Montag, 31. August 2015

Alaska – Highlights einer unvergesslichen Reise


Ich weiß, Herzfutter ist kein Reiseblog, aber über meine Erlebnisse während dieser Woche Alaska, dieser Woche mit unvergesslichen Eindrücken und dieser Woche voll gepackt mit köstlichem Fisch muss ich euch einfach berichten. Auf Facebook, Twitter und Instagram konntet ihr ja schon in kurzen Berichten meine Reise live mitverfolgen. Jetzt erwartet euch aber eine richtige Bilderflut (dabei sind die Bilder in diesem Beitrag bereits nur ein Bruchteil meiner Fotos) und ein ausführlicher Bericht über das Land, die Leute, das Essen und die Landschaft. In einem weiteren Beitrag werde ich euch dann noch ausführlich über die Spur der Lachse von Alaska bis ins deutsche Supermarktregal aufklären. Dazu steht dann noch eine Besichtigung eines Fischverarbeitungsbetriebs von Friedrichs in Deutschland in den nächsten Wochen an, dann wird die Sache so richtig rund! Im Corporate Blog von Friedrichs könnt ihr aber bereits jetzt schon ganz viele Informationen rund um unsere Reise und den Lachs bekommen.


Aber nun erst einmal zum Anfang unserer Reise. Alles begann an einem Samstagmorgen: Zusammen mit Bloggerin Michaela von herzelieb, Dirk vom Gourmet-Blog, drei Journalisten, einem Fotografen, der Marketingleiterin der Feinfisch-Manufaktur Friedrichs, einer Vertreterin der betreuenden PR-Agentur von Friedrichs, zwei Mitarbeitern vom Alaska Marketing Seafood Institute und einem Mitarbeiter der betreuenden PR-Agentur von ASMI ging es vom 08. bis zum 17.08.2015 nach Alaska. Von Berlin ging es nach Amsterdam, von Amsterdam nach Seattle und von Seattle nach Anchorage. Ich hatte vor und während dieses langen Fluges aber nur eine Sorge: Hoffentlich geht mein Koffer nicht verloren. Aber wie das so ist - natürlich kamen unserer Koffer nicht in Seattle an. Dazu wurden wir aber standardmäßig von finster dreinschauenden Grenzbeamten empfangen, die uns mit Fragen nach unserem Beruf, unserem Bargeld, unserer Reisegruppe und unserem Reiseziel löcherten. Kein Koffer, völlig übermüdet und dann noch dieser Empfang - definitiv nicht der beste Start in die USA. Aber uns wurde eine Abenteuerreise versprochen und eine Abenteuerreise sollten wir bekommen. 

 
Denn in diesem Land der klirrenden Kälte, hohen Berge, weiten Waldlandschaften, Lachse und Bären kommt immer alles anders, als man denkt. Wobei so eiskalt, wie immer alle denken, ist es gar nicht in Alaska. Zumindest nicht im Süden des Landes. Dort war es während unseres Aufenthalts immer um die 20 °C. So richtig kalt wird es dann erst im Norden des Landes. Denn man darf nicht vergessen, wie riesig Alaska ist. Nämlich rund 1.720.000 km2 und damit ungefähr fünfmal größer als Deutschland. Unglaublich, oder? Dabei ist es ja noch nicht einmal ein eigenständiges Land, sondern nur ein einzelner Bundesstaat der USA. 


Trotzdem leben auf dieser gigantischen Fläche gerade einmal 700.000 Menschen. In der Hauptstadt Juneau leben z. B. nur 30.000 Menschen. Wobei ich nicht genau weiß, wo die alle leben sollen. Mein Eindruck von Juneau war eher, dass dort vielleicht 5.000 Leute wohnen. Aber die wenigen Leute, die in Alaska wohnen, haben eines gemeinsam: Sie sind unglaublich offen, entspannt, freundlich und fröhlich. Zumindest hatte ich diesen Eindruck von den Menschen, die wir getroffen haben. Egal ob es Kellner, Passanten, Sicherheitsbeamte oder Fabrikmitarbeiter waren. Diese gute Stimmung trotz des ewig grauen Wetters hat mich irgendwie beeindruckt! Denn das Wetter ist wirklich deprimierend - es regnet quasi jeden Tag. Wobei wir während unserer Reise wirklich Glück hatten - so richtig geschüttet hat es nur an einem Tag. 


Naja wie dem auch sei, die verhältnismäßig niedrige Bevölkerungsanzahl in Alaska bedeutet, dass es sehr viele unberührte und wunderschöne Landschaftsstriche gibt. Das wurde mir so richtig bewusst, als wir einen Tag quer über Alaska geflogen sind. Ich hing ununterbrochen mit offenem Mund am Fenster. Wirklich atemberaubend. Also wenn Alaska mit etwas so richtig punkten kann, dann ist es diese umwerfende und menschenleere Landschaft unfassbaren Ausmaßes. Endlose Täler, überwältigende Bergketten mit weißen Spitzen, beeindruckende und imposante Gletscher, dichte Waldlandschaften, weiße Strände, mehr als 3.000 Flüsse und mehr als drei Millionen Seen. Die Landschaft ist so unglaublich vielseitig und auch klimatisch so verschieden, dass man aus dem Staunen einfach nicht heraus kommt. Falls ich noch einmal in Alaska sein sollte, würde es mir schon reichen jeden Tag durch dieses beeindruckende Land zu wandern. 


In so einer vielseitigen und menschenleeren Landschaft verwundert es natürlich auch nicht, dass in Alaska zahlreiche Tierarten leben. Bären, Wölfe, Elche, Seelöwen, Weißkopfadler, Seeotter, Wale und andere seltene Tiere kann man dort in freier Wildbahn beobachten. Theoretisch zumindest. Aber weil wilde Tiere keine festen Terminkalender haben, hat man entweder Glück oder man hat kein Glück. So konnten wir zwar Seelöwen, Weißkopfadler, Seeotter, Wale und natürlich jede Menge Fisch aus der Nähe bestaunen - aber bei den Bären hatten wir einfach kein Glück. Und das obwohl über 40.000 Braunbären und über 50.000 Schwarzbären in Alaska leben. Wir haben es quasi jeden Tag versucht und hatten doch niemals Glück. Wobei man auch nicht vergessen darf, wie gefährlich Bären sind. Nicht ohne Grund begleitete uns ein Einheimischer mit geladener Waffe zu den Lachsflüssen. Von daher ist es vielleicht auch ganz gut, dass wir nie Angesicht zu Angesicht mit einem Bären standen. 

Dieses tolle Foto hat Dirk geschossen!

Aber das Ziel unserer Reise waren ja auch nicht die Bären, sondern das Seafood. In Alaska schwimmt nämlich nicht nur Lachs im Ozean, sondern auch bspw. Heilbutt, Rockfish oder King Crabs. Davon konnte ich mich mit eigenen Augen überzeugen – an einem Tag sausten wir mit zwei 300 PS Motoren über das Meer, um schließlich selbst die Angel auszuwerfen. Es war das erste Mal, dass ich eine Angel in der Hand hatte und war dann auch entsprechend stolz, als ich den ersten Fisch an der Angel hatte. Auch wenn uns viel Arbeit abgenommen wurde: Aussuchen des Ortes sowie der Angel und auch die Tötung des Fisches - das alles übernahm unser Captain Dave. Dave hat uns aber nicht nur beim Angeln geholfen, sondern sorgte auch für ordentlich Stimmung. Sein Boot war mit einer Soundanlage ausgestattet, aus der laut AC/DC dröhnte und dazu tanzte, sang und sprang unser Captain über das Boot. Von wegen, beim Angeln muss man ganz still und ruhig sein - in Alaska auf jeden Fall nicht. 


Jedes Mal, wenn ein Fisch angebissen hatte, wurde laut "Fish on!" geschrien und dann ging die Action los. Mit lauten und motivierenden Anfeuerungsrufen vom Captain musste der Fisch mit viel Kraft hochgezogen werden. Und insbesondere so ein Heilbutt ist ein richtiger Brocken. Den größten Heilbutt mit einer Länge von 104 cm und einem Gewicht von 23 kg hatte Michaela am Haken. Und das war trotzdem noch ein kleiner Heilbutt. Dirk hat dafür sogar einen kleinen Hai gefangen.  


Dieser Tag war auf jeden Fall unvergesslich und ich kann diesen Trip nur jedem ans Herz legen, der einmal in Alaska ist. Zumal man außer durch die Landschaft zu marschieren, zu fischen oder sogar zu jagen, nicht viel in Alaska machen kann. Wer also das wilde Partyleben liebt, gerne shoppen geht oder von einem Museum ins Nächste tingeln möchte - der ist in Alaska definitiv falsch. Außer ein paar Bars, mehr oder weniger hübschen Holzhäusern, ein paar Restaurants, wenigen Supermärkten und natürlich Souvenirshops für die Reisenden der großen Kreuzfahrtschiffe, gibt es selbst in der größten Stadt Alaskas - Anchorage - einfach nichts. 


Aber in den wenigen Restaurants, die es dort gibt, haben wir fast immer sehr gut gegessen. Davon könnt ihr euch bei Dirk detailliert überzeugen lassen, dort findet ihr nämlich alle kulinarischen Eindrücke unserer Reise. Grundsätzlich darf man in Alaska allerdings kein Fischfilet erwarten, welches noch glasig von innen ist. Das mögen die Amerikaner scheinbar nicht. Schön durch muss der sein. Manchmal war der Fisch dann eben etwas zu durch. Beim Steak ist es ähnlich - englisch ist für Amerikaner quasi fast durch. So war zumindest mein Eindruck. Aber begeistert war ich vom Heilbuttfilet. Der Fisch war immer so butterzart - köstlich! 


Das Frühstück in Amerika ist natürlich auch irgendwie nach meinem Geschmack - Pancakes, French Toast, Bacon, Würstchen und perfekt gebratene Eier. Zwar keine Geschmacksexplosionen, aber trotzdem ein Frühstück, an das ich mich gewöhnen könnte. 
Das kulinarische Highlight war allerdings die King Crabs Orgie in Tracy's King Crab Shack in Juneau. Bei dieser Krebsschlacht wurde der Tisch mit Papierdecken ausgelegt, riesige, mit King Crabs Beinen gefüllte, Tabletts auf den Tisch gestellt und dann ging es los. Mit kleinen Nussknackern bewaffnet, wurde die Schale der Beine aufgeknackt und das gekochte Fleisch herausgepuhlt. Aber anders beim Hummer oder anderen uns geläufigen Schalentieren, wird man wenigstens für seine Arbeit mit richtig viel Krebsfleisch belohnt. So lecker! So zart! Dazu nur etwas flüssige Butter und Zitrone - einfach nur perfekt. Genuss pur! 


Ein anderers Highlight war leckeres Sushi im Old Powerhouse Restaurant in Kodiak. Das ist einfach die perfekte Kombination - ein Sushirestaurant direkt an der Küste Alaskas. Der Fisch wandert sozusagen direkt aus dem Meer in den Mund. Frischer kann Fisch wirklich nicht sein. Unheimlich köstlich. Dort gab es aber auch einen unfassbar guten Peanutbuttercake - egal wie satt ich war, davon konnte ich gar nicht genug bekommen! 


Allein aufgrund dieser kulinarischen Highlights (und natürlich der tollen Landschaft) würde sich eine Reise nach Alaska noch einmal lohnen. Da nimmt man dann auch drei Tage ohne Koffer, ausgefallene Programmpunkte, schlechtes Wetter und andere kleinere Rückschläge hin. Und um einmal den Einkaufsleiter von Friedrichs, der regelmäßig in Alaska ist, zu zitieren: In Alaska bekommt man eigentlich nie das, was man erwartet!

Montag, 17. August 2015

Look what they cook: Kindergeburtstag

Look what they cook: Rezepte für den Kindergeburtstag

Während ich mich heute noch von dieser unglaublich schönen und doch auch anstrengenden Pressereise erholen muss – von der ich natürlich noch ausführlich berichten werde – habe ich für euch erst einmal meinen monatlichen "Look what they cook" Beitrag. Dieses Mal mit ganz großartigen Rezepten zum Thema "Kindergeburtstag". Wie ich auf dieses Thema komme? Naja, bevor es auf diese große Reise ging, habe ich seit sehr lange Zeit und auf Wunsch meiner besseren Hälfte mal wieder einen kalten Hund gemacht. Der schmeckt, wenn er ganz kalt aus dem Kühlschrank kommt, auch bei heißen Temperaturen richtig gut. Da saßen wir dann also und knusperten an unserer Schokobombe rum, dachten an die Leckereien aus unserer Kindheit und "Ping" kam die Idee um die Ecke, dass das Motto für diesen Monat "Kindergeburtstag" heißen soll! Denn außer kaltem Hund erinnerten wir uns an viele andere Köstlichkeiten, die das Kinderherz höher springen ließen. Zum Beispiel Nudeln mit Bolognese-Sauce oder bunte Muffins! Dazu dann natürlich Stoppessen. Logo! 
Die Leckereien, die ich bei meinen Blognachbarn so gefunden habe, schmecken aber garantiert nicht nur Kindern! Also viel Spaß beim Zubereiten. :) 

Rezepte für den Kindergeburtstag

Rezepte für den Kindergeburtstag: Karamell Popcorn Milkshake, Oreo Cheesecake, Erdbeereis

Karamell Popcorn Milkshake (Ich machs mir einfach)
No-Bake Oreo Cheesecake (Das Knusperstübchen)
Strawberry Cheesecake Eis Pops (Meine Küchenschlacht)


Rezepte für den Kindergeburtstag: Smartiekuchen, Konfetti Cake Pops, Amerikaner

Smartiekuchengugl (Cozy and Cuddly)
Konfetti Cake Pops (Zauberhaftes Küchenvergnügen)
Amerikaner (Zimtkeks und Apfeltarte)


Gerichte für Kinder: Gemüse Spieße, Wikingertopf, Hot Dog Pizza

Fröhliche Radieschengesichter (Elbcuisine)
Wikingerschmaus (Gourmet Guerilla)
Hot Dog Fladenbrotpizza (Experimente aus meiner Küche)

Freitag, 7. August 2015

Saftiger Zucchinikuchen mit Frischkäseglasur

Heute ist der offizielle Abgabetermin für meine Masterarbeit. Tja, eigentlich wollte ich schon Montag abgeben und dann die ganze Woche zur seelischen Vorbereitung auf Alaska nutzen. Aber wie das immer so ist, gab es beim Drucken natürlich noch ein paar Komplikationen. Leider habe ich damit reichlich Erfahrung. Denn ihr wisst ja vielleicht, dass ich vor meinem Master Kommunikationsdesign studiert habe. Das heißt, ich musste während dieses Studiums ganz viele praktische Arbeiten abgeben und musste diese natürlich auch sehr oft in einer Druckerei drucken. Naja, irgendwie gab es dann fast immer Probleme. Beim Drucken müssen so viele Dinge beachtet werden und es kann so leicht etwas schief gehen. Eine kleine Unaufmerksamkeit, ein kleiner Fehler und schon ist es passiert. Daher hatte ich dieses Mal sogar schon mit einem Problem gerechnet und glücklicherweise genug Puffer eingebaut. Aus Fehlern lernt man eben, nicht wahr? Deswegen konnte ich die Arbeit trotz der Komplikationen mittlerweile fristgerecht abgeben. Gedanklich habe ich direkt mit einem überdimensionalen Edding einen ganz großen Haken an diesen Lebensabschnitt gemacht. Tschaka! Luftsprung! Konfetti! Vielen Dank auch noch einmal an alle, die an meiner Umfrage teilgenommen haben! Rund 350 Leute sind zusammengekommen. Wahnsinn! 
Während ich innerlich noch feier, bin ich aber auch gleichzeitig schon wieder unheimlich nervös und aufgeregt. Denn heute ist der letzte Tag vor der großen Reise nach Alaska! Morgen sitze ich im Flugzeug in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mein erster Flug in die USA und zugleich der längste Flug meines bisherigen Lebens. Wenn ich aber erst einmal in Alaska angekommen bin, befürchte ich, dass ihr euch auf eine Bilderflut bei Facebook und Instagram einstellen müsst. Sorry! ;-) Falls ihr aber keine Lust auf Bilder aus Alaska und in Szene gesetzten Lachs habt, könnt ihr es euch mit einem leckeren Zucchinikuchen in meinem Blog bequem machen. Denn solch einen saftigen Zucchinikuchen hat heute die liebe Maja für euch mitgebracht. 

Saftiger Zucchinikuchen mit Frischkäseglasur

Als ich diesen Kuchen gesehen habe, lief mir direkt das Wasser im Mund zusammen. Da bei meinen Eltern jedes Jahr Zucchini en masse im Garten wächst, holt meine Mutter momentan einen leckeren Zucchinikuchen nach dem anderen aus dem Ofen! Daher weiß ich auch, wie saftig so ein Kuchen ist und allein deswegen solltet ihr ganz fix in die Küche rennen und den Schneebesen schwingen. Aber mein Herz hüpft nicht nur beim Gedanken an Zucchinikuchen höher, nein, auch Maja hat inzwischen Platz in meinem Herzen gefunden. Sie ist so unglaublich herzlich und für mich eine ganz liebe Bloggerfreundin geworden. Was wir schon alles miteinander erlebt haben, wird sie euch gleich noch erzählen! Neben Zucchinikuchen findet ihr bei ihr übrigens auch andere Kuchen wie köstlichen Ahornsirupkuchen, leckere herzhafte Gerichte wie eine schnelle Tomaten-Ricotta-Galette und dann ist sie natürlich die ungekrönte Müslikönigin der Bloggerwelt. Damit ihr euch ein noch besseres Bild von Maja machen könnt, übergebe ich nun aber das Wort an sie und bedanke mich für ihren lieben Besuch:

Hallo, 
ich bin Maja und ich blogge normalerweise unter www.moeyskitchen.com. Mit Björn hab ich schon so manche verrückte und lustige Zeit verbracht, sei es im weißen Kittelchen und mit Papierhäubchen in einem niederländischen Tomaten-Gewächshaus oder beim Backen eines leckeren Apfelkuchens mit reichlich guter Butter zusammen mit Patricia Kelly von der Kelly Family. Mit Björn hat man immer ordentlich Spaß und kann richtig toll essen – zuletzt war es köstlicher Spargel in seiner Wahlheimat Berlin. Björn ist ein ganz lieber Bloggerfreund geworden und deswegen freue ich mich sehr, dass ich heute zu Gast sein darf!

Die Quälerei mit der Masterarbeit  hat ja vorerst ein Ende gefunden und die Reise nach Alaska steht auch schon vor der Tür! Ein bisschen neidisch bin ich ja schon – aber ich durfte im vergangenen Jahr zur Walnussernte nach Kalifornien reisen, verstehe also total, wie toll und aufregend so eine Reise doch ist. Für das Ergebnis der Arbeit drücke ich weiter alle Daumen! 

Bis dahin halten wir aber hier noch die Stellung und statt Lachs bringe ich lieber was Süßes, Regionales für die Kaffeetafel mit. Das schmeckt euch hoffentlich auch! Wir stecken nämlich gerade mitten im schönsten Hochsommer – während sich die Erdbeeren langsam aber sicher verabschieden, sind Zucchini und Tomaten jetzt perfekt reif. Warum also nicht mal einen süßen Kuchen mit Zucchini backen? Das Gemüse sorgt dafür, dass der Kuchen frisch und saftig bleibt und gibt ihm eine schöne Textur. Die Limette sorgt außerdem für einen frischen Pfiff und der leicht säuerliche Frischkäseguss passt hervorragend zur Süße und Saftigkeit des Kuchens. Gerade wenn ihr eine Zucchinischwemme im Garten habt und nicht mehr wisst, wohin damit – Kuchen ist immer eine gute Alternative.
Viel Spaß beim Nachbacken!
Zucchinikuchen


Saftiger Zucchinikuchen mit Frischkäseglasur

Zutaten für 1 große oder 2 kleine Kastenformen

Teig
ca. 500 g Zucchini (2-3 kleine Zucchini)
150 g weiche Butter
200 g feiner Zucker
1 EL Vanillezucker oder Vanilleextrakt
Abrieb und Saft von 1 unbehandelten Limette
4 Eier
60 g griechischer Joghurt oder Saure Sahne
250 g Mehl
2 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
etwas weiche Butter für die Form

Glasur
60 g Frischkäse
2 TL Zitronensaft
250 g Puderzucker, gesiebt

Zubereitung
Zuerst den Backofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine große oder zwei kleine Kastenformen  mit Butter einfetten und/oder mit Backpapier auslegen. Ich habe hübsche Einmalbackformen aus Papier benutzt – das sieht zum Verschenken sehr nett aus. Die muss man nur etwas einfetten und sollte sie dann zum Backen in eine ähnlich große Kastenform stellen, damit der Kuchen beim Backen nicht zu sehr auseinander läuft. Die Zucchini gründlich putzen, aber nicht schälen.  Auf einer Reibe grob raspeln und die Zucchinistücke in ein Sieb geben, um sie gut abtropfen zu lassen.
Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker, der Vanille und dem Limettenabrieb mit dem Handmixer oder mit dem Ballonschneebesen in der Küchenmaschine dickschaumig aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren und jeweils gut verschlagen. Den Joghurt (bzw. die Saure Sahne) und den Limettensaft – bis auf 2 Tl für die Glasur - unterrühren. Mehl, Backpulver und Salz in einer weiteren Schüssel verrühren und einmal durchsieben. Die Mehlmischung auf die flüssige Mischung geben und kurz, aber gründlich unterrühren.
Die Zucchini noch mal kräftig ausdrücken, damit sie möglichst trocken sind. Bei mir sind von 550 g Zucchini noch 175 g am Ende übrig geblieben. Die Zucchini muss wirklich so kräftig wie möglich ausgedrückt werden. Ggf. noch mal mit Küchenpapier abtupfen. Die Zucchini zum Teig geben und mit einem großen Kochlöffel unterheben.
Den Teig in die vorbereiteten Formen gießen und die Formen auf die mittlere Schiene in den Ofen einschieben. Der Kuchen in den kleinen Formen benötigt etwa 35-45 Minuten, bis er durchgebacken ist. In einer großen Kastenform dauert das etwa 50-60 Minuten. Auf jeden Fall eine Stäbchenprobe machen. Sollte der Kuchen an der Oberfläche zu schnell bräunen, einfach mit etwas Alufolie abdecken und weiterbacken.
Die Formen aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Aus einer Backform nach etwa 15 Minuten vorsichtig lösen und vollständig auskühlen lassen. In den Papierformen kann der Kuchen vollständig abkühlen. Für die Glasur die Zutaten in einer kleinen Schüssel gründlich mit einem Schneebesen klümpchenfrei verrühren. Die Glasur gleichmäßig über den Kuchen gießen und fest werden lassen.

Kuchen mit Zucchini und Glasur

Der Kuchen hält sich gut eingepackt gut bei Zimmertemperatur über Nacht oder mehrere Tage im Kühlschrank.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Gastbeitrag: Himbeer-Sorbet

Es ist passiert! Ich habe Anfang der Woche meine Masterarbeit in die Druckerei gegeben! Und ich sage euch.. ich bin so unendlich erleichtert! Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Da fällt eine riesige Last von den Schultern. Aber so richtig glauben kann ich es trotzdem noch gar nicht. Ich muss wirklich nichts mehr machen? Kein Wort mehr schreiben? Das kann doch gar nicht sein! Ich stehe immer noch so unter Strom, schlafe schlecht und meine Gedanken rennen um die Wette. Aber so an sich kann jetzt wirklich (fast) nichts mehr schief gehen und ich habe nun genug Zeit, um den (Möchtegern-)Sommer zu genießen, wie ich euch ja bereits hier erzählt habe. 

Darum war ich gestern auch im Spreewald, um dort das perfekte Spreewaldprogramm duchzuziehen: Durch den Wald wandern, mit dem Kanu fahren und ganz viele Gurken essen. Der Tag wäre aber noch perfekter gewesen, wenn die liebe Anne von "Frisch Verliebt" eine Ladung Himbeer-Sorbet vorbeigebracht hätte. Denn als mir Anne dieses Rezept geschickt hat – war ich sofort hin und weg! Mit diesem Sorbet in der Hand darf auch mal eine graue Wolke um die Ecke kommen. Die wird einfach weggeschleckt! 
Aber in Anne's Blog bin ich generell so richtig verliebt! Da ich nach wie vor versuche weniger Fleisch zu essen als früher, bin ich immer auf der Suche nach tollen vegetarischen Rezepten. Und davon gibt es bei "Frisch Verliebt" so richtig, richtig viele. Zum Beispiel hübsche Spinat-Kartoffel-Blumen oder sommerliche Zucchinispaghetti oder herbstliche Kürbispancakes oder... ach, guckt doch einfach selbst! Nachdem ich Anne nun auch noch persönlich kenne, bin ich noch verliebter! 
Ich bin mir sicher, spätestens nach diesem Rezept werdet ihr es auch sein! Aber damit das auch passiert, öffne ich nun wieder einmal meine Blogtür und lasse Anne, Sorbet und Sommer herein:

Sommer Sorbet Himbeeren

So schmeckt der Berliner Sommer: selbstgemachtes Himbeer-Sorbet ohne Rohrzucker, ohne Eismaschine, ohne Stress!

Ich freue mich riesig, heute auf Herzfutter zu Gast sein zu dürfen. Björns Blog kenne ich schon lange, deshalb habe ich mich sehr gefreut, als wir uns Anfang des Jahres bei einem Bloggerevent auch im Leben 1.0 kennen lernen konnten. Als dann vor einigen Wochen die Anfrage für einen Gastpost in mein Postfach flatterte, war ich natürlich sofort Feuer und Flamme.

Bevor ich euch mein Rezept für eine ultimative Sommer-Erfrischung verrate, möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Anne und blogge seit über zwei Jahren auf meiner digitalen Spielwiese „Frisch Verliebt“. Für mich gibt es nichts Schöneres als das Gefühl des Frisch Verliebt seins. Die Pupillen weiten sich, das Herz schlägt schneller & ein Lächeln breiten sich auf den Lippen aus. Mein Blog handelt jedoch nicht von der ganz großen Liebe, sondern den vielen kleinen Dingen in unserem Alltag, die uns glücklich machen. Das können ein neues Buch, ein fabelhaftes Rezept oder ein besonderes Fotomotiv sein.



Mein Rezept für ein easy-peasy Himbeer-Sorbet, das ganz ohne Eismaschine und ohne Rohrzucker auskommt und dadurch sogar vegan ist.

Fruchtsorbet Himbeersorbet

Zutaten (für etwa 1 Liter Sorbet)
1,5 kg Himbeeren (gefroren, die frischen sind viel zu schade zum Pürieren)
etwa 3 bis 4 EL Agavendicksaft (alternativ: Zucker, Honig)
etwas Limettensaft

Zubereitung
Die gefrorenen Himbeeren auftauen. Anschließend püriert ihr die Himbeeren zusammen mit dem Agavendicksaft sehr fein und gebt alles durch ein großes Sieb. Die pürierte Himbeeren gebt ihr dann in eine große Schüssel, Auflaufform, Backform oder ähnliches und stellt alles mindestens für fünf Stunden in den Gefrierschrank.

Tipp 1: Ihr solltet die Schale mit dem Sorbet mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und etwas antauen lassen. Dann könnt ihr mit Hilfe eines Eisportioniers ganz leicht Kugeln formen.

Tipp 2: Wer mag, kann vor dem Einfrieren etwas Naturjoghurt unter die pürierten Himbeeren mischen. Das ergibt nicht nur eine schöne Farbe, sondern harmonisiert auch sehr gut zur Säure der Beeren.

Raspberry Sorbet Himbeer Sorbet

Lasst euch den Sommer schmecken!

Alles Liebe
eure Anne

Printfriendly