Montag, 20. März 2017

Eierlikör-Cupcakes mit Mohn und Mandarinen

Leuchtend gelbe Narzissen im Garten, bunt bemalte Eier im Supermarkt und kleine Hasen im Schaufenster – ganz offensichtlich steht das Osterfest vor der Tür! Jetzt beginnt also wieder die Zeit, in der die Temperaturen langsam steigen, zartgrüne Knospen an den Bäumen aufspringen und die ersten Bienen durch die Luft summen. Ja, es ist die Zeit, in der endlich alle aus ihren Häusern gekrochen kommen und es an jeder Ecke nach Frühling riecht! Allein deswegen mag ich das Osterfest so gern. 
Ostern ist aber auch die Zeit, in der endlich wieder so richtig geschlemmt werden darf. Freunde und Familie versammeln sich am großen Esstisch, um vom krossen Lammbraten zu kosten, vom warmen Hefegebäck zu probieren und von der süßen Eierlikörtorte zu naschen. Ich muss an dieser Stelle auch direkt gestehen, dass meine absolute Lieblingstorte mit ganz viel Eierlikör übergossen wird. Eventuell liegt das daran, dass zu meinem Geburtstag im April immer entweder ein Carrotcake oder eine Eierlikörsahnetorte serviert wurde – natürlich selbst gebacken von der lieben Mama. Ehrlich gesagt schmeckt auch keine Ostertorte so gut, wie die von Muttern. Bei Omas Lammrücken kann ich aber auch nicht widerstehen, bei den Soleiern von der Schwiegermutter übrigens auch nicht und so ein warmer Hefezopf mit selbst gemachter Marmelade schmeckt ebenfalls an jedem Feiertag. Hach ja, Ostern wird auch dieses Jahr wieder ein sehr köstliches Fest!

Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Aber zurück zu meinem geliebten Eierlikör – jetzt kommt ihr erst einmal alle ran und trinkt mit mir ein kleines Gläschen! Deal? Den Rest kippen wir dann in die Oma oder die eben aufgeschlagene Sahne. Das könnt ihr handhaben, wie ihr wollt. Ich persönlich wähle heute die Sahne, die macht sich nämlich so gut auf meinen frisch gebackenen Mohncupcakes. Oh, das wird ein kulinarisches Gedicht! Perfekt zum bevorstehenden Osterfest! Aber lest und seht doch einfach selbst: 

Rezept für Ostern: Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Eierlikör-Cupcakes mit Mohn und Mandarinen


Zutaten (ca. 15 Stück)

2 Eier
Prise Salz
200 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
125 g Butter (zimmerwarm)
175 g Dosen-Mandarinen
100 ml Mandarinensaft
Abrieb einer Orange
200 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
200 g Mohnsamen

200 ml Sahne
50 g Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Sahnesteif
50 ml Eierlikör

dunkle Schokoladensplitter

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 180° C vorheizen. Nun die beiden Eier mit einer Prise Salz auf kleinster Stufe kurz aufschlagen und anschließend auf höchster Stufe luftig aufschlagen – dabei nach und nach den Zucker hinzufügen. Die Butter, die Mandarinen inklusive 100 ml des abgetropften Safts und dem Orangenabrieb unter die luftige Eiermasse rühren. Mehl, Backpulver und Mohn vermischen und die Eiermasse vorsichtig unterheben. Muffinförmchen jeweils zu ca. 3/4 mit Teig füllen und im Ofen für 20-25 Minuten goldbraun backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
Inzwischen die Eierlikörsahne zubereiten. Dazu die kalte Sahne aufschlagen und Puderzucker, Sahnesteif sowie Vanillezucker hinzugeben. Zum Schluss Eierlikör vorsichtig unterheben. Im Kühlschrank kalt stellen. 
Die gekühlte Eierlikörsahne mit einem Löffel oder Spritzbeutel auf die ausgekühlten Cupcakes geben und mit Schokoladensplittern dekorieren. Fertig zum Servieren!

Cupcakes mit Eierlikör, Mohn und Mandarinen

Rezept: Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Lockere Mohncupcakes mit Eierlikörsahne

Sonntag, 26. Februar 2017

Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Goldbraune Scones, Milkshakes mit fluffigen Marshmallows und frittierte Schokoriegel – oh ja, ich habe viele köstliche Erinnerungen an die schönste Stadt der Welt. Edinburgh hat mich nicht nur durch seine atemberaubende Architektur, sondern auch durch seine kulinarischen Highlights einfach nur umgehauen. Ein Gang durch den lokalen Supermarkt und der Wagen war vollgeladen mit kleinen Pasteten, Cookies und Würstchen!
Eines der Highlights war aber das Millionaires Shortbread. Ganz unschuldig lag es im Regal und machte uns schöne Augen. So simpel und doch so gut. Knuspriger Keksteig, cremige Karamellschicht und knackige Schokolade. Nicht mehr und nicht weniger. Klingt nach Twix, schmeckt aber besser. Mehr Butter im Teig, mehr gezuckerte Kondensmilch im Karamell und viel mehr Schokolade. Ein Bissen und wir waren sofort verliebt. Über beide Ohren.

Rezept für Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Kein Wunder also, dass wir am Flughafen unsere letzten Pennys zusammenkratzten und Caramel Shortbread en masse kauften. Zurück in der Heimat bekam das Instagram-Foto dazu dann auch noch die meisten Likes des letzten Jahres. Hui! Bei so viel Liebe zum Millionaires Shortbread konnte ich ja gar nicht anders als den Handmixer zu zücken und mich direkt ans Werk zu machen.
Ein Rezept für klassisches Shortbread gibt es hier zwar schon recht lange, aber die deluxe Variante fehlte eben noch. Beim Mürbeteig habe ich mich aber an das klassische Rezept aus Schottland gehalten: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter und 3 Teile Mehl. Easy peasy! Dazu dann die typische Karamell- und dunkle Schokoladenschicht.
So ganz konnte ich mich dann aber doch nicht an den Fahrplan halten. Irgendwann fielen einfach wie von selbst ein paar gesalzene Erdnüsse ins Karamell. Ups! Keksteig, Erdnusskaramell und Schokolade – wer hätte gedacht, dass diese Peanut Caramel Shortcakes noch besser als die schottische Variante schmecken? Ich nicht! Dazu eine Tasse Earl Grey und meine ganz private Tea Time ist perfekt. Fast noch besser als in Edinburgh. Aber eben auch nur fast...

Die besten Millionaires Shortbreads der Welt


Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen


Zutaten

450 g Mehl
300 g Butter
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei

100 g Zucker
100 g Butter
800 ml gezuckerte Kondensmilch
100 g gesalzene Erdnüsse

450 g Zartbitterschokolade


Zubereitung

Das Mehl mit der kalten Butter, dem Zucker, Vanillezucker und dem Ei vermengen. Mit der Hand alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Backofen auf 180 °C vorheizen und den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn ausrollen. Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten lang backen bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Abkühlen lassen und die Karamellschicht zubereiten. 
Dazu den Zucker vorsichtig und auf mittlerer Stufe zum Schmelzen bringen und die Butter sowie Kondensmilch hinzugeben. Alles miteinander verrühren und unter ständigem Rühren so lange leicht köcheln lassen, bis eine dickflüssige und goldgelbe Masse entstanden ist. Die Erdnüsse unterheben und das Karamell auf dem Teig gleichmäßig verstreichen. 
Nach dem Abkühlen die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen lassen und auf der Karamellschicht verteilen. Nun nur noch in kleine Stücke schneiden und genießen!

Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Dienstag, 14. Februar 2017

Selbstgemachte Ravioli wie in Italien

Wer mehrere Tage bei einer italienischen Familie verbringt, die sich Hals über Kopf der Pastaherstellung verschrieben hat, der muss natürlich auch selbst einmal zum Nudelholz greifen. Da führt ja gar kein Weg daran vorbei. Ganz ohne Nudelmaschine stand Antonella Rana darum auch mit einem Lächeln auf ihrem Hof und zeigte uns während der Pressereise zum Unternehmen Rana wie sie seit eh und je perfekte Ravioli macht. Bereits ihr Schwiegervater, Giovanni Rana, stellte auf diese Weise seine ersten Ravioli her und veränderte das Rezept nie. Warum auch?

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung

Es gibt bei der Ravioliherstellung im Grunde nur drei wichtige Regeln:

1. Selbstgemachte Ravioli sind keine Zauberei!

Als Faustregel gilt: Auf 100 g Weizenmehl Type 405 kommt 1 Ei der Größe M. Nicht mehr und nicht weniger. Ihr braucht kein besonderes Mehl, keine besonderen Eier und auch keine besondere Maschine. Nur ganz normales Mehl, Eier, Wasser, ein Nudelholz und eure Hände.
Damit der Teig etwas geschmeidiger wird, könnt ihr noch etwas Olivenöl hinzugeben. Geschmeidigkeit ist nämlich das A und O beim Ravioliteig. Er muss schön klebrig sein und darf unter keinen Umständen reißen. Es ist daher auch wichtig, dass ihr den Teig ungefähr 8 Minuten lang richtig gut durchknetet, erst dann entsteht die typisch zähe Konsistenz. Zusätzlich sollte ihr den Teig nach dem Kneten im Kühlschrank etwas ruhen lassen.

2. In jeden Nudelteig gehört eine große Portion Liebe! 

Mit einem Lächeln auf den Lippen geht es nun ans liebevolle Streicheln äh Ausrollen des Nudelteiges. Idealerweise natürlich direkt unter der italienischen Sonne für ganz viel dolce vita im Teig. Sonst tut es der Küchentisch und ein italienisches Lied auf den Lippen aber auch – unter Umständen hilft auch ein Glas italienischer Rotwein im Bauch.
So oder so: Verteilt reichlich Mehl auf der Arbeitsfläche und bestreut das Nudelholz ebenfalls mit Mehl. Portion für Portion etwas Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen. Hier sind Muckis gefragt. Der Teig sollte nämlich möglichst dünn ausgerollt werden – höchstens 3 mm dick. Das ist bei dem zähen Teig aber gar nicht so einfach und er ist bei mir auch etwas dicker geworden als beabsichtigt. Ist aber gar nicht so schlimm, schmecken tun die Ravioli nämlich trotzdem. Macht euch also nicht verrückt! 

3. Alles ist möglich!

Ob süß, herzhaft, bunt oder sogar frittiert: Das Großartige an Ravioli ist ja, dass sie so wandelbar sind und jeder seine für ihn perfekten Ravioli herstellen kann. Ganz klassisch mit einer Füllung aus Spinat und Ricotta oder ganz verrückt mit Kürbis und Amaretto. Gefärbt mit Tintenfischtinte oder doch lieber frittiert in Sonnenblumenöl. Alles ist möglich! Als süße Variante kann ich übrigens Äpfel mit einer Prise Zimt empfehlen. 
Wichtig ist bei allen Füllungen nur, dass ihr sie ordentlich würzt, damit der Geschmack auch trotz der dünnen Nudelwand herauskommt. Pro Ravioli reicht trotzdem 1 TL Füllung und es sollte möglichst keine Luft in der Nudel eingeschlossen sein, sonst könnte sich die Luft im heißen Wasser ausdehnen und die Ravioli platzen. 
Dann müsst ihr nur noch genügend Platz um die Füllung lassen, die Ränder befeuchten und mit einer zweiten Nudelschicht belegen. Herzen oder andere Formen ausstechen und ab ins kochende Wasser damit! 

Wie bereits gesagt: Ravioli sind keine Zauberei und mit einer großen Portion Liebe im Teig ist einfach alles möglich! Egal ob im warmen Italien oder im kalten Deutschland. Nudeln schmecken immer und überall. Findet ihr nicht auch? 

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola und Pilzsauce

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung


Zutaten für 4 Personen

400 g Weizenmehl
2 Eier
ca. 1 EL Olivenöl
ca. 1 EL Wasser
Prise Salz

200 g Rinderhack
125 g Gorgonzola
1/2 Bund Oregano
1 EL flüssiger Honig
Salz
Pfeffer
Zucker

2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1/2 rote Chilischote
400 g braune Champignons
1 Birne
200 g Crème fraîche
1 EL Backkakao
1/2 Bund Oregano
Salz
Pfeffer
Zucker
Walnüsse zur Deko

Zubereitung

Für den Nudelteig das Mehl auf eine Arbeitsfläche geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die aufgeschlagenen Eier hineingleiten lassen. Nach und nach die Eier mit dem Mehl vermischen und dann alles ungefähr 8 Minuten lang verkneten. Das Olivenöl und so viel Wasser hinzugeben, bis ein geschmeidiger, glatter Teig entstanden ist. Zum Schluss eine großzügige Prise Salz unterkneten und den Teig in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Währenddessen die Füllung vorbereiten. Dazu Rinderhack mit Gorgonzola, einem halben Bund gehacktem Oregano, dem Honig und einer großzügigen Menge Salz, Pfeffer und Zucker vermengen. 
Für die Sauce die Knoblauchzehen sowie die Schalotte schälen und sehr fein hacken. Die Chilischote von den Kernen befreien und ebenfalls sehr klein schneiden. Alles zur Seite stellen und anschließend die Champignons putzen und vierteln. Die Birne schälen, den Strunk sowie die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Die vorbereiteten Zutaten ebenfalls zur Seite stellen.

Selbstgemachte Ravioli ohne Nudelmaschine

Für die Ravioli etwas Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Fläche 1-2 mm ausrollen - hier kann eine Nudelmaschine auch sehr hilfreich sein. In regelmäßigen Abständen mit einem Teelöffel Füllung auf den ausgerollten Teig setzen, die Ränder mit etwas Wasser oder Eigelb bepinseln und mit einer zweiten ausgerollten Teigplatte belegen. Den Teig um die Füllung herum andrücken und dabei darauf achten, dass keine Luft eingeschlossen in der Ravioli wird. Anschließend die einzelnen Nudeln ausstechen oder zurechtschneiden. Die Ravioli auf ein bemehltes Küchentuch setzen und mit einem zweiten Küchentuch zudecken.

Selbstgemachte Ravioli wie in Italien

Nun geht es an die finalen Schritt für die Sauce. Knoblauch-, Schalotten- und Chilistückchen in etwas Olivenöl leicht anbraten. Anschließend die Champignons und Birnenwürfel hinzugeben und ebenfalls anbraten. Nach ca. 5 Minuten Crème fraîche unterrühren und alles auf kleiner Stufe köcheln lassen. Mit Kakao, gehacktem Oregano, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Nun nur noch Salzwasser aufsetzen und die Ravioli darin ca. 2 Minuten al dente kochen. Alles zusammen servieren, mit gehackten Walnüssen sowie etwas Oregano dekorieren und dann genießen!

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola und Pilzsauce

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung

So köstlich schmeckt Italien! 

Sonntag, 15. Januar 2017

Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Es war nicht immer einfach. Es war nicht immer alles schön. Es war aber auch nicht alles schlecht. Ja, 2016 war ein ziemlich durchwachsenes Jahr. Auf Glück folgte Pech, auf Pech folgte Glück und das Rad der Fortuna drehte sich immer weiter.
Ich meine, in meinem kleinen, privaten Bloguniversum war eigentlich alles wunderbar, aber das Universum da draußen hat meine Welt immer wieder ins Wanken gebracht: 
Brexit, Trump und Terror, Prince, Carrie Fischer, George Michael, Bud Spencer, Hans-Dietrich Genscher, Peter Lustig, David Bowie und viele mehr sind von uns gegangen – auch in meinem Familien- und Bekanntenkreis musste ich mit schweren Verlusten und Krankheitsfällen kämpfen, die mir immer wieder den Boden unter den Füßen weggezogen haben. 
Ja, auch wenn im letzten Jahr nicht alles schön war, dreht sich die Welt einfach immer weiter. Naja, irgendwie ist das ja auch gut. Von Trauer, Hass und Angst möchte ich mein Leben schließlich nicht bestimmen lassen. Jeden Tag packe ich darum eine große Portion Optimismus in meinen Rucksack, schnappe mir ein Stück Snickerstorte und erfreue mich an den vielen schönen Dingen im Leben. Selbst im so verteufelten Jahr 2016 haben nämlich sehr viele Momente mein Bloggerherz höher schlagen lassen und ich bin mir sicher, im Jahr 2017 wird dies auch so sein!

Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick



Januar | Februar


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Voller Erwartungen und Hoffnungen startete ich mit Schnee und Sushi in das Jahr 2016. Bevor es aber so richtig los ging, machte ich mich auf der Internationalen Grünen Woche erst einmal auf die Suche nach den neusten Food-Trends, naschte zusammen mit Lea Linster ein paar Erdbeeren und verarbeitete während eines kleinen Events Blaubeeren. So viel Obst im Januar – verrückte Welt!
Am 01. Februar ging es dann spannend weiter – ein neuer Lebensabschnitt sollte beginnen. Mit einer Snickerstorte bewaffnet, betrat ich meinen neuen Arbeitsplatz: Eine kleine PR-Agentur in Berlin. Es war für mich eine völlig neue Welt, in der ich mich aber nach wie vor pudelwohl fühle! 
Für das absolute Glück sorgte dann noch ein gewonnener Foto-Contest während des Foodiemeetups in Berlin: Das Bild meiner selbst eingekochten Marmelade für den guten Zweck begeisterte die Jury. Ich würde sagen, ein perfekter Start in das Jahr!

März | April


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Im März, April und Mai entstanden meine Top 3 Blogbeiträge des letzten Jahres: Kaum ein Beitrag hat mir (und scheinbar euch) so viel Freude bereitet wie der Blogpost rund um meine geliebte Stulle, das Rezept zu meinem Rhabarber-Erdbeer-Cheesecake hat euch offensichtlich ebenfalls in Ekstase versetzt und meine neue Serie "Restaurantquickie" fand im Beitrag zum Schloss Britz in Neukölln seinen Klickzahlen-Höhepunkt! Horray!
Natürlich wurde in dieser Zeit aber auch das Osterfest in meiner hessischen Heimat zelebriert und bei einer Biskuitrolle die Erwähnung im jamie Magazin sowie 3.000 Instagram-Follower bestaunt! Noch einmal: Horray!
Die ersten warmen Frühlingstage genoss ich bei langen Spaziergängen und jeder Menge leckerem Eis oder im Phantasialand mit köstlich frittierten Churros. Aber auch der kleine Ausflug nach Mallorca oder zur Taste Academy von AEG sorgten dafür, dass ich auch in diesen Monaten rundum glücklich war! Der Frühlingsbeginn ist sowieso meine liebste Zeit im Jahr – nicht ohne Grund habe ich mir den April als Geburtstagsmonat ausgesucht! 

Mai | Juni


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Während im Mai die gesamte Online-Welt zur re:publica reiste, freute ich mich einfach nur wahnsinnig auf das alljährliche BLOGST-Treffen! Alte und neue Gesichter treffen, spannende Gespräche führen und dabei den ein oder anderen Drink zu mir nehmen. Das Leben könnte schlimmer sein, oder? Im Mai konnte ich dann auch das erste Mal Kuchen auf dem Balkon essen, den ersten Spargel in den Kochtopf und die ersten Erdbeeren in den Mund werfen. Natürlich durften auch leckere Kekse zum Muttertag nicht fehlen!
So richtig in Sommerstimmung kam ich dann beim Ramazotti-Netzwerkevent über den Dächern von Berlin. Dank eines großartigen Menüs der italienischen Köchin Luisa Giannitti, phänomenal leckeren Cocktails und vielen spannenden Gesprächspartnern war es ein perfekter Abend. Es gibt aber noch etwas, das mich 2016 besonders glücklich gemacht hat: Viele, viele Kinoabende im Zoo Palast Berlin mit meiner besseren Hälfte. Handy aus, Popcorn rein und abschalten.
Nicht zu vergessen sind aber auch diese beiden Highlights: Ein Besuch im Hard Rock Cafe Berlin, um die Ergebnisse der World Burger Tour zu testen und die unvergessliche Bloggerreise zum L'Etivaz in die Schweiz. Jedes Jahr überlege ich, was meine absoluten Blog-Highlights waren und jedes Jahr muss ich an die verschiedenen Reisen denken. Es sind einfach so viele phantastische Erfahrungen, auf die ich ohne meinen Blog hätte verzichten müssen.

Juli | August


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Im Juli und August gab es gleich zwei großartige Events in Düsseldorf an die ich noch oft denken muss: Zuerst war da das Event von Nikon. Das Nikon-Team stellte einigen Bloggern eine neue Kamera vor und zeigt uns in einem Fotokurs, wie wir damit tolle Fotos schießen können. Unglaublich spannend und hilfreich – ich hoffe, dass sich dadurch meine Fotos wenigstens ein bisschen verbessert haben. Ich arbeite auf jeden Fall daran!
Zum anderen fand der erste Foodblogday mit Zwilling und Otto-Gourmet statt. Geniale Messer und das beste Fleisch der Welt – Wagyu for president! Einen kleinen Eindruck vom Event bekommt ihr übrigens über folgendes Video. Hach, wenn ich dieses Fleisch wieder sehe...
Naja, in Düsseldorf lernte ich dann auch eine Nutellapizza bei "What's Pizza" kennen und verliebte mich auf den ersten Bissen. Eines Tages wird es dafür auch ein Rezept im Blog geben! Ganz bestimmt!
Neben genialen Ochsenbäckchen im Lubitsch wanderten im Sommer 2016 übrigens außergewöhnlich viele Donuts in meinen Magen. Oh, ich liebe diese runden Glücklichmacher einfach und kann nie genug davon bekommen!
Dann war da im Sommer natürlich noch Edinburgh. Hach! Eine Stadt, in der einem Kultur an jeder Ecke begegnet und frittierte Marsriegel auf Marshmallowshakes und frisch gebackene Scones treffen. Ein Paradies auf Erden und ein weiteres Highlight des Jahres!

September | Oktober


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Mein September startete wie so oft mit der IFA in Berlin. Rund um ihren selbst gedrehten Film "Tasteology" zeigte uns AEG, wie unterschiedlich das perfekte Geschmackserlebnis aussehen kann. Ein Film, der mich dazu inspirierte wieder mehr zu experimentieren, zu kochen und zu probieren. Vielen Dank für diese Horizonterweiterung!
September stand auch für drei weitere Superlative: Das größte Geschmackserlebnis im Panama, der beste Cheesecake im Cheesecake Princess und das beste Eis des Jahres im Caffé e Gelato. Vielen Dank für diese Geschmacksexplosionen!
Zusammen mit Felicitas Then ging es dann im Oktober über das Messegelände der Berlin Food Week, um die Food-Trends 2017 zu entdecken. Demnach wird es wohl noch mehr Brühe und noch mehr Fermentierte 2017 geben! Mmh, lassen wir uns überraschen!
Im Oktober folgte nach einem weiteren Abend im Hard Rock Cafe Berlin mit viel Oreo Cheesecake noch ein weiteres gigantisches Highlight: Eine Reise zu Giovanni Rana nach Italien zu ganz viel Pasta und Amore! Dolce vita pur und einfach nur unvergesslich!
Auf dem Foodbloggercamp Berlin tauschte ich mich zum Monatsende noch bei etwas Snickerstorte und selbst gebackenem Brot zu den neuen Blogtrends aus und fasste den Beschluss mich endlich mit Pinterest zu beschäftigen - was ich dann auch im Dezember tat!

November | Dezember


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

In keiner anderen Jahreszeit wird so viel geschlemmt wie im Winter! Schokoladentörtchen im Rausch Schokoladenhaus, sündhaft süße Wonder Waffeln in der Mall of Berlin, in Kerrygold ausgebackene Kartoffelplätzchen, selbst gebackene Weihnachtsplätzchen, klebrig-süße Karamelltorte oder Langos, Churros, Speckkuchen, geräucherter Lachs und Elchbratwurst auf den Weihnachtsmärkten dieser Welt. Hach, ich liebe diese schmackhafte Weihnachtszeit! Warum kann nicht jeden Tag Weihnachten sein?
Besonders gefreut habe ich mich im Dezember aber über eine Anfrage vom Hans im Glück: Für die aktuelle Winter-Aktionskarte durfte ich die verschiedenen Gerichte und Getränke in München fotografieren sowie verköstigen. Aufregend, köstlich und unvergesslich!
Mit einer gewonnenen Torte von Cakes Berlin auf dem Schoß, köstlichem Raclette-Käse im Magen und dem Lieblingsmenschen an meiner Seite fand dann das Jahr am 31.12. schließlich seinen krönenden Abschluss! 


Rückblick und Ausblick

Dies war nun also mein ganz persönliches Herzfutter-Jahr 2016. Obwohl ich nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen hatte, sich geplante Blogbeiträge immer weiter nach hinten verschoben oder gar nicht geschrieben wurden, bin ich trotzdem glücklich, dass es so viele schönen Herzfutter-Momente abseits meines alltäglichen Berufslebens überhaupt gab. Schließlich wusste ich vor rund einem Jahr nicht einmal, ob sich diese beiden Welten überhaupt miteinander vereinen lassen.
Seit ich aber nicht mehr versuche auf Teufel komm raus fünf Blogbeiträge im Monat zu schreiben, ist alles viel entspannter geworden. Ich bin mittlerweile einfach nur froh, dass ich ab und zu bloggen kann und trotzdem genug Zeit für mein Leben 1.0 bleibt. Es ist zwar auch schade, dass das Bloggen manchmal zu kurz kommt, tut mir auch oft sehr Leid, ist aber eigentlich kein Weltuntergang, oder? Aus zu viel Druck wird nämlich ganz schnell jede Menge Frust und darauf habe ich nun wirklich keine Lust!
Dies sind im Grunde auch wieder meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017: Noch mehr Gelassenheit, noch weniger Frust, noch mehr Zeit für meine Liebsten und noch mehr bewusstes Genießen der kleinen, schönen Momente im Leben!
Hach, ich bin jetzt schon sehr gespannt, was 2017 für uns bereit halten wird – voller Optimismus glaube ich aber daran, dass es ein grandioses Jahr wird und freue mich bereits auf neue Foodtrends, neue Herausforderungen und neue Geschmackserlebnisse! Und ihr?

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