Sonntag, 28. Oktober 2018

Saftiger Erdnusskuchen – ratzfatz und mit Schuss

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Saftiger Erdnusskuchen mit Schuss

Es ist Sonntag. Ihr habt ausgeschlafen, spät gefrühstückt und tragt auch um 12 Uhr noch euren Pyjama. Gemütlich liegt ihr auf dem Sofa und seid eurer Lieblingsserie verfallen. Stunde um Stunde vergeht. Irgendwann passiert aber das, was immer irgendwann passiert: Euer Magen fängt an zu knurren. Jetzt ein Stück Kuchen, das wär's! Kennt ihr? Also mir geht es eigentlich fast jeden Sonntag so. Zum Glück kenne ich mich ziemlich gut und habe darum immer Kuchen im Gefrierschrank. Quasi mein Notfallkuchenlager. Was aber tun, wenn kein Kuchenlager in der Nähe ist? Tja, da hilft leider nur eins! Popo vom Sofa und rein in die Backstube. Es muss ja nicht gleich die dreistöckige Cremetorte mit Marzipandecke sein. Ein saftiger Nusskuchen mit ganz viel Schokolade wie bei Oma tut es doch auch, oder? Naja, nicht ganz so wie bei Oma, denn wie könnte es anders sein – natürlich kommen in meinen Nusskuchen köstliche Erdnüsse! Wer braucht schon Mandeln oder Haselnüsse, wenn er beste Erdnüsse haben kann? Außerdem habe ich als selbst ernannter Erdnussbotschafter (aka Erdnusssüchtiger) immer reichlich Nüsse aus der Erde im Haus. Die anderen Zutaten wie Eier, Butter, Zucker, Milch, Schokolade und Sahne finden sich bestimmt auch noch in einer Ecke und der saftige Nusskuchen steht ratzfatz auf dem Tisch.

Nusskuchen mit Erdnüssen von ültje

Okay, um ehrlich zu sein, ist es eigentlich unmöglich einen Nusskuchen mit Erdnüssen zu backen. Warum? Weil Erdnüsse im Grunde gar keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte sind. Entsprechend ihrem Namen wachsen sie auch nicht an Bäumen oder Sträuchern, sondern verstecken sich unter der Erde. Nach der Bestäubung neigen sich die Stängel des 50 bis 80 cm hohen Erdnusskrautes nämlich nach unten und graben sich dann schwuppdiwupp in die Erde ein. Verrückt, oder? Richtig wohl fühlt sich die Erdnusspflanze übrigens in tropischen und subtropischen Gegenden wie Südamerika, Afrika oder den USA. Ja, Erdnüsse sind zwar Kellerkinder, mögen es aber trotzdem schön warm. 130 Tage lang saugen sie die Sonne in sich auf und bekommen dadurch ihren grandiosen Geschmack. Ein bisschen wie bei der Erbse kuscheln sich dann jeweils zwei bis drei leckere Erdnusskerne in die Schoten bzw. Schalen. Sobald sie reif sind, öffnen sich die Schalen aber nicht wie bei anderen Hülsenfrüchten, sondern bleiben wie bei Nüssen komplett geschlossen. Wenn sich die Blätter der Erdnusspflanze dann langsam gelb verfärben, sind die Erdnüsse reif und die Pflänzchen können komplett ausgegraben, getrocknet und die Erdnüsse anschließend weiterverarbeitet werden. Denn erst durch das Rösten, sind die kleinen Nüsse wirklich genießbar und entwickeln das typische Erdnussaroma (funktioniert übrigens auch im heimischen Ofen). Anschließend werden sie dann bei ültje – je nach Sorte – noch pikant gewürzt, mit Honig oder Salz verfeinert und durch Röstung in Öl oder Backen im Ofen veredelt. Mmh, köstlich! Oder sie werden zu Erdnusscreme verarbeitet – damit klappt es dann auch mit dem Peanutbutter Sandwich, den gegrillten Saté-Spießen oder dem berühmten Nachbarn.

Nusskuchen mit Sahnecreme

Nach diesem kleinen Exkurs aber ganz schnell wieder zurück zu unserem entspannten Sonntag, denn wir wollen schließlich endlich leckeren Kuchen essen! Ob nun Nuss oder Hülsenfrucht, ist am Ende ja auch völlig egal. Wichtig ist doch nur, dass der Kuchen schmeckt! Und darauf könnt ihr euch verlassen. Das Geniale an diesem köstlichen Nusskuchen ist außerdem, dass er auch noch ganz einfach abgewandelt werden kann: Ihr mögt Rum oder Whiskey lieber als Eierlikör? Kein Problem! Ihr wollt keinen Alkohol in eurem Kuchen? Dann könnt ihr auch einfach etwas flüssige Sahne oder Orangensaft über den Kuchen tröpfeln. Wichtig ist nur, dass ihr dem Küchlein nach dem Backen einen kleinen Drink anbietet, denn dieser "Schuss" macht ihn so richtig saftig. Wer es schokoladig mag, kann den Kuchen auch noch mit einer knackigen Schokoschicht überziehen. Richtig lecker wird er aber erst durch einen ordentlichen Klecks Sahne, Erdnussmus oder Buttercreme! Wer Zeit hat, dekoriert den Kuchen mit der Creme seiner Wahl und wer keine Zeit hat, stellt die aufgeschlagene Creme einfach in einer großen Schüssel auf den Tisch. Dann kann sich jeder so viel nehmen wie er mag. So kenne ich es auch von Omas Kaffeetafel! Ohne Schnick, ohne Schnack, aber mit ordentlich Geschmack! Habt einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Nachbacken.

Saftiger Erdnusskuchen mit Eierlikör


Saftiger Erdnusskuchen mit Schuss 


Zutaten

5 Eier
1 Prise Salz
200 g Butter (zimmerwarm)
250 g Zucker
100 ml Vollmilch
300 g geröstete Erdnüsse von ültje (ungesalzen)
250 g + 50 g Zartbitterschokolade
200 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
3 EL Eierlikör
300 ml Schlagsahne

Zubereitung

Zuerst die 5 Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Butter zusammen mit den Eigelb ca. 3 Minuten lang schaumig aufschlagen. Den Zucker und die Milch nach und nach hinzugeben und unterschlagen. Nun die Erdnüsse sehr fein hacken – am besten geht dies mit einem Mixer, aber mit einem Messer funktioniert es ebenfalls. Inzwischen den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Die 250 g Schokolade grob hacken. Nüsse und Schokolade zusammen mit Mehl und Backpulver unter die Masse rühren und zum Schluss das geschlagene Eiweiß unterheben. Alles nur so lange miteinander verrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. In die gebutterte und gemehlte Springform (oder Kastenform) füllen und im Backofen 60-70 Minuten lang goldbraun backen. Nach der Hälfte der Zeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, da er sehr schnell sehr braun wird.
Sobald kein Teig mehr an einem Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel kleine Löcher in den Kuchen stechen und den Eierlikör (oder z.B. Rum) über den Kuchen tröpfeln.
Nun die Schlagsahne steif schlagen und mit Hilfe eines Spritzbeutels die Sahne auf dem Kuchen verteilen. Zum Schluss die Schokolade raspeln und damit den Kuchen dekorieren.
Dann aber ganz schnell wieder auf die Couch – mit Kuchen und der Lieblingsserie. Guten Appetit!

Schneller und saftiger Erdnusskuchen

Easy peasy Erdnusskuchen

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "ültje GmbH" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Donnerstag, 13. September 2018

Asiatischer Burger mit dreifacher Erdnusspower

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Egal, ob geröstet, gebacken oder als Butter – ich glaube, mittlerweile weiß jeder, dass ich die Erdnuss in jeglicher Form vergöttere. Zum Frühstück kommt bei mir Erdnussbutter zusammen mit der Schokocreme aufs Brötchen, zum Mittag purzeln gebackene Wasabi-Erdnüsse auf den Salat, am Nachmittag perfektioniert die Erdnusscreme den Schokokuchen und am Abend mischen sich geröstete Erdnüsse unter das Curry. Hach, ich bin einfach so verliebt in diese kleine Nuss!

Asiatischer Burger mit dreifacher Erdnusspower: Erdnussbun mit Erdnusshähnchen und Erdnusssauce

Aus diesem Grund musste ich auch gar nicht lange überlegen, als mich ültje fragte, ob ich Lust auf eine knackige Kooperation rund um die leckere Nuss aus der Erde hätte. Natürlich habe ich das! Schließlich bin ich schon lange so etwas wie der ehrenamtliche Botschafter seiner Majestät, der Erdnuss. Jedes Jahr fallen mir neue Rezepte ein, um die knackige Ultra-Nuss zu ehren und jeder meiner Freunde kam auch schon einmal in den Genuss einer meiner zahlreichen Erdnusskreationen. Spätestens nach dem ersten Bissen meines Erdnusskuchens schließen sich die Augen ganz automatisch, die Mundwinkel ziehen sich nach oben und ich habe im Handumdrehen jeden auf die Seite der kleinen Köstlichkeit gezogen. Ja, ich bin ein ziemlich guter Botschafter. Okay, es sei denn, jemand reagiert im wahrsten Sinne allergisch auf meine Königin der Nüsse. Da hilft dann auch keine noch so gute Überzeugungsarbeit und ich gebe mich geschlagen.
Warum ich aber überhaupt so vernarrt in diese Nuss bin? Gute Frage! Vermutlich, weil sie so genial schmeckt! Vielleicht aber auch, weil sie mich und meinen Körper mit ihren vielen Nährstoffen rundum glücklich macht:

  • Der hohe Anteil an Magnesium in der Erdnuss hilft dabei, die Leistungsfähigkeit meiner Nerven und meines Gehirns zu steigern,
  • das Zink in der Nuss ist unentbehrlich bei der Herstellung des Botenstoffes Serotonin, der für Gefühle wie Gelassenheit, Zufriedenheit und innere Ruhe verantwortlich ist,
  • das Niacin unterstützt wiederum meine Haut dabei schön elastisch zu bleiben
  • und das enthaltene Eiweiß kann als Hauptbestandteil von Muskeln auch nicht schaden! Tschaka!

Kein Wunder also, dass es in Amerika sogar einen richtigen Nationaltag zu Ehren der coolen Powernuss gibt. Nämlich genau heute: Am 13. September wird in den USA die Peanut ganz groß gefeiert. Aus gutem Grund, denn Amerikaner verehren sie so sehr wie ich. Im Garten des Weißen Hauses wachsen schon immer Erdnüsse und in vielen Staaten werden sie großflächig angebaut und gefuttert. Im Durchschnitt essen amerikanische Schüler 1.500 Erdnussbutter-Pausenbrote und insgesamt naschen die Amerikaner so viel Peanut Butter, dass man damit die kompletten Rocky Mountains einstreichen könnte. Aber auch in vielen beliebten Keks-, Eiscreme- oder Schokosorten ist die Erdnuss ein nicht zu ersetzender Bestandteil. Nicht selten wird sie zudem einfach pur als gesalzener Snack verputzt.

ültje Erdnuss-Rezepte: Asiatischer Burger mit Erdnussmus

Ihr könnt euch also vorstellen, wie mein Koffer nach jedem USA-Besuch aussieht. Die eine Hälfte des Innenraums besteht dann nur aus amerikanischen Erdnuss-Versuchungen. Glücklicherweise gibt es viele der Köstlichkeiten mittlerweile auch in unseren Supermarktregalen. Wobei, wenn ich so darüber nachdenke – am Ende schmecken die selbstgemachten Erdnuss-Leckereien doch immer noch am besten. Dank der neuen ültje pur Produkte kann jetzt auch das volle Erdnussaroma in die Gerichte wandern, denn weder Zucker noch Salz verfälschen hier das Geschmackserlebnis. 100 Prozent pure Erdnusspower also!
Sobald diese dann auch noch auf ein Burgerbun, ein Hähnchenbrustfilet und eine Burgersauce treffen, macht mein Herz riesige Freudensprünge. Warum? Weil das bedeutet, dass es heute passend zum amerikanischen Erdnuss-Feiertag Burger mit dreifacher Erdnusspower gibt. Ja, ich glaube, besser kann man die Erdnuss nicht feiern! Oder was denkt ihr? Wollt ihr mitfeiern? Dann kommt hier das Rezept!

Burger mit Erdnusshähnchen und Erdnusssauce


Asiatischer Burger mit dreifacher Erdnusspower: 

Erdnussbun mit Erdnusshähnchen und Erdnusssauce


Zutaten für 4 große Burger


Erdnussbun
50 ml + 1 EL Milch
80 ml Wasser
1/2 Würfel frische Hefe
20 g brauner Zucker
60 + 40 g ültje pur Erdnüsse (ungesalzen)
1 große Prise Salz
50 g Butter (zimmerwarm)
300 g Mehl
1 + 1 Ei (M)

Asiatischer Krautsalat
1/2 Kopf Rotkohl
1 gelbe Paprika
1 rote Paprika
1/2 rote Zwiebel
1 Chilischote
1/2 Bund Petersilie
25 ml Sojasauce
10 ml Limettensaft
50 ml Erdnussöl
25 g flüssiger Honig
1 TL Sambal Olek

Gegrillte Mango
1 Chilischote
2 reife Mangos

Erdnusssauce
10 g Ingwer
1 Knoblauchzehe
1/2 rote Zwiebel
1 EL Erdnussöl
1 TL Sambal Olek
10 ml Sojasauce
20 g flüssiger Honig
200 ml Kokosnussmilch

Erdnusshähnchen
4 Hähnchenbrustfilets
Salz + Pfeffer
2 Eier (M)
200 g Pankomehl
100 g ültje pur Erdnüsse (ungesalzen)
4 EL Erdnussöl

Zutaten

Für die Buns zuerst die 50 ml Milch mit den 80 ml Wasser mischen und leicht erwärmen. Die 20 g Zucker darin verrühren und den halben Würfel Hefe hineinbröseln. 5 Minuten lang gehen lassen. Nun die 60 g Erdnüsse grob hacken und zusammen mit Salz, weicher Butter, Mehl sowie einem Ei zum Vorteig geben. Alles miteinander ca. 5 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig verkneten – am besten geht dies mit der Küchenmaschine. An einem warmen Ort 1 Stunde lang abgedeckt gehen lassen. Sobald sich die Masse des Teigs verdoppelt hat, den Teig vierteln, mit den Händen jeweils vier gleich große Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech zu gleichmäßigen Scheiben pressen. Den Teig nochmal 1 Stunde lang gehen lassen. Anschließend den Backofen auf 200°C vorheizen. Nun 1 Ei mit 1 EL Milch verquirlen und die Buns damit einpinseln. Gehackte Erdnüsse darüber streuen und die Buns für 25 Minuten lang im Backofen goldbraun backen. Zusätzlich eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen, damit die Buns schön fluffig werden.
Für den asiatischen Salat den Rotkohl putzen und die äußeren Blätter sowie den Strunk entfernen. Die beiden Paprika waschen und das Kerngehäuse entfernen. Die Zwiebel schälen. Rotkohl, Paprika und Zwiebel am V-Hobel sehr fein hobeln oder alternativ mit einem Messer in feine Streifen schneiden. Für das Dressing zuerst die Kerne der Chilischote entfernen und die Chili fein hacken. Das Bund Petersilie ebenfalls fein hacken. Chili und Petersilie mit Sojasauce, Limettensaft, Erdnussöl, Honig, Sambal Olek vermischen und über die Rotkohl-, Paprika und Zwiebelstreifen geben. Alles gut miteinander vermischen, ggf. mit Salz und Pfeffer abschmecken und anschließend mindestens 1 Stunde lang durchziehen lassen.
Die Chilischote von den Kernen befreien und die Chili in feine Streifen schneiden. Die Mango schälen, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Chili und Mango in einer Grillpfanne kurz anbraten und zur Seite stellen.

Scharfe Erdnusssauce

Für die Erdnusssauce zuerst den Ingwer schälen und fein hacken. Knoblauchzehe und Zwiebel ebenfalls schälen und sehr fein hacken. Alles zusammen in etwas Öl in einem kleinen Topf anschwitzen. Sambal Olek, Erdnussmus, Sojasauce, Honig und Kokosmilch hinzugeben. Alles gut verrühren. Kurz aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen. Ist sie zu dickflüssig, einfach noch etwas Wasser hinzugeben.
Für die Erdnusshähnchen die Brustfilets mit Salz und Pfeffer von allen Seiten würzen. Nun eine Panierstraße bauen – das Ei in einem Teller verquirlen und das Pankomehl zusammen mit gehackten Erdnüssen in einem weiteren Teller vermischen. Nun das Filet erst in das Ei, dann in das Pankomehl und dann nochmal in das Ei und Pankomehl tauchen. Anschließend von beiden Seiten in Erdnussöl knusprig anbraten.
Jetzt geht es ans Schichten: Die Buns durchschneiden und auf die untere Hälfte etwas Sauce geben, darauf etwas Salat, darauf die aufgeschnittenen Brustfilets, darauf die Chili-Mango, darauf noch einmal ein großer Klecks Sauce und zum Schluss die fehlende Hälfte des Buns. 
Guten Appetit!

Knuspriger Burger mit Erdnusshähnchen

Wer übrigens noch mehr zur Erdnuss erfahren möchte oder Rezepte sucht, sollte unbedingt einmal hier vorbeischauen: www.erdnuesse.de

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "ültje GmbH" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Samstag, 25. August 2018

Saftiger Zwetschgen-Streuselkuchen mit Marzipanfüllung

Violette Farbe, längliche Form und herrlich süß – endlich ist wieder Zwetschgenzeit! Ich finde es so großartig, dass es für viele Lebensmittel noch eine richtige Saison gibt und sie nicht das ganze Jahr über verfügbar sind. Das steigert schließlich die Vorfreude ins Unermessliche! Erdbeeren, Rhabarber, Federweißer oder auch Lebkuchen – in jeder Jahreszeit gibt es eine Leckerei, auf die ich mich besonders freue.

Saftiger Zwetschgen-Streuselkuchen mit Marzipanfüllung

Ab Juli sind es eben die Zwetschgen, die in mir vorfreudige Glücksgefühle auslösen. Egal, ob als Zwetschgenmus, Zwetschgenknödel oder Zwetschgenkuchen – ich liebe Zwetschgen bzw. Pflaumen generell in jeglicher Form. Wobei an so einen klassischen Streuselkuchen von Oma kommt eigentlich nichts heran. Hach, da kommen direkt die Erinnerungen hoch: Gemütlich in Omas kleiner Küche sitzen, Sahne aufschlagen, Teig kneten und gaaanz viele Streusel probieren. Oh ja, das war schon immer der wichtigste Part überhaupt. Schließlich muss bereits vor dem Backen probiert werden, ob die Streusel überhaupt schmecken. Natürlich nicht zu viele, sonst gibt es Bauchschmerzen – hat Oma zumindest immer gesagt! Habe ich ihr aber dummerweise nie geglaubt.

Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Auch heute noch liebe ich es, die Zutaten für den Teig mit den Händen zu verkneten und den einen oder anderen Streusel im Mund verschwinden zu lassen. Ich liebe es aber auch, wenn der Kuchen endlich in den Ofen kommt, denn dann tritt der Saft der Zwetschgen langsam aus, vermischt sich mit dem Teig, karamellisiert und ein herrlich säuerlich süßer Duft verbreitet sich in der ganzen Wohnung. Sobald der Kuchen fertig ist, liebe ich es, wenn die Kuchengabel die besonders knusprigen Butterstreusel zum Knacken bringt. Und ich liebe es ganz besonders, wenn sich der warme Zwetschgenkuchen dann endlich mit der eiskalten Schlagsahne im Mund vereint. Unvergleichbar! Da läuft mir sofort wieder das Wasser im Mund zusammen und die Vorfreude auf den nächsten Zwetschgenkuchen wird noch größer. 
Besonders toll ist dann auch noch, dass so ein typischer Zwetschgenkuchen kinderleicht ist und im Handumdrehen auf der Kaffeetafel steht. Wie von selbst löst sich der Stein im Inneren der Zwetschgen aus dem Fruchtfleisch und die Butterstreusel formen sich ebenfalls in null Komma nichts. In diesem Jahr habe ich es mir aber nicht nehmen lassen, Omas Kuchen noch etwas aufzupeppen. Ich hatte nämlich nicht nur Heißhunger auf Zwetschgen, sondern auch auf Marzipan – praktischerweise eine perfekte Kombination! Dazu noch eine Prise Zimt und ein Klecks Aprikosenmarmelade und das Glück ist vollkommen! Hach, es ist so einfach mich glücklich zu machen.
In diesem Sinne: Habt eine tolle Zwetschgenzeit und lasst es euch schmecken!

Streuselkuchen mit Zwetschgen

Zwetschgen-Streuselkuchen mit Marzipanfüllung


Zutaten

Streuselteig
1 Ei
300 g Mehl
150 g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Zimt
300 g kalte Butter

Füllung
300 g Marzipan
50 g Puderzucker
2 EL Wasser
6 EL Aprikosenmarmelade
500 g Zwetschgen

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 200°C vorheizen. Dann das Ei trennen und aus Eigelb (Eiweiß bitte aufheben), Mehl, Zucker, Salz, Zimt und Butterflocken einen Teig kneten. Erst mit der Küchenmaschine und dann noch einmal mit den Händen – am Ende sollten kleinere Klumpen/Streusel entstehen. Ist der Teig noch etwas zu klebrig, einfach noch etwas Mehl hinzugeben. Zwei Drittel des Teiges in eine mit Backpapier ausgelegte und gefettet Springform (26 cm) geben und am Boden andrücken. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und im Ofen auf der mittleren Schiene 10 Minuten vorbacken. Den restlichen Teig abgedeckt in den Kühlschrank stellen. 
Für die Füllung Marzipan zerkleinern und mit Puderzucker, dem Eiweiß, 2 EL Wasser und der Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf vermengen und auf kleinster Stufe auf dem Herd vorsichtig und unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich alles zu einer homogenen Masse vermischt hat. Die Füllung auf den vorgebackenen Kuchen geben. 
Nun die Zwetschgen waschen, entkernen und vierteln. Die Viertel auf dem Kuchen gleichmäßig anordnen und mit den restlichen Streuseln bedecken. 
Im Backofen 45 Minuten lang goldbraun backen. 
Besonders gut schmeckt der Kuchen noch warm aus dem Ofen und mit einem Klecks Zimtsahne (1 Becher Schlagsahne mit 1 Päckchen Vanillezucker und 1 TL Zimt aufschlagen). 
Lasst es euch schmecken!   

Zwetschgenstreuselkuchen mit Marzipan

Saftiger Zwetschgenkuchen mit Marzipan

Dienstag, 31. Juli 2018

Von bayrischen Bergen, nackten Küchlein und einer Heidelbeer-Cassis-Torte mit besonders cremiger Joghurtfüllung

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Heidelbeer-Cassis-Torte mit besonders cremiger Joghurtfüllung

Es ist doch immer wieder unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Es fühlt sich für mich nämlich so an, als ob ich vor wenigen Augenblicken noch beim Weihenstephan-Backkurs in einer kleinen Chalet-Küche inmitten der bayrischen Alpenidylle gestanden hätte, um Käseküchlein und Biskuitböden mit Cremes aus Weihenstephan-Produkten sowie Früchten zu verzieren.

Konditorweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber

In Wirklichkeit sind mittlerweile aber einige Wochen vergangen und ich sitze schon lange wieder inmitten der riesigen Hauptstadt. Kleine Chalets, hohe Berge und süße Törtchen sind also weit, weit weg. Dabei könnte ich mich an diese Kombination wirklich gewöhnen. Hach, wenn ich da allein an das kleine Chalet-Dorf beim Waicher denke. In das hatte ich mich sowieso von der ersten Sekunde an verliebt – wie im Bilder stehen direkt inmitten der schönsten Chiemgauer Alpenidylle kleine Almhütten mit allem Schnickschnack, das man sich so vorstellen kann. Outdoor Jakuzzi, Dampfdusche oder gemütlicher Kamin – alles da! Die Ziegen, die um die Hütten herum springen, machen das malerische "Heidi-Flair" dann wirklich vollkommen. Wenn dann auch noch Leberkäse mit Bärlauch-Kaspressknödel auf der großen Terrasse serviert werden, stellt sich der Urlaubsmodus komplett ein. Sonne von oben, Alpenpanorama von vorne und ein Paar bayrische Schmankerl vom Teller – was braucht es mehr? Richtig. Nichts! Ich wusste also sofort: Hier bleibe ich!

Chalet Anlage beim Waicher

Bayrischer Lunch

Leider, leider hatte uns Weihenstephan aber nicht nur eingeladen, um die Füße hochzulegen und das Näschen in die Sonne zu strecken, sondern um gemeinsam mit Konditorweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber den Schneebesen zu schwingen und in Buttercremeberge aus zarter Weihenstephan-Butter einzutauchen. Naja, klingt ja ebenfalls sehr verlockend! Also Schürze um und ran an die Torten. Unter Anleitung der begabten Tortenkönigin ging es den süßen Versuchungen, in denen natürlich viele Weihenstephan-Produkte verarbeitet waren, an den Kragen.

Weihenstephan Rahmjoghurt

Weihenstephan Backworkshop

Naked Cake Tipps

Ritsch-ratsch wurden schokoladige Biskuitböden geteilt und mit luftiger Buttercreme bestrichen oder geeiste Cremefrüchte in glänzende Tunken eingetaucht und anschließend mit bunten Fondantstielen verziert. Während uns der blonde Wirbelwind namens Andrea dabei mit Tipps und Ratschlägen versorgte, balancierte sie nebenbei mehrere Kilo Buttercreme durch die Gegend und rührte eine perfekte Mirror Glaze nach der anderen an.

Mirror Glaze Früchte

Diese besagte Mirror Glaze sorgte dann auch dafür, dass sich unsere gefrorenen Früchtchen aus Schlagsahne, Karamellcreme und Gelatine wie von Geisterhand in täuschend echte Früchte mit einer spiegelnden Glasur verwandelten. Auch leckere Käseküchlein wurden mit Hilfe dieser Zauberglasur zu bunten und köstlichen Spiegeln – der Wow-Effekt ist da natürlich vorprogrammiert. Einziges Manko: Geschmacklich ist diese Tunke aus Zucker, Gelatine und gesüßter Kondensmilch nicht so der Hit. Das ist also leider wie mit dieser Fondant-Geschichte. Sieht gut aus, schmeckt aber nicht wirklich.

Mirro Glaze Cake beim Weihenstephan Backkurs

Käsekuchen mit Mirror Glaze

Ich halte mich darum eher an die bodenständigen Naked Cakes, die wir ebenfalls bei unserem Weihenstephan-Tortenkurs zauberten: Mehrstöckige Cremetorten ohne Fondantüberzug und Chichi. So ein Naked Cake sieht nicht nur gut aus, sondern gelingt auch noch im Handumdrehen und schmeckt zudem hervorragend. Eines dieser nackten Törtchen musste ich euch darum auch einfach mitbringen – allerdings nicht mit Buttercremefüllung und dunklem Schokoladenkuchen, sondern passend zur Sommerhitze mit herrlich cremiger 10%iger Weihenstephan-Rahmjoghurtfüllung und weißen Schokobiskuitböden. Natürlich gibt es dazu auch alle Tipps, die uns Weihenstephan-Markenbotschafterin Andrea Schirmaier-Huber mit auf den Weg gegeben hat:


Tipp für Tipp zum Naked Cake


Tipp 1:

Die Biskuitböden möglichst immer einen Tag vorher backen, dann lassen sie sich besser durchschneiden.

Tipp 2: 

Um die Biskuitböden zu zerteilen, einfach ein großes Brotmesser parallel zur Tischoberfläche am Kuchen ansetzen und dann den Kuchen einschneiden – diesen dabei immer drehen, damit das Messer gleichmäßig und langsam von allen Seiten aus immer weiter nach innen gleitet. Die zerteilten Kuchenböden sollten hinterher möglichst gleich hoch sein.

Tipp 3:

Die Cremes sollten eine möglichst feste Konsistenz haben, damit die Torte auch nach dem Zusammensetzen noch schön stabil ist – Butter oder Gelatine sind hier das Zauberwort. Wer mag, kann übrigens zum Einstreichen von außen eine ganz andere Creme als die Creme zwischen den Böden nehmen. Zum Beispiel innen eine dunkle Schokoladencreme und außen eine weiße Schokoladencreme. Sieht toll aus und schmeckt hervorragend!

Tipp 4:

Bevor die Torte mit der Creme von außen eingestrichen wird, sollte sie vorher gut im Kühlschrank durchkühlen, dann gelingt das Einstreichen deutlich einfacher.

Tipp 5:

Zum Einstreichen erst etwas Creme auf die Torte geben und während man den Kuchen dreht die Creme mit einer Palette oder einer flexiblen Teigkarte und leichtem Druck langsam verteilen und zum Rand hin glätten. Die Creme, die dann sozusagen übersteht bzw. überläuft, kann direkt am Rand des Kuchens verteilt werden. Dazu mit der Palette oder Teigkarte am Rand des gefüllten Kuchens entlangfahren und so die überschüssige Creme verteilen. Wer mehr Creme benötigt, kann einfach noch etwas auf den Rand geben und wieder rundherum verteilen. Die einzelnen Kuchenböden sollten hinterher natürlich leicht durchscheinen – für einen perfekt unperfekten Naked Cake.

Alles klar? Dann ran an das schmackhafte Törtchen!

Heidelbeerjoghurttorte

Heidelbeer-Cassis-Torte mit cremiger Joghurtfüllung


Zutaten


Heidelbeer-Cassis-Marmelade
150 g Gelierzucker 2:1
200 g Heidelbeeren
100 g schwarze Johannisbeeren

Kuchenböden mit weißer Schokolade
4 Eier
200 g zimmerwarme Butter (z.B. von Weihenstephan)
150 g + 150 g Zucker
2 Limetten
100 ml Milch (z.B. von Weihenstephan)
200 g weiße Schokolade
Prise Salz
275 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Pistazien

Joghurtcreme
400 ml Schlagrahm (z.B. von Weihenstephan)
2 Pck. Vanillezucker
2 Pck. Sahnesteif
500 g Rahmjoghurt 10% von Weihenstephan
2 Beutel Gelatine Fix
100 g Puderzucker

Dekoration
100 g Heidelbeeren
50 g schwarze Johannisbeeren
20 g Pistazien
50 g weiße Schokolade

Zubereitung

Am Vortag die Marmelade und die Tortenböden zubereiten. Für die Marmelade den Gelierzucker mit den gewaschenen Beeren vermengen und in einem hohen Topf aufkochen lassen. Ca. 3-5 Minuten sprudelnd köcheln, anschließend vom Herd nehmen und gut pürieren. Abkühlen lassen.
Für die Kuchenböden zuerst die 4 Eier trennen und die Eigelb gemeinsam mit der Butter, den 150 g Zucker und dem Saft von 2 Limetten (ca. 50 ml) mindestens 5 Minuten lang schaumig rühren. Nun die 100 ml Milch vorsichtig erwärmen und darin die weiße Schokolade schmelzen.
Währenddessen die 4 Eiklar mit einer Prise Salz aufschlagen und die restlichen 150 g Zucker nach und nach hinzugeben bis ein fester Eischnee entstanden ist. Die Schokoladenmilch etwas abkühlen lassen und den Ofen schon einmal auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Anschließend die leicht abgekühlte Schokoladenmilch zum Butter-Ei-Gemisch geben und unterrühren. Nun den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Zum Schluss die Pistazien möglichst fein hacken und zusammen mit Mehl sowie Backpulver vermengen und kurz mit der restlichen Teigmasse verrühren bis sich alles miteinander verbunden hat.
Eine Springform (max. D 26 cm) mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hineingeben. Auf der mittleren Stufe des Backofens 60 Minuten lang goldbraun backen bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Über Nacht auskühlen lassen.

Am nächsten Tag die Joghurtcreme zubereiten. Dazu die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif sehr steif schlagen. Vorsichtig unter den Rahmjoghurt heben und mit Gelatine Fix innerhalb von einer Minute schnell verrühren. Zum Schluss den Puderzucker dazugeben und alles miteinander vermengen.
Nun mögliche Unebenheiten vom Kuchenboden abschneiden und ihn gleichmäßig in drei gleich hohe Teigböden zerteilen. Auf den untersten Boden etwas von der Marmelade geben, darauf etwas Füllung und darauf ein paar Beeren verteilen – vorsichtig verstreichen und den nächsten Boden darauf verteilen. Darauf wieder etwas Marmelade, Creme und Beeren. Nun kommt darauf der letzte Boden.  Vorsichtig andrücken, damit sich alles miteinander verbindet. Die gefüllte Torte für mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen. Währenddessen die restliche Marmelade mit der restlichen Creme vermengen.
Die durchgekühlte Torte nun mit der Heidelbeer-Cassis-Creme bestreichen – erst oben und dann die Ränder (siehe Tipp 5). Zum Schluss mit den restlichen Beeren, Pistazien und groben Schokoladenraspeln verzieren.
Fertig ist der erfrischende Naked Cake!

Joghurttorte mit Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren

Erfrischende Sommertorte mit Früchten

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

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