Donnerstag, 31. Januar 2019

Immer wieder: Schlemmen in Edinburgh

Auch, wenn dies erst meiner zweiter Besuch dieser mystischen Stadt war, hat es mich wieder einmal erwischt. Ja, man könnte sagen, dass ich etwas verliebt bin. Verliebt in Edinburgh. Verliebt in die historischen Gemäuer, verliebt in die wilden Landschaften und verliebt in die magische Atmosphäre. Ich könnte dort jeden Tag einfach nur durch die kleinen Gassen oder großen Prachtstraßen schlendern und der Phantasie freien Lauf lassen. Schließlich versteckt sich hinter jeder Häuserecke eine Welt wie aus einem spannenden Roman: Dort das magische Harry-Potter-Universum, hier die romantische Mittelalter-Novelle und da die wilde Highland-Saga. Überall werden Geschichten wie von selbst zum Leben erweckt. Es ist eine Stadt in der Träume entstehen und gleichzeitig wahr werden.

Edinburgh im Winter

Bei meinem letzten Besuch strahlte die Sonne quasi rund um die Uhr vom Himmel, es war kuschelig warm und ich konnte jeden Tag problemlos zum T-Shirt greifen. Im Winter sieht das schon anders aus. Da stehen eher Kuschelsocken, Wintermantel und Handschuhe auf dem Programm. Hinzu kommt, dass Edinburgh – wie beinahe alle Städte auf dieser Welt – bei Sonnenschein deutlich hübscher aussieht als bei nasskaltem Schmuddelwetter. Es gibt aber einen riesigen Vorteil, der ganz klar für einen Besuch der schottischen Hauptstadt in den Wintermonaten spricht: In allen Straßen, Shops oder Sehenswürdigkeiten kann man sich frei und unbeschwert bewegen ohne alle paar Meter angerempelt zu werden, denn die Touristenquote ist in der kalten Jahreszeit sehr, sehr niedrig. Auch in den Restaurants und Cafés ist die Chance einen freien Platz auch ohne Reservierung zu bekommen ziemlich hoch. Minusgrade und ein paar Tropfen Regen? Sind da doch direkt vergessen! Falls es dann doch einmal zu nass oder kalt sein sollte, empfehle ich einen Besuch in einem der zahlreichen Museen. Wunderschön, spannend und obendrein kostenlos!

Royal Museum of Edinburgh

Wie bereits bei meinem ersten Besuch drehte sich aber auch dieses Mal nicht alles nur um Kultur, Natur und Mystik, sondern auch ums Essen, Schlemmen und Naschen. Verwundert hier niemanden, oder? Es ging also wieder einmal quer durch die Stadt, quer durch die Restaurantvielfalt und quer durch die schottische Küche. Dabei habe ich nicht nur meine Leidenschaft für buttriges Millionaire's Shortbread wieder entdeckt, sondern auch drei neue kulinarische Highlights kennengelernt, die sechs Restauranttipps aus meinem letzten Beitrag perfekt ergänzen:


1. The Pantry

Guten Morgen Schottland, guten Morgen Edinburgh, guten Morgen Haggis, Baked Beans und Black Pudding! Für wen ein typisch schottisches Frühstück fester Bestandteil jeder Schottlandreise ist, der sollte unbedingt einmal bei "The Pantry" vorbeischauen.

The Pantry Edinburgh - bestes Frühstück der Stadt

Aber auch, falls ihr dem typischen Frühstück aus Schottland mit gefülltem Schafsmagen und warmer Blutwurst nichts abgewinnen könnt, solltet ihr hier zum Frühstücken einkehren. Kreationen wie Egg Benedict mit Rippchen, Breakfast Brûlée, Porridge mit Erdnussbutter oder Waffeln mit Bacon sprechen für sich und müssen einfach probiert werden! Hinzu kommt, dass jedes Gericht auch optisch ein Highlight ist. Erstaunlich was liebevolles Anrichten und ein bisschen Grünzeug ausmachen! Dazu ein richtig guter Kaffee und das Glück ist vollkommen. Auch das Interieur passt zum Essen: Jung, kreativ und doch sehr bodenständig. Für mehr Impressionen, klickt euch einfach durch die Website – aber Vorsicht, es besteht akute Gefahr für lautes Magenknurren!

The Pantry, 1 North West Circus Place, Edinburgh EH3 6ST
Mo-So: 09:00 bis 17:00 Uhr

Edinburgh im Januar


2. The Grand Cafe

Nicht nur ein deftiges Frühstück ist für mich Pflicht bei jedem Besuch von Great Britain – auch der klassische Afternoon Tea muss zwingend zelebriert werden! In Edinburgh gibt es zahlreiche Lokalitäten, um sich bei einer Tasse Tee über die neuesten News aus dem britische Königshaus auszutauschen, besonders gut hat es mir aber hier gefallen: Im "The Grand Cafe" von Edinburgh!

The Grand Cafe - bester Afternoon Tea in Edinburgh

Große Marmorsäulen, imposante Kronleuchter und holzvertäfelte Wände und schon fühlt man sich wie in einer Szenerie aus Downtown Abbey, wobei in den Räumlichkeiten ursprünglich eigentlich die Anzeigenabteilung der schottischen Tageszeitung The Scotsman ihren Sitz hatte. So oder so ist es die perfekte Kulisse, um bei einem Kännchen Earl Grey frisch gebackene Scones, belegte Sandwiches, Tartelettes mit Waldpilzen, süßsaure Himbeer-Törtchen oder cremige Joghurtmousse zu genießen. Dazu etwas Live-Klaviermusik sowie superfreundliches Personal und der Nachmittagstee wird zur perfekten Auszeit. Im Januar war es allerdings auch angenehm leer, das ist im Sommer vermutlich eher eine Seltenheit – aber lecker und eine klare Empfehlung wird es wohl immer sein! 

The Grand Cafe, 20 North Bridge, Edinburgh, EH1 1TR
Mo-Do: 10:00 bis 23:00 Uhr
Fr: 10:00 bis 13:00 Uhr
Sa: 9:00 bis 13:00 Uhr
So: 9:00 bis 11:00 Uhr
www.grandcafeedinburgh.co.uk

Edinburgh in der Nacht

3. The Fishmarket

Nach einem Scottish Breakfast und einem Afternoon Tea fehlt eigentlich nur noch das geheime Nationalgericht der Briten: Fish 'n' Chips! Das muss einfach sein! Die besten Fish and Chips meines Lebens habe ich bei "The Fishmarket" gegessen. So simpel und doch so lecker. Direkt am Hafen gelegen, bekommt ihr dank der salzigen Meeresluft in der Nase bei jedem Schritt Richtung Restaurant mehr Lust auf den frischen Fisch.

The Fishmarket - beste Fish and Chips in Edinburgh

Angekommen im Fishmarket habt ihr erst einmal die Qual der Wahl: Verschiedene Fischsorten, verschiedene Panaden und verschiedene Saucen stehen zur Auswahl. Ihr könnt natürlich auch statt zum Fisch zur Muschel greifen und euch eine Ladung Austern bestellen. Oder doch etwas Hummer? Take Away oder direkt im Restaurant? Hier ist eigentlich alles möglich! Eines ist auf jeden Fall sicher: Hier werden alle Fischfans glücklich! Wie auch die Fish and Chips, ist auch die Inneneinrichtung puristisch und simpel, aber auf den Punkt gestaltet: Modern, hipp und irgendwie gemütlich. Essen gut, Einrichtung gut, alles gut! Klare Empfehlung!

The Fishmarket (Newhaven), 23A Pier Pl, Edinburgh EH6 4LP
Mo-So: 9:00 bis 22:00 Uhr


Scottish Breakfast, Afternoon Tea und Fish 'n' Chips – was will man mehr? Vielleicht Burger, Marshmallow Milkshake oder frittierte Marsriegel? Dann klickt euch fix rüber zu meinem letzten Edinburgh Beitrag, notiert euch alle Adressen und bucht direkt einen Flug nach Edinburgh, denn die Stadt ist zu jeder Jahreszeit ein Traum: Optisch, kulturell und kulinarisch!

Bis bald, du schöne Stadt!

Dienstag, 25. Dezember 2018

Mitbringsel zur Winterzeit: Weihnachtliche Pflaumen-Cranberry-Marmelade mit Schuss

Vermutlich werden zu keiner anderen Zeit im Jahr so viele unterschiedliche Traditionen wie zur Weihnachtszeit zelebriert. Ob traditionelles Gänseessen, gemeinsames Plätzchenbacken oder alljährliches Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt – jeder hat seine ganz eigenen Rituale, die die Weihnachtszeit erst perfekt machen. Manche Familien besuchen jedes Jahr eine Märchenaufführung im Theater, einige Paare gucken eingekuschelt ihren liebsten Weihnachtsfilm und andere basteln einen Weihnachtsstern nach dem anderen. 
Viele Traditionen erinnern uns an unsere Kindheit bzw. unsere Eltern und Großeltern, aber viele Rituale entstehen auch erst, indem sie einfach irgendwann eingeführt und dann jedes Jahr wiederholt werden. Allein von wie vielen verschiedene Essensrituale an den Festtagen ich schon gehört habe: Rinderbraten, Karpfen, Gans oder doch Pizza? Glaubt mir, alles ist möglich! Das Traditionsgericht schlechthin – Würstchen mit Kartoffelsalat – gab es bei uns aber beispielsweise nie, sondern seit einigen Jahren köstlichen Raclette oder Fondue. Gut vorzubereiten und herrlich gemütlich.

Mitbringsel zur Winterzeit: Weihnachtliche Pflaumen-Cranberry-Marmelade mit Schuss

Und dann? Singen und Geschenke oder doch erst einmal ein kleiner Spaziergang? Packen alle gleichzeitig aus oder wird gewürfelt, wer sein Geschenk auspacken darf? Also bei uns wird erst gegessen, dann packen alle ihre Geschenke aus und dann machen wir es uns vor dem Fernseher gemütlich – quasi ein bisschen wie bei den Hoppenstedts von Loriot, nur ohne das Gedicht von Dicki.
Es ist wirklich verrückt, aber es gibt in jeder Familie den einen ganz bestimmten Ablauf, der jedes Jahr wiederholt und auch niemals in Frage gestellt wird. Wozu auch? Schließlich sind es ja diese schönen, kleinen Weihnachtstraditionen, die ein Gefühl von Nach-Hause-kommen, Kindheit und Besinnlichkeit vermitteln, oder? 
Eine meiner ganz persönlichen Traditionen ist es zu Weihnachten selbstgemachte Kleinigkeiten aus der Küche zu verschenken. Egal ob verzierte Weihnachtsplätzchen, salzigsüße Pralinen oder beschwipste Marmeladen – über ein selbstgemachtes Mitbringsel freut sich einfach jeder und oft sind sie auch schneller gemacht als man denkt. Wenn es besonders schnell gehen soll, finde ich Marmeladen einfach nur grandios. Ein paar Früchte, eine Prise Gewürze, ein bisschen Gelierzucker und das war es eigentlich schon. Ich gucke dann einfach nur in meinen Gefrierschrank und hole alle Früchte raus, die ich so finden kann – in diesem Jahr kam ein halbes Kilo Pflaumen zum Vorschein, das unbedingt noch verarbeitet werden wollten. Dazu noch ein paar frische Cranberries, etwas Lebkuchengewürz und den restlichen Rum von der alljährlichen Feuerzangenbowle. Das Ergebnis? Weihnachtlich, zuckersüß und leicht beschwipst – eben genau so, wie ich mich auch oft an den Weihnachtstage fühle. Das perfekte Mitbringsel zu Weihnachten, dem Adventsfrühstück oder Silvesterabend!

Pflaumen-Cranberry-Marmelade zu Weihnachten

Weihnachtliche Pflaumen-Cranberry-Marmelade mit Schuss


Zutaten für ca. 4-5 Gläser

500 g Pflaumen (frisch, TK oder aus dem Glas)
250 g Cranberries (frisch)
350 g Gelierzucker 2:1
50 g Puderzucker
4 EL Rum
2 TL Zimt
1 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung

Zuerst die Gläser für die Marmelade vor dem Befüllen in kochendem Wasser oder 10 Minuten bei 150°C im Backofen sterilisieren. Sofern noch nicht geschehen, die Pflaumen waschen sowie entkernen und die Cranberries ebenfalls waschen. Das Obst grob kleinschneiden und dann gemeinsam mit dem Gelierzucker in einen Topf geben. Gut miteinander vermischen und vorsichtig zum Köcheln bringen. 5 Minuten lang bei mittlerer Hitze und unter ständigem Rühren köcheln lassen. Bei erfolgreicher Gelierprobe noch den Puderzucker, Rum und die Gewürze hinzugeben und alles verrühren. Noch einmal ca. 1 Minute lang köcheln und dann die Früchte – nach Belieben – mit dem Pürierstab kurz pürieren. Anschließend die heiße Masse in die ausgekochten Marmeladengläser abfüllen. Zuschrauben und für 10 Minuten auf den Kopf stellen, damit sich alles luftdicht verschließt. Auskühlen lassen und dann zum Weihnachtsfrühstück genießen. Und in diesem Sinne: Fröhliche, besinnliche, gesegnete und vor allem leckere Weihnachtstage für euch alle!

Geschenk aus der Küche zu Weihnachten: Pflaumen-Cranberry-Marmelade

Sonntag, 16. Dezember 2018

Süße Weihnachten mit Peanut-Butter-Jelly-Eyes

Alle Jahre wieder steht das Weihnachtsfest vor der Tür und alle Jahre wieder darf ich ein Türchen des bunt gemischten Adventskalenders "Blogging under the mistletoe" befüllen, um die Vorfreude auf den heiligen Abend noch mehr zu versüßen. Es ist irgendwie eine kleine Tradition geworden, dass ich jedes Jahr eine süße Leckerei mit Erdnusspower hinter einem der 24 Türchen verstecke.

Süße Weihnachten mit Peanut-Butter-Jelly-Eyes

Neben DIY's, Verlosungen und Geschenkideen, könnt ihr euch also auch immer auf mindestens eine nussige Kleinigkeit meinerseits verlassen. Denn obwohl es hier in diesem Jahr noch einmal etwas ruhiger geworden ist und ich noch mehr Zeit meinem Hauptberuf sowie Privatleben gewidmet habe, lasse ich es mir nicht nehmen meine Hand ganz tief ins Peanutbutter Glas zu stecken und eine weihnachtliche Köstlichkeit daraus hervorzuzaubern. Was wäre Weihnachten schließlich ohne eine süße Erdnussüberraschung? Unvorstellbar, oder? 
In diesem Jahr kam mir dann noch die Idee einen amerikanischen Erdnuss-Klassiker mit einem deutschen Weihnachtskeks-Klassiker zu kombinieren: Softe Peanut-Butter-Jelly-Sandwiches trafen somit auf knusprige Engelsaugen und vereinten sich zu süßen Peanut-Butter-Jelly-Eyes! Während sonst der Löffel also nur im Peanutbutter Glas verschwand, darf der Löffel dieses Jahr auch ins Marmeladenglas eintauchen. Naschen ist hierbei natürlich ausdrücklich erlaubt!

Schnelle und einfache Peanut-Butter-Jelly-Cookies

Hach, ich bin ganz begeistert von dieser Kombination: Mürber Keksteig, cremige Erdnussbutter, knackige Schokolade und fruchtiges Himbeergelee – ja, so heißen die Zutaten für mein diesjähriges Rezept zum Weihnachtsglück! Noch ein kleiner Funfact am Rande: Die kleinen Weihnachtskekse riechen nach salzigen Erdnussflips, aber sobald sie im Mund verschwinden schmecken sie nach einem süßen Erdnussschokoriegel. Quasi eine Geruchs-Geschmacks-Schere! Aber letztendlich ist der Geschmack entscheidend und der ist himmlisch!
So! Jetzt aber! Adventskalender-Türchen auf für meine kugelrunden und süßen Erdnusskekse – lasst es euch schmecken und genießt die Vorweihnachtszeit in großen Bissen! 


Mürbe Peanut-Butter-Jelly-Eyes


Zutaten

225 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
165 g Rohrzucker
1 Prise Salz
1 Ei
100 g kalte Butter
325 g crunchy Erdnussbutter
100 g Zartbitterschokolade
100 g Himbeergelee
Puderzucker

Zubereitung

Im ersten Schritt das Mehl mit dem Backpulver vermischen und den Zucker, das Salz sowie das Ei hinzugeben. Nun die kalte Butter in kleinen Flöckchen in die Schüssel geben und anschließend alles miteinander mit Hilfe des Knethakens des Handrührgerätes verkneten – dabei nach und nach, auch die Erdnussbutter unterkneten. Die Zartbitterschokolade grob hacken und ebenfalls unterkneten.
Jetzt den Teig auf eine Arbeitsfläche geben, noch einmal alles gut mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt für 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen.
Anschließend den Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und aus jeweils etwas Teig walnussgroße Kugeln formen. Mit kleinem Abstand zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Nun mit dem Stiel eines Holzlöffels kleine Vertiefungen in die Mitte der Kugeln drücken. Die Kekse auf mittlerer Schiene für ca. 10-15 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.
Den Gelee vorsichtig erwärmen und den flüssigen Gelee mit Hilfe eines kleinen Löffels in die Vertiefungen tropfen lassen. Nun noch mit Puderzucker bestäuben und dann entweder in einer Keksdose aufbewahren oder direkt vernaschen!

Süße Erdnussbutter-Marmeladen-Kekse

Gestern hat übrigens Laura hübsche Geschenkanhänger im Adventskalender versteckt und morgen gibt es bei der lieben Britta etwas Leckeres aus der Flasche! Und falls ihr jetzt noch mehr Lust auf süße und herzhafte Überraschungen oder kleine und große Ideen zum Weihnachtsfest bekommen habt, solltet ihr euch unbedingt einmal bei Mareike (die den Adventskalender ins Leben gerufen hat) durch alle Blogs bzw. Türchen klicken. Es lohnt sich! Viel Spaß dabei und eine schöne Vorweihnachtszeit! 

Sonntag, 28. Oktober 2018

Saftiger Erdnusskuchen – ratzfatz und mit Schuss

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Saftiger Erdnusskuchen mit Schuss

Es ist Sonntag. Ihr habt ausgeschlafen, spät gefrühstückt und tragt auch um 12 Uhr noch euren Pyjama. Gemütlich liegt ihr auf dem Sofa und seid eurer Lieblingsserie verfallen. Stunde um Stunde vergeht. Irgendwann passiert aber das, was immer irgendwann passiert: Euer Magen fängt an zu knurren. Jetzt ein Stück Kuchen, das wär's! Kennt ihr? Also mir geht es eigentlich fast jeden Sonntag so. Zum Glück kenne ich mich ziemlich gut und habe darum immer Kuchen im Gefrierschrank. Quasi mein Notfallkuchenlager. Was aber tun, wenn kein Kuchenlager in der Nähe ist? Tja, da hilft leider nur eins! Popo vom Sofa und rein in die Backstube. Es muss ja nicht gleich die dreistöckige Cremetorte mit Marzipandecke sein. Ein saftiger Nusskuchen mit ganz viel Schokolade wie bei Oma tut es doch auch, oder? Naja, nicht ganz so wie bei Oma, denn wie könnte es anders sein – natürlich kommen in meinen Nusskuchen köstliche Erdnüsse! Wer braucht schon Mandeln oder Haselnüsse, wenn er beste Erdnüsse haben kann? Außerdem habe ich als selbst ernannter Erdnussbotschafter (aka Erdnusssüchtiger) immer reichlich Nüsse aus der Erde im Haus. Die anderen Zutaten wie Eier, Butter, Zucker, Milch, Schokolade und Sahne finden sich bestimmt auch noch in einer Ecke und der saftige Nusskuchen steht ratzfatz auf dem Tisch.

Nusskuchen mit Erdnüssen von ültje

Okay, um ehrlich zu sein, ist es eigentlich unmöglich einen Nusskuchen mit Erdnüssen zu backen. Warum? Weil Erdnüsse im Grunde gar keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte sind. Entsprechend ihrem Namen wachsen sie auch nicht an Bäumen oder Sträuchern, sondern verstecken sich unter der Erde. Nach der Bestäubung neigen sich die Stängel des 50 bis 80 cm hohen Erdnusskrautes nämlich nach unten und graben sich dann schwuppdiwupp in die Erde ein. Verrückt, oder? Richtig wohl fühlt sich die Erdnusspflanze übrigens in tropischen und subtropischen Gegenden wie Südamerika, Afrika oder den USA. Ja, Erdnüsse sind zwar Kellerkinder, mögen es aber trotzdem schön warm. 130 Tage lang saugen sie die Sonne in sich auf und bekommen dadurch ihren grandiosen Geschmack. Ein bisschen wie bei der Erbse kuscheln sich dann jeweils zwei bis drei leckere Erdnusskerne in die Schoten bzw. Schalen. Sobald sie reif sind, öffnen sich die Schalen aber nicht wie bei anderen Hülsenfrüchten, sondern bleiben wie bei Nüssen komplett geschlossen. Wenn sich die Blätter der Erdnusspflanze dann langsam gelb verfärben, sind die Erdnüsse reif und die Pflänzchen können komplett ausgegraben, getrocknet und die Erdnüsse anschließend weiterverarbeitet werden. Denn erst durch das Rösten, sind die kleinen Nüsse wirklich genießbar und entwickeln das typische Erdnussaroma (funktioniert übrigens auch im heimischen Ofen). Anschließend werden sie dann bei ültje – je nach Sorte – noch pikant gewürzt, mit Honig oder Salz verfeinert und durch Röstung in Öl oder Backen im Ofen veredelt. Mmh, köstlich! Oder sie werden zu Erdnusscreme verarbeitet – damit klappt es dann auch mit dem Peanutbutter Sandwich, den gegrillten Saté-Spießen oder dem berühmten Nachbarn.

Nusskuchen mit Sahnecreme

Nach diesem kleinen Exkurs aber ganz schnell wieder zurück zu unserem entspannten Sonntag, denn wir wollen schließlich endlich leckeren Kuchen essen! Ob nun Nuss oder Hülsenfrucht, ist am Ende ja auch völlig egal. Wichtig ist doch nur, dass der Kuchen schmeckt! Und darauf könnt ihr euch verlassen. Das Geniale an diesem köstlichen Nusskuchen ist außerdem, dass er auch noch ganz einfach abgewandelt werden kann: Ihr mögt Rum oder Whiskey lieber als Eierlikör? Kein Problem! Ihr wollt keinen Alkohol in eurem Kuchen? Dann könnt ihr auch einfach etwas flüssige Sahne oder Orangensaft über den Kuchen tröpfeln. Wichtig ist nur, dass ihr dem Küchlein nach dem Backen einen kleinen Drink anbietet, denn dieser "Schuss" macht ihn so richtig saftig. Wer es schokoladig mag, kann den Kuchen auch noch mit einer knackigen Schokoschicht überziehen. Richtig lecker wird er aber erst durch einen ordentlichen Klecks Sahne, Erdnussmus oder Buttercreme! Wer Zeit hat, dekoriert den Kuchen mit der Creme seiner Wahl und wer keine Zeit hat, stellt die aufgeschlagene Creme einfach in einer großen Schüssel auf den Tisch. Dann kann sich jeder so viel nehmen wie er mag. So kenne ich es auch von Omas Kaffeetafel! Ohne Schnick, ohne Schnack, aber mit ordentlich Geschmack! Habt einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Nachbacken.

Saftiger Erdnusskuchen mit Eierlikör


Saftiger Erdnusskuchen mit Schuss 


Zutaten

5 Eier
1 Prise Salz
200 g Butter (zimmerwarm)
250 g Zucker
100 ml Vollmilch
300 g geröstete Erdnüsse von ültje (ungesalzen)
250 g + 50 g Zartbitterschokolade
200 g Mehl
1 Tütchen Backpulver
3 EL Eierlikör
300 ml Schlagsahne

Zubereitung

Zuerst die 5 Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Butter zusammen mit den Eigelb ca. 3 Minuten lang schaumig aufschlagen. Den Zucker und die Milch nach und nach hinzugeben und unterschlagen. Nun die Erdnüsse sehr fein hacken – am besten geht dies mit einem Mixer, aber mit einem Messer funktioniert es ebenfalls. Inzwischen den Backofen auf 180 °C vorheizen.
Die 250 g Schokolade grob hacken. Nüsse und Schokolade zusammen mit Mehl und Backpulver unter die Masse rühren und zum Schluss das geschlagene Eiweiß unterheben. Alles nur so lange miteinander verrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. In die gebutterte und gemehlte Springform (oder Kastenform) füllen und im Backofen 60-70 Minuten lang goldbraun backen. Nach der Hälfte der Zeit den Kuchen mit Alufolie abdecken, da er sehr schnell sehr braun wird.
Sobald kein Teig mehr an einem Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel kleine Löcher in den Kuchen stechen und den Eierlikör (oder z.B. Rum) über den Kuchen tröpfeln.
Nun die Schlagsahne steif schlagen und mit Hilfe eines Spritzbeutels die Sahne auf dem Kuchen verteilen. Zum Schluss die Schokolade raspeln und damit den Kuchen dekorieren.
Dann aber ganz schnell wieder auf die Couch – mit Kuchen und der Lieblingsserie. Guten Appetit!

Schneller und saftiger Erdnusskuchen

Easy peasy Erdnusskuchen

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit der "ültje GmbH" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

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