Donnerstag, 18. Dezember 2014

Cranberriewoche: Wenn die Prinzessin Weihnachten feiert

Heute wird es so richtig verrückt! Denn Popcorn zu Keksen zu verarbeiten ist die eine Sache, aber pinke Weihnachten zu feiern, ist ein ganz anderes Kaliber! Besonders, wenn man bedenkt, dass Pink so gar nicht zu meinen Lieblingsfarben gehört und ich traditionelle Weihnachten in Rot, Gold und Grün liebe - wie man zur Zeit auch sehr gut bei meinem Instagram-Account sieht.

Pinkes Dessert

Wie es dann zu pinken Weihnachten kommen konnte? Nun, das will ich euch gerne erzählen:

Es war einmal eine kleine Prinzessin, in einem weit entfernten Land. Sie lebte in einem riesigen Schloss aus purem Gold. Die Mauern waren aus Gold, der Boden war aus Gold, die goldenen Dachziegel glitzerten wundervoll in der Sonne und ja, selbst die Möbel waren aus Gold! 
Eines Morgens wachte die kleine Prinzessin mit einem großen Gähnen auf, stieg aus ihrem goldenen Bett und tapste über den goldenen Fußboden. Sie zog sich ihr goldenes Kleid an, schlüpfte in ihre goldenen Schühchen und rannte die goldene Treppe herunter. "Aber, aber mein Kind! Eine Prinzessin rennt doch nicht!" rief der König. "Ach, Papa! Ich bin aber so aufgeregt!", antwortete die Prinzessin, "Heute ist doch Weihnachten und ich bin so aufgeregt!". Der König lächelte wissend und sprang ebenfalls auf, nahm seine Prinzessin an die Hand und zusammen gingen sie schnellen Schrittes zur großen Halle. "Schau nur, wie prachtvoll sie unseren Weihnachtsbaum geschmückt haben!"
Oh ja, es war wirklich prachtvoll! Die ganze Halle funkelte und glitzerte in den verschiedensten Goldtönen. Der Baum war aus purem Gold, mit goldenen Kristallkugeln, goldenen Engeln und goldenen Sternen und einer funkelte heller als der andere. Es war ein wirklich königlicher Baum! Doch die Prinzessin sah alles andere als glücklich aus: "Hach, Papa, ich kann diese Farbe einfach nicht mehr sehen. Überall wo ich hinsehe, sehe ich Gold, warum können wir nicht so leben, wie alle anderen Menschen auch?" Der König blickt traurig auf seine Tochter herab und murmelte: "Weil die Farbe der Könige nun einmal Gold ist. So war es schon bei deinem Großvater und deinem Urgroßvater und deinem Ururgroßvater und deinem..." "Ja, ja schon gut, ich habe es verstanden, Papa!" rief die kleine Prinzessin unglücklich, rannte in ihr Zimmer und warf sich auf ihr goldenes Bett. "Warum war die Welt nur so ungerecht?", fragte sich die kleine Prinzessin und dicke Tränen kullerten über ihr Gesicht. Sie schluchzte so laut in ihr goldenes Kissen, dass es bis zu den Schlossmauern hallte: "Ich wünschte, wir würden pinke Weihnachten feiern!" 
Wie es nun der Zufall will, flog in diesem Moment die kleine Fee am goldenen Schloss vorbei. Die Tränen und das Geschluchze der kleinen Prinzessin rührten die kleine Fee sehr. Sie zögerte nicht lange, schwang ihren pinken Zauberstab und es gab einen lauten Knall! Plötzlich umhüllte eine große, dicke rosa Wolke das ganze Schloss. Die Prinzessin schaute sich verwundert um. Alles war auf einmal pink. Die Mauern waren pink, der Boden war pink und die Dachziegeln waren pink. Ja, selbst die Möbel waren pink! Die Prinzessin riss die Augen auf und jauchzte vor Glück so laut, dass ihr Vater die Treppe heraufstürmte und mit einem Krachen die Tür aufriss. Als er aber seine Tochter so glücklich sah, beschloss er, dass man sehr gut auch pinke Weihnachten feiern könne und schloss die kleine Prinzessin in die Arme...
Und wenn sie nicht gestorben sind, feiern sie noch heute pinke Weihnachten."

Tja, so war das damals und wie es nun der Zufall will, fand ich in einem alten, goldenen Kochbuch dieses Rezept für ein pinkes Spekulatiusschichtdessert. Ich war ziemlich überrascht, dass pinke Weihnachten so überraschend gut schmecken! Sollte ihr unbedingt einmal ausprobieren! Oder doch gelbe Weihnachten? Blau, Grün, Lila? Traditionen müssen auch einmal gebrochen werden.

Wer übrigens nach diesem Dessert noch Cranberrienektar übrig hat, kann den Saft auch für Cocktails, Fruchtschorlen oder leckeren Cranberry-Glühwein nutzen. Schmeckt alles hervorragend erfrischend und ist dazu noch gesund! Naja, wie gesund Cranberries wirklich sind und wo sie eigentlich ihren Ursprung haben, verrate ich euch dann am Samstag mit meinem letzten Cranberryrezept. :)

Spekulatiusdessert

Zutaten für 4 kleine Gläser 
100 ml Schlagsahne
150 g Quark
50 ml Cranberrienektar
50 g Zucker
1 TL Zimt
1 Vanilleschote
rote Speisefarbe
100 g Spekulatius

Zubereitung
Zuerst die Sahne aufschlagen. Dann den Quark mit dem Cranberrienektar, Zucker und Zimt cremig rühren. Nun die Sahne unterheben. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Vanillemark unter den Quark mischen. Wer den Quark tatsächlich pink möchte, rührt etwas rote Speisefarbe unter den Quark, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Den Spekulatius in einer Schüssel oder einem Gefrierbeutel zerkrümeln und anschließend Spekulatiuskrümel und Quark abwechselnd schichten.

Spekulatiusschichtdessert

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Cranberry Marketing Committee" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

Dienstag, 16. Dezember 2014

Cranberriewoche: Popcornmakronen mit Cranberries

Winzige, rote Früchte. Säuerlich und leicht herb. Unscheinbar und doch voller Power. Nein, ich spreche weder von Johannisbeeren, noch von Preiselbeeren. Sondern von der Verwandten der Preiselbeere: Die Cranberry. Diese Woche wird sich alles um diese Frucht drehen. Warum? Naja, auf der einen Seite findet man die Cranberry in der Zutatenliste von sehr vielen weihnachtlichen Rezepten und auf der anderen Seite wurde ich vom "Cranberry Marketing Committee" gefragt, ob ich Lust hätte, mich einmal dieser Frucht in drei Rezepten zu widmen.
Natürlich hatte ich Lust! Denn gerade zum Anlass der aktuellen "Post aus meiner Küche" Runde kam diese Anfrage genau richtig. Aber was für Rezepte könnten das sein? Denn so richtig viel habe ich noch nicht mit Cranberries angestellt. Ich erinnere mich spontan an ein einfaches Pralinenrezept mit weißer Schokolade oder an eine fruchtige Cranberrysauce zum Braten. Aber sonst? Sonst habe ich meine volle Aufmerksamkeit eher Erdnüssen gewidmet.
Dabei ist die Cranberry eine so tolle Frucht. Mittlerweile sind die getrockneten Früchte immer und überall erhältlich und gerade zum Backen sind Cranberries nahezu perfekt. Sie sind nicht nur ein kleiner Hingucker, da sie ihre schöne, rote Farbe auch nach dem Backen behalten, sondern sie sind auch geschmacklich ein kleines Highlight. Denn in sehr süßen Backwaren sind die säuerlichen Cranberries ein schöner Gegenspieler zur Süße und runden den Geschmack so perfekt ab. Die Kombination von süß und sauer finde ich ja sowieso super, genau wie von süß und salzig. Darum werde ich die Cranberriewoche mit einem außergewöhnlichem süß-saurem Keksrezept starten. Aber wer meine Snickerstorte, meine Käsekuchentorte oder meine Crêpestorte kennt, den wird auch diese Kreation nicht sonderlich wundern: Süßeste Popcornmakronen mit Cranberries.
Nachdem ich auf einem Event mit Popcorn gekocht habe, lässt mich diese Zutat nicht mehr los. Nun hat sie endlich ihren großen Auftritt. Hand in Hand mit der Cranberry. Ich finde, eine unschlagbare Kombination. Oder?

Popcornkekse

Zutaten
100 g getrocknete Cranberries
3 Eiweiß
1 Prise Salz
50 g Zucker
150 g gesüßtes Popcorn
60 runde Backoblaten

Zubereitung
Die Cranberries grob kleinhacken. Die Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen und dabei den Zucker hineinrieseln lassen. Ist das Eiweiß steif, die Cranberries unterrühren und zum Schluss das Popcorn unterheben. Den Backenofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier und anschließend Backoblaten belegen. Auf die Oblaten mit zwei Löffeln kleine Häufchen setzen. Die Backbleche nacheinander 15-30 Minuten im Ofen knusprig backen. Die Makronen sollten nicht mehr kleben - werden sie zu braun, legt einfach Alufolie auf das Blech und dreht die Temperatur etwas herunter. Anschließend die Markonen in Keksdosen aufbewahren oder sofort alle vernaschen. :)

Pocornmakronen

Popcorncookies

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Cranberry Marketing Committee" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

Samstag, 13. Dezember 2014

Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet! Bratapfel? Milchreis? Oder beides?

The same procedure as every year! Auch dieses Jahr wird der Bratapfel auf meinem Blog gefeiert. Er ist und bleibt eines meiner liebsten Desserts zur Weihnachtszeit. Wenn ich nur an diesen Duft denke... da sitzt man freudig vor dem Ofen und die Wangen sind rot gefärbt vor lauter Vorfreude. Sieht, wie der Apfel vor sich hinbrutzelt, die Haut des Apfels langsam aufplatzt. Hört, wie's knallt und zischt. Und dann? Dann kommt der Duft. Dieser unglaubliche Duft, der sich erst ganz leicht und langsam, dann aber schon fast penetrant in der ganzen Küche verteilt und die Sinne vernebelt. Wasserfälle im Mund! Hach - so muss Vorfreude sein.
Schließlich kommt der eigentliche Genuss ja noch. Wenn der Löffel durch den Apfel wie durch Butter gleitet. Die Mischung aus den intensiven Gewürzen und dem leicht säuerlichem Fruchtfleisch findet ihren Weg in den Mund.
Glückseligkeit.
Frohe Weihnachten und Halleluja!
Kurzum, ja, ich liebe den Bratapfel.
Darum habe ich vom Bratapfelschichtdesser bis zur Bratapfelmarmelade bereits alles ausprobiert. Aber neulich kam mir der Gedanke dieses Dessert mit einer weiteren unglaublich leckeren Komponente zu kombinieren. Nein, ausnahmsweise kein Erdnusskaramell... hm wobei... jetzt, wo ich darüber nachdenke... ich glaube, ich muss mal eben in die Küche... okay, okay, ich warte noch kurz.
Also nein, kein Erdnusskaramell und auch kein Bacon, sondern Milchreis. Ja, auch dieses Dessert liebe ich sehr. Milchreis, naja es klingt vielleicht komisch, aber ich verbinde mit diesem Reis Kindheit, Wärme und Familie. Alle Gefühle vereint in einem Dessert. Wenn wir also einen Bratapfel mit Milchreis füllen, dann kombinieren wir weihnachtlichen Hochgenuss mit Kindheit, Wärme und Familie. Da kann doch nur das Allerbeste herauskommen, oder? 

Bratapfel mit Milchreis

Zutaten für 2 Portionen
125 g Milchreis
500 ml Milch
1 Vanilleschote
2 Äpfel (z.B. Boskop)
50 g Mandelstifte
100 g Rosinen
2 EL brauner Zucker
2 TL Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
100 g Marzipan

etwas Butter

Zubereitung
Den Milchreis mit der Milch aufkochen und auf niedriger Stufe ca. 30 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen, bis der Milchreis gar ist. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und zusammen mit der Schote mit dem Milchreis aufkochen lassen. Die Äpfel waschen und das Kerngehäuse mit einem Messer rund herausschneiden. Die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Öl etwas anrösten. Die Rosinen, den Zucker, den Zimt und die Prise Nelken zu den Mandeln geben und ebenfalls vorsichtig anrösten. Das Marzipan hineinbröckeln und unterrühren.

Bratapfel

Sobald der Milchreis fertig ist, die Vanilleschote herausnehmen und den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Zutaten aus der Pfanne in den Milchreis rühren. Eine Auflaufform mit etwas Butter fetten, die Äpfel hineinsetzen, mit Milchreis füllen und eine Butterflocke auf den Apfel setzen. Nun die Form für 20-30 Minuten in den Ofen schieben, bis der Apfel weich ist. Milchreis zusammen mit dem Bratapfel servieren. Lasst es euch schmecken!

Bratapfel mit Milchreis

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Blogging under the mistletoe: Knusprige Erdnussschnitten

Man glaubt es kaum, aber es geht in großen Schritten auf Weihnachten zu. Es ist bereits der 10. Dezember! Nur noch 14 Tage. VIERZEHN Tage bis die letzte Sekunde des Geschenkemarathons verstrichen ist und die Beute unter den Baum geschafft wird. Uff. Aber nicht nur im Hinblick auf die Geschenkejagd finde ich es überraschend, dass bereits der 10. Dezember ist. Denn ich stelle mich den Buh-Rufen der Menge und gebe zu "Ich mag Weihnachten!". Das heißt, 10 Tage dieser wundervollen Zeit sind bereits verstrichen und ich war auf viel zu wenigen Weihnachtsmärkten, habe zu wenig Stollen gegessen, zu wenig Glühwein getrunken, zu wenig Weihnachtsfilme geschaut und zu wenig im Kerzenschein gekuschelt.
Aber gut, stellen wir uns der Realität. 10. Dezember 2014. Das 10. Türchen des realen Adventskalenders wurde geplündert, und nun wird virtuell ein Türchen auf meinem Blog geplündert. Das ist irgendwie ganz schön aufregend, denn "Blogging under the mistletoe" ist der erste virtuelle Adventskalender, an dem ich teilnehme. Hui, jeden Tag gibt es auf einem Blog etwas, was die Zeit bis Weihnachten versüßt und nicht selten ist dies ein Gewinnspiel. Bei Maike von Ekiem gab es gestern zum Beispiel verschiedene Kosmetikprodukte zu gewinnen und bei Ariana von Heldenwetter gibt es morgen ein leckeres Getränk.
Tja und bei mir? Bei mir gibt es ein Plätzchenrezept und damit wird es nun auch endlich auf meinem Blog so richtig schön weihnachtlich. Im letzten Beitrag gab es zwar bereits jede Menge weihnachtliche Menüs, aber diese Menüs wurden alle nicht von mir gekocht. Aber ab heute wird mein Blog mit weihnachtlichen Leckereien überflutet! Aber alles zu seiner Zeit - heute fangen wir ganz sanft an. Ich möchte euch so etwas wie die ganz kleine Schwester meiner Snickerstorte vorstellen: Erdnussschnitten. Mit ihrer dicken Karamellschicht machen sie jedem schöne Augen. Zack, wurde wieder eine kleine Schnitte vernascht. Süß, salzig, knusprig, himmlisch. Was will man mehr? Ich meine, über gesalzenes Karamell und Erdnüsse habe ich mich auf diesem Blog ja nun bereits ausgiebig ausgelassen und darum verzichte ich heute einmal auf viele Worte und gebe die Bühne für die kleinen Stars frei:

Erdnusskekse

Zutaten

Mürbeteig
100 g Butter
50 g Erdnussbutter
50 g Zucker
250 g Mehl
1 Prise Salz
1 Ei

Karamell
300 g Zucker
1 Vanillezucker
100 ml Sahne
50 g Butter
400 g gesalzene Erdnüsse

100 g Zartbitterschokolade


Zubereitung
Die Butter, die Erdnussbutter und den Zucker mit einem Mixer verkneten. Mehl, Salz und Ei hinzufügen und alles gut verkneten. Am besten geht das mit den Händen. Den Mürbeteig für 30 Minuten kalt stellen. Anschließend den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einem Backpapier in der Größe eines Backbleches (ca. 30 x 20 cm) ausrollen. Nun das Backpapier auf das Backblech ziehen und für 10-15 Minuten auf mittlere Schiene in den Ofen schieben, bis der Teig goldbraun ist.
Nachdem der Teig abgekühlt ist, geht es ans Karamell. Den Zucker in einer Pfanne auf niedriger Stufe schmelzen und die Sahne sowie die Butter hinzugeben. Alles gut vermischen und 2-4 Minuten köcheln lassen. Dann die Erdnüsse hinzuschütten. Die Masse auf den Mürbeteig streichen und etwas abkühlen lassen, bis das Karamell relativ fest geworden ist. Dann die Erdnussplatte in kleine Quadrate, Rechtecke oder Dreiecke zerschneiden. Die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen, in einen Gefrierbeutel gießen, in eine Ecke des Beutels ein kleines Loch schneiden und mit der hinauslaufenden Schokolade die Kekse verzieren. Nun noch ein letztes Mal: Abkühlen lassen und dann aber endlich genießen!

Erdnussschnitten

Erdnusskaramell