Sonntag, 7. Februar 2016

Verführerische Pasta mit Lachs, Bacon und Zitronensauce

Der 14. Februar steht vor der Tür. Valentinstag. Quasi mein Nachnamenstag. Darum muss ich diesen Tag natürlich total super finden. Tue ich aber irgendwie nicht. Oder sagen wir einmal, "super" wäre nicht das erste Wort, welches mir für diesen Tag einfällt. Ich werde wohl einfach nie so richtig verstehen, warum die Welt einen Tag dafür braucht, damit sich zwei Liebende ihre Liebe gestehen. Andererseits ist der Gedanke, dass es einen Tag gibt, an dem die Menschheit die Liebe zueinander feiert auch ganz charmant, oder?
Naja, Fakt ist, dass wir – also ich und mein Lieblingsmensch – uns am Valentinstag gegenseitig keine Geschenke machen. Da sagen wir einfach einmal "Nö" zu der Blumen- und Süßigkeitenmafia. Ja, wir Rebellen, wir! Also nicht, dass wir uns nie etwas gegenseitig schenken. Aber wir machen das lieber einfach zwischendurch einmal. So ganz ohne Anlass. Wirklich einfach so. Verrückt, oder? Diese kleinen Überraschungen im Alltag finde ich nämlich viel schöner als solche "Pflichtgeschenke". Das zeigt mir viel deutlicher, dass mich meine bessere Hälfte liebt.

Verführerische Pasta mit Lachs, Bacon und Zitronensauce

Aber trotzdem werden wir den Valentinstag nicht einfach so vorbeiziehen lassen. So doof finde ich ihn dann doch nicht. Vielleicht gehen wir essen. Oder ich koche uns etwas Schönes. Dann aber natürlich mit Zutaten, die für eine Beziehung unabdingbar sind! Etwas Alkohol für die lockere Stimmung, etwas Säure für den Humor (sauer macht schließlich lustig), etwas Chili für die gewisse Schärfe, etwas Zucker für die Süße, Lachs als Aphrodisiakum und Bacon... naja, Bacon für Bacon! Alles vermengen, mit Sahne abrunden (perfekt für den Kuschelbauch), über Herznudeln* gießen und heraus kommt ein sicherlich perfekter Abend in Zweisamkeit...
Dann als Nachtisch noch einen kleinen Nutellakuchen aus der Mikrowelle mit flüssigem Kern? Klingt das gut oder klingt das gut? Na also! Dann mal ran an die Töpfe!

Einfaches Rezept für den Valentinstag mit Lachs und nudeln

Verführerische Pasta mit Lachs, Bacon und cremiger Zitronensauce


Zutaten

200 g Bacon
2 Knoblauchzehen
250 ml trockener Weißwein (z. B. Pinot Grigio)
400 ml Sahne
250 ml Gemüsebrühe
1 Bio-Zitrone
1 Chilischote
1/3 Bund Thymian
4 EL Rohrohrzucker 
Salz
Pfeffer
evtl. etwas Speisestärke
1 Lauchstange (ca. 400 g)
300 g Lachsfilet (ohne Haut)
500 g Nudeln

geriebener Parmesankäse

Zubereitung

Falls ihr ganz entspannt kochen wollt, bereitet am besten schon alle Zutaten vor – also waschen, schälen, schneiden. An sich sollte es aber auch mit folgender Reihenfolge klappen:
Zuerst den Bacon in ca. 3 cm breite Streifen schneiden. In einer Pfanne knusprig braten. In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. Zum Bacon geben und kurz mitbraten. Falls ihr den Bacon knusprig wollt, diesen aus der Pfanne nehmen, zur Seite legen und zum Schluss zusammen mit dem Parmesankäse über die Nudeln geben. Den Knoblauch mit dem Weißwein ablöschen und auch die Sahne und Gemüsebrühe hinzugießen. Alles aufkochen lassen. Von der Zitrone die Schale abreiben und anschließend ausdrücken. Saft und geriebene Schale zu der Sauce geben. Den Stil der Chilischote entfernen und die Schote längs aufschneiden. Die Kerne entfernen. Den Chili in feine Streifen schneiden. Anschließend die Blätter von den Thymianzweigen abzupfen. Die Sauce mit Chili, Thymian, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sauce etwas einköcheln lassen und/ oder mit Stärke abbinden. Sie sollte leicht cremig sein. 
Inzwischen das leicht gesalzene Wasser für die Nudeln aufsetzen – am besten das Wasser erst einmal im Wasserkocher zum Kochen bringen, dann geht es schneller. Den Lauch waschen, die Wurzel entfernen und dann auch den Lauch in feine Streifen schneiden. In die köchelnde Sauce geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Das Lachsfilet in ca. 3 cm x 3 cm große Würfel schneiden. Die Pfanne vom Herd ziehen und den Lachs in der heißen Sauce ziehen lassen, so wird er richtig schön saftig. Währenddessen die Nudeln kochen. Schließlich beides zusammen mit dem geriebenen Parmesankäse servieren. Guten Appetit und einen schönen Abend!

Nudeln für den Valentinstag mit Lachs und Zitronensauce

*Affilate-Link (Das heißt, ich bekomme eine kleine Provision, wenn ihr die Nudeln kauft, für euch entstehen dadurch aber natürlich keine Mehrkosten!) 

Samstag, 30. Januar 2016

Tom-Kha-Gai – Thailändische Hühnersuppe

Eigentlich möchte ich mich über unser Winterwetter hier in Deutschland gar nicht beschweren. Denn eigentlich bin ich ein richtiger Winterfan. Okay, Frühling oder Herbst ist mir eigentlich noch lieber. Okaaay, wenn ich jetzt die Wahl hätte in Thailand oder in Deutschland zu sein, dann wäre ich wohl doch lieber in Thailand. So wie Sarah von Sarahs Krisenherd momentan.
Tja, dann mache ich eben das Beste daraus und koche mir eine große Schüssel voll mit Urlaubsstimmung. Urlaub in Suppenform. Klingt doch gut, oder?

Hühnersuppe mit Kokosnussmilch

Falls ihr jetzt noch wissen wollt, warum ich diese Suppe für Sarah gekocht habe und was Tom-Kha-Gai auf Deutsch bedeutet – dann klickt euch ganz schnell zu Sarahs Blog rüber.

Thailändische Hühnersuppe - Tom-Kha-Gai

Tom-Kha-Gai – Thailändische Hühnersuppe mit Kokosnussmilch

 

Zutaten für ca. 4 Personen

5 cm Galgant oder Ingwer
5 Stängel Zitronengras
2 Chilis
2 große Möhren
6 Kaffirlimettenblätter
2 Dosen ungesüßte Kokosmilch (800 ml)
1 l Hühnerbrühe
500 g Hähnchen-Brustfilet
ca. 3 EL Fischsauce
ca. 2 EL Sojasauce
ca. 1 EL Kokosblütenzucker oder Rohrohrzucker
100 g Frühlingszwiebeln
ca. 10 Stiele Koriander
125 g feine Reisnudeln 
1 Limette

Zubereitung

Als ersten Schritt den Galant fein hacken und das Zitronengras dritteln. Anschließend die Chilis längs halbieren, die Kerne entfernen und die Chilis in feine Halbringe schneiden. Möhren schälen und mit Hilfe einer Reibe grob raspeln. Zusammen mit den übrigen Zutaten sowie den Limettenblättern in einen großen Topf geben. Mit Kokosmilch und Brühe aufgießen und aufkochen. In der Zwischenzeit das Hähnchen-Brustfilet klein schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Weitere 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Danach Limettenblätter sowie das Zitronengras mit einer Schöpfkelle herausfischen. 
Mit Fischsauce, Sojasauce und Zucker abschmecken. Jetzt noch die Frühlingszwiebeln waschen, Wurzeln abschneiden und die Frühlingszwiebeln jeweils in ca. 4 cm lange Streifen schneiden. Den Koriander grob hacken und die Reisnudeln zerbröseln. Alles in die Suppe geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Mit jeweils einer Limettenscheibe servieren und dann: Fröhliches Auslöffeln! 

Asiatische Erkältungssuppe

Samstag, 23. Januar 2016

Grüne Woche: Wenn Erdbeeren und Blaubeeren ins winterliche Berlin kommen

Internationale Grüne Woche 2016 in Berlin

Es ist Januar und damit wieder Zeit für die Internationale Grüne Woche in Berlin! Wie jedes Jahr tingeln dann Aussteller der Ernährungs- und Landwirtschaft aus aller Welt nach Berlin, um ihre Produkte und Konzepte anzupreisen. Beinahe 2000 Aussteller aus rund 70 Ländern. Es gibt nichts, was es dabei nicht gibt. Auf gigantischen 125.000 Quadratmetern warten frische Fischbrötchen, sprechende Kühlschränke, prickelnder Sekt, Erdnussbutter in Eimern, Hightech-Töpfe, duftende Blumengestecke, belgische Pralinen, selbstgemachte Pelmeni oder sogar die ein oder andere Kuh auf die Besucher.

Buntes aus aller Welt auf der Grünen Woche in Berlin

Also ehrlich gesagt bin ich bei Messen immer etwas überfordert. Insbesondere, wenn die Messe nicht nur für Fachpublikum ihre Türen öffnet. Einfach zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. Wenn es dann noch etwas gratis gibt, benehmen sich die Menschen fast wie Tiere. Da werden die Ellenbogen ausgefahren und so manche Rentnerin boxt sich gnadenlos durch die Menge. Dagegen ist Wacken bestimmt eine Kuschelparty. Aber generell lohnt sich ein Besuch. Die vielen Spezialitäten aus aller Welt kennenzulernen und sich in kürzester Zeit durch die halbe Welt zu essen, ist einfach großartig. Allerdings geht das mit der Zeit auch ganz schön ins Geld. Denn neben dem Eintritt an sich bezahlt man für eine kleine Probierportion nämlich bis zu 8 Euro.

Léa Linster und Björn Valentin

Manchmal gibt es aber natürlich auch etwas komplett gratis. Insbesondere, wenn man als Blogger das Glück hat an zwei Veranstaltungen im Rahmen dieser Messe teilzunehmen. Wie es dabei der Zufall so will, ging es jeweils um eine meiner beiden liebsten Obstsorten: Erdbeeren und Blaubeeren. Meine Gelüste für diese Früchte halten sich im Januar zwar eher in Grenzen, aber ich meine, wenn man gefragt wird, ob man mit Léa Linster kochen möchte, dann bekommt man sogar im Januar ganz große Sehnsüchte nach Erdbeeren.

Léa Linster für "Ich liebe rot - Erdbeeren aus Europa"

Léa Linster ist nicht nur eine unheimlich sympathische Sterneköchin, sondern auch eine der Botschafterinnen der neuen EU-Kampagne "Ich liebe rot - Erdbeeren aus Europa". Damit soll die Qualität unserer heimischen Erdbeeren betont und der Absatz ordentlich angekurbelt werden – ich hätte übrigens niemals gedacht, dass es offensichtlich Menschen in Europa gibt, die keine oder nur wenige heimische Erdbeeren kaufen. Schließlich reifen diese roten Früchte nach der Erne nicht nach und je kürzer der Transportweg, desto besser schmecken sie auch. Und ja, schmecken tun sie! Ich schaufle die roten Köstlichkeiten aus der Heimat jeden Sommer nur so in mich hinein. Es darf eigentlich schon von Sucht gesprochen werden! Und das ist ziemlich bemerkenswert, denn meine Beziehung zu "purem" Obst ist... naja... kompliziert. Versteckt im Kuchen? Kein Problem. Aber mal eben eine Banane essen? Muss nicht sein.

Kochen mit chilenischen Erdbeeren

Udo Einenkel bei Kochmal in Berlin

Blaubeeren gehen da schon eher. Denn die Blaubeere ist meine zweite Lieblingsfrucht. Wobei ich auch diese kleinen Beeren lieber in Form von Marmeladen, Kuchen, Torten, Desserts oder Muffins vernasche. Deswegen habe ich mich auch gefreut, dass ich beim Blaubeeren-Event für die Zubereitung einer Blueberry-Apple-Pie zuständig sein durfte. Hach, ich liebe Kuchen!

Blueberry-Apple-Pie

Blaubeeren-Tarte mit Puderzucker und Schlagsahne

Da war ich ganz in meinem Element. Im Gegensatz zum Erdbeer-Event backten und kochten wir bei den chilenischen Blaubeeren unter der Anleitung von Udo Einenkel nämlich selbst. Neben mir schnippelten sich noch die tollen Blogger Franzi, Dirk und Vanessa durch ein ganzes Blaubeeren-Menü: Winterlicher Salat mit Apfel-Balsamico, Ziegenfrischkäse-Crostini mit Blaubeer-Chutney, Saitan in Blaubeer-Rosmarin-Jus mit Topinambur-Kartoffel-Stampf und eben Blueberry-Apple-Pie mit Schlagsahne.

Wintersalat

Saitan mit Blaubeeren-Jus

Blaubeeren-Apfel-Pie

Bei dem kleinen Event zu Ehren der europäischen Erdbeere ließen wir, also einige Journalisten und Blogger wie Eva oder Franzi, uns einfach von Léa Linster bekochen. Ist ja auch nicht soo schlecht, oder? Es gab zum Beispiel köstliche Scampis mit Erdbeeren-Sauce. Herzhaft traf süß und es war perfekt!
Das ist übrigens sowieso meine größte Erkenntnis aus diesen beiden Veranstaltungen: Ich sollte viel öfter herzhafte Saucen mit Obst kochen. Denn auch die Blaubeeren-Jus war der absolute Wahnsinn! Und das schmeckt dann eben auch im Winter...

P.S.: Alle Bilder mit dem Wasserzeichen marcwaldow.com hat Marc Waldow und das Bild von Léa und mir hat Eva geschossen. 

Sonntag, 17. Januar 2016

Cashew Cookies With Salted Caramel

Neulich stand ich in der Küche, fühlte mich wie Baumbart von Herr der Ringe und habe dann auch noch ein Krümelmonsterkostüm übergezogen. Warum? Das könnt ihr bei Marc von "bake to the roots" nachlesen!

Cookies With Salted Caramel

Eine Sache sei aber schon einmal verraten: Diese Cashew Cookies mit gesalzenem Karamell spielten dabei eine große Rolle...  

Cookie Friday

Amerikanische Cookies


Cashew Cookies With Salted Caramel

 

 Zutaten

350 g  Mehl
1 gestr. TL Backpulver
180 g Butter
350 g Rohrohrzucker
1 Pck. Vanillezucker
2 Eier 
100 g Zartbitterschokolade
150 g gesalzene & geröstete Cashewkerne
300 g Zucker
ca. 2 TL Fleur de Sel

Zubereitung

Zuerst das Mehl mit dem Backpulver, der Butter, dem Rohrohrzucker und dem Vanillezucker vermischen. Anschließend die Eier mit Hilfe eines Handmixers schaumig aufschlagen und unter den Teig rühren. Die Zartbitterschokolade und die Cashewkerne grob hacken und ebenfalls unterheben. Der Teig sollte nun eine "cremig-feste" Konsistenz haben.
Jetzt schon einmal den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und drei Backbleche mit Backpapier auslegen. Mit Hilfe eines Esslöffels etwas Teig abnehmen, die jeweilige Teigportion zu kleinen Kugeln formen und mit ausreichend Abstand auf die Backbleche setzen. Für ca. 15 Minuten im Backofen backen, bis sich die Ränder leicht goldbraun färben. Nach dem Backen gut auskühlen lassen. 
Für das Karamell den Zucker in einer Pfanne ganz langsam bei mittlerer Hitzestufe unter ständigem Rühren schmelzen, bis er sich goldgelb färbt. Jetzt sehr zügig mit einem kleinen Löffel etwas Karamell über die Kekse gießen. Zum Schluss die Kekse noch mit etwas Fleur de Sel bestreuen.

Kekse mit Cashewkernen und gesalzenem Karamell

Viel Spaß beim Knuspern! Das Karamell knackt herrlich, während die Cookies wunderbar soft sind dank reichlich Butter...

Cashew Cookies With Salted Caramel

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