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Dienstag, 10. November 2020

Fünf kulinarische Empfehlungen für Hamburg

Was sind das eigentlich schon wieder für verrückte Zeiten? Steigende Corona-Fallzahlen haben uns den zweiten Lockdown beschert, in Wien hat der kürzlich durchgeführte Terroranschlag die Welt erneut zutiefst geschockt und die US-Wahlen gleichen einem nicht enden wollenden Krimi. Einfach nur schockierend was in dieser Welt momentan schon wieder los ist. Vor ein paar Monaten hätte vermutlich niemand gedacht, dass der Winter dies alles für uns bereit hält. Im Sommer sind wir z.B. noch ganz unbesorgt – bzw. den Umständen einer Covid-19-Pandemie entsprechend – als Ersatz zu unseren ursprünglich geplanten Reisen in die wunderschöne Hansestadt Hamburg gereist. Von Berlin aus ein Katzensprung, den wir aber trotzdem viel zu selten springen. 

Fünf kulinarische Empfehlungen für Hamburg
Schade eigentlich, denn Hamburg hat so viel zu bieten! Mit der Touribrille auf der Nase ging es jeden Tag quer durch die Stadt: Vom schmucken Rathaus und dem Miniatur Wunderland bis hin zur entspannten Hafenrundfahrt und beeindruckenden Elbphilharmonie – ich glaube, es gibt keine Touristen-Attraktion, der wir keinen Besuch abgestattet haben. Und das bei den heißesten Temperaturen des Jahres! Die bessere Idee wäre vermutlich gewesen sich an die Elbe zu legen und einen kühlen Drink zu schlürfen, aber leider neige ich bei Städtereisen dazu alles sehen zu wollen. Ich erinnere mich beispielsweise noch gut an spät abendliche Ausflüge quer durch Paris – "Wir müssen jetzt ganz schnell zum Jardin du Luxembourg bevor sie den Park schließen!!" – obwohl die Füße bereits schmerzten und das Gehirn ehrlich gesagt keinen einzigen weiteren Eindruck mehr aufnehmen konnte. Ganz so intensiv war es in Hamburg dann aber glücklicherweise nicht und wir haben uns jeden Tag mit einem phänomenalen Essen belohnt, welches jeglichen Schweiß, Schmerz und Touristress vergessen ließ. 

Fünf dieser kulinarischen Erholungsorte möchte ich euch nun vorstellen – denn auch, wenn diese aktuell aufgrund des Lockdowns schließen mussten, gilt es jetzt mehr als jemals zuvor, sie zu unterstützen:

1. Fischbrötchenbude Brücke 10


Wer als Hamburger an Fischbrötchen denkt, hat vermutlich sofort die Fischbrötchenbude Brücke 10 auf den St. Pauli Landungsbrücken vor Augen. Zu keinem anderen kulinarischen Ort in Hamburg habe ich so viele Empfehlungen und Nachrichten bekommen wie zu diesem. Insbesondere, wenn man in einer Stadt lebt, die nicht am Meer liegt, sind Fischbrötchen leider viel zu oft ein absoluter Reinfall: Überteuerte Krabbenbrötchen, in denen man die Krabben suchen muss; knautschige Brötchen, die wie Gummi schmecken oder Fisch, der nicht mehr ganz so frisch ist, wie er sein sollte. 

Fischbrötchenbude Brücke 10

Darum gilt für mich immer: Egal ob an der Nord- oder Ostsee, ein knuspriges Brötchen mit frischem Fisch ist ein absolutes Muss. Und in Hamburg bekommt man dieses in jedem Fall in der Brücke 10. Angeblich gibt es dort sogar die besten Fischbrötchen Hamburgs – diese Aussage kann ich zwar nicht verifizieren, da ich hier kaum Vergleichsmöglichkeiten habe, ich kann euch allerdings versichern, dass die Brötchen von der Fischfrikadelle bis zum Brathering einfach nur köstlich schmecken. Sie haben alles, was man sich wünscht: Ein herrlich knackig-frisches Brötchen mit weichem Kern, fangfrischer Fisch und eine leckere Remoulade. Dazu ein kühles Blondes, den Blick auf die vorbeituckernden Schiffe, die frische Brise um die Nase und man fühlt mit jeder Faser wie schön Hamburg ist. Egal zu welcher Uhrzeit: Hier müsst ihr hin! 

Brücke 10 
St. Pauli Landungsbrücken 
20359 Hamburg 

Apr–Okt: Mo-Sa 10-22 Uhr, So 9-22 Uhr 
Nov–März: Mo-Sa 10-20 Uhr, So 9-20 Uhr 
www.bruecke10.com

Ambiente: Modern, puristisch und entspannt
Essen: Best Fischbrötchen of town 
Preis: €€€€€


2. Fisch-Restaurant & Seafood-Bar Liman


Dem Fisch hat sich auch das Team des Limans (türkisch für Hafen) am lebhaften Mühlenkamp in Hamburg-Winterhude gewidmet. Entdeckt habe ich das Restaurant dank eines Tipps von Hamburger Foodbloggerin Sarah und auch die Bewertungen haben mich aufhorchen lassen: Von der Presse über persönliche Empfehlungen bis hin zu ausgewählten Auszeichnungen bekommt das Liman durchweg positive Resonanz. Kein Wunder: Die aus der Türkei stammenden Gastgeber Gülay und Gürcan Aksoy umsorgen ihre Gäste in ihrem persönlichen "Hafen" mit großer Leidenschaft, viel Herz und einer großzügigen Prise südländischem Temperament – im sonst als eher kühl geltenden Norden herrlich erfrischend. 



Liman Fisch-Restaurant & Seafood-Bar


Auch die Fischküche schlägt vom Lachs über den Heilbutt bis zum Loup de Mer eine erfrischend-zeitgemäße Richtung der unaufgeregten Haute Cuisine ein, die vom ersten Bissen an überrascht und begeistert: Auf den Punkt gebratene Jakobsmuscheln treffen auf frisch gehobelten Trüffel, der pure Geschmack des Meeres in Form von drei verschiedenen Fischspezialitäten ohne Panade oder Chichi wird mit mediterranem Gemüse gereicht und gegrillte Black Tiger Garnelen in Knoblauchsoße vereinen sich mit Kalamata Oliven und Trüffelstampf. Dazu ein herrlich kühler und erfrischender Weißwein, den die Chefin höchstpersönlich für uns passend zum Essen ausgewählt hat. Einfach nur perfekt! Die Erwartungen bezüglich Ambiente, Gastgeber und Essen wurden somit mehr als erfüllt und ich kann guten Gewissens eine klare Empfehlung aussprechen – wer feinen Fisch liebt, wird auch das Liman lieben.

Liman
Mühlenkamp 16
22303 Hamburg

Mo-So 12-23 Uhr 
www.liman-fisch.com

Ambiente: Stilvoll, modern und entspannt
Essen: Erstklassige Fisch- und Meeresfrüchte-Spezialitäten  
Preis: €€€€€


3. Otto's Burger vom Grindelhof bis zur Schanze


Kommen wir jetzt zu einem weiteren Klassiker der Hamburger (und Kölner) Restaurantszene: Otto's Burger! Burger gehen ja irgendwie immer und zu einem perfekt zubereiteten Burger würde ich niemals nein sagen – bei Otto's Burger gibt es eben diese in diversen Varianten, dennoch aber immer ohne unnötiges TamTam. Frischer, saftiger Patty aus regionalem Bio-Rindfleisch, fluffiger und frisch gebackener Bun, cremiger Käse und dann wird das Ganze noch durch die ein oder Special Zutat vom Portobello Pilz bis zur Tomatenmarmelade verfeinert. Viel mehr gibt es zu Otto's Burger auch fast nicht zu sagen! 

Otto's Burger vom Grindelhof bis zur Schanze


Erwähnenswert sind allerdings noch die grandiosen Beilagen vom knackigen Coleslaw bis zu den phänomenal guten Waffle Fries, die durch geile Saucen wie der Trüffel Mayo oder Guacamole noch besser werden. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis schließlich durch das kühle Craft Beer, das bei Temperatur jenseits der 30 Grad wie die pure Offenbarung schmeckt! Da das Ambiente und junge Team völlig entspannt ist, war Otto's Burger für uns der perfekte Anlaufpunkt, wenn wir völlig verschwitzt und k. o. vom stundenlangen Rennen durch die Stadt mittags einen "kleinen" Snack brauchten. Okay, okay, vielleicht auch einen großen Snack bzw. Burger. Immer wieder gut und kein Wunder, dass es mittlerweile schon mehrere Filialen in Hamburg und sogar Köln gibt. Wie bereits geschrieben: Gute Burger gehen eben immer und überall! 

Otto’s Burger
Lange Reihe 40
Schanzenstraße 58
Grindelhof 33
Hamburg

Mo-So: 12-22 Uhr
www.ottosburger.com

Ambiente: Entspannt, szenig und modern
Essen: Perfekt zubereitete Gourmet Burger  
Preis: €€€€


4. Restaurant & Sushibar Henssler & Henssler


Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen beim Besuch des Henssler & Henssler nicht allzu groß. Ich war etwas skeptisch, ob das Restaurant seine guten und zahlreichen Bewertungen nicht einfach nur bekommen hat, da sich der Besitzer und Fernsehkoch Steffen Henssler einer so großen Bekanntheit erfreut. Dennoch wollte ich dem Restaurant eine Chance geben – auch, da ich bei Instagram hierzu überraschend viele Empfehlungen bekommen habe. Und was soll ich sagen? Ein Glück! Das Geschmackserlebnis, welches wir im Henssler & Henssler erleben durften, war für uns DAS kulinarische Highlight und die größte Überraschung der Reise. Wir hatten uns passenderweise für das Überraschungs- bzw. Omakase-Menü entschieden, bei dem wir zwar den ein oder anderen Wunsch äußerten, uns aber sonst völlig in die Hände des jungen Küchenteams legten. 


Restaurant & Sushibar Henssler & Henssler


Leider kann ich nicht mehr genau sagen was wir alles probiert haben, denn wir haben uns "beim Henssler" so pudelwohl gefühlt, dass wir wie in eine kulinarische Wattewolke gehüllt durch den Abend geschwebt sind und uns nur noch auf den puren Geschmack konzentriert haben. An einige Dinge erinnere ich mich aber noch: Das Sushi war natürlich in jeglicher Form gigantisch, aber auch in das gegrillte Beeftataki vom Dry Aged Beef im scharfem Mentsuyu-Trüffelsud oder in die geeiste, gelbe Gazpacho mit Peperoni-Tempura und San Daniele Schinken oder die Lachssashimi-Röllchen mit Ketakaviar, heißer Nussbutter und Ponzusauce hätten wir uns reinlegen können – bei jedem einzelnen Gericht vereinten sich so viele Texturen, Geschmackskomponenten und -richtungen, das es (ohne abgeklatscht zu klingen) ein einziges Feuerwerk im Mund ausgelöst hat. Einfach nur wow und für die Qualität und dieses Erlebnis hätten wir vermutlich sogar noch mehr als den durchaus stattlichen Preis gezahlt. Klare Empfehlung! 

Henssler & Henssler
Große Elbstraße 160
22767 Hamburg

Mo-Sa: 12-15 Uhr
Mo-Do: 17.30-22.30 Uhr
www.hensslerhenssler.de

Ambiente: Entspannt, modern, "hanseatisch-asiatisch" & puristisch
Essen: Gehobene japanische Fusionsküche vom Sushi bis zum Rib-Eye Steak   
Preis: €€€



5. Restaurant, Beisl & Bar Tschebull


Eine kulinarische Richtung, die man vielleicht nicht unbedingt mit Hamburg verbinden würde, wäre mit Sicherheit die österreichische Küche. An unserem letzten Tag in Hamburg gaben wir aber eben dieser eine Chance. Praktischerweise in fußläufiger Reichweite des Hauptbahnhofes gelegen, erwartete uns im Tschebull eine österreichische Küche, die uns komplett umgehauen hat – im positiven Sinne. Wir hatten traditionelle Gerichte wie Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Kaiserschmarrn oder Salzburger Nockerln erwartet, aber so viel mehr bekommen – in jedem Gericht steckt eine Raffinesse, die am Gaumen explodiert und einen die Augen vor Entzücken aufreißen lässt. 


Restaurant, Beisl & Bar Tschebull


Allein die fünf verschiedenen „Ösi-Tapas“ vom würzigen Mastochsen-Tatar mit Röstzwiebelcreme bis zur Topinambur-Weißbiersuppe mit Herbsttrüffel wurden erfrischend modern interpretiert und so perfekt abgeschmeckt, dass wir vom ersten Bissen an verliebt waren. Auch die Hauptgänge wie das phänomenale Wiener Schnitzel oder die krosse Kruste des Schweinebratens belohnten uns dafür, dass wir diesen kleinen Ausflug nach Österreich gewagt hatten. Das große Highlight war dann schließlich das karamellisierte Limonenparfait mit Honig-Vanillesud und Mascarpone-Canneloni – mit Abstand eines der besten Desserts, das ich je kosten durfte. Uns wundert in jedem Fall nicht mehr, warum der Gault&Millau das Restaurant des gebürtigen Kärntner Alexander Tschebull und seiner Frau Yvonne als den „besten Österreicher Hamburgs“ bezeichnet. Wir ziehen unseren Hut und freuen uns bereits auf die nächste Reise ins Hamburger Österreich!

Tschebull - Levantehaus
Mönckebergstraße 7
20095 Hamburg

Mo-Sa: 12-16 Uhr und 17-23 Uhr
www.tschebull.de

Ambiente: Stilvoll, klassisch und elegant
Essen: Gehobene österreichische Küche, zeitgemäß interpretiert   
Preis: €€€


Kauft also Gutscheine und geht in diese grandiosen Restaurants! Lasst euch beliefern! Holt euch das Essen nach Hause! Wir dürfen solche Perlen des Geschmacks jetzt nicht alleine lassen. Und irgendwann wird auch dieser Lockdown beendet sein, irgendwann haben wir auch dieses Corona besiegt und dann werden wir aus dem (kulinarischen) Feiern gar nicht mehr herauskommen. Ich kann es kaum erwarten! Cheers!

Samstag, 8. August 2020

Restaurantschiff Patio in Moabit – einzigartige Location, köstliche Menüs & erstklassiger Service

Sich durch vielseitigste Gerichte schlemmen, neue Geschmackskompositionen kennenlernen und kulinarisch inspirieren lassen – wie jedes Jahr wollte ich auch in diesem Jahr meinen Geburtstag wieder in einem besonderen Gourmet-Tempel zelebrieren. Mittlerweile hat sich dies als feste Tradition und kleines Jahreshighlight etabliert, auf das ich mich immer wieder riesig freue. Die Restaurants, die ich dabei ins Auge fasse, müssen nicht zwingend mit Sternen bestückt sein, aber ein nicht alltägliches, kulinarisches Erlebnis bieten, welches ich mir im Alltag nicht unbedingt gönnen würde. 
Dementsprechend beginne ich bereits viele Woche vor meinem Geburtstag nach neuen oder auch alteingesessenen Speisewirtschaften zu recherchieren, arbeite mich dabei durch meine vielen Lesezeichen sowie Notizen und frage Freunde nach ihren heißesten Tipps – sobald die Auswahl dann nach und nach reduziert wird, die Entscheidung schließlich gefallen und die Reservierung abgeschlossen ist, steigt die Vorfreude von Tag zu Tag. In diesem Jahr gab es da nur einen kleinen, nicht zu ignorierenden Haken: Dummerweise kam ich nämlich im April auf die Welt und wir alle wissen, dass im April 2020 die Maßnahmen, um die Covid-Pandemie in Deutschland einzudämmen, den Besuch eines Restaurants zu einer Sache der Unmöglichkeit machten. Reservierung? Gecancelt. Geburtstagsdinner? Verschoben auf unbekannte Zeit. 

Restaurantschiff Patio in Moabit

Fotos © Patio Betriebs UG

Natürlich ist mir bewusst, dass dies in der aktuellen Situation ein absolutes Luxusproblem ist, aber trotzdem war ich im ersten Moment unfassbar traurig, da sich die Vorfreude bereits seit Wochen in unermessliche Höhen gesteigert hatte und ich mich plötzlich von einem meiner Jahreshighlights verabschieden musste. Umso mehr freute ich mich daher, als ich im Juli mit einem Dinner auf dem Restaurantschiff Patio überrascht wurde. Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk gedacht, war es für mich ein riesiger Trost für das verpasste Geburtstagsdinner (welches mit Sicherheit noch nachgeholt wird). Das Patio ist zwar kein Sterne-Restaurant und vielleicht auch nicht das beste Gourmet-Restaurant am Platz, aber allein aufgrund der einzigartigen Location einen Besuch wert: Wenige Schritte vom Schloss Bellevue entfernt, ankert das Restaurantschiff am Ufer der Spree und lädt zu besonderen Stunden auf dem Wasser ein. 

Einzigartige Eventlocation in Berlin: Das Patio


Von außen wirkt das Schiff mit seinem großen Outdoor-Bereich auf dem Deck bereits mehr als einladend, aber im Inneren wartet dann das eigentliche Highlight: Eine große Fensterfront, die den Blick auf die Spree von jedem Platz im Restaurant ermöglicht. Kombiniert mit einer modern-reduzierten und stilvollen Einrichtung hat uns dieses einzigartige Ambiente bereits von der ersten Minute an begeistert. Letztendlich hat aber auch insbesondere der erstklassige Service dafür gesorgt, dass wir uns so willkommen und rundum wohl gefühlt haben. Ob dies nur an der Corona-bedingten Reduzierung der Tische lag, kann ich natürlich nicht sagen, aber ich habe das Gefühl, dass Restaurantchef Richard David Heinen sein Team sehr sorgfältig auswählt bzw. schult. Schließlich möchte das Patio laut Website gutes Essen in entspannter Atmosphäre bieten und hierzu gehört für mich neben dem besagten guten Essen auch ein erstklassiger Service. 


Menüs im Restaurantschiff Patio in Berlin

Wobei wir natürlich nicht aufgrund des guten Services, sondern aufgrund der leckeren Gerichte in diese einzigartige Location gekommen sind: Aus zwei unterschiedlichen Menüs mit jeweils fünf verschiedenen Gängen können drei bis fünf Gerichte zu einem Preis von 46 bis 59 Euro ausgewählt werden. Bei uns fiel die Wahl unter anderem auf: Beef Tatar mit eingelegtem Blumenkohl und Focaccia; Karotte als Sud, Püree und Öl mit Sainte-Maure; Reh-Maultasche mit Spitzkohlsud und Buchweizen; Havelländer Apfelschwein mit Brokkoli-Creme, wildem Brokkoli und fermentierten Radieschen; pochierte und eingelegte Pflaume mit schwarzer Reiscreme, Pistazienkuchen und Sorbet; gekochte und eingelegte rote Bete mit Sorbet, Crunch und Frozen-Joghurt. 
Mit Blick auf beleuchtete Häuserfronten, funkelndes Wasser und die langsam untergehende Sonne probierten wir uns durch jedes dieser Gerichte und waren uns sehr schnell einig: Die vielfältigen, köstlichen, simplen und doch raffinierten sowie perfekt abgeschmeckten Kompositionen sind mehr als empfehlenswert. Was die Speisekarte bereits ankündigte, hatte sich somit bestätigt: Hier wird moderne, deutsche und aus aller Welt inspirierte Küche mit regional-saisonalen Zutaten gelebt, die vielleicht nicht unglaublich experimentell, aber ehrlich und einfach nur lecker ist. Für mich ist es daher das perfekte Restaurant für alle, die bei einem Date, einer Feier oder einem Geschäftsessen einen besonderen und allein aufgrund der Location auch einzigartigen Abend mit köstlichen Gerichten und bestem Service in Berlin verbringen möchten – egal, ob als Tourist, Zugezogener oder Einheimischer. 


PATIO Restaurantschiff
Kirchstraße/Helgoländer Ufer
10557 Berlin – Moabit

Mo-Sa 17.30 – 22.00 Uhr
So 12.00 – 22.00 Uhr

Ambiente: Modern & stilvoll
Essen: Saisonal & regional inspirierte deutsche Küche mit internationalen Einflüssen
Preis: €€€  

Samstag, 13. Juli 2019

Von Italienisch bis Nikkei Cuisine: Kulinarische Highlights im Hotel Esplanade in Bad Saarow

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Wer an unsere Hauptstadt Berlin denkt, vergisst oft, wie grün die aus allen Nähten platzende Millionenstadt eigentlich ist. Mit ca. 2.500 öffentliche Grünanlagen findet sich in fast jedem Stadtteil eine größere Parkanlage, in der Großstadtstress und -lärm schnell vergessen werden können. Aber auch außerhalb der Stadtgrenze ist Berlin mit grünen Erholungsgebieten und zahlreichen Seen mehr als gesegnet.

Bad Saarow am Scharmützelsee

Eine dieser grünen Oasen ist Bad Saarow. Ein schnuckeliges 5.000-Seelen-Örtchen, welches direkt am zweitgrößten See Brandenburgs, dem Scharmützelsee, gelegen ist. Knapp 45 Minuten mit dem Auto und man findet sich in einer völlig neuen Welt wieder: Wasser so weit das Auge reicht, gesäumt von historischen Villen, alten Baumbeständen und einer langen Strandpromenade. Eine Kombination, in die sich Theodor Fontane nicht ohne Grund schon vor vielen Jahren verliebte und die bei mir bereits nach wenigen Minuten für pures Urlaubsfeeling sorgte. Die ideale Voraussetzung also, um in dieser Idylle etwas Zeit zu verbringen und das Hotel Esplanade Resort & Spa, welches uns freundlicherweise einlud, auf Herz und Nieren zu testen!

Willkommen im 4-Sterne-Superior-Hotel Esplanade Resort & Spa für Adults only

Hier ein uriges Fachwerkhaus, dort ein modernes Bauwerk – auf den ersten Blick wirkt der 2003 erbaute Hotelkomplex wie eine verwinkelte Kleinstadt. Mehrere Gebäude – von historisch bis modern – beherbergen 191 Zimmer, vier Restaurants, vier Bars, eine Seifenmanufaktur und einen 3.500 qm großen Wellnessbereich mit so netten Angeboten wie einem Sole-Außenschwimmbecken oder einer riesigen Saunalandschaft. Klingt erst einmal nicht so schlecht, oder? Wir waren uns zumindest sehr sicher, dass es uns hier so schnell nicht langweilig werden würde!

4-Sterne-Superior-Hotel Esplanade Resort & Spa

Um in dem großen Komplex auch wirklich allen Gästen die Wünsche von den Augen lesen zu können, kümmern sich insgesamt ca. 150 Mitarbeiter um das Wohl ihrer "Schützlinge". Auch, wenn viele dieser Mitarbeiter natürlich hinter den Kulissen werkeln, merkt man an jeder Ecke, dass hier am Service nicht gespart wird. Ob in den Restaurants, beim Zimmerservice oder an der Rezeption – wir mussten eigentlich nie lange warten bis wir professionell und freundlich umsorgt wurden.

Hotelzimmer im 4-Sterne-Superior-Hotel Esplanade Resort & Spa

Neben dieser persönlichen Betreuung hat uns aber besonders gut gefallen, dass auf jedem Zimmer ein Tablet lag (Yay, Technik!), mit dessen sogenanntem Infotainmentsystem wir unter anderem die Tageszeitung lesen, die Restaurants reservieren, das Wunschkissen bestellen oder individuelle Fragen an die Rezeption stellen konnten. Somit wurde wirklich jeder unserer Wünsche schnellstmöglich erfüllt. Oft sogar bevor wir wussten, dass wir diesen Wunsch überhaupt hatten – wie bspw. die Sache mit den Kissen. Wer erwartet schon, dass hier für jeden Schlaftypen das perfekte Kissen angeboten wird? Wir nicht – nahmen es aber sehr gerne in Anspruch und schliefen somit in jeder Nacht fantastisch!

Segeln auf dem Scharmützelsee

Auch kulinarisch beeindruckte uns das direkt am See gelegene Hotel Esplanade Resort & Spa bereits vor dem ersten Bissen: In vier Restaurants wird von regionaler, bodenständiger Küche über italienischer Spitzengastronomie bis hin zu außergewöhnlicher Nikkei-Cuisine (fast) alles angeboten, was das lukullische Herz höher schlagen lässt. Wir waren dementsprechend sehr gespannt, ob die einzelnen Restaurants unsere Erwartungen erfüllen könnten – schließlich sind wir durch die innovative Restaurantlandschaft in Berlin mehr als verwöhnt und unsere Ansprüche nicht gerade niedrig!

O'Vino: Eine Reise nach Neapel 

Der erste Abend entführte uns in eine italienische Welt der Extraklasse – oder sollte ich besser sagen "verführte"? In einem Fachwerkhaus am Rand des Geländes ist das italienische Restaurant O'Vino untergebracht, welches uns bereits beim Durchlesen der Speisekarte das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ.

O'Vino - italienisches Restaurant in Bad Saarow

Oft erwartet einen in den italienischen Gastronomiebetrieben Deutschlands ja ein doch eher langweiliges und unkreatives Speisenangebot, aber im O'Vino begeisterte uns direkt die große Auswahl an typisch neapolitanischen Pizzen, hausgemachter Pasta, gerösteten Risotto-Kreationen oder die zahlreichen Antipasti-Verführungen. Die Erwartungen waren somit bereits vor der Bestellung unglaublich hoch und was soll ich sagen? Sie wurden tatsächlich übertroffen.

O'Vino - richtig gut italienisch essen in Bad Saarow

Bei bestem Wetter saßen wir also auf dieser großen Terrasse, hatten einen fantastischen Blick ins Grüne und während wir uns nett unterhielten kamen auf einmal diese kleinen Geschmackserlebnisse um die Ecke. Wow!

O'Vino: Hervorragender Italiener am Scharmützelsee

Wir probierten uns einmal quer durch die Speisekarte: Gebackene Teigtaschen mit Gorgonzola, weißes Tomatenmousse mit Avocado, Spargel und Ziegenkäse, Vitello Tonnato mit frischem Thunfisch, Pizza mit Bergkäse und Schinken und als krönenden Abschluss hausgemachtes Tiramisu. Zum Reinlegen! Es war alles so großartig, perfekt abgeschmeckt und einfach nur lecker.

Neapolitanische Pizza im O'Vino

Allein, wenn ich an diese neapolitanische Pizza denke: Das Messer fuhr mit einem lauten Krachen durch den knusprigen Boden, um dann auf einen unglaublich luftig-soften Teig zu treffen, der mit saftig-würzigen Zutaten belegt war. Verschiedene Texturen, verschiedene Aromen. Einfach fantastisch! Jetzt weiß ich auch, warum die neapolitanische Pizza als Mutter aller Pizzen bezeichnet wird.

Bestes Tiramisu im Hotel Esplanade Resort & Spaß

Ja, allein dafür hatte sich die Fahrt ans sogenannte Märkische Meer bereits gelohnt! Zumal, wenn ich bedenke, dass wir ohne nachzudenken 40 Minuten Fahrtzeit in Kauf nehmen, um in einen anderen Stadtteil Berlins zu gelangen, werden wir ab sofort auch Bad Saarow in unsere Überlegungen mit einbinden. Was tut man nicht alles für einen kleinen Urlaub in Neapel.

Silberberg und Pechhütte: In Brandenburg verwurzelt, von der Welt inspiriert

Natürlich mussten wir aber auch noch die anderen Restaurants testen! So gut der Schlaf dank Kissen und Klimaanlage auch war – ohne ein vernünftiges Frühstück wäre die gute Laune direkt wieder verpufft gewesen. Gut, dass wir im Restaurant Silberberg jeden Morgen mit einem üppigen Frühstücksbuffet begrüßt wurden.

Restaurant Silberberg im Hotel Esplanade

Das Interieur im modernen Landhausstil war zwar nicht direkt unser Fall, aber sobald der Duft von gebratenem Bacon oder Eierkuchen den Raum erfüllte, war das Ambiente sowieso vergessen. Ein Koch bereitete auf Wunsch besagte Eierkuchen, Spiegeleier oder Baconschweinereien zu. Dazu dann frisches Obst, eine Müslistation, Marmeladen, Aufstriche, Lachs, Croissants, Brötchen und zahlreiche Wurst- sowie Käsespezialitäten von regionalen Produzenten, die immer wieder nachgereicht wurden. Ja, es gibt im Silberberg eigentlich alles was man sich wünscht, um gut in den Tag zu starten. Insbesondere, da das Frühstück bis 11 Uhr angeboten wird und somit sogar wir als Langschläfer den Tag mit guter Laune beginnen konnten. Herrliches Gefühl!

Frühstück im Hotel Esplanade in Bad Saarow

An verschiedenen Abenden öffnet das Restaurant außerdem seine Pforten für Küchenpartys oder besondere kulinarische Events wie den Chef's Table, bei dem im kleinen Kreis dem Küchenchef über die Schulter geblickt und ein exklusives Dinner direkt in der Hotelküche eingenommen werden kann.

Restaurant Pechhütte im Hotel Esplanade

Etwas weniger exklusiv, aber mindestens genauso lecker geht es wiederum in der Pechhütte zu. Das Motto lautet hier: Wurscht & Bier! Deftige regionale und internationale Gaumenfreuden wie kreative Burgerkreationen, märkische Wurstgerichte, Wiener Schnitzelträume, BBQ Schaschlik Spieße oder klassische Broiler treffen hier – wie es der Name bereits vermuten lässt – auf ein großes und stets gut gekühltes Craftbiersortiment aus der Region. Wer also auf Fleisch und Bier steht, wird hier definitiv sehr, sehr glücklich werden.

Pechhütte mit Blick auf das O'Vino

SeeBadSaarow: Innovative Nikkei Cuisine mit dem Besten aus Japan und Peru

Wir entschieden uns aber – nachdem wir den Tag mit einer Bootsrundfahrt auf den Weiten des Sees und einem kleinen Spaziergang durch das kleine Örtchen Bad Saarow verbracht hatten – das im April 2019 eröffnete SeeBadSaarow zu testen. Allein das strahlend weiße Gebäude mit der Traumlage am 3.000 qm großen Strand sorgte direkt für Urlaubsfeeling. Sonne, Wasser und Palmen? Wir kommen!

Restaurant SeeBadSaarow im Hotel Esplanade

Gestern noch in Italien, lagen wir also einen Tag später ein einem Sandstrand wie am Meer. Ich glaube, es hätte schlechter laufen können. Und was darf aus Sicht eines Foodies an keinem Strand fehlen? Richtig, ein Imbiss! Im Strandpavillon Nobelscharf gibt es aber nicht einfach nur die Klassiker wie Pommes Rot-Weiß oder Currywurst, sondern wahlweise auch getrüffelte Pommes mit Parmesanflocken oder eine Handvoll Scampis mit Chili und hausgemachter Knoblauchsauce. Dazu wahlweise die Coke oder auch ein Gläschen Champagner. Cheers!

Nobelscharf: Exklusiver Imbiss am Strand von Bad Saarow

Strand, Wasser und Champus sind ja schön und gut, aber das eigentliche Highlight kam dann erst noch: Das bereits erwähnte SeeBadSaarow lockte uns auf seine Terrasse mit Blick über die Weiten des Scharmützelsees. Während ich das Essen bei O'Vino als gehobenes Soulfood bezeichnen würde, überrascht einen das SeeBadSaarow mit außergewöhnlichen Geschmackskompositionen, die voller Aromen strotzen und einen kulinarisch um die halbe Welt schicken. Klingt vielleicht etwas zu poetisch und überzogen, bringt es aber schlicht und einfach auf den Punkt.

Team des SeeBadSaarow im Hotel Esplanade

Nikkei Cuisine am Scharmützelsee

Das Zauberwort lautet dabei: Nikkei Cuisine. Eine Küche, bei der vermeintliche Gegensätze aus Fernost und Fernwest bzw. Japan und Peru aufeinander prallen und sich harmonisch in einzelnen Gerichten vereinen. Pimientos treffen auf Sojabohnenpaste, Schweinebauch trifft auf asiatische Gewürze und Churros treffen auf Mangosorbet. Klingt verrückt, schmeckt aber wie die beste Idee der Welt.

Hervorragendes Sushi im SeeBadSaarow

Hach, ich liebe es so sehr geschmacklich überrascht zu werden und dies ist dem Team des SeeBadSaarows in jeglicher Hinsicht gelungen. Neben dem bereits erwähnten Schweinebauch hätten wir uns auch in das Wagyu Filet mit Ananas oder die verschiedenen Sushikreationen hineinlegen können. So gut!

Spezialitäten der Nikkei Cuisine im SeeBadSaarow

Nikkei Cuisine: Schweinebauch mit asiatischen Gewürzen

Wenn dabei dann auch noch ganz langsam die Sonne im funkelnden und leise plätschernden Scharmützelsee untergeht, möchte man sagen: Zwick mich bitte einmal, ich glaube ich bin in einem nicht enden wollenden Kitschtraum gefangen! Aber nein, so schön kann manchmal eben auch die Realität sein!

Kulinarische Vielfalt, die überzeugt

Ja, ich gebe zu, als ich das Hotel zum ersten Mal gesehen habe, habe ich nicht solch ein vielfältiges und kreatives Angebot an gastronomischen Highlights erwartet. Obwohl man dem Hotel vielleicht an manchen Ecken sein Alter ansieht, wird dies mit laufenden Renovierungsarbeiten und kreativen sowie innovativen Konzepten wieder wettgemacht. Ein Tag in Italien, ein Tag in Brandenburg und dann noch ein Tag in Japan und Peru – wer hätte gedacht, dass wir an nur einem Wochenende kulinarisch gesehen eine kleine Weltreise machen würden?

Kulinarische Highlights im Hotel Esplanade in Bad Saarow

Jede Pizzeria in Berlin muss sich ab sofort warm anziehen, denn wir werden jedes der Gerichte mit den Pizzen aus dem O'Vino vergleichen! Und in jeder Sushibar Berlins werden wir uns ab sofort auf die Suche nach südamerikanischen Zutaten machen, um das Essen aufzupimpen.
Wir waren aber nicht nur vom Essen positiv überrascht, auch in das grüne Bad Saarow mit seinem großen Scharmützelsee und dem weitläufigem Sandstrand haben wir uns verliebt. Warum? Weil wir den Großstadtstress von der ersten Sekunde an komplett hinter uns lassen konnten.

Scharmützelsee

Egal ob Kulinarik, Wellness oder Natur, das Esplanade ist für uns in vielerlei Hinsicht der perfekte Ort zum Wohlfühlen und Verwöhnen lassen. Wie gut, dass diese kleine Oase von uns nur eine gute halbe Stunde mit dem Auto entfernt liegt. In diesem Sinne: Bis bald, liebes Hotel Esplanade Resort & Spa, wir sehen uns in Italien, Brandenburg, Peru oder auch Japan!

Abendsonne am Strandbad in Bad Saarow

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieses Hotelwochenende vom "Hotel Esplanade Resort & Spa" organisiert und unterstützt wurde. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Dienstag, 30. April 2019

Restaurantquickie: Bieberbau in Wilmersdorf

Jedes Jahr habe ich anlässlich meines Geburtstags einen ganz simplen Wunsch: Ich wünsche mir ein kulinarisches Abenteuer, eine lukullische Neuentdeckung, ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis. Es ist der Wunsch Gerichte eines Restaurants zu erleben, die mich inspirieren, die mich überraschen und die mich rundum glücklich machen. Natürlich kann dies unter Umständen auch ein Döner schaffen, aber zu meinem Geburtstag darf es dann doch etwas außergewöhnlicher sein.
Im letzten Jahr statteten wir dazu dem vielfach prämierten Sternerestaurant einsunternull einen Besuch ab und trafen auf eine sehr experimentelle Küche, die uns nachhaltig beeindruckte aber auch etwas überforderte. Einige der Gerichte wie beispielsweise eine Art Gelee mit Heide, Wachholder und Buchweizen oder ein Wassereis aus fermentierter Walnuss waren uns dann schlicht etwas zu experimentell, die Texturen zu eindimensional, der Geschmack zu puristisch. Wir verließen das Restaurant mit gemischten Gefühlen.
Sternerestaurant Bieberbau in Wilmersdorf

Dieses Jahr fiel die Wahl daher auf ein deutlich klassischeres Restaurant: Das Bieberbau in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Zwar ebenfalls ein Sternerestaurant, aber mit völlig anderem Konzept als das einsunternull. Hier steht in meinen Augen nicht die Experimentierfreude im Fokus, sondern der einzigartige Geschmack. Für diesen sorgen nicht zuletzt die zahlreichen Kräuter aus dem 1000 qm großen Gewürzgarten und auch bei den restlichen Zutaten kommen ausschließlich Produkte in erstklassiger Qualität auf den Teller. Im Zusammenspiel entstehen so saisonale Gaumenfreuden, die einfach glücklich machen. Genau das was ich also gesucht hatte!
Verantwortlich für dieses perfekt komponierte Soulfood ist Stephan Garkisch, der das Restaurant samt Küche seit 2003 leitet. Im Angebot hat er drei saisonal angepasste Menüs, wobei diese auch miteinander kombiniert werden können, um das für jeden perfekte 3 bis 5-Gang-Menü zu kreieren. Und bei einem Preis von ca. 45 bis 70 Euro inklusive mehrere "Grüße aus der Küche" kann man eigentlich nur eines sagen: Ziemlich fair!
Sternerestaurant Bieberbau in Wilmersdorf

Wir wählten unter anderem ausgezeichnetes Pastrami mit Gurke, Zwiebel & Friséesalat; cremige Blumenkohlsuppe mit Kichererbsen & Salzorange; butterzartes Salzwiesenlamm mit Aubergine & Zucchini; aromatischen Ziegenkäse mit Feldsalat & roter Beete und süßen Cheesecake mit erfrischendem Eis aus Sonnenblumenkernen & Granatapfel. Vielleicht könnt ihr es bereits herauslesen, hier wird das Rad nicht unbedingt neu erfunden, aber das harmonisch aufeinander abgestimmte Verhältnis aus Aromen und Texturen zauberte umgehend ein Lächeln in unsere Mägen. Dieses Mal wurden unsere Erwartungen somit voll erfüllt. Dazu noch ein passender Wein und der Abend war vollkommen.
Sternerestaurant Bieberbau in Wilmersdorf

Aber auch das historische und phantasievolle Ambiente sorgte für außergewöhnliche Eindrücke und Entdeckungen. Denn solche Arbeiten sieht man nun wirklich nicht jeden Tag. Das detailreiche Dekor mit Tierszenen oder Fabelwesen wurde um 1894 unter Leitung von Bildhauer Stuckateurmeister Richard Bieber gestaltet – womit auch der ungewöhnliche Name des Restaurants geklärt wäre – und steht mittlerweile unter Denkmalschutz.
Sternerestaurant Bieberbau in Wilmersdorf

Ja, das Bieberbau ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiges Schmuckstück innerhalb der gastronomischen Landschaft Berlins. Wir kommen definitiv wieder!


Restaurant Bieberbau
Durlacher Straße 15
10715 Berlin – Wilmersdorf

Mo-Fr 18.00 – 24.00 Uhr
www.bieberbau-berlin.de

Ambiente: Historisch, klassisch & gemütlich
Essen: Saisonales & raffiniertes Soulfood mit besonderer Note
Preis: €€€  

Donnerstag, 31. Januar 2019

Immer wieder: Schlemmen in Edinburgh

Auch, wenn dies erst meiner zweiter Besuch dieser mystischen Stadt war, hat es mich wieder einmal erwischt. Ja, man könnte sagen, dass ich etwas verliebt bin. Verliebt in Edinburgh. Verliebt in die historischen Gemäuer, verliebt in die wilden Landschaften und verliebt in die magische Atmosphäre. Ich könnte dort jeden Tag einfach nur durch die kleinen Gassen oder großen Prachtstraßen schlendern und der Phantasie freien Lauf lassen. Schließlich versteckt sich hinter jeder Häuserecke eine Welt wie aus einem spannenden Roman: Dort das magische Harry-Potter-Universum, hier die romantische Mittelalter-Novelle und da die wilde Highland-Saga. Überall werden Geschichten wie von selbst zum Leben erweckt. Es ist eine Stadt in der Träume entstehen und gleichzeitig wahr werden.

Edinburgh im Winter

Bei meinem letzten Besuch strahlte die Sonne quasi rund um die Uhr vom Himmel, es war kuschelig warm und ich konnte jeden Tag problemlos zum T-Shirt greifen. Im Winter sieht das schon anders aus. Da stehen eher Kuschelsocken, Wintermantel und Handschuhe auf dem Programm. Hinzu kommt, dass Edinburgh – wie beinahe alle Städte auf dieser Welt – bei Sonnenschein deutlich hübscher aussieht als bei nasskaltem Schmuddelwetter. Es gibt aber einen riesigen Vorteil, der ganz klar für einen Besuch der schottischen Hauptstadt in den Wintermonaten spricht: In allen Straßen, Shops oder Sehenswürdigkeiten kann man sich frei und unbeschwert bewegen ohne alle paar Meter angerempelt zu werden, denn die Touristenquote ist in der kalten Jahreszeit sehr, sehr niedrig. Auch in den Restaurants und Cafés ist die Chance einen freien Platz auch ohne Reservierung zu bekommen ziemlich hoch. Minusgrade und ein paar Tropfen Regen? Sind da doch direkt vergessen! Falls es dann doch einmal zu nass oder kalt sein sollte, empfehle ich einen Besuch in einem der zahlreichen Museen. Wunderschön, spannend und obendrein kostenlos!

Royal Museum of Edinburgh

Wie bereits bei meinem ersten Besuch drehte sich aber auch dieses Mal nicht alles nur um Kultur, Natur und Mystik, sondern auch ums Essen, Schlemmen und Naschen. Verwundert hier niemanden, oder? Es ging also wieder einmal quer durch die Stadt, quer durch die Restaurantvielfalt und quer durch die schottische Küche. Dabei habe ich nicht nur meine Leidenschaft für buttriges Millionaire's Shortbread wieder entdeckt, sondern auch drei neue kulinarische Highlights kennengelernt, die sechs Restauranttipps aus meinem letzten Beitrag perfekt ergänzen:


1. The Pantry

Guten Morgen Schottland, guten Morgen Edinburgh, guten Morgen Haggis, Baked Beans und Black Pudding! Für wen ein typisch schottisches Frühstück fester Bestandteil jeder Schottlandreise ist, der sollte unbedingt einmal bei "The Pantry" vorbeischauen.

The Pantry Edinburgh - bestes Frühstück der Stadt

Aber auch, falls ihr dem typischen Frühstück aus Schottland mit gefülltem Schafsmagen und warmer Blutwurst nichts abgewinnen könnt, solltet ihr hier zum Frühstücken einkehren. Kreationen wie Egg Benedict mit Rippchen, Breakfast Brûlée, Porridge mit Erdnussbutter oder Waffeln mit Bacon sprechen für sich und müssen einfach probiert werden! Hinzu kommt, dass jedes Gericht auch optisch ein Highlight ist. Erstaunlich was liebevolles Anrichten und ein bisschen Grünzeug ausmachen! Dazu ein richtig guter Kaffee und das Glück ist vollkommen. Auch das Interieur passt zum Essen: Jung, kreativ und doch sehr bodenständig. Für mehr Impressionen, klickt euch einfach durch die Website – aber Vorsicht, es besteht akute Gefahr für lautes Magenknurren!

The Pantry, 1 North West Circus Place, Edinburgh EH3 6ST
Mo-So: 09:00 bis 17:00 Uhr

Edinburgh im Januar


2. The Grand Cafe

Nicht nur ein deftiges Frühstück ist für mich Pflicht bei jedem Besuch von Great Britain – auch der klassische Afternoon Tea muss zwingend zelebriert werden! In Edinburgh gibt es zahlreiche Lokalitäten, um sich bei einer Tasse Tee über die neuesten News aus dem britische Königshaus auszutauschen, besonders gut hat es mir aber hier gefallen: Im "The Grand Cafe" von Edinburgh!

The Grand Cafe - bester Afternoon Tea in Edinburgh

Große Marmorsäulen, imposante Kronleuchter und holzvertäfelte Wände und schon fühlt man sich wie in einer Szenerie aus Downtown Abbey, wobei in den Räumlichkeiten ursprünglich eigentlich die Anzeigenabteilung der schottischen Tageszeitung The Scotsman ihren Sitz hatte. So oder so ist es die perfekte Kulisse, um bei einem Kännchen Earl Grey frisch gebackene Scones, belegte Sandwiches, Tartelettes mit Waldpilzen, süßsaure Himbeer-Törtchen oder cremige Joghurtmousse zu genießen. Dazu etwas Live-Klaviermusik sowie superfreundliches Personal und der Nachmittagstee wird zur perfekten Auszeit. Im Januar war es allerdings auch angenehm leer, das ist im Sommer vermutlich eher eine Seltenheit – aber lecker und eine klare Empfehlung wird es wohl immer sein! 

The Grand Cafe, 20 North Bridge, Edinburgh, EH1 1TR
Mo-Do: 10:00 bis 23:00 Uhr
Fr: 10:00 bis 13:00 Uhr
Sa: 9:00 bis 13:00 Uhr
So: 9:00 bis 11:00 Uhr
www.grandcafeedinburgh.co.uk

Edinburgh in der Nacht

3. The Fishmarket

Nach einem Scottish Breakfast und einem Afternoon Tea fehlt eigentlich nur noch das geheime Nationalgericht der Briten: Fish 'n' Chips! Das muss einfach sein! Die besten Fish and Chips meines Lebens habe ich bei "The Fishmarket" gegessen. So simpel und doch so lecker. Direkt am Hafen gelegen, bekommt ihr dank der salzigen Meeresluft in der Nase bei jedem Schritt Richtung Restaurant mehr Lust auf den frischen Fisch.

The Fishmarket - beste Fish and Chips in Edinburgh

Angekommen im Fishmarket habt ihr erst einmal die Qual der Wahl: Verschiedene Fischsorten, verschiedene Panaden und verschiedene Saucen stehen zur Auswahl. Ihr könnt natürlich auch statt zum Fisch zur Muschel greifen und euch eine Ladung Austern bestellen. Oder doch etwas Hummer? Take Away oder direkt im Restaurant? Hier ist eigentlich alles möglich! Eines ist auf jeden Fall sicher: Hier werden alle Fischfans glücklich! Wie auch die Fish and Chips, ist auch die Inneneinrichtung puristisch und simpel, aber auf den Punkt gestaltet: Modern, hipp und irgendwie gemütlich. Essen gut, Einrichtung gut, alles gut! Klare Empfehlung!

The Fishmarket (Newhaven), 23A Pier Pl, Edinburgh EH6 4LP
Mo-So: 9:00 bis 22:00 Uhr


Scottish Breakfast, Afternoon Tea und Fish 'n' Chips – was will man mehr? Vielleicht Burger, Marshmallow Milkshake oder frittierte Marsriegel? Dann klickt euch fix rüber zu meinem letzten Edinburgh Beitrag, notiert euch alle Adressen und bucht direkt einen Flug nach Edinburgh, denn die Stadt ist zu jeder Jahreszeit ein Traum: Optisch, kulturell und kulinarisch!

Bis bald, du schöne Stadt!

Sonntag, 13. August 2017

Drei norwegische Restaurantquickies rund um Bergen

Egal, ob Karibik, Mittelmeer oder Nordsee: Wo es Meer gibt, gibt es auch Fisch. Und wo es Fisch gibt, gibt es natürlich auch Fischrestaurants. Was wäre ein Aufenthalt am Meer aber auch ohne ein leckeres Fischessen? Zumindest muss ich immer – sobald ich das Meer rieche – zur nächsten Fischbude rennen. Selbst in Hamburg ist dies ein festes Ritual. Regelmäßig werde ich beim Anblick der grandiosen Fisch- und Krabbenbrötchen-Auslage schwach. 
Hinzu kommt dann ja noch, dass Fisch nicht nur lecker, sondern auch gesund ist. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das Jod sorgt für eine perfekt funktionierende Schilddrüse und das Vitamin D stärkt das Immunsystem. Schlemmen ohne schlechtes Gewissen also! Naja, das schlechte Gewissen habe ich in Bezug auf Essen zwar eh nie, aber bei Fisch muss man es eben wirklich nicht haben! Yay!

Restaurantkritiken für das malerisch gelegene Bergen

Kein Wunder also, dass Menschen, die am Meer wohnen, mehr als nur einmal in der Woche Fisch essen. Die Norweger zum Beispiel lieben ihren Lachs – ich berichtete euch neulich ja bereits davon. Am Abend kommt das Smørrebrød mit geräuchertem Lachs auf den Tisch, im Sommer der Lachs vom Grill und zum Weihnachtsfest der gebeizte Lachs. Ja, Norweger bekommen von ihrem Lachs einfach nicht genug und darum gibt es auch in Norwegen das ein oder andere Fischrestaurant.

Immer auf der Suche nach Restaurantempfehlungen: Foodblogger on Tour

Während der kleinen Bloggerreise zum norwegischen Lachs nach Bergen durfte ich drei unglaublich fantastische und exklusive Restaurants kennenlernen, die ich euch unbedingt vorstellen möchte. Wer weiß, vielleicht steht bei euch ja sogar demnächst eine Reise nach Norwegen an? Wenn ja, dann nehmt mich bitte mit!  


1. Bekkjarvik Gjestgiveri

Wenn ich eines in Norwegen gelernt habe, dann, dass man ohne Boot nicht weit kommt. Auch der Weg zum Restaurant und Hotel Bekkjarvik Gjestgiveri führt über das Wasser. Idyllisch in einer kleinen Bucht und nur wenige Minuten vom Strand entfernt liegt das historische Restaurant der Zwillinge Arnt & Ørjan Johannessen.

Restaurant und Hotel Bekkjarvik Gjestgiveri

Vielleicht sagen euch die Namen ja sogar etwas? Die beiden Brüder wurden bereits für ihre Küchenkunst ausgezeichnet: Während Arnt 2014 als “Kitchen Manager of the Year” in Norwegen geehrt wurde, bekam sein Bruder Ørjan die international anerkannte Goldmedaille des Bocuse d`Or 2015.
Hier könnt ihr euch also auf Essen der Spitzenklasse freuen – natürlich im entsprechenden Ambiente. Egal, ob direkt am Wasser mit frischer Seeluft in der Nase oder an den klassisch eingedeckten weißen Tischen im Innenbereich. Geschmacksache ist hier allerdings die Wandgestaltung, denn ganz offenbar sind die beiden Köche so stolz auf ihre Auszeichnungen, dass sie diese an jeder Wand präsentieren müssen. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Grandioses Essen im Bekkjarvik Gjestgiveri

Was man allerdings mögen muss, ist das hervorragende Essen. Einen Großteil der Zutaten bezieht die Küchencrew direkt aus der Region. Dazu gehört ebenso der frische Fische aus dem Meer vor der Haustür wie auch die Pilze aus den Mooren sowie Wäldern der Umgebung.
Daraus konnte ja einfach nur ein fantastisches Menü entstehen: Kaisergranat mit Champignon, Lachs auf Gerstenrisotto und ein kühles Erdbeer-Rhabarber-Süppchen. Begeisterung pur!

Bekkjarvik Gjestgiveri
Rv546 110
5397 Bekkjarvik, Norwegen

Ambiente: Gehoben, elegant, klassisch
Essen: Regionale Spezialitäten 
Preis: €€€


2. Seafood Restaurant Cornelius

Etwas ganz besonderes ist das Restaurant Cornelius. Eingebettet am Ufer der winzigen Insel Holmen in Bjorøy, liegt es inmitten eines kleinen Paradieses.

Seafood Restaurant Cornelius

Damit die Gäste überhaupt zum Restaurant kommen können, gibt es einen eigenen Transferservice. Man gönnt sich ja sonst nichts! Zweimal am Tag legt ein Boot in Bergen an, um die Gäste abzuholen – mittags um 11:30 Uhr und abends um 18 Uhr. Mit Highspeed fliegt der Hochgeschwindigkeitskatamaran über das Wasser und ca. 20 Minuten und diverse Drinks später taucht das Cornelius Restaurant am Horizont auf. Natürlich bringt einen das Boot auch wieder zurück. Ebenfalls zu festen Zeiten. Es ist daher ratsam sich etwas Zeit zu nehmen und sich einem mehrgängigen Menü zu widmen.

Frisch zubereitetes Seafood

Wahlweise kann auch eine kleine Geschichtsstunde mit Besitzer Alf Roald Sætre hinzu gebucht werden – darin erfahrt ihr alles rund um die Gründung des Restaurants inklusive einiger Frauengeschichten und zahlreicher Anekdoten. Zusammen mit Odd-Einar Tufteland kam der sympathische Cowboy der Meere auf die Idee auf dieser winzigen Insel ein Meeresfrüchte-Restaurant zu gründen. Mittlerweile gilt das Restaurant als eines der besten Fischrestaurants Norwegens. Beim Anblick der zahlreichen Wasserbecken, in denen bunte Fische und Meerestiere schwimmen oder krabbeln, wundert mich das nicht. Frischer geht eben nicht. Alf Roald Sætre wird übrigens auch Muschelmann genannt, denn viele der Meeresfrüchte fängt er nach wie vor selbst. Das ist Qualität, die überzeugt.

Malerisch: Essen direkt am Meer in Norwegen

Aber egal, woher die Zutaten kommen, das Essen schmeckt einfach nur fantastisch! Die Jungs in der Küche verstehen etwas von ihrem Fach. Ohne viel Schnickschnack kommt hier der pure Fischgeschmack auf den Teller. Grandios!
Ah, natürlich bekommt ihr hier auch den passenden Tropfen zu eurem Fisch: In der Mitte des Restaurants befindet sich ein gigantischer Weinkeller, der direkt in den Stein der Insel gehauen wurde. Ein Paradies für alle Weinliebhaber!
Bootstour, Geschichtsstunde, 5-Gang-Menü und atemberaubender Sonnenuntergang am Wasser für ca. 140 € – klingt fair, oder?

Cornelius Seafood Restaurant
Katlavika 14
5177 Bjørøyhamn, Norwegen

Ambiente: Gemütlich, locker, modern
Essen: Frischester Fisch 
Preis: €€€


3. Restaurant Lysverket

Das Lysverket war für mich persönlich das größte kulinarische Highlight der kleinen Norwegen-Reise. Seit 2013 werden im Herzen des wunderschönen Städtchens Bergen sogenannte "Neo-Fjordic-Gerichte" unter Leitung von Chefkoch Christopher Haatuft serviert – also sozusagen kreativ und modern zubereitetes Seafood.

Restaurant Lysverket im Herzen von Bergen

Beheimatet im Kunstmuseum KODE 4, würden viele sowohl die Küche als auch das Ambiente eher in Kopenhagen als in Bergen vermuten. Rot beleuchtetes Industrial-Chic trifft hier auf gemütliche Holzvertäfelung sowie zurückhaltendes, skandinavisches Design und kreative, junge Küche trifft auf traditionelle, regionale Norwegian-Cuisine. Ja, das Lysverket ist wirklich ein Juwel der nordischen Küche!

Geschmacksfeuerwerk im Restaurant Lysverket

Egal, ob Mittagessen, Abendessen oder ein Snack an der Bar – ich glaube, aus diesem Restaurant geht jeder glücklich und zufrieden. Wir zumindest waren es. Sogar mehr als das!
Naja, kein Wunder, denn Chefkoch Haatuft kredenzte uns mit viel Humor ein wahres Geschmacksfeuerwerk: Gefüllte Miniwraps, knusprige Kräcker mit einer Heilbutt-Creme, Pumpernickel mit Makrelenbutter, Kabeljau-Süppchen mit Lauchöl, frittierte Austern mit eingelegten Gurken, zarte Jakobsmuscheln mit Shitake-Pilzen, Hering mit Artischocken-Chips, perfekt angebratenes Lengfischfilet mit Rahm-Kohl und als krönenden Abschluss ein erfrischendes sowie göttliches Safran-Buttermilch-Eis mit einem Hauch Karamell.

Chefkoch Christopher Haatuft und seine Crew in seinem Restaurant in Bergen

Hach, sowohl optisch als auch geschmacklich einfach nur genial – und das für ca. 110 €. Eine ganz klare Empfehlung!

Lysverket
Rasmus Meyers allé 9
5015 Bergen, Norwegen

Ambiente: Gehoben, urban, stilvoll
Essen: Moderne, kreative Küche mit Sterne-Niveau
Preis: €€€


Bilder: Björn Valentin von Herzfutter // Marius Fiskum von Fisch aus Norwegen

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