Sonntag, 17. Mai 2020

Fixer Snack aus dem Ofen: Müslikekse

Ob im Home Office, beim Spaziergang oder auch als kleine Aufmerksamkeit für die Liebsten – ein süßer Snack passt einfach immer. Snacken in jeglicher Form liegt schließlich nicht ohne Grund schon seit vielen Jahren im Trend. Nicht selten ersetzen diese Mini-Mahlzeiten sogar die traditionell geprägten drei großen Mahlzeiten – Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ob man dies nun gut findet oder nicht, sei an dieser Stelle dahin gestellt. Ich für meinen Teil möchte weder auf ein üppiges Essen am Mittag noch auf einen kleinen Snack am Nachmittag verzichten. Vermutlich die schlimmste Variante sagen nun alle Ernährungsberater. Sorry! Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß auch, dass ich bei einem ganz bestimmten Schokoriegel mit Erdnüssen und Karamell nicht widerstehen kann. Naja und zählt ein Stück Kuchen nicht auch irgendwie als Snack? Ach, und wer mir einen Cookie anbietet, wird wohl auch selten ein "Nein, Danke!" von mir zu hören bekommen. Tja, was soll ich machen? Ich esse, nasche und snacke eben für mein Leben gerne.

Fixer Snack aus dem Ofen: Müslikekse

Wer mich kennt, der weiß aber auch wie gerne ich Freunde und Familie mit solch kleinen, süßen Snacks als Geschenk aus meiner Küche überrasche, das können Mini-Küchlein, hübsche Pralinen, selbst gemachte Marmeladen oder softe Cookies sein. Der Aufwand muss dabei gar nicht einmal so riesig sein. Letztendlich geht es doch in erster Linie um die Geste. Okay, und natürlich um den Geschmack.
Während ich neulich im Home Office saß, die ein oder andere Nuss snackte, sinnierte ich mal wieder über solch ein schnelles und dennoch leckeres Geschenk aus der Küche. Der Grund? Der nahende Muttertag. Vermutlich hatte die intensive Zeit im Home Office zusätzlich einen kleinen Einfluss auf die letztendliche Rezeptidee, die mir hierbei in den Sinn kam: Müslikekse! Schnell, einfach und lecker! Mit anderen Worten, ich wollte Kekse aus dem Ofen holen, die schnell zubereitet sind, Energie liefern und dabei – nicht zuletzt dank einer ordentlichen Portion Zucker – auch noch wahnsinnig köstlich sind. Sollte doch möglich sein. Sollte nicht nur, ist es auch!

Knusprig-softe Müslikekse – schnell und einfach

Das Geniale an dem Rezept ist aber nicht nur, dass es so einfach umzusetzen ist, sondern auch, dass hier jeder auf seinen Geschmack kommt. Die 500 Gramm Müsli, die im Teig stecken, können nämlich ganz individuell zusammengestellt werden. Ihr mögt keine Rosinen? Lasst sie weg! Ihr liebt Nüsse? Dann stellt euch eine bunte Nussmischung zusammen. Ihr wollt reine Haferkekse? Ebenfalls kein Problem. Je nach Zusammenstellung der Zutaten werden die Kekse dann natürlich etwas knuspriger oder etwas softer, hat aber beides etwas für sich! Eines bleibt dabei schließlich immer gleich: Sie schmecken, machen glücklich und vielleicht auch süchtig. Im Home Office, beim Spaziergang oder als kleines Geschenk für die Liebsten.

Geschenk aus der Küche: Müslikekse


Zum Snacken schön: Müslikekse


Zutaten für ca. 50 Stück

125 g Kokosfett
25 g flüssiger Honig
125 g Rohrzucker
500 g Müsli (Nüsse, Haferflocken, Kerne, Rosinen etc.)
1 Vanilleschote
2 Eier (M)

Zubereitung

Kokosfett, Honig und Rohrzucker in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen und verrühren. Vom Herd nehmen, abkühlen lassen und den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen die Müslimischung – entweder eine gekaufte oder eine individuell selbst zusammengestellte – grob klein hacken und das Mark einer Vanilleschote hinzufügen. Ich habe hierzu einen Multizerkleinerer (auch bekannt als Turbo Chef) genutzt, aber ein großes Messer tut es natürlich auch.
In einer weiteren Schüssel 2 Eier schaumig mit dem Handmixer aufschlagen. Das Müsli zusammen mit den aufgeschlagenen Eiern zur Zucker-Fett-Masse geben und alles gut miteinander vermengen. Auf Blechen mit Hilfe von zwei Löffeln kleine Häufchen mit einem Durchmesser von jeweils ca. 5-6 cm setzen und leicht platt drücken. Es sollten alle Kleckse möglichst gleich hoch und gleich groß sein.
Im Backofen die Bleche nacheinander ca. 10-15 Minuten auf mittlerer Schiene goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen, auf dem Blech ca. 10 Minuten abkühlen und anschließend auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Die Kekse halten sich luftdicht verpackt ungefähr 1-2 Wochen lang. Viel Freude beim Snacken!

Idealer Snack für das Büro: Müslikekse

Sonntag, 26. April 2020

Kulinarisch verreisen: Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

Woche für Woche vergeht und ein Ende der aktuellen Krise rückt in immer weitere Ferne. Anfang des Jahres hielt ich Covid-19 noch für eine Angelegenheit, die uns höchstens am Rande betrifft. Als dann die ersten Fälle in Europa und Deutschland auftauchten, war ich der Meinung, dass dies eine Krankheit ist, die schnell in den Griff zu bekommen ist. Die Panik und Angst, die in den Medien oder von Einzelpersonen verbreitet wurde, habe ich teilweise sogar belächelt. Nachdem sich Corona immer mehr ausbreitete, hatte ich die Hoffnung, dass mit strengen Maßnahmen und Kontrollen die Krankheit schnell überwunden ist und wir im Sommer oder spätestens Herbst wieder zur Normalität zurückkehren können. Ohne pessimistisch zu wirken: Daran glaube ich mittlerweile nicht mehr!
Denn auch, wenn es aktuell tatsächlich so scheint, als ob unser bisheriges Leben Schritt für Schritt wieder zurückkehrt, ist es ja im Grunde nur logisch, dass dies erst in vollem Umfang passieren kann, sobald ein Impfstoff entwickelt wurde und weite Teile der Weltbevölkerung erreicht hat. Wenn es schlecht läuft, ist dies sogar erst 2022 der Fall. Niemand kann hierzu eine verlässliche Prognose aufstellen, sicher ist aber, dass dies nicht im Mai oder Juni passieren wird. Es ist also nach wie vor enorm wichtig Abstand zu halten, vermehrt Mundschutz zu tragen und Kontakte jeglicher Form so gut es geht zu minimieren.

Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

Glaubt mir, ich weiß, dass dies nicht immer leicht ist. Ich hätte vor Wochen niemals gedacht, dass ich meinen 30. Geburtstag Anfang April ohne Freunde und ohne meinen geliebten Besuch eines Gourmetrestaurants zelebrieren muss. Dafür bekam ich Blumen und Geschenke per Post, so viele Anrufe wie noch nie und der Lieblingsmensch kochte ein äußerst köstliches 3-Gänge-Menü für mich! Ein Geburtstag, den ich daher nie vergessen werde.
Eigentlich soll sich mein Blog nun auch nicht in mein persönliches Corona-Tagebuch verwandeln, aber es ist einfach ein Thema, das mich momentan sehr beschäftigt. Wie vermutlich uns alle! Allein, weil die Pläne, Vorstellungen und Gewissheiten, die man Anfang des Jahres noch hatte, einfach so in sich zusammengefallen sind. Es schmerzt so sehr die Liebsten nicht in den Arm nehmen zu können, mit der momentanen Ungewissheit leben zu müssen und keine konkreten Pläne machen zu können, aber ich versuche dennoch nicht zu pessimistisch in die Zukunft zu sehen und das Beste aus der Situation zu machen. Wobei mir natürlich auch bewusst ist, dass ich in einer absoluten Luxussituation lebe: Ich habe immer noch meinen Lieblingsmenschen an meiner Seite, bin also nicht ganz alleine, habe auch keine Kinder, die rund um die Uhr bespaßt und unterrichtet werden müssen und wohne in einer großen Stadt, in der mit Lieferdiensten und Co. alle Dinge des täglichen Bedarfs nur einen schnellen Anruf, Mausklick oder Gang entfernt sind. An dieser Stelle mein größter Respekt für alle, bei denen die Situation anders und deutlich herausfordernder ist! Mein größter Dank und Respekt auch an alle, die im Supermarkt, Krankenhaus oder öffentlichem Nahverkehr arbeiten bzw. besser gesagt einfach an alle, die den "Laden" am Laufen halten.

Kühlschrank Torte mit Mandarinen und Kokos

Was ich mit Blick auf das weitere Jahr aber wirklich sehr vermisse und ich weiß, dass dies ebenfalls ein absolutes Luxusproblem ist: Reisen in ferne Länder! Wie gerne würde ich mich jetzt an einen weißen Sandstrand wünschen, das Rauschen der Wellen in den Ohren, die Zweige der Kokospalmen über mir und der Duft der Meeresluft in der Nase. Hach! Es wäre ja auch schon toll einfach nur Pläne für solch einen Urlaub machen zu können. Da aktuell aber nur ein Fernträumen möglich ist, habe ich beschlossen zumindest kulinarisch in den Urlaub zu reisen. Vermutlich gibt es die Torte, die ich mir dazu ausgedacht habe, in keinem einzigen Urlaubsland dieser Welt, aber für mich vermittelt die Kombination aus Mandarinen und Kokos sommerliches Urlaubsfeeling pur.
Wenn das Geschmackserlebnis dann noch so herrlich erfrischend wie meine Mandarinen-Kokos-Schmandtorte aus dem Kühlschrank daherkommt, gelingt es noch besser von fernen Zielen zu träumen. Probiert es einfach mal aus und kommt mit auf meinen kulinarischen Kurztrip – mein erträumter Flieger hat noch genügend freie Sitzplätze! Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis, der in der aktuellen Zeit vermutlich für Begeisterung sorgen wird: Mehl, Hefe oder Milch braucht ihr nicht in den Koffer zu packen und den Backofen könnt ihr auch daheim lassen. Schnallt euch also an, verstaut die Springform unter dem Sitz und macht es euch bequem. Wir starten in 3, 2, 1...

Kokostorte mit Schmand und Mandarinen


Erfrischende Mandarinen-Kokos-Schmandtorte aus dem Kühlschrank


Zutaten

150 g (Kokos-)Butterkekse
50 g Kokosflocken (wer keinen Kokos mag, kann diesen auch weglassen)
100 g Butter
1-2 EL Lemon Curd
2 Dose Mandarinen (Abtropfgewicht jeweils 175 g)

600 g Schmand
300 g Joghurt (mind. 10%)
Saft einer ½ Zitrone
3 Beutel Gelatine Fix (oder 9 Blatt Gelatine)
100 g Zucker

1 gehäufter EL Lemon Curd
1 EL Mandarinensaft aus der Dose

200 ml Schlagsahne
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Sahnesteif

2 EL Kokosflocken (wer keinen Kokos mag, kann diesen auch weglassen)
25 g weiße Schokolade
1 Zweig Minze


Zubereitung

Für den Boden die Butterkekse sehr fein mahlen – entweder mit Hilfe eines Mixers oder die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und mehrmals mit dem Nudelholz darüber rollen. Die Kokosflocken unter die Kekskrümel mischen. Die Butter schmelzen, hinzugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse auf dem Boden einer Springform (ca. 26 cm Durchmesser) gleichmäßig verteilen und fest andrücken. Das Lemon Curd mit Hilfe eines Pinsels auf der Keksschicht verstreichen und die Form in den Kühlschrank stellen.
Nun die Mandarinen sehr gut abtropfen lassen, etwas Saft für den Guss auffangen und die abgetropften Mandarinen gleichmäßig auf dem Lemon Curd getränkten Keksboden verteilen. Wieder in den Kühlschrank stellen.
Für die Creme Schmand mit Joghurt und dem Saft der halben Zitrone aufschlagen. Gelatine Fix unter ständigem Rühren nach und nach unterrühren – bis sich das Pulver komplett aufgelöst hat. Den Zucker hinzugeben und mit der Creme vermengen. Die fertige Masse auf den Mandarinen verteilen und glatt streichen. Im Kühlschrank mehrere Stunden, im besten Fall über Nacht kalt stellen, damit die Masse komplett schnittfest werden kann. Währenddessen das Lemon Curd leicht erwärmen und mit dem Mandarinensaft verquirlen. Gebt nur so viel Saft hinzu, dass ein sehr dickflüssiger Guss entsteht. Ebenfalls über Nacht abkühlen lassen.
Am Folgetag die Sahne zusammen mit dem Sahnesteif und Vanillezucker aufschlagen. Die Kokosflocken zudem ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten. Nun die Torte vorsichtig aus der Springform lösen und auf einer Tortenplatte platzieren. Schließlich die Sahne auf der Torte verteilen, mit einem Löffel mehrere Kuhlen hineindrücken und mit Lemon-Curd-Sauce sowie Kokosflocken, fein gehackter oder geraspelter weißer Schokolade und Minze dekorieren.  
In Tortenstücke schneiden, genießen und kulinarisch in den nächsten Strandurlaub fliegen!

Kulinarisch in den Urlaub träumen: Mandarinen-Kokos-Schmandtorte

Samstag, 28. März 2020

Soulfood gegen jede Krise: Breakfast Buns

Was sind das nur für verrückte Zeiten, in denen wir momentan leben. Wie aus dem Nichts kam eine Krise angerollt, hat unser gewohntes Leben durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt. Auf einmal ist alles anders. Wirtschaftlich, sozial, kulturell – es gibt kaum einen Bereich, der nicht durch die Auswirkungen des Coronavirus betroffen ist. Mein kulinarisches Herz blutet mit Blick auf die bunte Gastroszene Berlins natürlich besonders stark, mit Aktionen wie dem Kauf von Gutscheinen und Rezepten meiner Lieblingsrestaurants oder dem Abholen von Gerichten bei den Stammlokalen meines Kiezes versuche ich zumindest etwas Unterstützung zu leisten. Ohne staatliche Unterstützung aber wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein, ich habe dennoch große Hoffnung, dass es nicht zum großen Gastronomiesterben kommen wird.

Bacon Buns mit Baked Beans

Hoffnung ist momentan ohnehin elementar, denn sobald die Hoffnung stirbt, ist alles verloren. Ich bin glücklicherweise voller Hoffnung – Hoffnung, dass wir in jeglicher Form gestärkt aus dieser Krise gehen, dass wir das, was wir haben mehr schätzen werden. Sei es die gemeinsame Zeit mit unseren Liebsten, sei es der Besuch unseres Lieblingsrestaurants oder sei es die unbeschwerte Reise in unser liebstes Urlaubsland. Ich denke, dass in jeder Krise riesige Chancen liegen, die nun genutzt werden müssen: Mehr Entschleunigung, mehr Ruhe, mehr Rücksichtnahme, weniger unnötige Reisen, aber auch mehr Digitalität und Flexibilität in Schulen und im Berufsleben. Das erhoffe ich mir! Wir werden sehen, ob sich diese Hoffnung erfüllt.
Mit der aktuellen Home Office Situation habe ich mich in jedem Fall besser als gedacht arrangiert, genieße die aufgezwungene Entschleunigung und Flexibilität, gehe in meinen täglichen Spaziergänge in der Sonne auf, finde Gefallen an kleinen Home Workout Einheiten – um aufgestaute Energie zu entladen – und nehme mir wieder mehr Zeit zum Kochen sowie Backen, wovon dieser Blog nun auch profitieren wird. War schließlich viel zu lange viel zu ruhig hier. Jede Situation bietet eben auch etwas Positives!

Perfekte Eier kochen

Ich mein, wie schön ist es sich in gemütlicher Housewear auf das Sofa zu schmeißen, die Lieblingsserie anzuschalten und dabei kalorienreiches Soulfood zu verputzen – viel mehr kann man momentan ja eh nicht machen! Wer dabei Herzhaftes dem Eiskanister vorzieht, dem lege ich meine Frühstücksschnecken mit knusprigem Bacon, süßlichen Baked Beans und aromatischen Tomaten ans Herz, die trotz des Namens auch mittags, abends und nachts äußerst glücklich machen! Helfen gegen Liebeskummer, passen ebenso auf die Osterbrunch-Tafel oder kalt als Pausensnack zwischen Home Schooling und Home Office. Ein Breakfast Bun für alle Fälle sozusagen, Soulfood das Sorgen vergessen lässt und das Beste des englischen Frühstücks in sich trägt. Wer will da schon noch das Haus verlassen? In diesem Sinne: Viel Freude beim Nachbacken der kleinen, runden Glücklichmacher und dem Frönen des Couch Potato Lebens ohne schlechtes Gewissen!

Herzhaftes Frühstück leichtes Rezept


Breakfast Buns mit Bacon, Baked Beans und getrockneten Tomaten


Zutaten für 6 Stück

500 g Weizenmehl 
1 Pck. Trockenhefe
75 g Butter
200 ml Milch
15 g Zucker
1 gestr. TL Salz
1 Ei (M)

375 g Bacon-Scheiben
400 g Baked Beans
100 g getrocknete Tomaten in Öl
100 g Cheddar Käse
½ Bund Schnittlauch

Zubereitung

Für den Hefeteig das Weizenmehl mit der Trockenhefe vermengen. Die Butter zusammen mit der Milch leicht erwärmen – aber nicht kochen – mit Zucker und Salz mischen und als lauwarme Masse zur Mehl-Hefe-Mischung geben. Das Ei hinzufügen und alles erst kurz auf niedrigster Stufe und anschließend ca. 5 Minuten auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verkneten. Wer mag, kann hierzu natürlich auch die Hände nutzen. 
An einem warmen Ort mindestens eine Stunde lang gehen lassen – bis sich der Umfang der Masse ungefähr verdoppelt hat. Währenddessen die Bacon-Scheiben ohne zusätzliches Fett von beiden Seiten anbraten, dabei aber darauf achten, dass sie nicht zu knusprig werden, da sie sich sonst beim späteren Aufrollen nicht mehr formen lassen.
Sobald der Hefeteig gegangen ist, ihn auf einer bemehlten Fläche zu einem ca. 50x40 cm großen Rechteck ausrollen. Den Teig mit den Baked Beans bestreichen. Darauf die getrockneten Tomaten sowie den Bacon gleichmäßig verteilen, wer es etwas schärfer möchte kann optional nun noch mit Pfeffer oder Chiliflocken würzen. Längsseitig in ca. 6,5 cm breite Streifen schneiden und aufrollen. In eine ofenfeste Form setzen, mit ca. 100 g Cheddar Käse bestreuen und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. 
Währenddessen den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen. Auf mittlerer Schiene 45-55 Minuten lang goldbraun backen – eventuell zwischendurch mit Alufolie abdecken, sollten die Spitzen der Buns zu dunkel werden. Nach dem Backen mit gehacktem Schnittlauch bestreuen und im besten Fall warm zusammen mit einem Spiegelei, gekochtem Ei oder Egg Benedict genießen!

Soulfood gegen jede Krise: Breakfast Buns

Freitag, 29. November 2019

Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom

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Sagt mal, wusstet ihr, wie viel Power in einer kleinen, zarten Flocke Hafer steckt? Mir war dies nämlich in keinster Weise bewusst. Klar, alle Welt isst Porridge und auch Mama hat schon immer darauf bestanden, dass in der Müslischüssel nicht nur die süßen Cornflakes sondern auch die kernigen Haferflocken landen, aber sobald das Wort gesund fällt, verschließen sich meine Ohren wie von selbst. Da kann ich einfach nichts machen! Kind, iss doch bitte auch die Haferflocken, die sind besonders gesund – zack, auf Durchzug geschalten!

Schneller Haferkuchen mit weihnachtlichen Gewürzen

Nichtsdestotrotz hat die Mama recht: Manche sprechen sogar davon, dass Hafer eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt ist. Mineralstoffe, Nährstoffe, Vitamine, Proteine, Ballaststoffe – der Hafer beinhaltet sie alle und zwar nicht zu wenig. In 100 g Haferflocken stecken 13,5 g Eiweiß, wenig Gluten, zahlreiche Vitamine,  wie zum Beispiel Thiamin und Folsäure, 130 mg Magnesium, 4,3 mg Zink und vieles, vieles mehr. Dadurch haben Haferflocken zahlreiche gesundheitsfördernden Wirkungen, stärken Knochen und Zähne, sind gut für Haut und Haare, unterstützen das Immunsystem und die Blutbildung. Durch den hohen Anteil an Ballaststoffen hält Hafer dann auch noch besonders lange satt, was ja nicht die schlechteste Eigenschaft für eine potentielle Frühstückszutat ist. Die Ballaststoffe sorgen für einen ausgeglichenen Blutzucker- und Cholesterinspiegel, fördern die Verdauung und beruhigen dabei auch noch den Magen. Wow! Da lüfte sogar ich meinen Hut und sage Chapeau, lieber Hafer! 
Okay, ihr kennt mich, eigentlich haben solche Gesundheitsaspekte mich noch nie zum Kauf motivieren können – viel wichtiger ist und bleibt am Ende dann eben doch der Geschmack. Aber auch damit kann der Hafer punkten. Vielleicht nicht unbedingt pur, aber sobald sich ein paar Zutaten wie Milch oder Honig zum Hafer gesellen, kann es richtig gut werden und der süßlich-nussige Geschmack kommt perfekt zur Geltung. Ich meine, nicht ohne Grund wird Porridge seit vielen Jahren von Jung und Alt gefeiert, Haferbrote gehen bei jedem Bäcker weg wie warme Semmeln und gegen einen richtig leckeren Müsliriegel hat auch niemand etwas einzuwenden, oder? Als Mehl, als Milch, als Kleie, als kernige, zarte oder schmelzende Flocke – ohne Hafer würde definitiv etwas fehlen!

Da die Weihnachtszeit es sich nun bereits still und heimlich in unserem Wohnzimmer gemütlich gemacht hat und die ersten weihnachtlichen Gefühle in der Küche aufkamen, habe ich dem Hafer neulich ganz spontan Safran, Zimt und Kardamom vorgestellt. Und wer hätte es gedacht, sie verstanden sich mehr als gut. Als dann noch Butterkaramell und saftige Äpfel ins Spiel kamen, war das Rezept für den perfekten easy-peasy Adventskuchen geboren: Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom! Perfekt, weil er so wundervoll saftig ist. Perfekt, weil die äußere Haferschicht so herrlich knuspert. Perfekt, weil die Arbeitskollegen vor Freude über den Kuchen kleine Luftsprünge machten. Perfekt, weil er so schnell und einfach gebacken ist. Perfekt, weil er nach purem Weihnachtszauber schmeckt. Ja, du perfekter Haferkuchen, ich bin schockverliebt! Das Weihnachtsfest kann also kommen!

Rezept weihnachtlicher Apfelkuchen


Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom


Zutaten

150 g Butter
150 g Rohrohrzucker
300 g Haferflocken, kernig
3 Äpfel
1,5 TL Safranfäden (ca. 0,3 bis 0,4 g)
2 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlener Kardamom
200 g Butter (zimmerwarm)
250 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
3 Eier (M)
350 g Mehl
3 gestr. TL Backpulver

Zubereitung

Zuerst den Rohrohrzucker in einem kleinen Topf auf mittlerer Stufe vorsichtig goldgelb zum Schmelzen bringen, die Butter hinzugeben und alles unter ständigem Rühren miteinander verbinden. Nun die kernigen Haferflocken unterrühren und die Masse zur Seite stellen.
Für den Teig die 3 Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und das Fruchtfleisch fein raspeln. Safran, Zimt und Kardamom hinzugeben, kurz unterheben und ebenfalls zur Seite stellen. Die Butter zusammen mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig aufschlagen. Die Eier nach und nach unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und mit der cremigen Masse vermengen. Nun noch die gewürzten Äpfel unterheben.
Den Ofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und eine Kastenform mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben. Etwas weniger als 1/3 der karamellisierten Haferflocken auf dem Boden verteilen und andrücken. Darauf die Hälfte des Teiges verstreichen und darauf wieder einige karamellisierte Haferflocken verteilen. Nun den Rest des Teiges in die Form geben und die restlichen Haferflocken darauf verteilen.
Auf einem Gitterrost auf der mittleren Schiene ca. 90 Minuten backen bis an einem Holzstäbchen kein bzw. kaum Teig mehr kleben bleibt. Sollten die Haferflocken zu braun werden, könnt ihr den Kuchen mit etwas Alufolie abdecken. Sobald er fertig ist, etwas abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen bevor er angeschnitten wird. Guten Appetit und eine frohe Vorweihnachtszeit wünschen ich und der Hafer!

Hafer-Apfelkuchen mit Safran, Zimt und Kardamom

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit dem "Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft VGMS e.V." entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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