Donnerstag, 15. August 2013

Riesige Crêpestorte mit Erdnusskaramell, Schokoladenbuttercreme, Bacon und einem Hauch Paris

Was ist das? Ein Vogel? Ein Flugzeug? Superman? Neeeiiiin, nur die gigantische Geburtstagstorte für den 24. Geburtstag meiner lieben Katrin. Diese Geburtstagsparty stand unter dem Motto "Vintage-Kitsch-Pariser-Gartenparty mit Blumenkränzen". Bei so einem Thema fing mein Gehirn sofort an zu rattern. Vor zwei Jahren gab es die Regenbogentorte für Katrin, letztes Jahr die Kirmeskäsetorte und dieses Jahr sollte es etwas komplett anderes geben. Ich wollte dieses Jahr einmal nicht mit Lebensmittelfarbe um mich schmeißen - daher kam eine Torte in Pastellfarben mit Blüten darauf oder eine Torte im französischen Blau, Weiß und Rot nicht in Frage. Schnell kam ich dann auf die Idee eine Crêpestorte zu backen. Denn was ist französischer als Crêpes? Schnell war auch klar: In diese Torte muss Bacon rein! Aber bei den anderen Geschmacksrichtungen war ich unschlüssig. Denn eigentlich ist Katrins absoluter Traumkuchen ein Käsekuchen oder eine Philadelphiatorte. Das hatte ich ja schon letztes Jahr als Tortengrundlage. Naja aber dann wanderten meine Gedanken - wie so oft - zu Erdnussbutter, denn mit Erdnussbutter und Schokoladentorte kann man Katrin auch sehr glücklich machen. Okay, eigentlich mit fast jeder Torte auf dieser Welt - aber ja, es sollte Erdnussbuttercreme, Schokoladenbuttercreme, Erdnusskaramell und BAACON im Überfluss geben! Ihr wundert euch vielleicht, warum dieser Bacon so wichtig ist - vor einigen Wochen probierten Katrin und ich Bacon mit Zartbitterschokoladenüberzug und fanden es wirklich richtig, richtig gut. Bacon macht einfach alles besser. Beim Frühstück oder bei herzhaften Gerichten ist dies ja eine allgemeine Weisheit, aber scheinbar gilt diese Weisheit einfach für alles Essbare auf diesem Planeten. Hallelujah! Seit diesem Bacon-in-Schokolade-Tag wollte ich unbedingt Bacon in eine Tortenkreation einbringen. Dieser Tag war nun also gekommen. Nochmals: Hallelujah!

Ich habe zuerst nur die Hälfte des Crêpesteiges gebacken (250 g Mehl, 500 ml Milch etc.), aber der Haufen Crêpes sah einfach so klein aus, dass ich dachte, daraus kann niemals eine anständige Torte werden - also habe ich die gleiche Menge Teig nochmals angerührt. Nach dem Schichten habe ich gemerkt, dass die Hälfte des Teiges doch besser gewesen wäre - dann wäre es mehr Creme und weniger Teig und damit die Torte nicht ganz so furchtbar mächtig gewesen. Aber naja das könnt ihr für euch entscheiden, wie ihr das besser findet - denn auch mit der Hälfte des Teiges - mächtig bleibt diese Torte. Vergesst das Wort Kalorien und ersetzt es durch diese Crêpestorte. Inspiriert durch "Der Schokolade" habe ich sie auch liebevoll "Die Schokolade" genannt. Wobei das Highlight dieser Torte wohl das Erdnusskaramell ist, also eher "Die Karamell"? Naja wie auch immer, Erdnusskaramell sollte man in Eimern produzieren und für die schlimmsten Liebeskummerabende aufbewahren. Ihr werdet es lieben! Ich gebe euch die Foodgasmusgarantie. Sobald sich dieses Erdnusskaramell über die Torte stürzt, hach! Geschmacklich ist die Torte ein wahrer Hochgenuss - ich weiß Eigenlob stinkt, aber das ist einfach nur die Wahrheit. Falls ihr mir das mit dem Geschmack nicht abnehmt, dann schaut euch jetzt einfach die Bilder an...  Viel Spaß! :)



Zutaten

Crêpesteig
500 g Mehl
1 l Milch
2 Pck. Vanillezucker
8 Eier
1 Prise Salz
80 g geschmolzene Butter

Schokoladenbuttercreme
3 Eigelb
50 g Zucker
150 g Butter
100 g Zartbitterschokolade
125 ml Schlagsahne

Erdnusscreme
175 g Frischkäse
2 gestrichene EL Nutella
2 gehäufte EL Erdnussbutter
100 g gehackte Erdnüsse
ca. 75 g Puderzucker

Erdnusskaramell
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
100 ml Sahne
100 g Erdnüsse
100 g Bacon
1 Banane

Zubereitung
Zuerst bratet ihr den Bacon schön kross und lasst ihn anschließend abkühlen.


Jetzt geht es an das Wichtigste von der ganzen Torte: Die Crêpes! Rührt die 250 g Mehl mit der Milch, dem Zucker, den Eiern, der Prise Salz und der geschmolzenen Butter (diese sollte aber nicht zu warm sein) mit einem Handmixer an. Den Teig einige Zeit lang im Kühlschrank kalt stellen.
Anschließend könnt ihr mit dem Crêpes backen beginnen, immer schön einen nach dem anderen. Etwas Öl in eine Pfanne pinseln, eine Kelle Teig hineinschütten, durch Schwenken der Pfanne den Teig verteilen und goldbraun von beiden Seiten backen. Da dies immer einige Minuten dauert, könnt ihr in der Zwischenzeit die beiden Cremes zubereiten. Also die nachfolgenden Schritte, immer parallel machen - oder wenn ihr genug Zeit habt, backt in Ruhe alle Crêpes und bereitet dann erst die Cremes zu.


Für die Schokoladenbuttercreme die Eigelb zusammen mit dem Zucker über dem Wasserbad aufschlagen, bis eine dickliche Creme entsteht. Achtet allerdings darauf, dass die Creme NICHT zu heiß wird und anfängt zu kochen. Anschließend die Creme abkühlen lassen und die Butter aufschlagen. Die Eiercreme löffelweise unter die Butter rühren. Nun die 100 g Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen und ebenfalls unterrühren. Zum Schluß in die abgekühlte (!) Creme aufgeschlagene Sahne unterrühren. 
Die Erdnusscreme ist nicht ganz so kompliziert - einfach den Frischkäse mit der Nutella und der Erdnussbutter aufschlagen und die gehackten Erdnüsse und den Puderzucker unterrühren. Das wars dann auch schon. (Eignet sich auch sehr gut als Brotaufstrich ;))
Die Banane noch sehr dünn aufschneiden und dann geht das los mit dem Schichten.


Wie ihr das schichtet, ist eigentlich vollkommen egal, da die Schokoladenbuttercreme etwas mehr Masse ist, müsst ihr damit mehr Schichten füllen. Mit dem Bacon solltet ihr natürlich nicht so viele Schichten füllen. Die Banane reicht auch nur für eine Schicht. Also schichtet was das Zeug angeht.





Zum Schluß kommt dann noch die großartigste Krönung aller Krönungen: Erdnusskaramell. Gebt dazu den Zucker und den Vanillezucker in eine beschichtete Pfanne und lasst es bei mittlerer Hitze schmelzen. Nun schüttet ihr die Sahne (diese sollte nicht total kalt sein) hinzu und rührt beides schnell um, damit sich beides gut miteinander vermischt. Jetzt noch bei niedriger Hitze die Erdnüsse unterrühren und die heiße Masse über die Torte schütten. Ein Bild für die Götter! 
Dann noch etwas Bacon darüber krümeln und im Kühlschrank gut durchziehen lassen.
Die Torte sollte trotzdem möglichst noch am gleichen Tag gegessen werden, denn man kennt das ja - Pfannkuchen oder Crêpes, die einen Tag lang rumliegen, werden doch sehr zäh und hart. Also viel Spaß beim Naschen und ladet euch viele Freunde ein, damit ihr diese Torte auch alle bekommt. Denn sie ist eine große Herausforderung! Bon appétit. :)



Zum Schluß noch zwei Fotos vom französischen Buffet mit Crêpesstation dieses fantastischen Geburtstages! Alles Gute liebe Katrin. :)



Samstag, 3. August 2013

PAMK: Aprikosen-Apfel-Bienenkokosstich

Hier kommt das letzte Rezept für meine "Post aus meiner Küche"! *Trommelwirbel*
Bevor ich zum Rezeot kommen, müsst ihr müsst vorher noch wissen, dass ich eigentlich immer versuche äußerst "verschickbare" Leckereien für PAMK zu zaubern und daher habe ich Blechkuchen an sich immer ausgeschlossen. Ich habe immer möglichst nur Dinge im Glas oder in der Dose verschickt. Aber bei der letzten PAMK-Tauschrunde hat Frau Heuberg mir gezeigt, wie super man Kuchen in Alufolie wickeln und mit ins Paket legen kann, ohne das etwas passiert.

Also habe ich dieses Mal auch Blechkuchen gebacken.. zum Glück! Denn so habe ich einen unglaublich leckeren Blechkuchen entdeckt! Das Rezept (von mir ganz leicht abgewandelt) kommt aus der Zeitschrift "deli" (Ausgabe 1/2013) und dort stand auch der Tipp, den Blechkuchen mit Aprikosen und Äpfeln zu belegen, halbe, halbe. So hat man quasi zwei verschiedene Kuchen. Banal, genial! Wobei mir Variante Aprikose noch besser schmeckt als Variante Apfel. Hier bäckt der Aprikosensaft wunderbar heraus und karamellisiert dann im Backofen. So herrlich saftig und durch den Kokos so herrlich sommerlich. Die typische Bienenstichschicht mit Mandeln wird auch richtig schön knusprig, so wie es sein muss.
 Also für mich ist es ab sofort ein neuer Lieblingsblechkuchen. Gerade mit Dosenaprikosen (ja ich war zu faul frische Aorikosen zu schälen - Schande über mein Haupt) geht der Kuchen auch relativ schnell und einfach. Perfekt für die heißen Tage im Moment. Am besten warm zusammen mit einer leckeren Kugel Vanilleeis oder schön kalter Sahne genießen. Hach, so schmeckt Kuchenliebe im Sommer. Danke liebe "deli", danke liebes "Post aus meiner Küche-Team", danke liebe Jutta für diese tolle Tauschrunde und danke lieber Kuchengott. :)


Zutaten
600 g Aprikosen
400 g Äpfel (ca. 2 Äpfel)

Teig
550 ml Schlagsahne
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
5 Eier
375 g Mehl 
1 Pck. Backsteinpulver
125 g Kokosraspeln
1 TL abgeriebene Biolimettenschale

Guss
150 g Butter
150 g Zucker
4 EL Milch
2 EL Limettensaft
1 EL Honig
75 g Mandelblättchen
75 g Kokosraspeln

Zubereitung
Zwei Drittel der Aprikosen vierteln, die Äpfel schälen und zwei Drittel davon in feine Spalten schneiden.



Den Backofen auf 200°C vorheizen Für den Teig die Sahne mit einem Handrührgerät halbsteif schlagen, den Zucker und den Vanillezucker hinzugeben und die Masse richtig steif schlagen. Die Eier nach einander jeweils eine halbe Minute unterschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unter den Teig rühren. Jetzt noch die Limettenschale und die Kokosraspeln untermischen und schon ist der Teig fertig. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gießen. Die Hälfte des Bleches mit Aprikosenspalten und die andere Hälfte mit Apfelspalten belegen. Jetzt ab in den Ofen damit! 18 Minuten lang muss der Kuchen vorbacken.


Währenddessen den Rest des Obsten in sehr dünne Spalten schneiden und den Guss vorbereiten. Für den Bienenstich-Guss die Butter mit dem Zucker, der Milch, dem Limettensaft und dem Honig aufkochen, die Mandelblättchen und die Kokosraspeln untermischen. Nach dem Vorbacken auf dem Kuchen die dünnen Spalten des Obstes verteilen und mit einem Eßlöffel den Guss darüber verteilen.


Jetzt kommt der Kuchen nochmals für ca. 18 Minuten in den Backofen, bis alles schön goldbraun ist. Etwas abkühlen lassen und dann genießen. :)




Freitag, 2. August 2013

PAMK: Indische Muffins mit Paprika

Kommen wir nun zur letzten Runde Muffins für meine "Post aus meiner Küche". Diese Muffins sind im Gegensatz zu den beiden anderen Sorten herzhaft und passen vielleicht auf den ersten Blick nicht so perfekt zu einer Kaffeetafel, aber spätestens seit Katrins und meiner Teaparty, wissen wir, dass zumindest zu Tee herzhafte Kleinigkeiten traumhaft perfekt sind. 
Diese Muffins sind voll gestopft mit indischen Gewürzen und sorgen so für eine kleine Reise ins ferne Land der Gewürze. Ich finde sie schmecken durch die Paprika und die Frühlingszwiebeln noch etwas frisch und der Joghurtteig liegt nicht so schwer im Magen. Gerade als Beilage zum Salat oder zur Suppe oder einfach so zum Naschen sind sie genial. Geschmacklich auf jeden Fall ein Fest und von allen drei Muffinkreationen mein klarer Favorit. :)


Zutaten
1 Paprika
1 Frühlingszwiebel
150 g Mehl
1 gehäuften TL Backpulver
1 gehäufter EL Currypulver
indische Gewürze
2 Prise Salz
1 Ei
100 g Joghurt
50 ml Öl
2 EL Sesam

Zubereitung
Zuerst den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Paprika und die Frühlingszwiebel sehr klein schneiden/hacken. Das Mehl mit dem Backpulver, dem Curry, dem Salz mischen und mit diversen indischen Gewürzen würzen - je nachdem was ihr so im Haus habt und worauf ihr Lust habt. Das Ei mit dem Joghurt und dem Öl vermixen und unter die Mehlmischung rühren. Zum Schluß das Gemüse unterheben. 
Das Muffinblech gut einfetten und einmehlen oder Papierförmchen hineinsetzen. Den Teig mit einem Eßlöffel in die Mulden füllen und anschließend mit etwas Sesam bestreuen. Für 30 Minuten in den Ofen, bis die Muffins goldbraun sind.





Lasst euch die kleinen Racker gut schmecken! :)

Donnerstag, 1. August 2013

PAMK: Fluffige Schokomuffins mit Muhs

Kommen wir zur nächsten Rutsche Muffins. Ich weiß nicht, ob ihr Muh-Muhs-Bonbons kennt? Süße Toffee-Bonbons! Aber von diesen Bonbons gibt es jetzt auch einen leckeren Aufstrich, welchen mir zwei Freundinen geschenkt haben. Der Frühstücksaufstrich schmeckt so lecker nach Karamell und ist so unglaublich süß, dass man nicht mehr als ein Brot davon essen kann. Aber ich dachte mir, zum Backen eignet sich die Creme sicherlich gut! In einem Rezept im Internet hatte ich gelesen, dass man die Creme vor dem Backen in die flüssigen Teigportionen für die Muffins spritzen soll, damit diese nach dem Backen gefüllt sind. Wow! Das ist bestimmt richtig, richtig lecker! Das waren meine Gedanken, aber was soll ich sagen? Es hat leider nicht funktioniert! Dort wo die Creme war, wurde der Teig nicht fest. Schade, schade, Schokolade! Daher habe ich dieses Rezept für euch so umgeschrieben, dass die Creme im ganzen Teig verrührt wird, dann ist man auf der sicheren Seite. Aber auch wenn einige Muffins äußerst missglückt sind, waren einige Muffins sehr ansehnlich und bereit verschickt zu werden. Lecker waren sie auf jeden Fall, egal in welcher Konsistenz. Karamellgeschmack ist (neben Erdnüssen) eben das beste auf der Welt!


Zutaten (für normale Muffins die doppelte Menge an Zutaten nehmen)
80 g weiche Butter
80 g Zucker
2 Eier
100 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
60 ml Milch
1 Prise Salz
4 EL Muh-Muh-Creme oder Toffee/Karamell-Creme

100 g Zartbitterschokolade

Zubereitung
Wieder den Backofen auf 180°C vorheizen. Die Butter mit dem Zucker und der Prise Salz mit Hilfe eines Handrührgerätes 5 Minuten lang schaumig schlagen. Dabei die Eier nach und nach hinzugeben und alles schön luftig und schaumig rühren. Das Mehl hinzugeben und kurz unterrühren. Anschließend die Milch hinzugeben und noch einmal alles verrühren. Zum Schluß noch die Karamell-Creme reinlöffeln und vermixen. Jetzt den Teig in das zuvor gefettete und bemehlte Muffinblech gießen und für 30 Minuten backen.



Die 100 g Zartbitterschokolade schmelzen, in einen Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke abschneiden und damit die Muffins besprenkeln. Abkühlen lassen und genießen.


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