Dienstag, 31. Juli 2018

Von bayrischen Bergen, nackten Küchlein und einer Heidelbeer-Cassis-Torte mit besonders cremiger Joghurtfüllung

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Heidelbeer-Cassis-Torte mit besonders cremiger Joghurtfüllung

Es ist doch immer wieder unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Es fühlt sich für mich nämlich so an, als ob ich vor wenigen Augenblicken noch beim Weihenstephan-Backkurs in einer kleinen Chalet-Küche inmitten der bayrischen Alpenidylle gestanden hätte, um Käseküchlein und Biskuitböden mit Cremes aus Weihenstephan-Produkten sowie Früchten zu verzieren.

Konditorweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber

In Wirklichkeit sind mittlerweile aber einige Wochen vergangen und ich sitze schon lange wieder inmitten der riesigen Hauptstadt. Kleine Chalets, hohe Berge und süße Törtchen sind also weit, weit weg. Dabei könnte ich mich an diese Kombination wirklich gewöhnen. Hach, wenn ich da allein an das kleine Chalet-Dorf beim Waicher denke. In das hatte ich mich sowieso von der ersten Sekunde an verliebt – wie im Bilder stehen direkt inmitten der schönsten Chiemgauer Alpenidylle kleine Almhütten mit allem Schnickschnack, das man sich so vorstellen kann. Outdoor Jakuzzi, Dampfdusche oder gemütlicher Kamin – alles da! Die Ziegen, die um die Hütten herum springen, machen das malerische "Heidi-Flair" dann wirklich vollkommen. Wenn dann auch noch Leberkäse mit Bärlauch-Kaspressknödel auf der großen Terrasse serviert werden, stellt sich der Urlaubsmodus komplett ein. Sonne von oben, Alpenpanorama von vorne und ein Paar bayrische Schmankerl vom Teller – was braucht es mehr? Richtig. Nichts! Ich wusste also sofort: Hier bleibe ich!

Chalet Anlage beim Waicher

Bayrischer Lunch

Leider, leider hatte uns Weihenstephan aber nicht nur eingeladen, um die Füße hochzulegen und das Näschen in die Sonne zu strecken, sondern um gemeinsam mit Konditorweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber den Schneebesen zu schwingen und in Buttercremeberge aus zarter Weihenstephan-Butter einzutauchen. Naja, klingt ja ebenfalls sehr verlockend! Also Schürze um und ran an die Torten. Unter Anleitung der begabten Tortenkönigin ging es den süßen Versuchungen, in denen natürlich viele Weihenstephan-Produkte verarbeitet waren, an den Kragen.

Weihenstephan Rahmjoghurt

Weihenstephan Backworkshop

Naked Cake Tipps

Ritsch-ratsch wurden schokoladige Biskuitböden geteilt und mit luftiger Buttercreme bestrichen oder geeiste Cremefrüchte in glänzende Tunken eingetaucht und anschließend mit bunten Fondantstielen verziert. Während uns der blonde Wirbelwind namens Andrea dabei mit Tipps und Ratschlägen versorgte, balancierte sie nebenbei mehrere Kilo Buttercreme durch die Gegend und rührte eine perfekte Mirror Glaze nach der anderen an.

Mirror Glaze Früchte

Diese besagte Mirror Glaze sorgte dann auch dafür, dass sich unsere gefrorenen Früchtchen aus Schlagsahne, Karamellcreme und Gelatine wie von Geisterhand in täuschend echte Früchte mit einer spiegelnden Glasur verwandelten. Auch leckere Käseküchlein wurden mit Hilfe dieser Zauberglasur zu bunten und köstlichen Spiegeln – der Wow-Effekt ist da natürlich vorprogrammiert. Einziges Manko: Geschmacklich ist diese Tunke aus Zucker, Gelatine und gesüßter Kondensmilch nicht so der Hit. Das ist also leider wie mit dieser Fondant-Geschichte. Sieht gut aus, schmeckt aber nicht wirklich.

Mirro Glaze Cake beim Weihenstephan Backkurs

Käsekuchen mit Mirror Glaze

Ich halte mich darum eher an die bodenständigen Naked Cakes, die wir ebenfalls bei unserem Weihenstephan-Tortenkurs zauberten: Mehrstöckige Cremetorten ohne Fondantüberzug und Chichi. So ein Naked Cake sieht nicht nur gut aus, sondern gelingt auch noch im Handumdrehen und schmeckt zudem hervorragend. Eines dieser nackten Törtchen musste ich euch darum auch einfach mitbringen – allerdings nicht mit Buttercremefüllung und dunklem Schokoladenkuchen, sondern passend zur Sommerhitze mit herrlich cremiger 10%iger Weihenstephan-Rahmjoghurtfüllung und weißen Schokobiskuitböden. Natürlich gibt es dazu auch alle Tipps, die uns Weihenstephan-Markenbotschafterin Andrea Schirmaier-Huber mit auf den Weg gegeben hat:


Tipp für Tipp zum Naked Cake


Tipp 1:

Die Biskuitböden möglichst immer einen Tag vorher backen, dann lassen sie sich besser durchschneiden.

Tipp 2: 

Um die Biskuitböden zu zerteilen, einfach ein großes Brotmesser parallel zur Tischoberfläche am Kuchen ansetzen und dann den Kuchen einschneiden – diesen dabei immer drehen, damit das Messer gleichmäßig und langsam von allen Seiten aus immer weiter nach innen gleitet. Die zerteilten Kuchenböden sollten hinterher möglichst gleich hoch sein.

Tipp 3:

Die Cremes sollten eine möglichst feste Konsistenz haben, damit die Torte auch nach dem Zusammensetzen noch schön stabil ist – Butter oder Gelatine sind hier das Zauberwort. Wer mag, kann übrigens zum Einstreichen von außen eine ganz andere Creme als die Creme zwischen den Böden nehmen. Zum Beispiel innen eine dunkle Schokoladencreme und außen eine weiße Schokoladencreme. Sieht toll aus und schmeckt hervorragend!

Tipp 4:

Bevor die Torte mit der Creme von außen eingestrichen wird, sollte sie vorher gut im Kühlschrank durchkühlen, dann gelingt das Einstreichen deutlich einfacher.

Tipp 5:

Zum Einstreichen erst etwas Creme auf die Torte geben und während man den Kuchen dreht die Creme mit einer Palette oder einer flexiblen Teigkarte und leichtem Druck langsam verteilen und zum Rand hin glätten. Die Creme, die dann sozusagen übersteht bzw. überläuft, kann direkt am Rand des Kuchens verteilt werden. Dazu mit der Palette oder Teigkarte am Rand des gefüllten Kuchens entlangfahren und so die überschüssige Creme verteilen. Wer mehr Creme benötigt, kann einfach noch etwas auf den Rand geben und wieder rundherum verteilen. Die einzelnen Kuchenböden sollten hinterher natürlich leicht durchscheinen – für einen perfekt unperfekten Naked Cake.

Alles klar? Dann ran an das schmackhafte Törtchen!

Heidelbeerjoghurttorte

Heidelbeer-Cassis-Torte mit cremiger Joghurtfüllung


Zutaten


Heidelbeer-Cassis-Marmelade
150 g Gelierzucker 2:1
200 g Heidelbeeren
100 g schwarze Johannisbeeren

Kuchenböden mit weißer Schokolade
4 Eier
200 g zimmerwarme Butter (z.B. von Weihenstephan)
150 g + 150 g Zucker
2 Limetten
100 ml Milch (z.B. von Weihenstephan)
200 g weiße Schokolade
Prise Salz
275 g Mehl
1 TL Backpulver
100 g Pistazien

Joghurtcreme
400 ml Schlagrahm (z.B. von Weihenstephan)
2 Pck. Vanillezucker
2 Pck. Sahnesteif
500 g Rahmjoghurt 10% von Weihenstephan
2 Beutel Gelatine Fix
100 g Puderzucker

Dekoration
100 g Heidelbeeren
50 g schwarze Johannisbeeren
20 g Pistazien
50 g weiße Schokolade

Zubereitung

Am Vortag die Marmelade und die Tortenböden zubereiten. Für die Marmelade den Gelierzucker mit den gewaschenen Beeren vermengen und in einem hohen Topf aufkochen lassen. Ca. 3-5 Minuten sprudelnd köcheln, anschließend vom Herd nehmen und gut pürieren. Abkühlen lassen.
Für die Kuchenböden zuerst die 4 Eier trennen und die Eigelb gemeinsam mit der Butter, den 150 g Zucker und dem Saft von 2 Limetten (ca. 50 ml) mindestens 5 Minuten lang schaumig rühren. Nun die 100 ml Milch vorsichtig erwärmen und darin die weiße Schokolade schmelzen.
Währenddessen die 4 Eiklar mit einer Prise Salz aufschlagen und die restlichen 150 g Zucker nach und nach hinzugeben bis ein fester Eischnee entstanden ist. Die Schokoladenmilch etwas abkühlen lassen und den Ofen schon einmal auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Anschließend die leicht abgekühlte Schokoladenmilch zum Butter-Ei-Gemisch geben und unterrühren. Nun den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Zum Schluss die Pistazien möglichst fein hacken und zusammen mit Mehl sowie Backpulver vermengen und kurz mit der restlichen Teigmasse verrühren bis sich alles miteinander verbunden hat.
Eine Springform (max. D 26 cm) mit Backpapier auslegen und die Teigmasse hineingeben. Auf der mittleren Stufe des Backofens 60 Minuten lang goldbraun backen bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Über Nacht auskühlen lassen.

Am nächsten Tag die Joghurtcreme zubereiten. Dazu die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif sehr steif schlagen. Vorsichtig unter den Rahmjoghurt heben und mit Gelatine Fix innerhalb von einer Minute schnell verrühren. Zum Schluss den Puderzucker dazugeben und alles miteinander vermengen.
Nun mögliche Unebenheiten vom Kuchenboden abschneiden und ihn gleichmäßig in drei gleich hohe Teigböden zerteilen. Auf den untersten Boden etwas von der Marmelade geben, darauf etwas Füllung und darauf ein paar Beeren verteilen – vorsichtig verstreichen und den nächsten Boden darauf verteilen. Darauf wieder etwas Marmelade, Creme und Beeren. Nun kommt darauf der letzte Boden.  Vorsichtig andrücken, damit sich alles miteinander verbindet. Die gefüllte Torte für mindestens eine Stunde im Kühlschrank kühlen. Währenddessen die restliche Marmelade mit der restlichen Creme vermengen.
Die durchgekühlte Torte nun mit der Heidelbeer-Cassis-Creme bestreichen – erst oben und dann die Ränder (siehe Tipp 5). Zum Schluss mit den restlichen Beeren, Pistazien und groben Schokoladenraspeln verzieren.
Fertig ist der erfrischende Naked Cake!

Joghurttorte mit Heidelbeeren und schwarzen Johannisbeeren

Erfrischende Sommertorte mit Früchten

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Ein Geschirr für alle Fälle

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Die neue Geschirrserie von Rosenthal: Blend

Vor fast 10 Jahren war der Moment gekommen: Ich packte meine Koffer, setze mich in den Umzugswagen und begab mich auf den Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Mein Studentenleben begann. Ach, was war ich aufgeregt! Voller Vorfreude suchte ich vorab im Internet nach Möbeln und Wohnaccessoires, stöberte in Möbelhäusern und Einrichtungsläden. Es sollte vom Bett bis zum Teller einfach alles perfekt werden. Dummerweise entschied ich mich nicht selten für Produkte, die zwar schön, aber nicht unbedingt praktisch sind. So wanderte auch ein weißes Geschirrset mit quadratischen Tellern und Schüsseln in den Einkaufskorb. Meine Mutter war von Anfang an dagegen, ich fand es aber wahnsinnig schick. Mittlerweile sehe ich das auch etwas anders, denn insbesondere auf unserem runden Tisch fühlte sich das eckige Geschirrset nie so richtig wohl. Was mich dann aber nach ein par Jahren noch mehr störte, war, dass die riesigen Teller nicht so richtig in die Spülmaschine passen wollten und sich die Ecken des quadratischen Geschirr nach und nach verabschiedeten. Schade, schade, Schokolade.

Blend von Rosenthal: Ein Geschirr für alle Fälle

Schließlich stand also der Entschluss: Ein neues Geschirr muss her. Es sollte weiß und schlicht, aber doch besonders sein. Es sollte für die Spülmaschine geeignet sein und daher auch möglichst keine farbigen Applikationen haben. Es sollte modern, elegant und hochwertig, aber auch praktisch, klassisch und zeitlos sein. Es sollte sowohl morgens beim gemütlichen Frühstück zu Zweit, als auch abends bei einem schicken Dinner in großer Runde zum Einsatz kommen. Einfach ein Geschirr für alle Fälle. Naiv wie ich bin, dachte ich mir, das kann ja nicht so schwer sein! Wie immer kam die Erkenntnis relativ schnell: Doch, es ist sogar sehr schwer. Das eine Set zu langweilig, das andere nicht modern genug. Die eine Form nicht so schlicht wie gewünscht, die andere wiederum viel zu gewöhnlich. Ich eilte von Geschäft zu Geschäft und klickte mich von Onlineshop zu Onlineshop. Fand ich dann endlich ein Geschirrset, das meinen Vorstellungen entsprach, war es entweder zu teuer oder direkt ausverkauft. Irgendwann gab ich darum die aktive Suche erst einmal auf.

Porzellan von Rosenthal: Blend

Wie es immer so ist, sobald man etwas nicht mehr sucht, findet man es auf Anhieb: Eines Tages sah ich bei Instagram, dass der deutsche Porzellanhersteller Rosenthal eine neue Geschirrserie auf den Markt gebracht hatte: Blend. Zack und Boom – es war Liebe auf den ersten Blick. Fein strukturiertes und modernes Design. Subtiles und reduziertes Relief. Schlicht und doch haptisch so besonders. Hochwertiges Porzellan, hergestellt in Deutschland. Unkompliziert, multifunktional und somit für jeden Zweck, Anspruch sowie jede Mahlzeit geeignet. Bestehend aus gerade einmal sechs unterschiedlichen Artikeln, nimmt das Set im Schrank kaum Platz ein und garantiert trotzdem maximale Einsatzmöglichkeiten auf dem Tisch.



Kurzum Designer Christophe de la Fontaine hat das Geschirr meiner Träume entworfen. Geradlinig nach oben auslaufend, zweidimensional gegeneinander laufend oder dreidimensional übereinander gelagert: Die drei verschiedenen Reliefs können miteinander kombiniert werden oder getrennt voneinander ein elegantes Tischstyling kreieren. Ich liebe es, dass dieses Geschirr je nach Tischdekoration von modern bis elegant eine völlig andere Wirkung entwickelt. Egal, ob beim Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder bei kleinen Snacks zwischendurch; egal, ob schneller Burger oder elegantes 3-Gänge-Menü – das wunderschöne Porzellan verleiht wirklich jeder Mahlzeit einen ganz besonderen, individuellen Auftritt. Ihr denkt jetzt vermutlich, dass das so eine klassische Werbeaussage ist, aber für mich ist es wirklich das Geschirr, nach dem ich immer gesucht habe. Auch ohne Kooperation mit Rosenthal würde ich es jedem empfehlen, denn es ist einfach das perfekte Geschirr für alle Fälle.

Perfektes Geschirr für jeden Zweck: Blend von Rosenthal

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Rosenthal GmbH" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Samstag, 16. Juni 2018

Erdbeer-Mascarpone-Schnitten

Die Temperaturen schnellen in die Höhe, die Flora schießt einem aus jeder Ecke entgegen und der Sommer steht direkt vor der Tür. Natürlich öffnen wir ihm umgehend und bitten ihn hereinzukommen – endlich ist er da! Schließlich warten wir doch schon alle ganz begierig auf den Sommer! Oder?! Ähm. Nicht unbedingt. Temperaturen jenseits der 25°C? Ohne mich. Dazu ist mein Körper einfach nicht geschaffen! Okay, im Urlaub und mit einem erfrischenden Meer vor den Füßen kann ich mich damit anfreunden – aber sonst? Sonst bedeutet Sommer für mich, dass ich schwitzend zwischen vielen anderen schwitzenden Menschen in einer überfüllten, stickigen und aufgeheizten U-Bahn ohne Klimaanlage stehen muss. Anschließend raucht und brutzelt dann das Gehirn im aufgeheizten Büro nicht nur aufgrund der vielen Arbeit. Abends fällt man dann völlig erschöpft in sein Bett und findet doch keinen erholsamen Schlaf, da auch hier die Luft steht und die Hitze nicht weichen will. Nein, lieber Sommer, so werden wir keine Freunde. Wird es dann sogar noch heißer, springe ich auf direktem Weg in die Gefriertruhe und bleibe dort für immer. Alternativ schließe ich mich im tiefsten Keller der Stadt ein und setze mich in die Mitte von 10 Ventilatoren. Aber es ist ja nicht nur die Hitze, die mich quält: Sobald sich auch noch die Blüten von Gräsern und Co. der Sonne entgegenstrecken und ihre Pollen in die Luft pumpen, stellen meine Nase und meine Augen einfach den Betrieb ein. Ich verstehe bis heute nicht, was das eigentlich soll. Keine Lust mehr zu arbeiten? Hitzefrei? Oder doch der alljährliche Betriebsausflug? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass meine Sinnesorgane ab April nicht mehr richtig funktionieren wollen. Ich stehe also nicht nur verschwitzt in der Bahn, sondern auch mit zugequollenen Augen und einer verstopften Nase. Großartig!

Erdbeertiramisu mit selbstgemachtem Löffelbiskuitteig

Aber hey, ich gebe es zu, Mister Sommer hat auch seine guten Seiten. Mäntel und Jacken werden im Schrank verbannt, der Gang zur Eisdiele wird zum Alltagsritual, der Sprung ins kaltes Nass wird zum Wochenend-Highlight, Tomaten schmecken wieder nach Tomate und das Obst wird von Tag zu Tag süßer.
Insbesondere die Erdbeeren, die für mich jedes Jahr die ersten Vorboten des nahenden Sommers sind, lassen mich direkt jeglichen Groll gegen ihn vergessen. Erdbeeren könnte ich einfach rund um die Uhr vernaschen – zumal sie es immer wieder schaffen mir jeden noch so schlechten Tag zu versüßen! Es ist also kein Zufall, dass ich heute für euch das beste Erdbeerrezept aller Zeiten aus dem Hut zaubere. Lange hatte ich überlegt, ob ich mit einem Erdbeer-Tiramisu-Kuchen oder einer Erdbeer-Pavlova in die Erdbeersaison starten sollte. Beides ist erfrischend, cremig und immer eine Versuchung wert. Vollmundige Mascarpone oder luftige Sahne? Saftige Löffelbiskuits oder zarte Baisermasse?  Wie so oft, wenn ich mich nicht entscheiden kann, kombiniere ich einfach beides miteinander: Löffelbiskuit-Baisermasse als zartsüßer Teig, Sahne und Mascarpone als luftige Creme, weiße Schokolade als knackiger Gegenpart zur saftigen Erdbeere. So simpel, so gut. Direkt aus dem Ofen und ihr habt ein knuspriges Pavlova-Erlebnis, direkt aus dem Kühlschrank und ihr schwebt im siebten Tiramisu-Himmel. So oder so – es ist die wohl beste Antwort auf lange, heiße Sommertage und lässt jeglichen Ärger einfach verpuffen...

Erdbeer-Macarpone-Schnitten


Erdbeer-Mascarpone-Schnitten mit weißer Schokolade


Zutaten

6 Eier
150 g +150 g + 80 g Zucker
100 g Mehl
1 Prise Salz
400 ml Schlagsahne
2 Pck. Sahnesteif
500 g Mascarpone
50 ml Amaretto

2 Vanilleschoten
400 g weiße Schokolade
1 kg Erdbeeren
100 g Erdbeermarmelade

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 150 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen Die Eier trennen und die Eigelb zusammen mit 150 g Zucker zu einer hellgelben Masse aufschlagen. Anschließend das Mehl sieben und kurz unterschlagen. Nun die Eiweiß mit 150 g Zucker und einer Prise Salz sehr steif schlagen. Dann den Eischnee sehr vorsichtig unter die cremige Eigelbmasse heben. Die Masse auf einem mit Backpapier ausgelegtem und etwas höherem Backblech – oder einer großen sowie hohen Auflaufform – verstreichen. Für ca. 1 Stunde auf der mittleren Schiene des Backofens bei konstanten 150°C knusprig und goldbraun backen.
Währenddessen die eiskalte Schlagsahne zusammen mit Sahnesteif sehr steif schlafen. Die Mascarpone ebenfalls kurz aufschlagen und 80 g Zucker zusammen mit dem Amaretto sowie dem Mark von 2 Vanilleschoten unterrühren. Die Sahne vorsichtig unterheben. 350 g weiße Schokolade grob hacken und ebenfalls unterheben. Bevor es ans Schichten geht, die Erdbeeren waschen, vom Grün befreien und halbieren. 
Damit der Teig nicht zu schnell durchweicht, erst kurz vorm Servieren alle Komponenten miteinander verbinden: Auf dem Löffelbiskuitteig die Erdbeermarmelade verstreichen – ist sie zu fest, einfach kurz erwärmen. Darauf die Erdbeeren verteilen und mit der Sahnecreme bedecken. Zum Schluss noch mit groben Schokoladenraspeln der restlichen Schokolade dekorieren, dann direkt servieren und vernaschen. Wer es lieber als Erdbeertiramisu servieren möchte, kann zusätzlich über den luftigen Baiserteig etwas Kaffee und Amaretto träufeln und nach dem Schichten im Kühlschrank durchziehen lassen – beides unglaublich lecker!

Erdbeer-Pavolova mit Mascarpone

Dessert mit Erdbeeren: Erdbeer-Mascarpone-Schnitten

Donnerstag, 19. April 2018

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

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Rezept zum Frühstück: Süße Pizza

Jeden Morgen bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit mache, nehme ich mir etwas Zeit, um ganz gemütlich ein paar Käsestullen oder eine große Schüssel Müsli zu verputzen. Am Wochenende wird der Morgen dann mit frisch gebackenen Brötchen, Bacon und Spiegelei gefeiert – ja, die schönste Mahlzeit des Tages ist für mich nach wie vor das Frühstück! Egal, ob mit warmem Rührei, süßen Pancakes, krossen Croissants, selbstgekochter Marmelade oder aromatischem Käse – ich könnte eigentlich rund um die Uhr frühstücken!
Was gibt es Schöneres als morgens noch etwas verschlafen in die Küche zu kommen und erst einmal ganz gemütlich mit einer große Tasse Kaffee sowie einem köstlichen Frühstück den Tag zu begrüßen? Da kann die Nacht noch so schlimm gewesen sein, ein gutes Essen macht sofort wieder alles gut. Für mich ist es darum auch unbegreiflich, wie Leute morgens ohne etwas zu essen aus dem Haus gehen können. Da würden mein Magen, meine Laune und meine Konzentration lautstark rebellieren und sich verabschieden. Ein schnelles Frühstück am Arbeitsplatz ist für mich ebenfalls keine Alternative, da würde ich die heimische Ruhe und Gemütlichkeit vermissen. Nein, diese Mahlzeit muss richtig zelebriert werden.

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

Auch das Unternehmen Weihenstephan aus dem schönen Bayern zelebriert das Frühstück nun schon seit fast 1.000 Jahren. In einem kleinen Kloster am Weihenstephaner Berg fing alles an. Ein paar Benediktiner Mönche produzierten damals köstliche Milchprodukte für einen besonders guten Start in den Tag. Von der Milch über die Butter bis zum Joghurt – mittlerweile gibt es von der blau-weißen Marke alles, was das Frühstücksherz begehrt. Frisch, pur & unverfälscht: Der Ursprung jedes Produktes ist immer sorgfältig ausgewählte Rohmilch, die dann z.B. erwärmt und mit Joghurtkulturen versehen wird, um nach einigen Stunden einen leicht säuerlichen und wunderbar cremigen Joghurt zu erhalten.
Dieser Joghurt bekommt nun auch bei meinem Rezept den ganz großen Auftritt. Ehrlich gesagt, war diese Rezeptidee ja eigentlich als Scherz gedacht, da ich meinte, dass es bei mir niemals eine healthy Breakfastbowl auf dem Blog geben wird. Das bin einfach nicht ich. Ein richtiges Herzfutter am Morgen wäre da eher ein Frühstücksburger oder eine Frühstückspizza! Moment, eine Frühstückspizza klingt eigentlich gar nicht so verrückt sondern richtig gut. Als Boden ein luftiger Hefeteig mit knusprigem Granola, als Sauce erfrischender Joghurt von Weihenstephan und als Belag frische Früchte und knackige Nüsse! Jede Ecke kann ganz individuell belegt werden, damit für jeden etwas dabei ist!
Die perfekte Kombination aus süßem Müsli und krossen Wochenendbrötchen, aus saftigen Müslibrötchen und warmen Kuchen, aus frischem Obstsalat und verführerischer Schokostulle – eben der perfekte Start in den Tag!

Das etwas andere Frühstücksbrötchen: Süße Pizza mit Joghurtsauce


Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce für einen guten Start in den Tag


Zutaten


Teig
1/2 Würfel frische Hefe
50 g Zucker
250 g Mehl
150 g Granola (z.B. nach diesem Rezept)
1 Prise Salz

Weiße Schokoladencreme
70 g weiße Schokolade
weiße Schokoladenraspeln
Blaubeeren

Dunkle Schokoladencreme
70 g Zartbitterschokolade
2 EL Nuss-Nougat-Creme
1 Banane
dunkle Schokoraspeln

Kokoscreme
Himbeeren
Kokosraspeln

Erdnusscreme
gesalzene Erdnüsse

Zubereitung

Für die Pizza die Milch ganz leicht erwärmen (nicht kochen!) und die Hefe zusammen mit dem Zucker darin auflösen. Das Mehl mit der Granola und dem Salz mischen. In die Mitte eine Mulde drücken, das Hefegemisch hinzugeben und mit etwas Mehl vom Rand vermengen. Mit einem Tuch abdecken und für 15 Minuten an einem warmen Ort (ca. 30-35°C) gehen lassen. Anschließend alles gut miteinander verkneten (ca. 10-15 Minuten lang) und noch einmal mindestens eine Stunde – bzw. bis sich das Volumen verdoppelt hat – gehen lassen. Nun den Backofen auf 200°C vorheizen, noch einmal alles verkneten, zu einer runden Form ausrollen und rundherum einen typischen Pizzarand formen. Wer mag, kann die Pizza auch noch mit einem verquirlten Ei bestreichen. Auf einem Backblech im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen.
Währenddessen die verschiedenen Cremes zubereiten. Für die weiße Schokoladencreme die weiße Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit dem Joghurt vermischen. Für die dunkle Schokoladencreme die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen und mit der Nuss-Nougat-Creme und dem Joghurt vermengen. 125 g Joghurt mit Kokosraspeln vermischen für die Kokoscreme und den restlichen Joghurt mit der Erdnussbutter für die Erdnusscreme. 
Auf die nur noch leicht warme Pizza die verschiedenen Cremes verstreichen. Auf der weißen Schokoladencreme Blaubeeren und weiße Schokoladenraspeln, auf der dunklen Creme Bananenscheiben und dunkle Schokoladenraspeln, auf der Kokoscreme Himbeeren und Kokosraspeln und auf der Erdnusscreme noch ein paar Erdnüsse verteilen. Anschneiden und genießen!

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce

Süße Frühstückspizza mit Joghurtsauce und frischen Früchten

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "Molkerei Weihenstephan GmbH & Co. KG" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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