Donnerstag, 21. Juli 2016

Erdbeertarte mit erfrischender Raffaello-Creme

Eine offene Kokosnuss mit Strohhalm in der Hand, die Füße im türkisfarbigen Wasser, den weißen Kakadu auf der Schulter – wer hat sich nicht auch schon einmal mitten in die Raffaello-Werbung gewünscht? Tja, leider sitze ich gerade aber nicht am weißen Sandstrand und auch nicht unter grünen Palmen, sondern in einer kleinen Berliner Wohnung. Draußen graue Fassaden, hupender Verkehr und vorbeirauschende Autos. Ich würde sagen, da kommt alles andere als Urlaubsfeeling auf.
Na, immerhin stimmen die Temperaturen: 29 Grad auf dem Thermometer. Gefühlte 38 Grad. Traumhaft auf den Malediven, aber ziemlich furchtbar in Berlin. Ich finde diese Hitze nämlich nur dann gut, wenn ich meinen Körper ins kühle Nass tauchen kann.

Raffaello-Kuchen mit Erdbeeren und Kokos

Da dies jetzt aber so gar nicht möglich ist, müssen wir eben anders für Abkühlung sorgen: Eis ins Gefrierfach, Limonade in den Kühlschrank und Kuchen in den Backofen! Kuchen? Ist das bei den Temperaturen wirklich so eine gute Idee? Ja! Wenn es sich bei dem Kuchen um eine knackige Tarte mit erfrischender Raffaello-Creme und saftigen Erdbeeren handelt, ist dies eine geradezu hervorragende Idee. On the top noch ein Hauch Limette für die Extraportion an Erfrischung und mir läuft direkt das Wasser im Mund zusammen!
Sauer und süß, cremig und knusprig – in diesem Raffaello-Kuchen wird einfach alles vereint. Hach, was für eine Kombination, oder? Da schmeckt wirklich jeder einzelne Bissen nach Sommer und auch ich fühle mich wie in einer Raffaello-Werbung. Selbst in der kleinen Berliner Wohnung...

Erdbeertarte mit Kokoscreme und Raffaellos

Erdbeertarte mit erfrischender Raffaello-Creme


Zutaten

250 g Mehl
60 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
125 g kalte Butter
Abrieb von einer halben Bio-Limette

500 g trockene Hülsenfrüchte für das Blindbacken (z.B. Bohnen oder Erbsen)

500 ml Sahne
200 g weiße Schokolade
70 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
80 g Kokosflocken
100 g Raffaellos
Abrieb von einer halben Bio-Limette

500 g Erdbeeren (oder anderes Obst wie Himbeeren oder Johannisbeeren)

Zubereitung

Am Vortag Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Ei, kalte Butter und Limettenabrieb in einer Schüssel erst mit dem Handrührgerät und anschließend mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht kalt stellen. 
Für die Creme die Sahne vorsichtig erhitzen und darin die zuvor grob gehackte Schokolade schmelzen. Ebenfalls über Nacht im Kühlschrank kalt stellen. 
Am Backtag die Tarteform (28 cm Durchmesser) mit etwas Butter einstreichen und bemehlen. Nun den Backofen auf 200 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen und den Teig noch einmal kurz durchkneten. Anschließend diesen in der Größe der Backform rund ausrollen. Vorsichtig in die Form legen, den Rand hochziehen und mit den Händen festdrücken. Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen, damit beim Backen keine Blasen entstehen. Zusätzlich Backpapier kreisrund ausschneiden und auf den Kuchenteig legen, darauf wiederum die 500 g Hülsenfrüchte streuen – dadurch wird garantiert, dass der Mürbeteig beim Backen flach bleibt. Im Backofen auf mittlerer Schiene ca. 10 bis 15 Minuten goldbraun und knusprig backen.
Die gekühlte Sahne mit dem Handrührgerät aufschlagen und dabei den Zucker sowie Vanillezucker nach und nach hinzugeben. Unter die Schokoladencreme Kokosflocken und klein gehackte Raffaellos heben. Zum Schluss den Abrieb einer halben Limette unterrühren. 
Nach dem Backen der Tarte diese vorsichtig aus der Form nehmen und auskühlen lassen. Jetzt die Creme auf den ausgekühlten Boden streichen. Für die Dekoration die Erdbeeren waschen, den Strunk herausschneiden, die Erdbeeren halbieren und auf der Creme verteilen. Optional noch mit etwas Limettenabrieb und Limettenscheiben dekorieren. 
So richtig erfrischend schmeckt der Kuchen, wenn er direkt aus dem Kühlschrank kommt. Lasst es euch schmecken! Auf den Sommer!

Kuchen mit Erdbeeren und Raffaellos

Erfrischender Kuchen mit Erdbeeren, Kokos und Raffaellos

Donnerstag, 14. Juli 2016

L'Etivaz AOP – dem Käse auf der Spur

Schneebedeckte Berge, saftige Alpwiesen, grasende Kühe, vereinzelte Almhütten und über allem ein strahlend blauer Himmel – es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Im Film, wo Heidi zusammen mit Peter durch die Berge hüpft, erwartet man solch ein malerisches Szenario, aber doch nicht in der Realität, oder? Als ich in der idyllischen Schweiz ankam, musste ich mir darum auch erst einmal die Augen reiben. Ich meine, eben steht man noch im hektischen Berlin und zack, ist man mitten im ruhigen Waadtland. Hätte man mir gesagt, ich wäre statt in ein normales Flugzeug in eine Zeitmaschine gestiegen – ich hätte es wohl geglaubt.

Idyllische Schweizer Landschaft im Waadtland

Ihr müsst euch das so vorstellen, im Hintergrund seht ihr die eben beschriebenen Berge und davor ein kleines Örtchen namens L'Etivaz mit einer Handvoll traditioneller Holzhäuser, kleinen Handwerksbetriebe und ein paar Menschenseelen. Ja, hier ticken die Uhren definitiv etwas langsamer als in Berlin. Trotzdem ist L'Etivaz keineswegs ein langweiliges Dorf, denn von hier stammt eine der köstlichen Schweizer Käsesorten, der L'Etivaz AOP. Auch wenn diese Sorte mit 420 Tonnen verkauftem Käse pro Jahr eine der kleinsten Sorten ist, ist es ein Käse, der dank echter Handarbeit, monatelanger Pflege, ausgiebiger Reifezeit, dem Verzicht auf Zusatzstoffe und natürlich viel Liebe grandios schmeckt. Würzig, fruchtig, nussig, leicht rauchig und einfach nur gut! Seit dem 12. Jahrhundert wird von Generation zu Generation das Wissen weitergegeben und immer noch entsteht auf knapp 130 Alpkäsereien dieser würzige Käse. Zum Glück!

Schweizer Käse

Jedes Jahr im Mai packen die Bauern der Region ihre sieben Sachen zusammen und treiben die Kühe die Berge hinauf. Dort verbringen die Familien den ganzen Sommer auf ihren Chalets und ziehen erst im Oktober wieder ins Tal. Bis dahin muss die ganze Familie anpacken, um jeden Tag möglichst viel L'Etivaz AOP zu produzieren und somit den Lebensunterhalt zu sichern. Teilweise bekommen die Kinder sogar schulfrei, um auf dem Hof mithelfen zu können. Eine der Bäuerinnen erzählte uns, dass selbst ihre erwachsenen Kinder nach ihrem Bürojob auf die Alm kommen, um mit den Eltern und Geschwistern die Tiere zu versorgen. Ja, die Leute in der Gegend lieben ihre Traditionen.

Alpwiese in der Schweiz

Natürlich könnten die Familien auch ganz unkompliziert den Käse im Tal herstellen, aber dann wäre es kein echter L'Etivaz AOP. Erst indem die Kühe die aromatischen Bergkräuter und -blumen der Alpwiesen fressen, bekommt der Käse seinen charakteristischen Geschmack. Vom intensiven Aroma dieser Pflanzen konnten ich mich zusammen mit Petra von Hol(l)a die Kochfee, Tina von Lecker & Co und Kristina von Lila Plätzchen selbst überzeugen – dank selbstgemachtem Wildkräuterpesto und Kräuterfrischkäse. Naja, und wenn bereits das Futter der Kühe so gut schmeckt, kann man sich vorstellen, wie köstlich das Endprodukt sein muss. Nicht ohne Grund gilt die Schweizer Milch laut unabhängigen Studien als eine der besten weltweit. Natürlich ist aber nicht nur die Milch entscheidend für das Aroma des Käses, auch die einzelnen Herstellungsschritte sorgen dafür, dass der L'Etivaz AOP so besonders schmeckt.

Rezepte mit Wildkräutern

Der Tag beginnt für die Bauern sobald die Sonne aufgeht und die Kühe bereits fröhlich um die Wette muhen. An solch einem frühen Morgen begrüßte das Bauernpaar Alexis und Thérèse Morier auch uns mitten in den Bergen mit einem strahlenden Lächeln. Die beiden kümmern sich dort nicht nur um die Tiere, sondern stellen wenige Schritte von der Kuhweide entfernt auch den L'Etivaz AOP her – eine Besonderheit, denn bei vielen anderen Käsesorten produzieren die Bauern nur die Milch und nicht auch noch den Käse.

Wie wird Milch gemacht?

Nach der Begrüßung ging es direkt los. Alexis und Thérèse schütteten die frisch gemolkene Milch in einen großen Kupferkessel und entzündeten darunter ein knisterndes Holzfeuer, um die Milch langsam auf 32 °C zu erwärmen. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen holte Alexis währenddessen eine Dose hervor und rief "Jetzt kommt etwas Magie ins Spiel!". Diese Magie ist wohl eher als Lab bekannt – ein natürliches Enzym aus dem Labmagen von Kälbern. Dieser Stoff lässt zusammen mit einem Gärstoff die Milch gerinnen und ist somit die wichtigste Grundlage für den Käse. Dieser Vorgang dauert ca. 35 Minuten – wir fanden, das ist genug Zeit für ein traditionelles Frühstück!
Auf einer langen Holztafel mit Blick in die Berge erwartete uns neben unterschiedlich lang gereiftem Käse und selbstgemachter Wurst auch frischer Rahm. Jeden Morgen wird dieser andächtig gegessen, um den Tag zu begrüßen und um zu danken, dass die Kühe gesund sind und somit die lebenswichtige Milch produzieren. Eine wunderschöne Tradition, die in der Kombination mit selbstgemachter Erdbeermarmelade von Thérèse auch noch ausgezeichnet schmeckt – ein bisschen wie Crème double. Dazu reichte uns die Gastgeberin noch eine Tasse mit süßem Zimttee, ebenfalls ein Getränk mit viel Tradition im Waadtland. Für die Bauern war es ein alltägliches Frühstück, für mich aber einer der wundervollsten Momente während der ganzen Reise.

Typische Schweizer Gerichte: Frühstück

Gestärkt ging es wieder zurück in die mittlerweile mollig warme Alpkäserei – die geronnene Milch wollte bearbeitet werden. Alexis schnappte sich die sogenannte Käseharfe und schnitt damit durch die Masse. Immer wieder glitten die Metalldrähte der Harfe durch den Kessel und der Käsebruch wurde immer kleiner. Schließlich waren nur noch kleine Flocken wie bei schlecht gewordener Milch zu sehen. Diese Mischung aus Käsemolke und Käsebruch erhitzte Alexis nun unter ständigem Rühren auf 57 °C. Dabei trennte sich der Käsebruch von der Käsemolke und sank langsam zu Boden. Dies dauerte allerdings wieder ungefähr 40 Minuten und wir hatten etwas Zeit für einen Verdauungsspaziergang durch die Alpwiesen. Hach, diese Landschaft, diese Luft!

Schweizer Käseherstellung Schritt für Schritt

Plötzlich rief Alexis uns zurück in der Käserei: "Schnell, schnell! Wir machen weiter!". Er packte direkt den großen Schwenkarm, an dem der Kupferkessel hing, und zog ihn aus dem Feuer. Jetzt ging es ans Eingemachte. Alexis tauchte ganz schnell ein grobes Leinentuch in den Kessel ein und zog es unter den Käsebruch. Thérèse nahm das andere Ende des Tuchs und zusammen hievte das Paar die dampfende Masse mit aller Kraft aus dem Kessel. Sofort beschlugen die Scheiben und die Temperatur in dem kleinen Raum stieg rasant an. Den tropfenden Käsebruch legten die beiden samt Tuch in eine runde Form und pressten mit einer Holzpresse die Molke heraus. Bis zum nächsten Morgen bleiben die Formen in der Presse und werden dort mehrmals gewendet. Dabei läuft immer mehr Molke heraus und der Käsebruch verbindet sich so zu einem weichen Käselaib.
Je nach Größe des Betriebs entstehen jeden Tag unterschiedlich große bzw. unterschiedlich viele Käselaibe. Alexis und Thérèse stellen pro Tag ca. zwei bis drei 30 kg schwere Käselaibe her – aus 11 l Milch machen sie 1 kg L'Etivaz AOP.

Käsekeller in der Schweiz

Die Laibe müssen sie mehrmals am Tag wenden, waschen und mit Salz einreiben, damit der Käse gleichmäßig reifen kann, sich die Aromen komplett entfalten können, keine Blasen im Käse entstehen und sich eine schützende Schicht um den Käse legt. Diese Prozedur führen Alexis und Thérèse durch, bis sie den Käse dann nach ca. 7 Tagen in den riesigen Reifekeller von L'Etivaz bringen und dort ein Roboter das Wenden sowie Waschen übernimmt. Hier werden alle Käselaibe der regionalen Käser gesammelt und reifen mindestens 6 Monate lang, bis sie schließlich nach einer ausgiebigen Qualitätskontrolle den Weg zu uns nach Deutschland finden.
Es sei denn, eine kleine Bloggergruppe reist in die Schweiz und vernascht den ganzen Käse. Aber das würden Blogger natürlich niemals machen...

Bloggerreise mit Herzfutter in die Schweiz

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass die Reise und somit auch dieser Beitrag in Kooperation mit dem "Schweizer Käse" entstanden ist. Das heißt allerdings nur, dass meine Reichweite sowie meine Arbeit gekauft wurde und nicht meine Meinung. Dieser Beitrag ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.   

Dienstag, 28. Juni 2016

Restaurantquickie: Markthalle Neun in Kreuzberg

Ich gebe zu, der heutige Restauranttipp ist gar kein richtiger Restauranttipp, geschweige denn ein Geheimtipp. Die Markthalle Neun ist vielmehr ein sehr bekanntes Food-Mekka in Berlin. Jedes Jahr pilgern tausende Einheimische und Touristen gleichermaßen gen Osten, um sich in der denkmalgeschützten Markthalle aus roten Backsteinen den Bauch oder die Einkaufstasche voll zu schlagen.

Besuch der Markthalle Neun in Kreuzberg mit Backbube Markus Hummel

Es kommt aber auch immer wieder vor, dass ich in fragende Gesichter blicke, wenn ich von diesem großartigen Konzept berichte. Dabei sollte jeder einmal in seinem Leben die Markthalle IX betreten haben! Finde ich zumindest. Hier gibt es schließlich alles, was das Herz schneller schlagen lässt. Am Dienstag, Freitag und Samstag beispielsweise einen wunderschönen und großen Wochenmarkt mit vielen regionalen Lebensmitteln aus Berlin und Brandenburg. Es gibt aber auch Bäckereien, Metzgereien oder andere Handwerksbetriebe, die dauerhaft ihr Lager  in der Markthalle aufgeschlagen haben.
Da hätten wir zum Beispiel Kumpel & Keule. Von Dienstag bis Samstag könnt ihr bei den coolen Metzgern frische Fleischwaren wie Bratwürste oder saftige Steaks kaufen und ihnen auch noch über die Schulter schauen. Wie eine Bratwurst gemacht wird? Wie eine Schweinehälfte in verschiedene Fleisch-Spezialitäten zerlegt wird? Bei Kumpel & Keule bekommt ihr Antwort auf alle Fragen und könnt durch eine Glasscheibe jeden Schritt mitverfolgen. Neben der Fleischerei Kumpel & Keule gibt es natürlich noch andere empfehlenswerte Betriebe wie die italienische Bäckerei Sironi oder die Weinhandlung Suff.

Street Food Market in der Markthalle Neun

Wer nun aber nicht nur Lebensmittel shoppen möchte, dem kann ich den "Street Food Market" am Donnerstag ans Herz legen. Ihr solltet dann allerdings keine Angst vor Menschenmengen haben, denn wenn sich die Tore um 17 Uhr öffnen, füllt sich die Halle im Handumdrehen. Eine unvergleichbare Atmosphäre und leckerste Street Food Kreationen aus aller Welt locken eben an. Von britischen Pies, mexikanischen Tacos, thailändischen Tapioka Dumplings, Allgäuer Kässpatzen bis zu koreanischen Buns – es gibt nichts, was es nicht gibt.

Leckeres Street Food in der Markthalle IX

Neben dem "Street Food Market" gibt es aber auch noch andere Highlights im Terminkalender der Halle wie zum Beispiel den alle paar Monate stattfindenden "Naschmarkt", die "Cheese Berlin" oder auch das große "Stadt Land Food Festival".
Wer am Ende doch auf der Suche nach einem "richtigen" Restauranttipp ist, der wird vermutlich in der Kantine Neun fündig. Hier geben sich die unterschiedlichsten Köche die Klinke in die Hand und kochen dementsprechend jeden Mittag andere Speisen zu sehr moderaten Preisen.

Markthalle 9 mit den besten Pies der Welt

Egal ob ihr nun über einen regionalen Wochenmarkt mit modernen Anbietern schlendern, euch über einen hippen Street Food Market schieben lassen oder in einer außergewöhnlichen Kantine euer Mittagessen genießen wollt – die Markthalle Neun ist und bleibt für mich einfach eine der besten Adressen in Berlin! Schluss, Punkt, Ende, Aus. 


Markthalle Neun
Eisenbahnstraße 42/43 
10997 Berlin-Kreuzberg

Wochenmarkt: Di 12:00-18:00 Uhr, Fr 12:00-18:00 Uhr, Sa. 10:00-18:00 Uhr
Street Food Market: Do 17:00-22:00 Uhr
Kantine & Café: Mo-Fr 11:30-15:00 Uhr, Sa 11:00-17:00 Uhr

Ambiente: Lebendig, hipp und einfach typisch Berlin
Essen: Moderne, regionale & saisonale Küche aus aller Welt
Lieblingsessen: Frisch gemachte Mini-Pie von Oma Marnies Pies
Preis: €€€€€

Donnerstag, 16. Juni 2016

Von Double Chocolate Cupcakes mit gebrannten Nüssen und meiner eigenen Blog-Schokolade

Werbung* 

Double Chocolate Cupcakes mit gebrannten Nüssen

Wer mich nach meinem Lieblingsrezept fragt, der bekommt eine ganz klare Antwort: Snickerskuchen! Wer mich aber nach meiner Lieblingsschokolade fragt, der würde einen überfragten Blogger vor sich haben. Wie sollte die perfekte Schokolade schmecken? Tatsächlich stellte mir das Unternehmen chocri aus Berlin nun aber ausgerechnet diese Frage – dort kann nämlich jeder zum Chocolatier werden und eine eigene Schokolade kreieren.
Tja, wie sollte ich diese Frage beantworten? Die Basis müsste erst einmal Zartbitterschokolade bilden. Ja, auch wenn es euch vielleicht verwundert, aber ich würde ein Stück dunkler Schokolade immer einer Vollmilchschokolade vorziehen. Schließlich entfaltet sich der volle Kakaogeschmack erst ab mindestens 50% Kakaoanteil. Da lutsche ich dann jedes einzelne Stück, um meine Endorphine zum Durchdrehen zu bringen.
Natürlich sind auch Erdnüsse in der Schokolade ein ganz klares Muss. Ihr wisst ja, ich bin total süchtig nach diesen kleinen Dingern! Sind sie dann sogar noch karamellisiert, bin ich im siebten Erdnusshimmel. Wenn ich es recht überlege, dürfen es auch gerne noch mehr Nüsse sein. Karamellisierte Walnüsse vielleicht? Warum nicht? Für noch mehr Crunch noch ein paar Waffelstückchen? Wie wäre das? Okay, ich gebe zu, es könnte spannender sein. Aber eine richtige Herzfutter-Schokolade darf nicht zu verrückt sein, sie muss richtiges Futter für die Seele sein und jedem schmecken. Ich finde, die Kombination aus herber Schokolade, knusprigen Waffelstückchen und süßen Nüssen ist da genau richtig!

Handmade Chocolate/ selbstgemachte Schokolade mit chocri

Ja, so mag ich Schokolade! Ja, so sollte "Crunchy Herzfutter" schmecken. Falls ihr jetzt Lust auf genau diesen Geschmack habt, könnt ihr ab sofort die Schokolade ganz easy im Onlineshop von chocri bestellen. Man sollte schließlich immer etwas Herzfutter in der Schublade haben. Definitiv.
Meine Schokoladenkreation hat mich übrigens so begeistert, dass ich sie auch noch als Cupcakes umsetzen musste. Mit schokoladigstem Schokoladenteig, weißem Schokoladentopping und ganz vielen karamellisierten Nüssen für den richtigen Crunch im Mund. Für mich persönlich sind dies (nach den Snickerscupcakes) die besten Cupcakes, die jemals meinen Ofen verlassen haben. Garantiertes Herzfutter.
Schokolade geht eben immer. Egal in welcher Form. Ja, Schokolade, ich liebe dich wirklich sehr!

Double Chocolate Cupcakes mit karamellisierten Erdnüssen und Walnüssen



Double Chocolate Cupcakes mit gebrannten Nüssen


Zutaten für 12-14 Cupcakes


Dunkler Schokoladenteig
150 g Butter (Zimmertemperatur)
200 g Zucker
3 Eier (M)
1 Prise Salz
200 ml Milch
100 g Mehl
70 g Kakao
2 gestr. TL Backpulver

Gebrannte Nüsse
75 g Zucker
50 ml Wasser
50 g Walnüsse
50 g gesalzene Erdnüsse

Weiße Schokoladencreme
200 g weiße Schokolade
350 g Frischkäse
25 g Butter (Zimmertemperatur)
25 g Puderzucker

1 Eiswaffel

Zubereitung

Für den Schokoladenteig zuerst Butter und Zucker einige Minuten lang schaumig aufschlagen. Dabei die Eier nach und nach unterrühren. Anschließend Salz und Milch zum Teig geben. Mehl, Kakao und Backpulver miteinander mischen und ebenfalls gut mit dem Teig vermengen. Jetzt den Backofen auf 180° C vorheizen und die Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen auslegen. In die Förmchen jeweils ca. 2 EL Schokoteig geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Backofen bei Ober-/ Unterhitze ca. 30 Minuten lang backen. 
Während die Cupcakes backen, die gebrannten Nüsse zubereiten. Dazu den Zucker zusammen mit den 100 ml Wasser in einer Pfanne aufkochen lassen. Die Nüsse in das Zuckerwasser geben und bei mittlerer Hitze sowie unter gelegentlichem Rühren das Wasser verdampfen lassen. Der Zucker sollte nun an den Nüssen kleben. Er muss aber noch etwas karamellisieren, sobald dies geschehen ist und der Zucker goldgelb sowie dickflüssig ist, die Nüsse auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech gut verteilen. Nach dem Aushärten des Zuckers die Nüsse voneinander trennen.  
Die Cupcakes ebenfalls auskühlen lassen. Währenddessen die weiße Schokoladencreme zubereiten. Dazu die weiße Schokolade vorsichtig schmelzen lassen und zusammen mit dem Frischkäse, der Butter und dem Puderzucker cremig aufschlagen. 
Die fertige Creme in einen Spritzbeutel füllen und damit die Schokoladencupcakes dekorieren. In die Creme noch ein paar gebrannte Nüsse und Waffelbrösel stecken und dann heißt es: Fröhliches Genießen!  

Schokoladencupcakes mit dunkler und weißer Schokolade


*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch offenlegen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit chocri entstanden ist. Das heißt allerdings nur, dass meine Reichweite sowie meine Arbeit gekauft wurde und nicht meine Meinung. Dieser Beitrag ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

Printfriendly