Mittwoch, 8. November 2017

Bunter Herbstsalat mit frittiertem Bacon

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Es ist kalt, es ist nass, es ist Herbst. Wie jedes Jahr wird die dritte Jahreszeit nicht mit einem Freudenschrei, sondern eher mit einem lauten Stöhnen begrüßt. Dabei hat der Herbst doch so schöne Seiten. Die Baumwipfel verfärben sich rot und gelb und das leuchtende Blättermeer auf den Waldwegen macht Lust auf lange Spaziergänge. Das raschelnde Laub unter den Füßen, Vogelgezwitscher in den Bäumen und die warme Sonne auf der Haut. Im Anschluss dann eine große Tasse heiße Schokolade und ein großes Stück Apfelkuchen. Was gibt es Schöneres?

Bunter Herbstsalat mit frittiertem Bacon

Okay, kommt die Sonne dann tatsächlich einmal nicht heraus, ist der Herbst trotzdem alles andere als unerträglich. Denn dann kann man sich so richtig schön in eine Decke kuscheln, eine gute Serie anschalten und dabei eine große Schüssel Soulfood verputzen. Heiße Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch zum Beispiel oder einen deftigen Krustenbraten mit Wurzelgemüse oder auch einen lauwarmer Herbstsalat mit frittiertem Bacon – in der kalten Jahreszeit schmeckt das einfach alles so viel besser als bei 35°C und praller Sonne. Auf die Bikini-Figur muss nun auch niemand mehr achten, schließlich haben die Freibäder bereits geschlossen. Okay, nicht, dass ich im Sommer auf meine Bikini-Figur achten würde, aber jetzt kann eben wirklich jeder komplett ohne Reue essen.
Nachdem ich den Herbst bereits mit einer Apfel-Mohn-Schnitte begrüßte, möchte ich den Beginn der goldenen Jahreszeit nun auch herzhaft zelebrieren: Mit einem Sinnbild für die schönen Seiten des Herbstes. Orange leuchtender Kürbis war ein Muss. Rotes Wurzelgemüse gehört natürlich auch dazu. Birnen aus der Region und frischer Feldsalat vom Wochenmarkt. Und als Highlight? Knusprig frittierter Bacon! Warm, herzhaft und nicht all zu gesund – die perfekte Kombination, um mit einem Freudenschrei "Hallo, Herbst!" zu rufen.
Wie bei jedem Salat sind aber nicht nur die eigentlichen Zutaten entscheidend für den Geschmack, sondern auch das Dressing. Vom Essig bis zum Öl - wichtig sind hochwertige und geschmacksintensive Produkte, um den Salat perfekt abzurunden. Viele denken da vermutlich an ein natives Olivenöl oder an ein teures Walnussöl. Es muss aber gar nicht so exotisch sein. Ans Herz legen kann ich euch an dieser Stelle nämlich auch die Raps-Kernöle der Teutoburger Ölmühle, die ich in den letzten Wochen ausführlich testen durfte.

Raps Kernöl der Teutoburger Ölmühle

Das Unternehmen wurde vor mehr als 15 Jahren am Rande des Teutoburger Waldes in Ibbenbüren gegründet, um die klassische Ölmühlentechnik umweltfreundlicher zu gestalten. Dies schafft das Unternehmen durch ganz unterschiedliche Maßnahmen. Zum einen mit einer patentierten und zertifizierten Technologie, mit der die Öle mit einem deutlich geringeren Einsatz von Ressourcen hergestellt werden können. Dabei werden die 2 Millimeter großen Rapssamen geschält und nur die gold-gelben Kerne zu Raps-Kernöl verarbeitet, während die schwarzen, bitteren Schalen als Futtermittel genutzt werden (zu sehen im unteren Bild) – was übrigens für die Futtermittelindustrie eine deutlich umweltschonendere Alternative zum Sojaschrot aus Übersee ist. Da die Bitterstoffe der Schale so auch nicht in das kalt gepresste Öl gelangen, hat es einen deutlich feineren, nussigeren Geschmack als vergleichbare Öle von Wettbewerbern. Die Teutoburger Ölmühle ist nämlich das einzige Unternehmen, dass dieses Verfahren anwendet – zu sehen an der reinen, goldgelben Farbe des Kernöls. Außerdem entfällt aufgrund dieses Verfahrens auch die sonst übliche Raffination und chemische Weiterbehandlung der Öle.

Geschälte Rapssamen
Bildrechte: Teutoburger Ölmühle
Eine weitere Maßnahme, um umweltschonend zu produzieren, ist, dass der Stromverbrauch des Unternehmens aus 100% Wasserkraft gedeckt wird. Außerdem kommen die Rapssamen von heimischen Bauern, um so CO2-Emissionen einzusparen und die regionale Wirtschaft zu fördern. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen auch indirekt heimische Bienenarten mit den gelb blühenden Rapsfeldern seiner Lieferanten. Die Ölmühle hat sogar die Patenschaft für zwei Bienenvölker übernommen – ein kleiner, aber sehr symbolträchtiger Beitrag zum regionalen Umweltschutz. Schließlich wissen wir alle, wie wichtig Bienen für unsere Natur sind. Viele gute Gründe also, um das Öl des Unternehmens aus dem Teutoburger Wald zu testen.

Abfüllanlage Teutoburger Ölmühle
Bildrechte: Teutoburger Ölmühle
Für meinen "Hallo, Herbst!" Salat war das Raps-Kernöl KALT-WARM-HEISS perfekt. Darin konnte ich das Gemüse anbraten, den Bacon frittieren und das Dressing zubereiten. Ein Öl für alle Temperaturen und somit alle Fälle. Der feine, nussige Geschmack verbindet alle Komponenten miteinander und macht den Salat zu richtigem Soulfood. Welche Vorteile Rapsöl sonst noch hat, erfahrt ihr übrigens Anfang Dezember in einem weiteren Blogbeitrag!
Bis dahin könnt ihr den Herbst einfach mit zahlreichen Spaziergängen und Soulfood-Gerichten wie dem bunten Herbstsalat zelebrieren. Ohne Stöhnen, sondern mit ganz vielen Freudenschreien. Wäre doch ein Deal, oder?

Bunter Herbstsalat mit frittiertem Bacon


Zutaten

Salat
3 große Karotten
1 Süßkartoffel
1/2 Hokkaido-Kürbis
300 g braune Champignons
1 Birne (z.B. Williams Christ)
100 g Feldsalat

Dressing
20 ml Birnensaft
30 ml weißen Traubenessig
5 g mittelscharfer Senf
5 ml Honig
40 ml Raps-Kernöl
Salz
Pfeffer
Petersilie

frittierter Bacon
50 g Mehl
1 Ei
50 ml Wasser
Salz
Pfeffer
Zucker
100 g Bacon

Optional
Blauschimmelkäse
Walnüsse

Zubereitung

Zuerst die Karotten schälen, das grüne Kraut entfernen und die Karotten anschließend in dünne Scheiben schneiden. Die Süßkartoffel ebenfalls schälen und in dünne Scheiben schneiden. Nun den Kürbis entkernen und das Fruchtfleisch samt Schale in dünne Scheiben schneiden. In etwas Raps-Kernöl Karotten-, Süßkartoffel und Kürbisscheiben auf mittlerer Stufe von beiden Seiten hellbraun anbraten, bis sie weich – aber noch nicht matschig – sind. Mit etwas Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Herausnehmen und die Pilze putzen sowie vierteln. In der noch heißen Pfanne im restlichen Öl goldbraun anbraten und ebenfalls würzen. Karotten-, Süßkartoffel und Kürbisscheiben zusammen mit den Pilzvierteln in eine große Salatschüssel geben. Die Birne entkernen, den Stiel entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Ebenfalls in die Schüssel geben.  
Für das Dressing Birnensaft mit Essig, Senf und Honig vermischen und das Raps-Kernöl mit dem Schneebesen unterschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Klein gehackte Petersilie untermischen. Über das Gemüse und Obst geben und vorsichtig vermengen. 
Nun den Bacon frittieren! Dazu Mehl, Ei, Wasser mit einer Prise Salz, Pfeffer und Zucker schnell miteinander verquirlen. In einer Pfanne oder in einem Topf Rapsöl erhitzen. Die Bacon-Scheiben durch den Teig ziehen und im Öl ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. 
Nun den Feldsalat sehr gründlich waschen sowie putzen und zu den restlichen Zutaten in die Salatschüssel geben. Vorsichtig vermengen. Zum Schluss alles zusammen anrichten und bei Bedarf noch mit etwas zerbröckeltem Blauschimmelkäse und gehackten Walnüssen dekorieren. Lauwarm servieren und genießen.

Bunter Herbstsalat mit frittiertem Bacon und Raps Kernöl der Teutoburger Ölmühle

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Teutoburger Ölmühle" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Freitag, 27. Oktober 2017

Feuchtfröhlich durch Salzburg

Womit verbindet ihr eigentlich Salzburg? Mit Mozart(kugeln), Festspielen, Sound of Music und historischer Altstadt samt berühmter Getreidegasse? Dann ergeht es euch wie mir! Naja, ich verbinde Salzburg auch noch mit Erinnerungen an einen wunderschönen Urlaub vor einigen Jahren: Bei bestem Wetter durch die Altstadt flanieren, Pinzgauer Kasnockn verputzen, auf dem Mönchsberg spazieren gehen, luftige Salzburger Nockerln probieren, die beeindruckende Architektur des Museums der Moderne bestaunen, handgemachte Mozartkugeln vernaschen, im kristallklaren Attersee baden, phänomenal gut im Hangar 7 dinieren,  prunkvolle Residenzen bewundern und im Park des Schlosses Hellbrunn die Wasserspiele bei einem Eis genießen – Hals über Kopf hatte ich mich so in diese Stadt verliebt. Berge, Wasser, Kultur und Genuss. Alles in einer einzigen Stadt!

Festung von Salzburg

Getreidegasse in Salzburg

Attersee bei Salzburg

Eine Sache ist damals aber komplett an mir vorbeigegangen: das Salzburger Bier. Damit habe ich die österreichische Festungsstadt bisher überhaupt nicht verbunden. Etwas verwundert war ich daher schon, als ich vor einigen Wochen zu einer Bierreise nach Salzburg eingeladen wurde. Das Team vom Salzburger Online-Magazin fraeuleinflora.at bzw. dem Stadtmagazin „QWANT“ wollte gemeinsam mit dem Tourismusbüro Salzburg zeigen, dass diese Stadt noch mehr als "nur" die Wiege der europäischen Kultur- und Musikgeschichte ist. Seit mehr als 600 Jahren wird hier nämlich in vielen Häusern und Gaststätten hervorragendes Bier gebraut. Auch heute noch sind mehr als 10 Brauereien in und um Salzburg aktiv – zum Beispiel Österreichs älteste und größte Privatbrauerei, die Stiegl-Brauerei. Salzburg ist also so etwas wie Österreichs Bierhauptstadt und somit der perfekte Ort, um zusammen mit meinen Blogger-Kolleginnen Jessica von Yummy Travel, Iris von Sprinzeminze, Nina von Reisehappen, Maria von Global Brunch, Laura-Lee von The Travelette sowie Tina von Lunch for One auf eine kleine, bierige Sauftour zu gehen! Getreu dem Motto: Liaba an Bauch vom Saufen, ois an Buckel vom Orbeiten!

Tag 1: Eine Stadtführung der anderen Art

Ich hatte mir ja schon gedacht, dass diese kleine Bloggerreise eine feuchtfröhliche Veranstaltung werden würde – dass es am Ende aber so richtig feucht wurde, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Bereits als unsere Propellermaschine am kleinen Salzburger Flughafen landete, regnete es aus Kübeln. Dicke, graue Regenwolken versperrten die Sicht auf weiße Berggipfel, grüne Wiesen und rote Dächer. In der Stadt angekommen, das gleiche Bild: Grau vor Grau, Grau in Grau und Grau über Grau. Von oben Regen, von unten Regen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis wir völlig durchnässt waren. Ich würde sagen, die ideale Voraussetzung für eine Stadtführung!

Stadtführung durch Salzburg mit Biersommelier Martina Gyuroka

Glücklicherweise war es allerdings keine normale Stadtführung. Mit viel Witz und Charme führte uns Biersommelier Martina Gyuroka nach einem zünftigen Begrüßungsdrink – ein Biercocktail mit reichlich Gin und etwas Blue Curacao im Pitterkeller – auf den Spuren des Bieres durch die Stadt. An jeder zweiten Ecke hatte Martina eine kleine Anekdote zu versoffenen Grafen, der festeliebenden Mozart-Familie oder den zahlreichen Brauereien parat: Wer weiß, was Stiegl abgekürzt bedeutet? Salzburger trinken immer einen ganzen Liter!
Nach diversen Stationen hieß es dann schließlich: "Gemma ins Bräustübl!" Das historische Augustiner Bräu Mülln ist mit 1.400 Sitzplätzen Österreichs größte Biergaststätte und ein beliebter Treffpunkt für alle Salzburger. Hier trifft sich Jung und Alt, Reich und Arm, Touris und Einheimische, um gepflegt einen zu heben. Dort, wo gerade Platz ist, setzt man sich einfach hin und findet so im Handumdrehen komplett neue Kontakte. An langen Tischen wird dann in den Räumen des 5.000 qm großen Kellergewölbes gemeinsam gequatscht, gesungen und gelacht.

Bierbrunnen im Augustiner Bräu Mülln

Kühles Bier im Augustiner Bräu Mülln

Warme Speisen gibt es an kleinen Ständen und frisches Bier aus großen Fässern. Traditionell spült dazu jeder Gast seinen Steinkrug in kaltem Wasser am Bierbrunnen aus, gibt ihn dem Schankwirt und nimmt nach der Bezahlung den vollen Krug wieder entgegen. Der perfekte Ort also, um nach einem langen Stadtspaziergang ganz entspannt ein kühles Blondes zu genießen. Solltet ihr unbedingt ausprobieren!
Ein so richtig deftiges Abendessen bekamen wir dann aber im Anschluss in Österreichs ältester Weißbierbrauerei serviert: Die Weisse. Plopp für plopp fliegen hier die Korken von den Bierflaschen und in einer typisch uriger Braugaststätten-Atmosphäre gibt es Zwiebelrostbraten, Weisswurstgröstl, Schweinsbratl, Kasnockn und andere deftige Schmankerl der österreichischen Küche. Österreich, wie ich es liebe!

Tag 2: Salzburger Traditionen und moderne Craft Beer Kultur

Typisch österreichisch ging es auch am nächsten Tag weiter (immer noch mit Dauerregen im Schlepptau): Das Salzburger Heimatwerk öffnete seine Türen für uns. Dirndl, Lederhosen und Trachten so weit das Auge reicht. Ich muss ja gestehen, dass ich damit so gar nichts anfangen kann. Selbst zum Oktoberfest ziehe ich keine Lederhose an. Okay, ich gehe noch nicht einmal auf das Oktoberfest. Reizt mich irgendwie nicht. Trotzdem oder gerade deswegen freute ich mich riesig auf diesen Programmpunkt. Wer weiß, ob ich jemals wieder die Gelegenheit bekommen werde, eine Lederhose anzuprobieren!

Verkaufsraum im Heimatwerk in Salzburg

Impressionen vom Heimatwerk in Salzburg

Obwohl ich mit Trachten nichts anfangen kann, hat mir unheimlich imponiert mit wie viel Leidenschaft uns Geschäftsführer Hans Köhl durch sein Reich führte. Wahnsinn wie viel Arbeit hinter jedem Kleidungsstück steckt, von den handgestrickten Stutzen bis zum handgenähten Dirndl. Mit leuchtenden Augen zeigte er uns die verschiedenen Schnitte, Nähte und Knöpfe. Ja, dieser Mann liebt und lebt seinen Beruf über alles. Dies merkte man auch, als mich sein prüfender Blick traf. Sofort wusste Her Köhl welche Größe mir passen müsste und suchte alle Teile zusammen.

Anprobe einer Lederhose im Heimatwerk in Salzburg

Typisch Salzburg: Fesche Trachten im Heimatwerk

Was soll ich sagen? Die Tracht passte wie angegossen und das weiche Hirschleder der Lederhose fühlte sich wie eine zweite Haut an. Okay, die Stutzen aus Wolle haben etwas gekratzt, aber sonst habe ich mich richtig wohl gefühlt in diesem Outfit. Das hätte ich wirklich niemals gedacht!  Ich finde, es sieht auch gar nicht so schlecht aus. Vielleicht sollte ich meine Einstellung zum Oktoberfest also doch noch einmal überdenken oder einfach direkt nach Salzburg ziehen.
Da man solch eine Tracht aber nicht trinken kann, kommen wir fix zum nächsten Programmpunkt: Ein köstliches Menü mit passender Bierbegleitung zu jedem Gang wartete in der Trumerei auf uns.

Bierlokal in Salzburg: Die Trumerei

Kühles Bier in der Trumerei

Die Trumerei ist ein Bierlokal, wie man es auch in Berlin antreffen könnte. Craft Beer aus aller Welt, regionale Küche, junges Publikum und eine lockere, unkomplizierte Atmosphäre ohne Schnick Schnack. Egal, ob ihr eine der leckeren Kreationen der Trumer Privatbrauerei oder doch lieber ein Craft Bier aus Südamerika zu eurem Essen genießen wollt, hier werdet ihr nicht nur ideal beraten, sondern könnt die Bierkultur in all seinen Varianten zelebrieren und am Ende euer Lieblingsbier auch noch im Shop kaufen.

Biertasting in der Trumerei

Bier passend zum Essen in der Trumerei

Etwas klassischer geht es da in der Stiegl Brauerei zu. Die Stiegl Brauwelt ist im Vergleich zu den anderen Stationen dieser Bierreise einfach nur groß. Gigantisch groß. Aber auch gigantisch professionell. In einem großen Braushop können zahlreiche Merchandise-Artikel gekauft, in zahlreichen Räumen gespeist oder in einer 400 qm großen Ausstellung die Schritte des Bierbrauens erlebt werden. So wurden zum Beispiel Hopfenfelder nachgebaut oder ein 270° Braukino installiert, um jeden einzelnen Schritt detailliert zu zeigen und zu erklären.

Stiegl Brauerei in Salzburg

Stiegl Brauwelt in Salzburg

Das Beeindruckendste war aber der Verkostungskeller. Rund 8.000 Bierflaschen aus den verschiedensten Ländern lagern hier und durften von uns unter Anleitung eines Diplom-Biersommeliers verkostet werden. Oh, da fühlte ich mich sofort an mein Bier- und Glastasting bei Spiegelau erinnert. Die Nasenspitze tief in das Glas und dann alle Aromen aufsaugen.

Edle Tropfen im Verkostungskeller der Stiegl-Brauwelt

Craft Beer aus aller Welt bei Stiegl

Biertasting bei Stiegl

Angeheitert durch unser Bierdinner in der Trumerei, ging das aber schon nicht mehr ganz so gut und 8.000 Biere konnten wir nun wirklich nicht mehr probieren. Aber auch nach den paar probierten Bieren, die teilweise um die 14 % Alkohol hatten, war die Stimmung ziemlich ausgelassen. Bei einem deftigen Essen im cool gestalteten Maschinenhaus der Stiegl Brauwelt ließen wir den Abend dann feuchtfröhlich ausklingen.

Leckere Kasnockn bei Stiegl

Tag 3: Vom Moorbier bis zum Moor-Menü

Der nächste Morgen begann – wie sollte es anders sein – mit Regen und Bier. Im urigen Ort Anthering bei Salzburg begrüßten wir den Tag mit Dudelsackmusik und einem kühlen Moorbier in der Hand. Klingt im ersten Moment etwas seltsam, war für mich aber eines der Highlights der Reise. Aus Berliner Sicht würde ich sagen mitten im Nirgendwo steht das Raggei Bräu, eine kleine Hausbrauerei samt Lokal.

Raggei Bräu

Frisch gebrautes Bier im Raggei Bräu

Besitzer, Bauer und Brauer Johann Stadler ist so ein Typ, wie es ihn nur ein einziges Mal auf der Welt gibt. Er liebt Schottland und spielt daher Dudelsack aus Leidenschaft. Er liebt Bier und hat darum einfach angefangen in seinem Keller sein eigenes Bier zu brauen. Reinheitsgebot gibt es in Österreich ja eh nicht. Er liebt aber auch seine Heimat und darum kommt in eines seiner Bier auch nur Sonnenmoorwasser aus Anthering.

Johann Stadler, Brauer im Raggei Bräu

Kleine Jause im Raggei Bräu

Kühles Moorbier im Raggei Bräu

Dieses daraus entstehende, dunkle und unfiltrierte Moorbier wird übrigens auch nur bei Vollmond gebraut. Klar, oder? Solche außergewöhnlichen Kontraste, Menschen und Konzepte liebe ich ja einfach! Schaut darum unbedingt einmal auf Johanns Bauernhof vorbei, ihr werdet es nicht bereuen. 
Wer es dann doch nicht ganz so urig mag, der wird seine Freude am familiengeführten vier Sterne Hotel-Restaurant Ammerhauser haben. Kreative, moderne Küche im eleganten Ambiente. Küchenchef Gert Seebauer bereitete für uns ein unheimlich spannendes Moor-Menü zu – der perfekte Abschluss eines grandiosen Wochenendes. Dieses Mal verzichteten wir allerdings auf das Bier, schließlich wollten wir noch halbwegs nüchtern die Heimreise antreten...

Moor-Menü im Hotel Ammerhauser

Risotto mit Moor im Ammerhauser Hotel Restaurant

So, nun wisst ihr also, was ihr in Salzburg z.B. bei strömenden Regen machen könnt: Richtig gutes Bier in einer der vielen Brauereien und Gaststätten trinken, vom Biercocktail bis zum Moorbier. In diesem Sinne: Prost, zum Wohl und bis bald, geliebtes Salzburg!

Bierreise nach Salzburg mit Bloggern

Bilder: Björn Valentin von Herzfutter // Matthias Gruber von fraueleinflora.at

Pressereise: Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieses Wochenende in Salzburg vom "Tourismus Salzburg und fraeuleinflora.at" organisiert wurde. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Samstag, 23. September 2017

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Es gibt Tage, da habe ich große Gelüste. Wahnsinnig große Gelüste. Gelüste auf ein ganz bestimmtes Gericht, ein ganz bestimmtes Dessert oder einen ganz bestimmten Kuchen. Ausgelöst durch Erinnerungen, Gerüche oder auch einfach nur den Beginn einer neuen Jahreszeit.
Als ich neulich beispielsweise durch den Park ging, sich die ersten Blätter goldgelb von den Bäumen lösten und mich eine kräftige Herbstbrise durchpustete, hatte ich auf einmal riesige Lust auf ein großes Stück gedeckten Apfelkuchens. Mit einer dicken Apfelschicht, knusprigem Mürbeteig und ganz viel Zuckerguss. Perfekt, um den Herbst zu begrüßen. Also ab zum Bäcker meines Vertrauens. Der Blick fiel auf die Kuchentheke. Schwarzwälder Kirsch an Frankfurter Kranz, Pflaumenkuchen an Mohnschnitten, Streuseltaler an Rosinenschnecken. Wie gut das alles aussah! Kein Wunder, dass da der gedeckte Apfelkuchen schon fast wieder vergessen war. Eigentlich wollte ich mich direkt in die Auslage legen und einfach alles probieren. Mit Sicherheit wäre davon die nette Verkäuferin aber nicht ganz so begeistert gewesen und naja, mein Magen wäre wohl auch etwas überfordert gewesen.
Also beschloss ich kurzerhand selbst zu backen und mehrere Gelüste in einem einzigen Kuchen zu vereinen. Ich rannte in den Supermarkt und warf alles in den Einkaufskorb, was mich anlachte. Es ist so furchtbar mit hungrigem Magen einkaufen zu gehen!

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Am Ende entstand aus all den Zutaten eine bunte Mischung an diversen süßen Herbstversuchungen: Ein knuspriger Mürbeteig und eine fruchtige Apfelschicht wie beim gedeckten Apfelkuchen, eine saftige Mohnfüllung wie bei den Mohnschnitten und ein paar dicke Streusel wie beim Pflaumenkuchen. Achso, natürlich darf in keinem Herzfutter-Herbstkuchen ein bisschen Karamell fehlen. Der perfekte Herbstgenuss, der dank der ordentlichen Portion Zimt und Marzipan sogar ein bisschen an den bevorstehenden Winter erinnert.
Okay, ich muss natürlich zugeben, dass dieser Blechkuchen nicht innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch stand – aber ihr könnt mir glauben, der Aufwand hat sich gelohnt! Der erste Bissen und all meine Gelüste wurden sofort befriedigt. Ja, so gefällt mir der Herbst und euch hoffentlich auch! Guten Appetit!

Mohnkuchen mit Apfel und Karamell

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell


Zutaten


Mürbeteig
250 g Mehl
65 g Marzipan
100 g Butter 
50 g Puderzucker
1 Ei

Mohnfüllung
200 ml Milch
100 g Zucker
200 g gemahlener Mohn
50 g gemahlene Mandeln

Karamell
200 g Zucker
200 ml Schlagsahne

Apfelfüllung
4 Äpfel (ca. 600 g)
125 g Marzipan
25 g brauner Zucker
Abrieb einer Orange
1 EL Zimt
2 EL Wasser

Butterstreusel
160 g Mehl
100 g Butter
100 g brauner Zucker

Zubereitung

Im ersten Schritt den Mürbeteig zubereiten. Dazu Mehl, Marzipan, Butter, Puderzucker und Ei miteinander verkneten und in Frischhaltefolie eingewickelt für mindestens 1 Stunde oder noch besser über Nacht im Kühlschrank kühlen. Für die Mohnfüllung die Milch zusammen mit dem Zucker aufkochen und sobald sich der Zucker aufgelöst hat, den gemahlenen Mohn und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Mehrere Minuten köcheln lassen und anschließend ebenfalls für mindestens 1 Stunde oder über Nacht abkühlen lassen. 
Den gekühlten Mürbeteig dünn auf Backpapier ausrollen, auf ein Backblech ziehen und den überstehenden Teig umklappen und andrücken. Nun das Karamell zubereiten. Dazu den Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur langsam goldgelb schmelzen lassen, die Schlagsahne hinzugießen und so lange rühren, bis sich alles miteinander verbunden hat. Das Karamell auf den Mürbeteig gießen, grob verteilen und abkühlen lassen. 
Währenddessen die Apfelfüllung vorbereiten. Die Äpfel schälen, entkernen und die Äpfel jeweils in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Marzipan, Zucker, Orangenabrieb, Zimt und Wasser vermischen und in einem Topf in wenigen Minuten weich dünsten. 
Nun den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und auf der Karamellschicht die Mohnfüllung verteilen und darauf die Apfelfüllung verstreichen. Zum Schluss für die Butterstreusel Mehl, Butter und braunen Zucker miteinander verkneten, daraus grobe Streusel formen und auf dem Kuchen verteilen. Für 40-45 Minuten im Ofen goldbraun backen.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und warm genießen.

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Sonntag, 20. August 2017

Spielerisch einfach: Uncharted Curry aus Indien

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Uncharted Curry - mit vielen Grüßen aus Indien

Ich erinnere mich noch an den ersten PC im Hause meiner Eltern. Ein riesiges Teil mit einem noch größeren Bildschirm. Ich kann mich zwar überhaupt nicht mehr an die technischen Details erinnern, aber noch ganz genau an mein erstes Spiel: Prehistoric! 1991 kam das Spiel auf den Markt – in welchem Jahr ich es dann gespielt habe, weiß ich leider nicht mehr so ganz genau. Was ich aber definitiv weiß: Ich war richtig süchtig danach. Als kleines verpixeltes Steinzeitmännchen musste man in einem Jump'n'Run Adventure durch die Gegend hüpfen, Früchte einsammeln und Dinosauriern eins mit der Keule überziehen. Würde heute vermutlich kaum noch einen Gamer hinterm Sofa hervorlocken, war damals aber ziemlich cool.
Egal, ob zuhause oder bei meinen Freunden: Zahlreiche Games und Konsolengenerationen folgten! Von Final Fantasy bis hin zu Diablo war alles dabei! Damit die Eltern beruhigt waren, gab es in meiner Sammlung natürlich auch noch das ein oder andere Lernspiel wie das "Matheland". Hey, so machte Mathe sogar mir endlich einmal Spaß!
Mittlerweile gibt es ja auch genügend Studien, die die positiven Effekte von Computer- bzw. Konsolenspielen belegen. Sie erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Sehfähigkeit, Multitaskingfähigkeit und bauen Stress ab. Naja, trotzdem sind Games nach wie vor für viele ein rotes Tuch, aber ich glaube, so lange man nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm hockt, sind Spiele alles andere als schädlich.
Nachdem ich meine mittlerweile beste Freundin Katrin während meines Studiums in Bielefeld kennenlernte, erreichte meine Leidenschaft für Konsolenspiele einen neuen Höhepunkt. In ihrer Familie sind Games alles andere als verpönt. Von der Oma bis zum kleinen Bruder spielt hier einfach jeder – und wenn es nur ein Spiel bei Facebook oder am Smartphone ist. Das typische Nerd-Klischee trifft hier aber trotzdem auf niemanden zu – ich glaube, dieses Klischee ist sowieso völlig überholt. Schließlich sehe ich morgens in der U-Bahn einfach jeden spielen –  vom Anzugträger bis zur älteren Lady. Naja, zurück nach Bielefeld: Am Anfang schaute ich während meiner zahlreichen Besuche oft nur beim Zocken zu, dann wechselten Katrin und ich uns irgendwann beim Spielen ab und auf einmal waren unsere Spieleabende an ihrer PlayStation 3 ein festes Ritual. Skyrim, Assassin's Creed, GTA oder Heavy Rain – gemeinsam kämpften wir uns durch jedes Abenteuer. Mittlerweile wohnen wir in zwei verschiedenen Ländern und unsere gemeinsamen Spieleabende gibt es leider nicht mehr. Meine PlayStation 4 ist für mich aber nach wie vor der beste Weg, um einmal komplett abzuschalten, mich in eine andere Welt zu begeben, meine Phantasie anzuregen und so auf ganz neue Ideen und Gedanken zu kommen.


In eine komplett neue Welt lädt auch "Uncharted: The Lost Legacy" ein. Es ist der neuste Teil der erfolgreichen Spielereihe Uncharted, in dem sich alles um die zwei Heldinnen Chloe Frazer und Nadine Ross dreht. Das allein ist schon einmal sehr cool, denn Frauen als Hauptcharaktere sind leider immer noch eine Seltenheit in Games. Die beiden begeben sich in Indien auf die Jagd nach dem verschollenen Stoßzahn. Dabei entdecken sie verschollene Städte, wertvolle Artefakte und begegnen natürlich immer wieder ein paar Bösewichten, die es zu besiegen gilt. Klettern, springen, schwingen, rutschen und dabei immer die Kanone im Anschlag – der Trailer lässt auf ein spannendes Abenteuer hoffen. Ob sich diese Hoffnung erfüllt, weiß ich allerdings noch nicht, denn das Spiel kommt erst am 23.08.2017 heraus.


Damit die Wartezeit nicht so lang wird, habe ich für euch ein leckeres Uncharted Curry aka Chicken Korma kreiert und falls ihr zufällig auf der diesjährigen Gamescom, der größten Spielemesse Europa, seid, könnt ihr das Curry sogar vor Ort probieren.
Naja, aber auch wenn ihr nicht auf der Gamescom seid, Games allgemein so gar nichts abgewinnen könnt, solltet ihr trotzdem das Curry einmal probieren: Es ist einfach nur unfassbar lecker und schmeckt jedem, egal, ob Gamer oder nicht!

Traditionelles Chicken Korma aus Indien

Uncharted Curry aka Chicken Korma


Zutaten für 4 Personen


1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
ca. 1 EL Butterschmalz
400 g gehackte Tomaten (Dose)
400 ml Sahne
750 g Hähnchen-Brustfilet
4 TL indisches Currypulver
1 TL Chiliflocken
4 TL Tomatenmark
1/2 TL Paprikapulver
3 TL brauner Zucker
4 TL Salz
3 EL Kokosraspeln
5 EL Mandelblättchen

Zubereitung

Zuerst die Zwiebel und dann die Knoblauchzehen schälen. Anschließend in möglichst kleine Würfel schneiden. Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Butterschmalz in einem großen Topf bei hoher Hitze glasig anbraten. Gehackte Dosentomaten und Schlagsahne hinzugeben.
Das Hähnchen-Brustfilet ebenfalls klein schneiden und zu den Tomaten in den Topf geben. Mit Curry, Chili, Tomatenmark, Paprikapulver, Zucker und Salz würzen.
Alles bei niedriger Temperatur 20 Minuten lang köcheln lassen. Anschließend noch einmal mit Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss Mandelblättchen und Kokosraspeln über das fertige Gericht streuen und zusammen mit Reis oder Brot servieren.

Uncharted Curry aus Indien aka traditionelles Chicken Korma

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Sony PlayStation" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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