebacken werden – vermutlich werde ich ihn auch noch in 50 Jahren meinem Rentnerclub servieren. Eigentlich eine ganz schöne Vorstellung, oder?

Einfacher Erdnussbutter-Karamell-Kuchen

Aber nicht nur, dass diese Kreation meine allerliebsten Geschmackskomponenten Erdnussbutter und Karamell enthält, es ist auch noch ein herrlich schnell umgesetztes und unkompliziertes Rezept. Wenn es einmal ganz fix gehen muss, lasse ich sogar kurzerhand das Karamell weg und der Kuchen kann noch schneller vernascht werden. Aufgrund des Zusammenspiels aus knackig-salzigen Erdnüssen, cremig-süßer Erdnussbutter und herb-saftigem Schokoladenkuchen ist der Kuchen nämlich selbst ohne Karamell ein Garant für kleine und große Geschmacksexplosionen. Der Boden ist superfix zusammengerührt und gebacken, gleiches gilt für die Creme – beides lässt sich somit hervorragend am Vorabend vorbereiten und wird dann nur noch am Morgen miteinander vereint. Okay, das Karamell ist vielleicht etwas aufwändiger, aber mit etwas Übung ist auch dieses relativ schnell gezaubert. Und – wie bereits geschrieben – selbst ohne Karamell ist dieser Kuchen zum Niederknien. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass die Creme ohne Boden zubereitet und dann mit etwas Eis oder auch pur gegessen wurde. Das ist aber natürlich nur ein Gerücht, wer würde schon Erdnussbutter-Creme löffeln? 

Erdnussbutter Tarte

Warum es dieser Kuchen dann bisher noch nicht auf meinen Blog geschafft hat? Aus dem ganz einfachen Grund, dass es das Rezept eigentlich bereits seit fünf Jahren als Cupcake-Variante existiert, zwar variieren die Mengenangaben etwas, aber grundsätzlich sind es die selben Zutaten und Zubereitungsschritte. Somit hatte ich es bisher auch nicht für nötig gehalten einen Beitrag zu diesem Rezept zu veröffentlichen. Allerdings kommt dem vermehrten Einsatz dieses Kuchens entsprechend auch die vermehrte Frage nach dem exakten Rezept, es führt nun also kein Weg mehr daran vorbei, dass mein Signature-Cake endlich einen Platz auf Herzfutter bekommt. Denn obwohl es mein Signature-Cake und Lieblingskuchen ist, würde ich mich sehr freuen, wenn er nicht nur mich sowie meine Freunde und Bekannten beglücken, sondern im besten Fall die ganze Welt erobern würde. Er ist einfach zu gut, um ihn nicht zu teilen. Also ran an die Backschüsseln und wie Enie van de Meiklokjes es in einer ihrer Backshows immer so schön sagt: Auf die Plätzchen, fertig, los! Der Siegeszug dieses Erdnusbutter-Karamell-Schokokuchens kann beginnen.

Easy-peasy Snickers-Kuchen aka der beste Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen der Welt


Erdnussbutter-Karamell-Schokokuchen



Zutaten


Schoko-Tortenboden
150 g Butter (Zimmertemperatur)
200 g Zucker
3 Eier
1 Prise Fleur de Sel/ Salz
200 ml Milch
100 g Mehl
70 g Kakao
2 gestr. TL Backpulver

Erdnusskaramell
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
165 ml Schlagsahne
150 g gesalzene und geröstete Erdnüsse
Messerspitze Fleur de Sel/ Salz
 
Erdnussbuttercreme
110 g Butter (Zimmertemperatur)
80 g Puderzucker
150 g Erdnussbutter
25 ml Sahne

Optional zum Dekorieren 
Erdnüsse und Zartbitterschokolade


Zubereitung


Für den Schokoladenteig den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform (Durchmesser ca. 26 cm) mit Backpapier auslegen. Nun die Butter zusammen mit dem Zucker mehrere Minuten lang aufschlagen bis die Masse hell und luftig wird. Anschließend die Eier nach und nach unterrühren. Eine Prise Salz und die Milch hinzugeben. Mehl mit Kakao und Backpulver vermischen und ebenfalls unter die flüssige Masse rühren. Der Teig sollte jetzt sehr cremig sein – ist er zu fest, einfach noch etwas Milch untermixen. Den Teig in die Springform füllen und für ca. 30-35 Minuten im Backofen backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
Nachdem der Schokoboden ausgekühlt ist, diesen auf eine Tortenplatte setzen und das Erdnusskaramell zubereiten. Dazu den Zucker zusammen mit dem Vanillezucker auf mittlerer Stufe ganz langsam schmelzen lassen. Sobald der Zucker goldgelb geschmolzen ist, die Sahne hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Solange rühren bis sich die Sahne mit dem Zucker zu einer homogenen Masse verbunden hat. Nun die Erdnüsse hinzugeben und unterheben. Das Karamell auf den Tortenboden gießen und gleichmäßig verteilen. Wieder sehr gut auskühlen lassen.
Während das Karamell auskühlt, das Erdnussbuttercreme-Frosting zubereiten. Dazu die Butter mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine so lange aufschlagen bis sie fast weiß erscheint. Anschließend den Puderzucker hinzufügen und so lange mixen, bis die Masse wunderbar hell, cremig und luftig ist. Nun noch die Erdnussbutter und Sahne unterrühren. Die Creme bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank lagern. 
Sobald das Karamell ausgekühlt ist, die Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen, auf den Kuchen in mehreren Tupfen oder in Form eines Gitters spritzen und mit Erdnüssen und/oder Schokolade dekorieren.

Schnell und einfaches Rezept für Snickers-Kuchen

Freitag, 5. Juni 2020

Erdbeer-Raffaello-Torte mit Mandelboden

Sobald das erste Rhabarbercrumble aus dem Ofen kommt, sich die ersten weißen Stangen mit Sauce Hollandaise vereinigen und einem der Duft des ersten Erdbeerkuchens in die Nase steigt, spätestens dann beginnt der Frühling für mich. Kulinarisch gesehen sind Rhabarber, Spargel und Erdbeeren somit so etwas wie die heiligen drei Könige, welche die Ankunft der zweiten Jahreszeit verkünden. Lange herbei gesehnt – in der aktuellen Corona-Zeit sowieso – sind nun endlich die Wochen angebrochen, in denen die Natur erwacht und wir den Lebensmittelpunkt wieder in den Outdoor-Bereich verlegen können. Vorausgesetzt mein Heuschnupfen lässt es zu. Wenn dann noch der erste Grillabend und das erste Gläschen Aperol Spritz auf dem Balkon – im besten Fall in Kombination mit Rhabarber, Spargel oder Erdbeeren – zelebriert werden kann, drehen die kulinarischen Frühlingsgefühle so richtig durch. 

Erdbeer-Raffaello-Torte mit Mandelboden

Wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass ich Rhabarber und Spargel (und Aperol Spritz, Grillabende und all die anderen Frühlingsgenüsse) zwar durchaus schätze, mich aber jedes Jahr besonders auf das für mich größte kulinarische Geschenk des Frühlings freue: Die Erdbeere. Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, wird bereits wissen, dass sie eine meiner absoluten Lieblingsfrüchte ist – und das obwohl die Erdbeere botanisch gesehen gar keine Frucht, sondern eine Nuss ist bzw. ganz streng genommen sogar nur die kleinen, gelben Punkte Nüsschen sind. Mit reichlich Vitamin C, B1, B2, B6 und Karotin haben sie trotz der kleinen Größe dennoch ziemlich viel Power und der Geschmack ist sowieso unbeschreiblich lecker!
Pur, mit Vanilleeis oder als Tiramisu, im Spargelsalat oder in der Gazpacho, auf einem einfachen Biskuitboden oder als aufwändige Torte – Erdbeeren könnte ich jeden Tag verputzen. Natürlich auch in Form einer Kühlschranktorte mit Schokoladencreme, Mandelboden und Raffaellos, dessen Rezept ich heute zufällig für euch aufgeschrieben habe. Insbesondere, wenn die ersten warmen Frühlingstage anstehen, finde ich solch eine Torte, die (fast) ohne Backen auskommt und stattdessen erfrischend-cool wie durch Zauberhand in der Kühlung entsteht, ideal, um mit ihr den Frühling zu begrüßen. Der Mandelboden ist wunderbar mürbe, die weiße Schokoladen-Erdbeer-Creme im Gegensatz dazu nicht nur wunderbar cremig, sondern erinnert auch noch an die Füllung von Raffaellos und schon fliegt man kulinarisch direkt vom Frühling in den nächsten Sommerurlaub. Die frischen Erdbeeren und knackigen Raffaellos runden das Kuchenglück perfekt ab und eh man sich versieht ist das erste und auch zweite Stück schon verputzt. Nur gut, dass die Erdbeer-Saison und somit auch die Erdbeer-Raffaello-Torten-Saison noch ein paar Wochen andauert, oder? Genießt sie in vollen Zügen!

Kühlschranktorte mit Erdbeeren und Raffaellos


Erdbeer-Raffaello-Torte mit Mandelboden 



Zutaten


Mürbeteig-Boden (26 cm)
150 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
50 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei (M)
100 g kalte Butter 

Dekoration
ca. 230 g Raffaello
ca. 100 g Erdbeeren
ca. 50-100 ml Sahne
ca. 1 EL Kokosraspeln

Schokoladen-Erdbeer-Creme
150 g weiße Schokolade
200 ml gezuckerte Kondensmilch
200 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
200 g Erdbeeren (funktioniert auch mit TK-Erdbeeren)
50 g Puderzucker
1 Vanilleschote
100 ml Schlagsahne
1 Pck. gemahlene Gelatine (oder 6 Blatt Gelatine)


Zubereitung


Da der Boden nach dem Backen auskühlen und die Creme über Nacht (im besten Fall) fest werden muss, sollte für die Zubereitung dieser Torte in jedem Fall etwas Zeit eingeplant werden. 
Zum Beispiel am späten Nachmittag des Vortags den Mandel-Mürbeteig-Boden zubereiten. Dazu Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Salz und das Ei grob vermengen. Nun die kalte Butter in Flöckchen hinzugeben und mit den Händen alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Je nach Größe des Ei muss eventuell noch vorsichtig etwas Milch oder Mehl hinzugefügt werden, um eine geschmeidige Teigkugel zu erhalten. Den Teig abgedeckt für ca. 30-60 Minuten im Kühlschrank kühlen. 
Nach der Kühlzeit den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf dem mit Backpapier ausgelegtem Boden einer Springform (26 cm oder alternativ 24 cm Durchmesser) gleichmäßig ausrollen bzw. mit Hilfe eines Löffels gleichmäßig verteilen und andrücken. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten goldbraun backen. Auskühlen lassen. 
Sobald der Boden kalt ist, ihn aus der Form nehmen, auf einer Tortenplatte platzieren und einen Tortenring um die Torte setzen – notfalls funktioniert dies auch mit dem Ring der (wieder sauberen) Springform. Sollte der Boden am Rand etwas zu dunkel geworden sein, könnt ihr ihn auch mit Hilfe eines Tortenrings ausstechen. Ca. 50-80 g der Erdbeeren und ca. 200 g der Raffaellos halbieren. Abwechselnd auf dem Boden verteilen – am äußeren Rand die Erdbeeren mit der Schnittfläche direkt an den Ring setzen, zur Mitte hin die Erdbeeren etwas kleiner schneiden, damit alles gleichmäßig verteilt werden kann.
Für die Creme die weiße Schokolade vorsichtig im Wasserbad schmelzen, die Kondensmilch unter ständigem Rühren hinzugeben und die Masse insgesamt leicht abkühlen lassen. Den Frischkäse in die lauwarme Masse geben und alles kurz aufschlagen. Die Erdbeeren nun zusammen mit dem Puderzucker und dem Mark einer Vanilleschote pürieren. Mit der Frischkäsecreme vermengen. Die Schlagsahne aufschlagen und zur Seite stellen. Die Speisegelatine mit ca. 6 EL kaltem Wasser anrühren, 5 Minuten quellen lassen und anschließend vorsichtig erwärmen bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Einige EL der Erdbeercreme nach und nach mit einem Schneebesen unter die Gelatine rühren und anschließend die restliche Masse unterrühren. Zum Schluss die Sahne unterheben. Die Creme auf dem Boden verteilen, glatt streichen und abgedeckt im Kühlschrank für mindestens 6 Stunden – im besten Fall aber über Nacht – kalt stellen.
Am nächsten Morgen mit aufgeschlagener Sahne, Kokosraspeln und Erdbeeren sowie Raffaellos nach persönlichem Geschmack dekorieren. Wer mag kann beispielsweise auch die gesamte Torte mit Erdbeeren bedecken. Nach dem Anschneiden heißt es nur noch: Viel Freude beim Genießen des kühlen Erdbeerglücks!

Einfacher Erdbeerkuchen aus dem Kühlschrank

Raffaello-Erdbeer-Kuchen Foodblog Rezept

Sonntag, 17. Mai 2020

Fixer Snack aus dem Ofen: Müslikekse

Ob im Home Office, beim Spaziergang oder auch als kleine Aufmerksamkeit für die Liebsten – ein süßer Snack passt einfach immer. Snacken in jeglicher Form liegt schließlich nicht ohne Grund schon seit vielen Jahren im Trend. Nicht selten ersetzen diese Mini-Mahlzeiten sogar die traditionell geprägten drei großen Mahlzeiten – Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ob man dies nun gut findet oder nicht, sei an dieser Stelle dahin gestellt. Ich für meinen Teil möchte weder auf ein üppiges Essen am Mittag noch auf einen kleinen Snack am Nachmittag verzichten. Vermutlich die schlimmste Variante sagen nun alle Ernährungsberater. Sorry! Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß auch, dass ich bei einem ganz bestimmten Schokoriegel mit Erdnüssen und Karamell nicht widerstehen kann. Naja und zählt ein Stück Kuchen nicht auch irgendwie als Snack? Ach, und wer mir einen Cookie anbietet, wird wohl auch selten ein "Nein, Danke!" von mir zu hören bekommen. Tja, was soll ich machen? Ich esse, nasche und snacke eben für mein Leben gerne.

Fixer Snack aus dem Ofen: Müslikekse

Wer mich kennt, der weiß aber auch wie gerne ich Freunde und Familie mit solch kleinen, süßen Snacks als Geschenk aus meiner Küche überrasche, das können Mini-Küchlein, hübsche Pralinen, selbst gemachte Marmeladen oder softe Cookies sein. Der Aufwand muss dabei gar nicht einmal so riesig sein. Letztendlich geht es doch in erster Linie um die Geste. Okay, und natürlich um den Geschmack.
Während ich neulich im Home Office saß, die ein oder andere Nuss snackte, sinnierte ich mal wieder über solch ein schnelles und dennoch leckeres Geschenk aus der Küche. Der Grund? Der nahende Muttertag. Vermutlich hatte die intensive Zeit im Home Office zusätzlich einen kleinen Einfluss auf die letztendliche Rezeptidee, die mir hierbei in den Sinn kam: Müslikekse! Schnell, einfach und lecker! Mit anderen Worten, ich wollte Kekse aus dem Ofen holen, die schnell zubereitet sind, Energie liefern und dabei – nicht zuletzt dank einer ordentlichen Portion Zucker – auch noch wahnsinnig köstlich sind. Sollte doch möglich sein. Sollte nicht nur, ist es auch!

Knusprig-softe Müslikekse – schnell und einfach

Das Geniale an dem Rezept ist aber nicht nur, dass es so einfach umzusetzen ist, sondern auch, dass hier jeder auf seinen Geschmack kommt. Die 500 Gramm Müsli, die im Teig stecken, können nämlich ganz individuell zusammengestellt werden. Ihr mögt keine Rosinen? Lasst sie weg! Ihr liebt Nüsse? Dann stellt euch eine bunte Nussmischung zusammen. Ihr wollt reine Haferkekse? Ebenfalls kein Problem. Je nach Zusammenstellung der Zutaten werden die Kekse dann natürlich etwas knuspriger oder etwas softer, hat aber beides etwas für sich! Eines bleibt dabei schließlich immer gleich: Sie schmecken, machen glücklich und vielleicht auch süchtig. Im Home Office, beim Spaziergang oder als kleines Geschenk für die Liebsten.

Geschenk aus der Küche: Müslikekse


Zum Snacken schön: Müslikekse


Zutaten für ca. 50 Stück

125 g Kokosfett
25 g flüssiger Honig
125 g Rohrzucker
500 g Müsli (Nüsse, Haferflocken, Kerne, Rosinen etc.)
1 Vanilleschote
2 Eier (M)

Zubereitung

Kokosfett, Honig und Rohrzucker in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen und verrühren. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen die Müslimischung – entweder eine gekaufte oder eine individuell selbst zusammengestellte – grob klein hacken und das Mark einer Vanilleschote hinzufügen. Ich habe hierzu einen Multizerkleinerer (auch bekannt als Turbo Chef) genutzt, aber ein großes Messer tut es natürlich auch.
In einer weiteren Schüssel 2 Eier schaumig mit dem Handmixer aufschlagen. Das Müsli zusammen mit den aufgeschlagenen Eiern zur Zucker-Fett-Masse geben und alles gut miteinander vermengen. Auf Blechen mit Hilfe von zwei Löffeln kleine Häufchen mit einem Durchmesser von jeweils ca. 5-6 cm setzen und leicht platt drücken. Es sollten alle Kleckse möglichst gleich hoch und gleich groß sein.
Im Backofen die Bleche nacheinander ca. 10-15 Minuten auf mittlerer Schiene goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen, auf dem Blech ca. 10 Minuten abkühlen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Die Kekse halten sich luftdicht verpackt ungefähr 1-2 Wochen lang. Viel Freude beim Snacken!

Idealer Snack für das Büro: Müslikekse

Sonntag, 26. April 2020

Kulinarisch verreisen: Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

Woche für Woche vergeht und ein Ende der aktuellen Krise rückt in immer weitere Ferne. Anfang des Jahres hielt ich Covid-19 noch für eine Angelegenheit, die uns höchstens am Rande betrifft. Als dann die ersten Fälle in Europa und Deutschland auftauchten, war ich der Meinung, dass dies eine Krankheit ist, die schnell in den Griff zu bekommen ist. Die Panik und Angst, die in den Medien oder von Einzelpersonen verbreitet wurde, habe ich teilweise sogar belächelt. Nachdem sich Corona immer mehr ausbreitete, hatte ich die Hoffnung, dass mit strengen Maßnahmen und Kontrollen die Krankheit schnell überwunden ist und wir im Sommer oder spätestens Herbst wieder zur Normalität zurückkehren können. Ohne pessimistisch zu wirken: Daran glaube ich mittlerweile nicht mehr!
Denn auch, wenn es aktuell tatsächlich so scheint, als ob unser bisheriges Leben Schritt für Schritt wieder zurückkehrt, ist es ja im Grunde nur logisch, dass dies erst in vollem Umfang passieren kann, sobald ein Impfstoff entwickelt wurde und weite Teile der Weltbevölkerung erreicht hat. Wenn es schlecht läuft, ist dies sogar erst 2022 der Fall. Niemand kann hierzu eine verlässliche Prognose aufstellen, sicher ist aber, dass dies nicht im Mai oder Juni passieren wird. Es ist also nach wie vor enorm wichtig Abstand zu halten, vermehrt Mundschutz zu tragen und Kontakte jeglicher Form so gut es geht zu minimieren.

Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

Glaubt mir, ich weiß, dass dies nicht immer leicht ist. Ich hätte vor Wochen niemals gedacht, dass ich meinen 30. Geburtstag Anfang April ohne Freunde und ohne meinen geliebten Besuch eines Gourmetrestaurants zelebrieren muss. Dafür bekam ich Blumen und Geschenke per Post, so viele Anrufe wie noch nie und der Lieblingsmensch kochte ein äußerst köstliches 3-Gänge-Menü für mich! Ein Geburtstag, den ich daher nie vergessen werde.
Eigentlich soll sich mein Blog nun auch nicht in mein persönliches Corona-Tagebuch verwandeln, aber es ist einfach ein Thema, das mich momentan sehr beschäftigt. Wie vermutlich uns alle! Allein, weil die Pläne, Vorstellungen und Gewissheiten, die man Anfang des Jahres noch hatte, einfach so in sich zusammengefallen sind. Es schmerzt so sehr die Liebsten nicht in den Arm nehmen zu können, mit der momentanen Ungewissheit leben zu müssen und keine konkreten Pläne machen zu können, aber ich versuche dennoch nicht zu pessimistisch in die Zukunft zu sehen und das Beste aus der Situation zu machen. Wobei mir natürlich auch bewusst ist, dass ich in einer absoluten Luxussituation lebe: Ich habe immer noch meinen Lieblingsmenschen an meiner Seite, bin also nicht ganz alleine, habe auch keine Kinder, die rund um die Uhr bespaßt und unterrichtet werden müssen und wohne in einer großen Stadt, in der mit Lieferdiensten und Co. alle Dinge des täglichen Bedarfs nur einen schnellen Anruf, Mausklick oder Gang entfernt sind. An dieser Stelle mein größter Respekt für alle, bei denen die Situation anders und deutlich herausfordernder ist! Mein größter Dank und Respekt auch an alle, die im Supermarkt, Krankenhaus oder öffentlichem Nahverkehr arbeiten bzw. besser gesagt einfach an alle, die den "Laden" am Laufen halten.

Kühlschrank Torte mit Mandarinen und Kokos

Was ich mit Blick auf das weitere Jahr aber wirklich sehr vermisse und ich weiß, dass dies ebenfalls ein absolutes Luxusproblem ist: Reisen in ferne Länder! Wie gerne würde ich mich jetzt an einen weißen Sandstrand wünschen, das Rauschen der Wellen in den Ohren, die Zweige der Kokospalmen über mir und der Duft der Meeresluft in der Nase. Hach! Es wäre ja auch schon toll einfach nur Pläne für solch einen Urlaub machen zu können. Da aktuell aber nur ein Fernträumen möglich ist, habe ich beschlossen zumindest kulinarisch in den Urlaub zu reisen. Vermutlich gibt es die Torte, die ich mir dazu ausgedacht habe, in keinem einzigen Urlaubsland dieser Welt, aber für mich vermittelt die Kombination aus Mandarinen und Kokos sommerliches Urlaubsfeeling pur.
Wenn das Geschmackserlebnis dann noch so herrlich erfrischend wie meine Mandarinen-Kokos-Schmandtorte aus dem Kühlschrank daherkommt, gelingt es noch besser von fernen Zielen zu träumen. Probiert es einfach mal aus und kommt mit auf meinen kulinarischen Kurztrip – mein erträumter Flieger hat noch genügend freie Sitzplätze! Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis, der in der aktuellen Zeit vermutlich für Begeisterung sorgen wird: Mehl, Hefe oder Milch braucht ihr nicht in den Koffer zu packen und den Backofen könnt ihr auch daheim lassen. Schnallt euch also an, verstaut die Springform unter dem Sitz und macht es euch bequem. Wir starten in 3, 2, 1...

Kokostorte mit Schmand und Mandarinen


Erfrischende Mandarinen-Kokos-Schmandtorte aus dem Kühlschrank


Zutaten

150 g (Kokos-)Butterkekse
50 g Kokosflocken (wer keinen Kokos mag, kann diesen auch weglassen)
100 g Butter
1-2 EL Lemon Curd
2 Dose Mandarinen (Abtropfgewicht jeweils 175 g)

600 g Schmand
300 g Joghurt (mind. 10%)
Saft einer ½ Zitrone
3 Beutel Gelatine Fix (oder 9 Blatt Gelatine)
100 g Zucker

1 gehäufter EL Lemon Curd
1 EL Mandarinensaft aus der Dose

200 ml Schlagsahne
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Sahnesteif

2 EL Kokosflocken (wer keinen Kokos mag, kann diesen auch weglassen)
25 g weiße Schokolade
1 Zweig Minze


Zubereitung

Für den Boden die Butterkekse sehr fein mahlen – entweder mit Hilfe eines Mixers oder die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mehrmals mit dem Nudelholz darüber rollen. Die Kokosflocken unter die Kekskrümel mischen. Die Butter schmelzen, hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse auf dem Boden einer Springform (ca. 26 cm Durchmesser) gleichmäßig verteilen und fest andrücken. Das Lemon Curd mit Hilfe eines Pinsels auf der Keksschicht verstreichen und die Form in den Kühlschrank stellen.
Nun die Mandarinen sehr gut abtropfen lassen, etwas Saft für den Guss auffangen und die abgetropften Mandarinen gleichmäßig auf dem Lemon Curd getränkten Keksboden verteilen. Wieder in den Kühlschrank stellen.
Für die Creme Schmand mit Joghurt und dem Saft der halben Zitrone aufschlagen. Gelatine Fix unter ständigem Rühren nach und nach unterrühren – bis sich das Pulver komplett aufgelöst hat. Den Zucker hinzugeben und mit der Creme vermengen. Die fertige Masse auf den Mandarinen verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank mehrere Stunden, im besten Fall über Nacht kalt stellen, damit die Masse komplett schnittfest werden kann. Währenddessen das Lemon Curd leicht erwärmen und mit dem Mandarinensaft verquirlen. Gebt nur so viel Saft hinzu, dass ein sehr dickflüssiger Guss entsteht. Ebenfalls über Nacht abkühlen lassen.
Am Folgetag die Sahne zusammen mit dem Sahnesteif und Vanillezucker aufschlagen. Die Kokosflocken zudem ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten. Nun die Torte vorsichtig aus der Springform lösen und auf einer Tortenplatte platzieren. Schließlich die Sahne auf der Torte verteilen, mit einem Löffel mehrere Kuhlen hineindrücken und mit Lemon-Curd-Sauce sowie Kokosflocken, fein gehackter oder geraspelter weißer Schokolade und Minze dekorieren.  
In Tortenstücke schneiden, genießen und kulinarisch in den nächsten Strandurlaub fliegen!

Kulinarisch in den Urlaub träumen: Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

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