Samstag, 25. Oktober 2014

Schnelle Hackfleischpfanne mit Knödeln und Windpocken

Auf den heutigen Tag habe ich mich schon sehr lange gefreut, denn heute sollte ich eigentlich im Flieger nach München sitzen und dort schön herumknödeln. Wie bereits in diesem Beitrag berichtet, wurde ich zu einem Bloggerevent vom Familienunternehmen "Burgis" eingeladen. Ganz nach dem Motto "Blog to Knödel?" sollte es an diesem Tag rund um die Knödelwelt gehen und zusammen mit anderen Bloggern gekocht, gegessen und hinter die Kulissen geschaut werden. Doch leider habe ich diese Woche eine Krankheit bekommen mit der ich niemals gerechnet hätte: Die Windpocken. Als Kind nie bekommen und der Hausarzt hatte immer von der Impfung abgeraten. So kam es, dass ich nach einer mehrtägigen, schweren Grippe höchst verdächtige Pusteln auf meinem ganzen Körper fand. Da heute nicht Halloween ist und mein Aussehen so nicht als gruselige Schminke durchgegangen wäre, musste ich den heutigen Termin also absagen und den Flug canceln. Außerdem will ich ja niemanden anstecken. Hach, es fiel mir so unglaublich schwer! Ich war auch seit ich ein kleiner Pups war, nicht mehr in München. Wirklich gemeine Welt!
Aber genug gejammert, kommen wir lieber zum Gericht. Denn damit koche ich aus der Ferne mit und schwebe auch in Berlin im Knödelhimmel. Das ganze Herumgeknödel erinnerte mich nämlich an eine Hackfleischpfanne, die meine Mutter früher öfter einmal gemacht hat. Sie geht wunderbar schnell, schmeckt dafür aber unerwartet gut und euer Geldbeutel freut sich auch. Etwas nach meinen Vorlieben abgewandelt, ist sie perfekt für mich und für alle anderen Knödelfreunde dort draußen. Schwingt also eure Gabel und möge der Knödel mit euch sein!

Knödelpfanne mit Hackfleisch

Zutaten für 4 Personen
500 g Hackfleisch
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Dose Mais (Abtropfgewicht 225 g)
400 g gestückelte Tomaten
375 g Miniknödel
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung
Das Hackfleisch in einer Pfanne mit etwas Öl krümelig braten. Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Ringe zum Hackfleisch geben und kurz mitbraten. Den Mais abgießen und zusammen mit den Tomaten in die Pfanne geben. Alles zusammen etwas köcheln lassen und gut mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Knödel in gesalzenes und kochendes Wasser geben und bei schwacher Hitze nach je nach Größe 5-15 Minuten lang ziehen lassen, bis die Knödel an der Wasseroberfläche schwimmen. Die Petersilie grob hacken. Knödel in die Pfanne geben und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Miniknödel

Knödel

Schnelle Hackfleischpfanne mit Knödeln

Samstag, 18. Oktober 2014

Von Foodblogger zu Foodblogger auf dem #FBCB14

Bereits zwei Wochen sind vergangen und doch fühlt es sich an, als wäre es gestern gewesen: Mein Besuch des Foodbloggercamps 2014 in Berlin. Zwei Tage lang trafen sich knapp 100 Foodblogger auf einem Barcamp, um zusammen zu kochen, sich von Foodblogger zu Foodblogger auszutauschen und jede Menge voneinander zu lernen. Ein gemeinsames Hobby verbindet sofort, obwohl die Personen hinter dem Blog so unterschiedlich sind. So wurde schnell ohne Ende gequatscht, gelacht, gegessen und zusammen der ein oder andere selbstgemachte Schnaps gehoben. Man muss sich das ein bisschen wie eine kleine Klassenfahrt vorstellen - allerdings mit dem Unterschied, dass das Pflichtprogramm genauso Spaß macht wie das Freizeitprogramm!

Foodblogger unter sich

Es war also eine große Sause und völlig unberechtigt war ich zuvor aufgeregt. Denn tada, ich war eine Barcampjungfer! So richtig wusste ich vorher nicht, was mich dort erwarten würde. Auf einem Barcamp gibt es kein vorgefertigtes Programm, denn die Teilnehmer sind auch gleichzeitig die Vortragenden. Jeder, der möchte kann so sein Wissen mit anderen Teilnehmer teilen. Parallel finden jede Menge Workshops statt und jeder sucht sich den Kurs aus, den er am Spannendsten findet. Hach, wenn Schule doch früher so gewesen wäre! Auf einem Stundenplan wurden dann jeden Tag die einzelnen Workshops übersichtlich geordnet. Dieses Konzept hat mir unheimlich gefallen, da auf diese Weise nicht nur die Teilnehmergebühren ziemlich niedrig gehalten werden können, sondern auch inhaltlich unheimlich viel Wissen übermittelt wird und eine unglaublich spannende Interaktivität und Dynamik entsteht.

Sessionplanung

Gemeinsames Kochen

Auch wenn ich bei manchen Workshops dachte, dass ich nicht viel mitnehmen werde, gab es immer wieder überraschende Erkenntnisse und hinterher war man immer schlauer. Jede Menge neue Rezepte und Weine habe ich auf diese Weise kennengelernt, erfahren, wie man seine Messer richtig scharf bekommt, in welchen Comics leckeres oder weniger leckeres Essen vorkommt, wie man einen Tisch richtig eindeckt und noch so viel mehr. Viele der neuen Erkenntnisse werden nach und nach in meinen Blog einfließen und für alle, die nicht beim Foodbloggercamp dabei sein konnten, versuche ich meine wichtigsten Erkenntnisse zusammenzufassen. Diese Erkenntnisse sind allerdings vermutlich nur für Foodblogger interessant, quasi das kleine A-L für einen perfekten Foodblog. M-Z müsst ihr euch dann aus den übrigen Beiträgen zum Foodbloggercamp zusammensuchen, die übersichtlich auf der Seite der Veranstaltung zusammengestellt werden.

Weinprobe

Der beste Wein der Welt

Spritztechniken

Beginnen wir mit dem Schreiben von Rezepten. Sabine schreibt nicht nur auf ihrem Blog Schmeckt nach mehr Rezepte, sondern befasst sich auch beruflich mit Rezepten. Für verschiedene Verlage formuliert sie Rezepte um, damit diese einheitlich und verständlich sind. Ihre wichtigsten Tipps gab sie in einer Session weiter. Ich habe mir nie so viele Gedanken gemacht, wie ich meine Rezepte formulieren soll und war immer der Meinung, dass das schon alles richtig sein wird, aber jetzt weiß ich, dass man jede Menge falsch machen kann und ich bin froh über die 10 Tipps von Sabine:

Wie formuliere ich Rezepte optimal für meinen Foodblog?
  1. Gebt an, wie viel Zeit die Zubereitung in Anspruch nimmt und gebt an für wie viel Personen das Rezept ist.
  2. Listet eure Zutaten in der Reihenfolge auf, wie sie wirklich gebraucht werden. Die Zutatenliste sollte zu der Reihenfolge der Arbeitsschritte passen, denn wenn sich die Leser die Menge noch einmal anschauen will, findet er die Zutat so einfacher, als wenn alles komplett durcheinander ist.
  3. Schreibt alles möglichst genau auf. Schreibt bei euren Zutaten nicht nur "3 EL Paprika" auf, sondern besser "3 EL feines Paprikapulver, rosenscharf", so wissen auch Kochanfänger sofort, was sie im Laden kaufen müssen. Auch bei Mengenangaben solltet ihr möglichst genau sein und selbst bei Gewürzen versuchen anzugeben, wie viel gebraucht wird.
  4. Ihr habt unendlich viel Platz auf eurem Blog - nutzt diesen Platz! Ungewöhnliche Zutaten könnt ihr näher erklären und eventuell Alternativen angeben oder erläutern, wo man diese Zutat kaufen kann.
  5. Erspart den Lesern das Kopfrechnen. Wir die gleiche Zutat mehrmals gebraucht, dann gebt bei eurer Zutatenliste nicht die gesamte Menge dieser Zutat an, sondern unterteilt die Mengen, so wie sie im Rezept gebraucht werden.
  6. Leute lesen ein Rezept Schritt für Schritt und selten alles auf einmal. Also schreibt niemals etwas wie "Nun die am Tag zuvor eingelegten Tomaten untermengen", ohne die Tomaten vorher zu erwähnen. Besser ist es in diesem Fall als ersten Schritt zu schreiben "Am Tag zuvor die Tomaten in Essig einlegen." Sprich Schritt A kommt immer vor B!
  7. Lasst nicht zu viele Arbeitsschritte parallel ablaufen. Also vermeidet ein "Während das Fleisch anbrät, die Möhren in Streifen schneiden und zum Fleisch geben", denn ihr wisst nicht, wie schnell eure Leser sind und eventuell ist das Fleisch längst verbrannt, während immer noch an den Möhren geschnippelt wird. Also schreibt lieber "Die Möhren in Streifen schneiden. Das Fleisch anbraten und die Möhren nach 2 Minuten hinzugeben." Fortgeschrittene werden automatisch die Möhren parallel zum Fleisch schneiden und den Kochanfängern verbrennt kein Fleisch. 
  8. Vermeidet bei den Arbeitsschritten ungenaue Angaben. Eine Backzeit von 20 bis 35 Minuten verwirrt Backanfänger, da sie nicht wissen, wie lange der Kuchen nun in den Ofen muss. Wenn ihr keine genaue Zeit bzw. Menge festlegen könnt, dann schreibt wenigstens, was erreicht werden soll: "Den Kuchen im Backofen 20 bis 35 Minuten backen, bis er goldbraun ist" bzw. "200 - 300 g Mehl zum Teig geben, bis er sich kneten lässt ohne zu verkleben."
  9. Schreibt übersichtlich, einheitlich und nicht zu ausführlich. Teilt eure Rezepte in Absätze bzw. Arbeitsschritte ein. Zu lange Rezepte wirken oft schwer und zeitaufwändig - das schreckt eventuell ab. Schreibt einheitliche Formulierungen - in Kochbüchern schreibt man beispielsweise immer im "Infinitivstil" also die "Kartoffeln schälen" und nicht "Schält die Kartoffeln". Aber der Schreibstil bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Übrigens sollte man Zahlen als Ziffern und nicht als Wörter schreiben also "1 EL" und nicht "Ein EL", das wirkt ebenfalls übersichtlicher und die Zahlen springen sofort ins Auge.
  10. Achtet auf die richtigen Bezüge! Liest der Leser "Den Apfel schälen, halbieren, das Kerngehäuse herausschneiden und vierteln.", könnte der Leser auf die Idee kommen das Kerngehäuse zu vierteln. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber eure ehemalige Deutschlehrerin wird sich trotzdem bedanken, wenn ihr diesen Fehler vermeidet. Auch Sabine lag dieser Schritt fast am meisten auf dem Herzen.
Leckeres Mittagessen

Zum Thema "Foodstyling" gaben uns Foodstylistin Denise von foodlovin und Lena von Coconut and Vanilla in einer kleinen Session ein paar Tipps:

Wie schieße ich ein perfektes Foodfoto?
Es ist natürlich schwierig allgemeine Tipps zum Foodstyling zu geben, aber ein paar Tipps konnte ich doch mitnehmen. Generell sollte bei einem Foto die Hauptkomponente eures Gerichtes sofort ins Auge fallen. Bei einem Pilzrisotto wär es also ganz gut, wenn man sofort einen Pilz entdeckt. Etwas, dass vermutlich ebenfalls vielen Foodbloggern bereits bekannt ist: Saut ordentlich rum auf euren Fotos, das sieht immer lecker aus. Da dürfen auch gerne Zutaten kreuz und quer durch das Bild rollen und mit ein paar Krümeln wird sofort alles lebendiger. Farblich sollte Deko und Gericht natürlich harmonieren, aber es sollte auch nicht zu eintönig sein, schließlich sollte das Gericht immer noch der Hingucker sein. Ein rosa Törtchen auf einem rosa Tellerchen, auf einer rosa Decke geht da dann eher unter. Steht dann noch eine rote Kaffeekanne im Hintergrund, fällt der Blick eher auf die Kanne, als auf das Törtchen. Ähnliche Gedanken solltet ihr euch auch bei der Wahl der Perspektive machen. Ein Gericht von oben fotografiert, verliert schnell jegliche Dimension, alles wird flach und eventuell langweilig. Gerade hohe Gerichte verlieren so schnell ihre Wirkung, beispielsweise ein selbstgemachter Eistee. Im Gegensatz dazu ist eine flache Pizza von oben besonders spannend. Ihr müsst euch also immer überlegen, wie euer Gericht am besten betont wird. Für Hintergründe könnt ihr sehr gut bedruckte Tapeten nehmen oder ihr kauft euch dünne Holzplatten im Baumarkt und bepinselt diese in verschiedenen Farben. Übrigens war die Mehrheit der Session der Meinung, dass hochformatige Bilder im Foodbereich einfach besser aussehen als Querformate. Daher werde ich wie bei meinem letzten Beitrag ab sofort öfters im Hochformat fotografieren.

Unterschiedlichste Sessions

Jetzt wird es zum Schluß noch etwas spezieller. In zwei verschiedenen Sessions bei Kochbuchautorin Bianca von Zur geheimen Schnatterei und anschließend bei Jule vom Hädeke Verlag bekam ich einen Einblick in spannende Themen rund um Kochbücher und die Verlagswelt:

Darf ich ein Rezept aus einem Kochbuch auf meinem Blog posten?
Generell kann es nie schaden beim Verlag nachzufragen, aber im Grunde ist es erlaubt Rezepte auf dem Blog zu veröffentlichen. Man muss aber natürlich immer angeben, aus welchem Buch bzw. welcher Zeitschrift das Rezept ist und von welchem Autor es geschrieben wurde. 

Wie bringe ich als Blogger mein eigenes Kochbuch heraus?
Auf jeden Fall sollte man sich einen Verlag suchen, denn ein Kochbuch im Selbstverlag herauszubringen ist unheimlich aufwendig. Man muss die Gestaltung, Fotograf, Lektorat, Druck und den Vertrieb von sich aus finanzieren. Besonders der Vertrieb ist ohne Erfahrung unheimlich schwierig alleine zu stemmen. Man muss im Grunde zu jeder Buchhandlung fahren und den Buchhändler überzeugen, dass er gerade dieses Buch verkaufen sollte. Wenn hinter dem Autor kein Verlag steht, sind Buchhändler gleich doppelt so misstrauisch, denn wieso gibt es keinen Verlag? Gab es hierfür einen Grund? Lohnt sich das Thema finanziell nicht? Dazu kommt die Skepsis, ob der Autor die gesicherte Qualität und Professionalität des Verlages auch aufbringen kann. Ist der Buchhändler schließlich überzeugt, beginnen die knallharten Verhandlungen um den Preis des Buches. Das muss man dann wie gesagt immer wieder machen. 
Ist man bei einem Verlag unterzeichnet, übernimmt dieser alles für den Autor, dafür bekommt der Autor allerdings auch nur um die 10% Anteil pro verkauftem Buch. 
Sobald das Konzept steht und man sich auf die Suche nach einem Verlag begibt, ist es die beste Taktik bei einer Buchmesse Termine mit Verlagen zu vereinbaren und das Konzept dort persönlich vorzustellen. Jeder Verlag hat unterschiedliche Konditionen und unterschiedliche Schwerpunkte bei seinem Kochbuchprogramm, daher ist es hier schwierig für das weitere Vorgehen allgemein gültige Tipps zu geben. 
Ganz allgemein habe ich mitgenommen, dass es von so vielen Kleinigkeiten abhängt, ob ein Verlag ein Kochbuch herausbringt oder nicht, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Also sollte man es einfach einmal versuchen!

Goodiebag-Ausgabe

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an Jan und Melanie, die, die ganze Sause organisiert haben und natürlich auch an die Sponsoren, die den ganzen Spaß und eine pralle Goodiebag finanziert haben. Auf Wunsch von Jan und Melanie, gibt es an dieser Stelle auch noch die Banner der Sponsoren:

Villeroy & Boch Wüsthof REWE Kochatelier nu3 SonnentorSüdtirol Deli Jamie Küchenatlas Kikkoman Hädecke Plose XBuntwildX Schokolade trifft Kunst XGAZIX Pilzpaket walls.io Brandwatch

Bis zum nächsten Jahr liebes Foodbloggercamp und ich freue mich schon jetzt die vielen bekannten Gesichter wiederzusehen. Es war einfach wundervoll und die Zeit bis zum nächsten Jahr wird mit reichlich selbstgemachtem Birnenschnaps überbrückt! :)

Alle Bilder ohne Wasserzeichen stammen von (cc) Ramón Goeden - Danke dafür!

Sonntag, 12. Oktober 2014

Reispfanne mit Zitronenhühnchen und Kokos

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr folgenden Fall kennt: Man kommt von der Arbeit, hat eigentlich überhaupt keine Lust mehr auch nur den kleinsten Finger zu bewegen. Kochen? Ach, geht mir weg. Aber irgendwann meldet sich dann der knurrende Magen zu Wort. Es hilft ja alles nichts, man muss etwas essen und lecker sollte es bitte auch sein. So einen kleinen Gaumenschmaus hat man sich schließlich nach einem langem Arbeitstag verdient, oder? Ich finde schon. Für alle, die keine Lust auf Lieferservice, TK-Pizza haben, für alle, die nicht vom Liebsten bekocht werden, für die habe ich jetzt daher ein leckeres Gericht. Es ist eine meiner typischen "Ich-knall-alles-was-ich-finden-kann-in-eine-Pfanne-und-dann-wird-das-schon-schmecken-Gerichte". Diese Reispfanne ist wirklich nur durch ein bisschen herumexperimentieren entstanden, aber sie gefiel mir so gut, dass ich das Rezept festhalten musste. Warum diese Reispfanne mir so gut gefällt? Sie hat eine wundervolle Säure durch das Zitronenhühnchen, eine leichte Süße durch die Kokosmilch, die Mandeln sowie die Rosinen und eine perfekte Schärfe durch die Zwiebeln und den Knoblauch. Der Naturjoghurt vereint jede dieser einzelnen gegensätzlichen Geschmacksrichtung und macht das Gericht himmlisch leicht und cremig. Einfach traumhaft lecker und mehr möchte ich dazu auch gar nicht mehr sagen.

Reispfanne mit Zitronenhühnchen und Kokos

Zutaten für 4 Personen
250 g Naturreis  
80 g + 50 g Kokosflocken
200 ml Milch
1 Bio-Zitrone
800 g Hühnchenfilet
200 g blanchierte Mandeln
3 rote Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
50 g Rosinen
150 g Naturjoghurt
1 TL Zimt
Salz
Pfeffer
Öl

Zubereitung
Den Naturreis ganz normal kochen. Dann die 80 g Kokosflocken mit 200 ml Milch aufkochen und mindestens 10 Minuten lang ziehen lassen. Den Abrieb einer Bio-Zitrone mit dem Saft der Zitrone mischen. Das Hühnchenfilet in Würfel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und in der Zitronenmischung wenden. Ebenfalls ziehen lassen. Anschließend zuerst die Mandeln ohne Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten und dann die restlichen 50 g Kokosflocken. Beides zur Seite stellen. Die roten Zwiebeln abziehen und grob zerkleinern. Die Knoblauchzehe abziehen und klein hacken. Die Milch vom Kokos mit Hilfe eines Siebes trennen. 
Soweit zu den Vorbereitungen, nun beginnen wir mit dem Kochen: Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anbraten. Das Hühnchen dazugeben. Die Kokosmilch, die Mandeln, die Rosinen und 1 TL Zimt untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss noch den Reis und den Naturjoghurt dazugeben und servieren.

Reispfanne mit Zitronenhühnchen und Kokos

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Apfelkuchen mit Zimtbaiser

Wenn ich meinen Blick zum Fenster wandern lasse, dann sieht das da draußen verdammt nach Herbst aus. Die Blätter färben sich bunt, der Himmel ist viel zu grau, die Kälte klopft ganz leise an die Fenster und die Herbstklamotten werden aus dem Schrank gekramt. Eigentlich bin ich sehr verliebt in den Herbst, ich liebe es Kastanien zu sammeln, durch diese bunte Herbstwelt zu stapfen und den Laub mit den Schuhen aufzuwirbeln. Allerdings liebe ich den Herbst nur, wenn die Sonne vom Himmel lacht und ich keinen Gedanken an einen Wintermantel verschwenden muss. 
Wie dem auch sei, der Herbst muss standesgemäß mit Apfelkuchen begrüßt werden. Zum Herbst bzw. dem Spätsommer gehört Apfelkuchen einfach dazu! Da dieses Woche nicht nur der Herbst, sondern auch die lieben Schwiegereltern an die Tür klopften und ich dazu noch jede Menge Äpfel vom Foodbloggercamp mit nach Hause schleppte, gab es gleich drei gute Gründe für einen leckeren Apfelkuchen. Aber Apfelkuchen ist nicht Apfelkuchen, hach es gibt so viele köstliche Apfelrezepte! Für welches Rezept soll man sich da nur entscheiden. Es stand nur fest: Eine Prise Zimt muss in den Kuchen, denn wenn etwas im Apfelkuchen schmeckt, dann Zimt. Aber nicht zu viel Zimt, denn sonst schmeckt der Kuchen viel zu sehr nach Winter. Und so ein Herbst ist von Haus aus schließlich kein Winter. Das wär ja noch schöner. 
Was passt denn noch zum Herbst? Wolken! Wolken gibt es gerade viel zu viele da draußen am Himmel. Also müssen wir die Wolken auf den Kuchen packen und einfach wegessen. Dann klappt das auch mit der Frau Sonne. So stand bald ein luftiger und warmer Wölkchenkuchen in der Küche, ein Apfelkuchen mit Zimtwölkchen. 
Wie es dann der Zufall noch will, rief Clara letzten Monat zum lustigen Apfelkuchenbacken mit ihrer Kategorie "Ich back's mir" auf. Das heißt, falls ihr bei mir noch keine Lust auf Äpfel bekommen habt, dann schaut euch die über 100 Apfelrezepte bei Clara an. Spätestens dann müsst ihr einfach einen Apfelkuchen backen und mit jedem Stückchen Apfelkuchen den Herbst zu begrüßen. 
Genießt die schöne Zeit, ihr Lieben!

Äpfel

Zutaten
250 g Butter
150 ml Milch
250 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
6 Eier (Gr. M)
400 g Mehl
1 Pck. Backpulver
1400 g Äpfel (z.B. Jonasgold)
150 g Walnüsse
1 Prise Salz
150 g Puderzucker
2 TL Zimt
1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung
Die Butter, die Milch und 250 g Zucker, Vanillezucker, 1 Prise Salz cremig aufschlagen. Die Eier trennen und die Eiweiß zur Seite stellen. Die 6 Eigelb mindestens 1 Minute lang zusammen mit der Buttercreme aufschlagen. Die Creme mit dem Mehl und dem Backpulver vermengen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel mehrmals einschneiden und auf den Kuchen legen. Walnüsse grob hacken und ebenfalls auf dem Kuchen verteilen. 

Apfelkuchen vom Blech

Den Kuchen im Backofen auf mittlerer Schiene 30 Minuten backen. Inzwischen das Eiweiß mit der Prise Salz kurz aufschlagen und anschließend mit dem Puderzucker, dem Zimt und einem Spritzer Zitronensaft steif schlagen. Das Eiweiß auf dem Kuchen zügig verstreichen und mit einem Löffel Wölbungen in die Eiweißschicht formen. Den Kuchen nochmals für 15 bis 25 Minuten im Backofen backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr hängen bleibt. Sobald sich die Eiweißschicht goldbraun färbt, den Kuchen mit etwas Alufolie abdecken. Sobald der Teig fest ist, herausnehmen und auf dem Blech auskühlen lassen. 
Fröhliches Naschen!

Apfelkuchen aus dem Ofen

Apfelkuchen mit Zimtbaiser

ICH BACKS MIR - Tastesheriff