Montag, 22. März 2021

Wenn Orange, Zitrone, Marzipan und Mandel sich treffen: Orangen-Mandel-Torte mit Zitronenbuttercreme

Koffer packen und nichts wie weg. Tapetenwechsel, ab in die Sonne und Meeresluft einatmen – wer träumt nicht gerade davon? Einfach alles hinter sich lassen, abhauen und abschalten. Ich vermute, dass ich mit diesem Wunsch nicht alleine bin, denn in letzter Zeit höre ich von allen Seiten, wie die "Corona-Müdigkeit" immer mehr zunimmt. Kein Wunder, schließlich begleitet uns das Virus nun bereits seit einem ganzen Jahr. Ich muss ebenfalls zugeben, dass ich den Großteil der Maßnahmen und Kontaktbeschränkungen rund um den Lockdown zwar als sehr sinnvoll empfinde, mich aber mittlerweile auch nach der Rückkehr in einen halbwegs normalen Alltag sehne. Die größte Sehnsucht gilt dabei dem Reisen – und zwar komplett ohne Einschränkungen oder Sorgen. Ich meine, einen Flug nach Mallorca oder die kanarischen Inseln kann man momentan zwar relativ problemlos buchen, für mich persönlich wäre es aber kein vollkommen unbeschwerter, sorgenfreier und somit erholsamer Urlaub. Ganz zu Schweigen von den daraus resultierenden Folgen für die Pandemie, was letztendlich ja auch wieder auf die Einschränkungen in Deutschland zurückfallen wird.

Orangen-Zitronen-Torte

Was mich dennoch motiviert, ist die große Hoffnung, dass die Welt in zwei, drei oder vielleicht auch vier Monaten schon ganz anders aussehen wird und wir zumindest in kleinen Schritten wieder in ein unbeschwertes Leben zurückkehren können – auch, wenn der Anstieg der aktuellen Zahlen noch eine andere Sprache spricht. Die Hoffnung verliere ich trotzdem nicht, irgendwann muss es ja besser werden. Bis dahin schwelge ich weiterhin in Erinnerungen an die letzten Reisen, lasse meine Sehnsucht und somit auch Vorfreude immer weiter gedeihen und träume mich an die fernsten Orte. Ganz hervorragend gelingt dies nicht nur visuell mit Hilfe von Fotos, Zeitschriften oder Filmen, sondern auch kulinarisch über die internationale Küche und deren Zutaten. Egal wie kalt oder trüb das Wetter oder die Stimmung ist, exotische Gerichte aus Italien, Japan oder auch Tel Aviv lassen sich relativ schnell via Mausklick bestellen oder auch am heimischen Herd zubereiten – gute Laune sowie ein bisschen Linderung des Fernwehs vorprogrammiert. Wer es dann noch auf die Spitze treiben möchte, macht direkt einen umfassenden Themenabend oder sogar -tag daraus. 

Orangen-Mandel-Torte mit Zitronenbuttercreme

Diese Idee inspirierte und motivierte mich zu einer Torte, die nach Sommer, Sonne und Urlaub schmeckt. Drei Dinge, die ich – wie einleitend erwähnt – momentan sehr vermisse. Okay, die Sonne lässt sich zwar auch im Winter ab und zu blicken, aber so richtig viel Kraft hat sie noch nicht und nach Sommer schmeckt die Luft schon einmal gar nicht. Ich zog also los, kaufte einer Intuition folgend duftende Zitronen, leuchtende Orangen sowie ein paar gehobelte Mandeln und gab jeder der Zutaten eine eigene kulinarische Bühne: Erfrischende Zitronenbuttercreme, herrlich luftige und intensiv nach Orangen schmeckende Biskuitböden und ein knackiger Mandelknusperboden, der mich ein bisschen an Cantuccini und den letzten Italienurlaub erinnerte. Fehlte eigentlich nur noch der Vin Santo! 

Zitrustorte mit Orangenbiskuit

Vom ersten Bissen an fühlte ich mich wie im Sommerurlaub in Italien, Griechenland oder Frankreich. So herrlich fruchtig und erfrischend! Knackig und cremig, weich und fest, süß und sauer – ein Fest für die Sinne. Die Zitronenbuttercreme ist natürlich relativ mächtig, wie es Süßspeisen aus südeuropäischen Ländern ja auch oft sind, aber ich fand die Kombination aus luftigem Biskuit und dickcremiger Buttercreme dennoch ziemlich gut. Wer es lieber etwas luftiger mag, kann auch einfach eine Zitronensahne- oder Joghurtcreme aufschlagen und diese zwischen die Böden spritzen. Hauptsache ihr lasst euch kulinarisch vom Zusammentreffen der Orange, Zitrone und Mandel in den Süden katapultieren. Also Backofen vorheizen und auf und davon! Hört ihr schon das Rauschen des Meeres? 


Fruchtig–erfrischende Orangen-Mandel-Torte mit Zitronenbuttercreme, Knusperboden und luftigem Sahnemantel



Zutaten


Mandelknusperboden 
100 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
100 g gehobelte Mandeln
100 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker 
Abrieb von 1 Bio-Orange
100 g Butter (kalt)

Orangen-Marzipan-Biskuitboden
60 g Marzipanrohmasse
60 ml frisch gepresster Orangensaft (entspricht ca. 1 Orange)
Abrieb von 2 Bio-Orangen
100 g Zucker
5 Eier 
1 Prise Salz
90 g Mehl
75 g Stärke
1 gestr. TL Backpulver

Zitronenbuttercreme
350 g Butter (zimmerwarm)
200 g Puderzucker
500 g Mascarpone 
250 g Frischkäse
ca. 135 ml frisch gepresster Zitronensaft (entspricht ca. 3 Zitronen)
Abrieb von 1 Bio-Zitrone

Dekoration 
ca. 350 ml Schlagsahne
2 Pck. Vanillezucker
Orangenfilets von 3 Bio-Orangen
Abrieb von 1 Bio-Orange 
100 g + 25 g weiße Schokolade


Zubereitung

Am Vortag können bereits Mürbeteig, Biskuitteig und Buttercreme vorbereitet werden. Für den Mürbeteig den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und im Anschluss Mehl, Backpulver, Mandeln, Zucker, Orangenabrieb und Butter zu einem geschmeidigen Mürbeteig verkneten. Den Teig am Boden einer mit Backpapier ausgelegten 26 cm Springform  gleichmäßig – ohne einen Rand hochzuziehen – verteilen bzw. ausrollen. Ca. 20 Minuten im Backofen goldbraun backen. Parallel kann bereits der Biskuitteig vorbereitet werden.

Für den Biskuitteig das Marzipan mit dem frisch gepressten Orangensaft so lange verrühren bis eine glatte Masse entsteht. Die 5 Eier trennen – das Eigelb erst ohne andere Zutaten schaumig aufschlagen und anschließend mit der Marzipan-Masse, 40 g Zucker und dem Orangenabrieb einige Minuten lang zu einer sehr cremigen und nicht mehr flüssigen Masse verrühren. Anschließend das Eiweiß mit einer Prise Salz und 60 g Zucker schaumig aufschlagen und unter die Eigelb-Masse heben. Das Mehl mit Backpulver und Weizenstärke vermengen und ebenfalls vorsichtig unter die Eigelb-Eiweiß-Masse heben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte 26 cm Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten goldbraun backen – sobald an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Teig fertig. 

Sollte nun der Mürbeteig bereits ausgekühlt sein, können 100 g weiße Schokolade geschmolzen und auf dem Mürbeteig-Boden gleichmäßig verteilt werden. Zudem kann nun die Zitronenbuttercreme zubereitet werden. Dazu Butter und Puderzucker in einer Rührschüssel mindestens 5 Minuten lang aufschlagen bis die Masse fast weiß ist. Nun Mascarpone, Frischkäse, Zitronensaft und Zitronenabrieb hinzufügen, alles miteinander vermengen und noch einmal kurz aufschlagen. Dabei darauf achten, dass alle Zutaten ungefähr die gleiche Temperatur haben. Ist die Masse schön cremig, kalt stellen.

Am Folgetag können die einzelnen Komponenten nach einigen, weiteren Vorbereitungsschritten vereint werden. Zuerst den Biskuitboden in 3 ungefähr gleich hohe Hälften schneiden. Dann die Schlagsahne zusammen mit dem Vanillezucker möglichst steif schlagen und aus den 3 Bio-Orangen, die für den Abrieb benutzt wurden, Orangenfilets heraus- und anschließend klein schneiden. Nun geht es ans Schichten. Den Mürbeteigboden auf eine geeignete Tortenplatte setzen und mit einem Tortenring umschließen. Auf dem Boden ca. 1/3 der Zitronenbuttercreme verstreichen, darauf ca. 1/4 der Orangenfilets verteilen. Nun einen der Biskuitböden auf die Creme setzen und wieder 1/3 Creme sowie 1/4 Orangenfilets verteilen. Darauf wieder einen Boden, 1/3 Creme und 1/4 Orangenfilets. Nun kommt der letzte Biskuitboden und wird fest angedrückt, damit sich alle Schichten miteinander verbinden. 

Jetzt den Tortenring entfernen und die Torte mit der Sahne einstreichen – da ich den Naked Cake Look bevorzuge, habe ich am Rand nur alle Lücken mit Sahne gefüllt und den Rest auf der Oberseite der Torte verstrichen. Zum Schluss mit den restlichen Orangenfilets, etwas geriebener oder gehackter weißer Schokolade und Orangenabrieb dekorieren. Wer mag, kann sie direkt servieren oder sie noch etwas kalt stellen. Viel Freude beim kulinarischen verreisen!  

Rezept für eine sommerliche Orangentorte mit Zitronencreme

Samstag, 21. November 2020

Für den sonnigen Start in die grau-kalte Jahreszeit: Selbstgemachtes Granola mit Vitamin D

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Die Milch und ich – meine Mutter wird nun schmunzeln müssen – haben ein äußerst gespaltenes Verhältnis. Als Kind musste ich jeden Morgen ein Glas Milch trinken, um mein Wachstum zu fördern und meinen Knochenaufbau zu stärken. Auch meine Oma hat immer gepredigt: "Wenn du später einmal nicht so klapprig auf den Beinen sein möchtest, musst du brav deine Milch trinken!" Tja, wie das mit Kindern ab einem bestimmten Alter aber so ist: Was man muss, findet man schon einmal grundsätzlich eher doof. Und dennoch kann ich nicht abstreiten, dass ich mein morgendliches Glas frischer, reiner Milch sehr geliebt habe. Bis heute bekomme ich von Zeit zu Zeit einen richtigen "Jieper" auf solch ein Glas gekühlter Milch. Zum Beispiel, wenn ich in ein Brot mit der bekannten Nuss-Nougat-Creme beiße oder generell etwas sehr Schokoladiges wie einen warmen Brownie verputze, überkommt mich die Lust auf den puren Milchgeschmack. Aber auch am Morgen finde ich eine Schüssel mit erfrischender Milch, knackigem Granola und saftigen Früchten gepaart mit einem heißen Kaffee einfach nur grandios, um in den Tag zu starten und meinen "Milch-Jieper" zu befriedigen. Da kann es im Winter noch so dunkel und ungemütlich sein, solch ein perfektes Frühstück ist für mich Glück pur! Am schönsten ist es natürlich, wenn ich dieses sogar direkt im Bett genießen kann – eingekuschelt in den Tag starten, besser geht es doch nicht. 

Selbstgemachtes Winter-Granola mit Nüssen

Die bayerische Traditionsmolkerei Weihenstephan gibt mir nun sogar noch einen Grund mehr, um das Ritual meiner Kindheit wieder aufleben zu lassen und täglich mit frischer Milch in den grauen Winteralltag zu starten: Sie haben ihre Frische Milch 3,5% Fett mit einem Vitamin D-Zusatz angereichert! Das umgangssprachlich als „Sonnenvitamin“ bezeichnete Vitamin D ist ein Multitalent unter den Vitaminen und entsteht eigentlich durch die Einwirkung von UV-B-Strahlung auf die Haut. Es fördert zum Beispiel die Bildung von Knochenstammzellen, ist wichtig für die Funktion der Muskeln und unterstützt das Immunsystem. Insbesondere in der aktuell so dunkelgrauen Jahreszeit bekommen wir aber oft viel zu wenig Sonne ab und somit bildet unser Körper auch nicht genügend Vitamin D. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass mehr als 60% der in Deutschland lebenden Personen im Winter unter Vitamin D-Mangel leiden. Kein Wunder, wenn ich meinen persönlichen Alltag in der kalten Jahreszeit anschaue: Ich gehe im Dunkeln aus dem Haus, sitze mehr oder weniger den ganzen Tag im Büro und gehe abends im Dunkeln wieder nach Hause. Hinzu kommt, dass sich die Sonne oft tagelang kaum sehen lässt – da hilft also auch ein Spaziergang in der Mittagspause nicht, um den Körper mit ausreichend Vitamin D zu versorgen. Dementsprechend finde ich die neueste Kreation der Molkerei Weihenstephan eine großartige Hilfe, um dennoch mit Sonnenpower durch den Winter zu kommen: Mit 1,3 Mikrogramm Vitamin D pro 100 ml, deckt ein 250 ml Glas der neuen Weihenstephan Vitamin D-Milch bereits 65% des täglichen Bedarfs. Quasi die tägliche Portion Sonnenschein und Glück! Dabei ist es ganz egal, ob ihr euch den Sonnenschein in die Müslischale, den Milchkaffee oder die heiße Schokolade gießt. 

Für den perfekten Start in die grau-kalte Jahreszeit: Selbstgemachtes Granola mit Vitamin D

In den dunklen Wintertagen kann man von Vitamin D und somit Sonnenschein sowie Lebensfreude – wie bereits beschrieben – ja gar nicht genug bekommen. Es ist schließlich die Zeit, in der ich mich nach Feierabend lieber auf dem Sofa einkuschle als im Park zu liegen, lieber eine gute Serie einschalte als durch die Stadt zu rennen, lieber einen perfekten Latte Macchiato im Bett als im Café trinke (niemand macht besseren Latte Macchiato als meine bessere Hälfte) und dabei frisch gebackene, noch leicht warme Schokokekse nasche. Dazu passt ein frisches Glas Weihenstephan Frische Milch mit Vitamin D übrigens auch hervorragend! Herrlich! Für mich ist der Herbst und frühe Winter allein durch diese kleinen, gemütlichen Glücksmomente eine der schönsten Zeiten im Jahr. Das geht natürlich nicht jedem so, es gibt genügend Leute, die – je kälter und dunkler es wird – immer schlechtere Laune bekommen. Auch ich bin dagegen nicht völlig immun, spätestens im Februar wird die Sehnsucht nach dem Frühling immer größer. Aber wer weiß? Vielleicht halte ich in diesem Jahr dank meiner täglichen Dosis Vitamin D von der bayerischen Traditionsmolkerei Weihenstephan und meinem nussigen Granola etwas länger durch – probiert es einfach einmal aus, mit dieser täglichen Portion Glück.

Produkttest: Weihenstephan Frische Milch mit Vitamin D


Granola mit Nüssen, Kürbiskernen und getrockneten Früchten


Zutaten für ca. 1200 g Granola

400 g kernige Haferflocken 
50 g grob gehackte Kürbiskerne
100 g gestiftete Mandeln
100 g grob gehackte Haselnüsse
50 g grob gehackte Walnüsse
1 EL Zimt
1 Vanilleschote
165 g Rohrohrzucker
25 g flüssiger Honig
90 ml Apfelsaft
50 ml Rapsöl 

100 g grob gehackte, getrocknete Apfelringe
200 g Rosinen
100 g grob gehackte Haselnüsse

frische Früchte

Zubereitung

Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Haferflocken mit den Kürbiskernen, Mandeln, Haselnüssen und Walnüssen in einer großen Schale vermengen. In einem kleinen Topf wiederum Rohrohrzucker, Honig, Apfelsaft, Rapsöl, Zimt und das Mark einer Vanilleschote verrühren und vorsichtig auf kleiner Flamme erwärmen bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Die flüssige Masse über die trockene Haferflocken-Nuss-Mischung geben und alles gründlich miteinander vermengen bis eine homogene Masse entstanden ist. 
Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen und die Massen auf das Blech geben und fest andrücken. Auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen 60 Minuten goldgelb backen. Nach der Hälfte der Zeit die Masse mit Hilfe eines Pfannenwenders vorsichtig wenden bzw. durchrühren. 
Nach der Backzeit das Blech herausnehmen und das gold-gelbe Granola auskühlen lassen. Anschließend vorsichtig zerbrechen – ist die Masse noch zu weich, das Blech einfach noch einmal in den Ofen schieben und ca. 10 weitere Minuten bei 150°C trocknen lassen. Nun noch die getrockneten Apfelstücke, Rosinen sowie Haselnüsse untermengen und in luftdichte Dosen füllen. Zusammen mit der Vitamin D-Milch und frischen Früchten genießen! 
Kommt gesund, glücklich und voller Sonnenschein durch den Winter!

Selbstgemachtes Müsli mit Äpfeln und Nüssen

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Dienstag, 10. November 2020

Fünf kulinarische Empfehlungen für Hamburg

Was sind das eigentlich schon wieder für verrückte Zeiten? Steigende Corona-Fallzahlen haben uns den zweiten Lockdown beschert, in Wien hat der kürzlich durchgeführte Terroranschlag die Welt erneut zutiefst geschockt und die US-Wahlen gleichen einem nicht enden wollenden Krimi. Einfach nur schockierend was in dieser Welt momentan schon wieder los ist. Vor ein paar Monaten hätte vermutlich niemand gedacht, dass der Winter dies alles für uns bereit hält. Im Sommer sind wir z.B. noch ganz unbesorgt – bzw. den Umständen einer Covid-19-Pandemie entsprechend – als Ersatz zu unseren ursprünglich geplanten Reisen in die wunderschöne Hansestadt Hamburg gereist. Von Berlin aus ein Katzensprung, den wir aber trotzdem viel zu selten springen. 

Fünf kulinarische Empfehlungen für Hamburg
Schade eigentlich, denn Hamburg hat so viel zu bieten! Mit der Touribrille auf der Nase ging es jeden Tag quer durch die Stadt: Vom schmucken Rathaus und dem Miniatur Wunderland bis hin zur entspannten Hafenrundfahrt und beeindruckenden Elbphilharmonie – ich glaube, es gibt keine Touristen-Attraktion, der wir keinen Besuch abgestattet haben. Und das bei den heißesten Temperaturen des Jahres! Die bessere Idee wäre vermutlich gewesen sich an die Elbe zu legen und einen kühlen Drink zu schlürfen, aber leider neige ich bei Städtereisen dazu alles sehen zu wollen. Ich erinnere mich beispielsweise noch gut an spät abendliche Ausflüge quer durch Paris – "Wir müssen jetzt ganz schnell zum Jardin du Luxembourg bevor sie den Park schließen!!" – obwohl die Füße bereits schmerzten und das Gehirn ehrlich gesagt keinen einzigen weiteren Eindruck mehr aufnehmen konnte. Ganz so intensiv war es in Hamburg dann aber glücklicherweise nicht und wir haben uns jeden Tag mit einem phänomenalen Essen belohnt, welches jeglichen Schweiß, Schmerz und Touristress vergessen ließ. 

Fünf dieser kulinarischen Erholungsorte möchte ich euch nun vorstellen – denn auch, wenn diese aktuell aufgrund des Lockdowns schließen mussten, gilt es jetzt mehr als jemals zuvor, sie zu unterstützen:

1. Fischbrötchenbude Brücke 10


Wer als Hamburger an Fischbrötchen denkt, hat vermutlich sofort die Fischbrötchenbude Brücke 10 auf den St. Pauli Landungsbrücken vor Augen. Zu keinem anderen kulinarischen Ort in Hamburg habe ich so viele Empfehlungen und Nachrichten bekommen wie zu diesem. Insbesondere, wenn man in einer Stadt lebt, die nicht am Meer liegt, sind Fischbrötchen leider viel zu oft ein absoluter Reinfall: Überteuerte Krabbenbrötchen, in denen man die Krabben suchen muss; knautschige Brötchen, die wie Gummi schmecken oder Fisch, der nicht mehr ganz so frisch ist, wie er sein sollte. 

Fischbrötchenbude Brücke 10

Darum gilt für mich immer: Egal ob an der Nord- oder Ostsee, ein knuspriges Brötchen mit frischem Fisch ist ein absolutes Muss. Und in Hamburg bekommt man dieses in jedem Fall in der Brücke 10. Angeblich gibt es dort sogar die besten Fischbrötchen Hamburgs – diese Aussage kann ich zwar nicht verifizieren, da ich hier kaum Vergleichsmöglichkeiten habe, ich kann euch allerdings versichern, dass die Brötchen von der Fischfrikadelle bis zum Brathering einfach nur köstlich schmecken. Sie haben alles, was man sich wünscht: Ein herrlich knackig-frisches Brötchen mit weichem Kern, fangfrischer Fisch und eine leckere Remoulade. Dazu ein kühles Blondes, den Blick auf die vorbeituckernden Schiffe, die frische Brise um die Nase und man fühlt mit jeder Faser wie schön Hamburg ist. Egal zu welcher Uhrzeit: Hier müsst ihr hin! 

Brücke 10 
St. Pauli Landungsbrücken 
20359 Hamburg 

Apr–Okt: Mo-Sa 10-22 Uhr, So 9-22 Uhr 
Nov–März: Mo-Sa 10-20 Uhr, So 9-20 Uhr 
www.bruecke10.com

Ambiente: Modern, puristisch und entspannt
Essen: Best Fischbrötchen of town 
Preis: €€€€€


2. Fisch-Restaurant & Seafood-Bar Liman


Dem Fisch hat sich auch das Team des Limans (türkisch für Hafen) am lebhaften Mühlenkamp in Hamburg-Winterhude gewidmet. Entdeckt habe ich das Restaurant dank eines Tipps von Hamburger Foodbloggerin Sarah und auch die Bewertungen haben mich aufhorchen lassen: Von der Presse über persönliche Empfehlungen bis hin zu ausgewählten Auszeichnungen bekommt das Liman durchweg positive Resonanz. Kein Wunder: Die aus der Türkei stammenden Gastgeber Gülay und Gürcan Aksoy umsorgen ihre Gäste in ihrem persönlichen "Hafen" mit großer Leidenschaft, viel Herz und einer großzügigen Prise südländischem Temperament – im sonst als eher kühl geltenden Norden herrlich erfrischend. 



Liman Fisch-Restaurant & Seafood-Bar


Auch die Fischküche schlägt vom Lachs über den Heilbutt bis zum Loup de Mer eine erfrischend-zeitgemäße Richtung der unaufgeregten Haute Cuisine ein, die vom ersten Bissen an überrascht und begeistert: Auf den Punkt gebratene Jakobsmuscheln treffen auf frisch gehobelten Trüffel, der pure Geschmack des Meeres in Form von drei verschiedenen Fischspezialitäten ohne Panade oder Chichi wird mit mediterranem Gemüse gereicht und gegrillte Black Tiger Garnelen in Knoblauchsoße vereinen sich mit Kalamata Oliven und Trüffelstampf. Dazu ein herrlich kühler und erfrischender Weißwein, den die Chefin höchstpersönlich für uns passend zum Essen ausgewählt hat. Einfach nur perfekt! Die Erwartungen bezüglich Ambiente, Gastgeber und Essen wurden somit mehr als erfüllt und ich kann guten Gewissens eine klare Empfehlung aussprechen – wer feinen Fisch liebt, wird auch das Liman lieben.

Liman
Mühlenkamp 16
22303 Hamburg

Mo-So 12-23 Uhr 
www.liman-fisch.com

Ambiente: Stilvoll, modern und entspannt
Essen: Erstklassige Fisch- und Meeresfrüchte-Spezialitäten  
Preis: €€€€€


3. Otto's Burger vom Grindelhof bis zur Schanze


Kommen wir jetzt zu einem weiteren Klassiker der Hamburger (und Kölner) Restaurantszene: Otto's Burger! Burger gehen ja irgendwie immer und zu einem perfekt zubereiteten Burger würde ich niemals nein sagen – bei Otto's Burger gibt es eben diese in diversen Varianten, dennoch aber immer ohne unnötiges TamTam. Frischer, saftiger Patty aus regionalem Bio-Rindfleisch, fluffiger und frisch gebackener Bun, cremiger Käse und dann wird das Ganze noch durch die ein oder Special Zutat vom Portobello Pilz bis zur Tomatenmarmelade verfeinert. Viel mehr gibt es zu Otto's Burger auch fast nicht zu sagen! 

Otto's Burger vom Grindelhof bis zur Schanze


Erwähnenswert sind allerdings noch die grandiosen Beilagen vom knackigen Coleslaw bis zu den phänomenal guten Waffle Fries, die durch geile Saucen wie der Trüffel Mayo oder Guacamole noch besser werden. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis schließlich durch das kühle Craft Beer, das bei Temperatur jenseits der 30 Grad wie die pure Offenbarung schmeckt! Da das Ambiente und junge Team völlig entspannt ist, war Otto's Burger für uns der perfekte Anlaufpunkt, wenn wir völlig verschwitzt und k. o. vom stundenlangen Rennen durch die Stadt mittags einen "kleinen" Snack brauchten. Okay, okay, vielleicht auch einen großen Snack bzw. Burger. Immer wieder gut und kein Wunder, dass es mittlerweile schon mehrere Filialen in Hamburg und sogar Köln gibt. Wie bereits geschrieben: Gute Burger gehen eben immer und überall! 

Otto’s Burger
Lange Reihe 40
Schanzenstraße 58
Grindelhof 33
Hamburg

Mo-So: 12-22 Uhr
www.ottosburger.com

Ambiente: Entspannt, szenig und modern
Essen: Perfekt zubereitete Gourmet Burger  
Preis: €€€€


4. Restaurant & Sushibar Henssler & Henssler


Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen beim Besuch des Henssler & Henssler nicht allzu groß. Ich war etwas skeptisch, ob das Restaurant seine guten und zahlreichen Bewertungen nicht einfach nur bekommen hat, da sich der Besitzer und Fernsehkoch Steffen Henssler einer so großen Bekanntheit erfreut. Dennoch wollte ich dem Restaurant eine Chance geben – auch, da ich bei Instagram hierzu überraschend viele Empfehlungen bekommen habe. Und was soll ich sagen? Ein Glück! Das Geschmackserlebnis, welches wir im Henssler & Henssler erleben durften, war für uns DAS kulinarische Highlight und die größte Überraschung der Reise. Wir hatten uns passenderweise für das Überraschungs- bzw. Omakase-Menü entschieden, bei dem wir zwar den ein oder anderen Wunsch äußerten, uns aber sonst völlig in die Hände des jungen Küchenteams legten. 


Restaurant & Sushibar Henssler & Henssler


Leider kann ich nicht mehr genau sagen was wir alles probiert haben, denn wir haben uns "beim Henssler" so pudelwohl gefühlt, dass wir wie in eine kulinarische Wattewolke gehüllt durch den Abend geschwebt sind und uns nur noch auf den puren Geschmack konzentriert haben. An einige Dinge erinnere ich mich aber noch: Das Sushi war natürlich in jeglicher Form gigantisch, aber auch in das gegrillte Beeftataki vom Dry Aged Beef im scharfem Mentsuyu-Trüffelsud oder in die geeiste, gelbe Gazpacho mit Peperoni-Tempura und San Daniele Schinken oder die Lachssashimi-Röllchen mit Ketakaviar, heißer Nussbutter und Ponzusauce hätten wir uns reinlegen können – bei jedem einzelnen Gericht vereinten sich so viele Texturen, Geschmackskomponenten und -richtungen, das es (ohne abgeklatscht zu klingen) ein einziges Feuerwerk im Mund ausgelöst hat. Einfach nur wow und für die Qualität und dieses Erlebnis hätten wir vermutlich sogar noch mehr als den durchaus stattlichen Preis gezahlt. Klare Empfehlung! 

Henssler & Henssler
Große Elbstraße 160
22767 Hamburg

Mo-Sa: 12-15 Uhr
Mo-Do: 17.30-22.30 Uhr
www.hensslerhenssler.de

Ambiente: Entspannt, modern, "hanseatisch-asiatisch" & puristisch
Essen: Gehobene japanische Fusionsküche vom Sushi bis zum Rib-Eye Steak   
Preis: €€€



5. Restaurant, Beisl & Bar Tschebull


Eine kulinarische Richtung, die man vielleicht nicht unbedingt mit Hamburg verbinden würde, wäre mit Sicherheit die österreichische Küche. An unserem letzten Tag in Hamburg gaben wir aber eben dieser eine Chance. Praktischerweise in fußläufiger Reichweite des Hauptbahnhofes gelegen, erwartete uns im Tschebull eine österreichische Küche, die uns komplett umgehauen hat – im positiven Sinne. Wir hatten traditionelle Gerichte wie Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Kaiserschmarrn oder Salzburger Nockerln erwartet, aber so viel mehr bekommen – in jedem Gericht steckt eine Raffinesse, die am Gaumen explodiert und einen die Augen vor Entzücken aufreißen lässt. 


Restaurant, Beisl & Bar Tschebull


Allein die fünf verschiedenen „Ösi-Tapas“ vom würzigen Mastochsen-Tatar mit Röstzwiebelcreme bis zur Topinambur-Weißbiersuppe mit Herbsttrüffel wurden erfrischend modern interpretiert und so perfekt abgeschmeckt, dass wir vom ersten Bissen an verliebt waren. Auch die Hauptgänge wie das phänomenale Wiener Schnitzel oder die krosse Kruste des Schweinebratens belohnten uns dafür, dass wir diesen kleinen Ausflug nach Österreich gewagt hatten. Das große Highlight war dann schließlich das karamellisierte Limonenparfait mit Honig-Vanillesud und Mascarpone-Canneloni – mit Abstand eines der besten Desserts, das ich je kosten durfte. Uns wundert in jedem Fall nicht mehr, warum der Gault&Millau das Restaurant des gebürtigen Kärntner Alexander Tschebull und seiner Frau Yvonne als den „besten Österreicher Hamburgs“ bezeichnet. Wir ziehen unseren Hut und freuen uns bereits auf die nächste Reise ins Hamburger Österreich!

Tschebull - Levantehaus
Mönckebergstraße 7
20095 Hamburg

Mo-Sa: 12-16 Uhr und 17-23 Uhr
www.tschebull.de

Ambiente: Stilvoll, klassisch und elegant
Essen: Gehobene österreichische Küche, zeitgemäß interpretiert   
Preis: €€€


Kauft also Gutscheine und geht in diese grandiosen Restaurants! Lasst euch beliefern! Holt euch das Essen nach Hause! Wir dürfen solche Perlen des Geschmacks jetzt nicht alleine lassen. Und irgendwann wird auch dieser Lockdown beendet sein, irgendwann haben wir auch dieses Corona besiegt und dann werden wir aus dem (kulinarischen) Feiern gar nicht mehr herauskommen. Ich kann es kaum erwarten! Cheers!

Samstag, 24. Oktober 2020

Süß-herzhafte Stullenpower mit Trauben-Zwiebel-Chutney und französischem Blauschimmelkäse

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Weich und cremig schmilzt er vom Burger, knusprig und kross knackt er auf dem Gratin, kräftig und vollmundig umspielt er den Gaumen – Käse ist und bleibt eines der Comfort-Foods Number One! Insbesondere wenn sich das Thermometer wieder einmal bei den Minusgraden einpendelt, die Sonne sich hinter dicken, grauen Wolken versteckt und der Regen gegen die Scheibe trommelt, erreicht die Sehnsucht nach warm-geschmolzenem Käseglück ungeahnte Höhen. Dann heißt es: Ofen oder Herd anschmeißen, Käse zum Schmelzen bringen und anschließend eingekuschelt auf dem Sofa auf der siebten Käsewolke ins Soulfood-Land schweben! Ob als cremiger Ofenkäse, knusprige Käsedecke oder mundgerechter Käsewürfel – das gelb-köstliche Milcherzeugnis macht einfach (fast) jedes Gericht und jeden Tag besser. Tatsächlich könnte ich gut und gerne auf Wurst verzichten, aber niemals auf Käse. Jede Woche verbringe ich darum auch gefühlt mehrere Stunden vor der Käsetheke und probiere mich durch das vielfältige Angebot. Vom milden Butterkäse über den vollmundigen Bergkäse bis hin zum kräftigen Blauschimmelkäse kann ich mich für jede Geschmacksnuance begeistern. Zum großen Leidwesen meiner besseren Hälfte darf er auch gerne einmal intensiv riechen (manche würden auch sagen stinken) – die Hauptsache ist nur, dass er schmeckt! 

Schnelles Herbst-Rezept mit Käse

Dementsprechend habe ich mich auch sehr gerne bereit erklärt den in Deutschland noch recht unbekannten französischen Blauschimmelkäse AOP Fourme d'Ambert zu testen – welchen Überlieferungen zufolge sogar bereits Druiden für ihre kultischen Zeremonien in Frankreich verwendeten. Als mich das Käse-Päckchen schließlich erreichte, fiel mir eine Sache direkt äußerst positiv auf: Die Größe. Der elfenbeinfarben glänzende Käse wird nämlich in der Regel als kleiner, runder und aufrecht stehender Käselaib bzw. -zylinder mit einem Durchmesser von ca. 13 cm verkauft. Viel Käse ist ja immer gut! Was ich wiederum direkt geschmeckt habe: Den cremig-hohen Fettgehalt! Das meine ich übrigens durchaus positiv. Hergestellt wird die alte französische Edelschimmelkäsesorte aus der Region Auvergne nämlich aus der sehr fetthaltigen Milch der Salers-Kühe. Vollmundigkeit par excellence! Die Kühe, die mindestens 150 Tage pro Jahr auf der Weide verbringen, profitieren wiederum von der Reichhaltigkeit und Biodiversität der Region, wodurch die Milch und somit der Käse seinen einzigartig subtil würzigen Geschmack erhält. Hübsch anzusehen ist er auch, denn die streng kontrollierte Herstellung des AOP zertifizierten Lebensmittels benötigt einiger Kunstfertigkeit: Der Kuhbauer führt mit Hilfe von langen Nadeln zahlreiche Luftkanäle in den Käseteig ein, in denen sich die zuvor hinzugefügte Blauschimmelkultur, der Penicillium Roqueforti Pilz, gleichmäßig ausbreiten kann. Nach ein bis fünf Monaten Reifezeit macht sich der AOP Fourme d'Ambert dann bereits auf den Weg in den Handel und besitzt somit für einen Blauschimmelkäse einen relativ cremig-milden Geschmack. Perfekt also, um Käseneulinge in die lukullische (Schimmel-)Käsewelt einzuführen – oder besser gesagt – zu verführen. 

Test: AOP Fourme d'Ambert

Als kleine Frostbeule konnte ich nicht anders und musste den köstlichen Edelschimmelkäse in ein schnelles Herbst/Wintergericht verwandeln, das frisch aus der Pfanne den Magen wärmt, mit dem ein oder anderen Fettanteil die Seele umschmeichelt und dank der süß-herzhaften Geschmackskombination unendlich viele Endorphine freisetzt! Zahlreiche Kochshows und -events haben mir eines beigebracht: Richtig geil wird ein Gericht, wenn verschiedene Texturen und verschiedene Geschmacksrichtungen aufeinander treffen! Alles klar: Kross angebratenes Bauernbrot trifft cremigen Fourme d'Ambert, die Geschmacksrichtungen herzhaft und süß vereinen sich allein schon im saftigen Trauben-Zwiebel-Chutney und abgerundet wird das Ganze schließlich durch die knackig-frische Feldsalat-Komponente. Dazu noch ein kühles Glas mit mineralisch erfrischendem Weißwein – was bitte will man mehr? Winter? Du darfst eintreten, dich wie Gott in Frankreich fühlen und zum Essen bleiben, es gibt: 

Süß-herzhafte Stullen mit Trauben-Zwiebel-Chutney und Fourme d'Ambert


Zutaten für ca. 4 Stullen

1 große, rote Zwiebel
2 Zweige Thymian
30 ml Rotweinessig
15 g Honig
1/2 TL Dijon-Senf
150 g rote Weintrauben
Salz
Pfeffer
Zucker
ca. 8 Scheiben Brot (z.B. Bauernbrot)
ca. 8 EL Butterschmalz
Feldsalat
Blauschimmelkäse AOP Fourme d'Ambert

Zubereitung

Die rote Zwiebel schälen und in schmale Spalten schneiden. Den Thymian waschen und trocken schütteln. Die Blättchen vom Stiel zupfen. Zwiebeln und Kräuter zusammen mit dem Essig, Honig und Dijon-Senf 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Die Weintrauben waschen, entkernen und vierteln. Die Weintrauben zur Zwiebelmischung geben und nochmals 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker nach Bedarf abschmecken, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
8 Scheiben des Krustenbrots nacheinander in etwas Butterschmalz von beiden Seiten in der Pfanne anrösten. Mit gründlich gewaschenem Feldsalat, noch leicht warmen Trauben-Zwiebel-Chutney sowie etwas Fourme d'Ambert belegen, durchschneiden und noch warm genießen. 

Süß-herzhafte Stullenpower mit Trauben-Zwiebel-Chutney und französischem Blauschimmelkäse

Stulle mit Trauben-Zwiebel-Chutney

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag als Kooperation für den "AOP Fourme d'Ambert" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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