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Samstag, 29. Mai 2021

10 Jahre Herzfutter und mein erster Signature Cake

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blogbeitrag überhaupt schreiben soll, denn schließlich ist es hier in letzter Zeit immer ruhiger geworden. Dennoch ist Herzfutter nun konstant seit 10 Jahren ein fester Teil meines Lebens. Mal mehr, mal weniger, aber niemals ging und geht es ganz ohne meinen Foodblog. Anfangs als digitale Rezeptesammlung oder auch Foodie-Tagebuch für mich sowie meine Freunde gedacht, hat er sich zu einer riesigen Leidenschaft, meinem größten Hobby und sogar kleinen Nebenjob entwickelt, insbesondere während meiner Studienzeit einen sehr großen Teil meines Alltags eingenommen und mich in gewisser Weise auch beruflich dorthin gebracht, wo ich heute bin. 

Allein aus diesen Gründen, aber auch aufgrund der vielen unvergesslichen Reisen, Events, Begegnungen, Freundschaften, Momente und natürlich auch Geschmackserlebnisse, die ich durch Herzfutter erleben durfte, wollte ich den 10. Bloggeburtstag dann doch nicht einfach komplett unerwähnt lassen. Ich habe hier zwar bereits einige Rückblicke veröffentlicht, dennoch möchte ich auch heute noch einmal kurz innehalten, um einige meiner persönlichen Highlights der letzten 10 Jahre gemeinsam mit euch Revue passieren zu lassen und mich auch bei allen Personen sowie Lesern zu bedanken, die mich auf dieser Reise begleitet haben. 

AEG Messestand IFA // Alaska Fischfang

Klingt ein bisschen nach Abschied, aber keine Sorge, es wird hier zwar auch weiterhin deutlich ruhiger als vor 10 Jahren bleiben, aber die Tür werde ich zumindest vorerst nicht komplett schließen, das bringe ich einfach nicht über das Herz. Warum auch? Solange es mir noch Freude bereitet, ab und zu diesem Hobby etwas Zeit zu widmen, werde ich es auch weiterhin tun. Und wer weiß? Vielleicht wird es auch eines Tages wieder etwas lauter hier werden! Ich lass es einfach auf mich zukommen. Ganz ohne Druck und ganz ohne Erwartungen – so wie es vor 10 Jahren auch angefangen hat. 

Reise in die Marken

Wo fange ich an, wo höre ich auf? Es gibt so viele Highlights, die mir direkt in den Sinn kommen, wenn ich an die letzten 10 Jahre Herzfutter denke. Dank meines Foodblogs zählen mittlerweile viele wunderbare Menschen zu meinem Freundeskreis – Freunde, die ich sonst niemals kennengelernt hätte. Natürlich sind gleichzeitig unzählige Rezepte wie mein Snickerskuchen oder Glasnudelsalat entstanden, mit denen ich bis heute identifiziert werde.

Der beste Snickerskuchen der Welt

Besonders gerne denke ich allerdings auch an alle Pressereisen zurück, sei es zum Wildlachs auf Alaska, in die Kornkammer Italiens, zum norwegischen Lachs, zum Ursprung des Schweizer Käses, zu Giovanni Rana in die Nähe von Verona, zum Flor de Sal nach Mallorca oder auch mal eine Städtereise wie nach Dresden, Salzburg oder zum Biertasting ins bayrische Neustadt an der Waldnaab. Ich durfte auf jeder einzelnen Reise so viel Neues kennenlernen und so schöne Momente genießen, dass ich hierfür mehr als dankbar bin. 

Giovanni Rana Pastaclass

Ähnliches gilt auch für all die zahlreichen Events, Messen und Konferenzen, die ich besuchen durfte. Sei es das Testen von wunderbaren Hotels oder Restaurants, das Tanzen durch eine Verlagsküche oder das Sitzen in der Jury der Pizza-Europameisterschaft – in 10 Jahren Herzfutter durfte ich so viele einzigartige Momente erleben, dass ich es selbst gar nicht glauben kann. Wie aufgeregt ich noch vor meinem allerersten Foodie-Event war, um dann aber ganz schnell festzustellen wie nett all die anderen Foodblogger sind und wie viel Spaß, Freude und Motivation ich aus jedem einzelnen Event ziehe. All die besonderen Einblicke hinter die Kulissen von Unternehmen, all die großartigen Kochkurse, aus denen ich so viele Tipps & Tricks mitnehmen konnte, und all die phänomenal guten Gerichte, die ich in den letzten Jahren probieren durfte. Vielen Dank dafür! 

deli Küchenparty

Vielen Dank aber auch an meine Freunde, die immer größtes Verständnis dafür haben, wenn ich im Restaurant wieder einmal erst Fotos von jedem Gericht machen muss, besonderer Dank auch an meine liebe Katrin – ohne die ich vermutlich erst gar nicht angefangen hätte zu bloggen und die mich immer unterstützt sowie motiviert hat – sowie an meine Familie, die vermutlich zu meinen größten „Fans“ zählen, und natürlich auch an meinen Freund, mit dem ich meine Leidenschaft für gutes Essen nun bereits seit mehr als 8 Jahren gemeinsam ausleben kann. Zu guter Letzt muss ich aber auch noch einmal Danke dafür sagen, dass es so viele unter euch gibt, die mir nach wie vor die Treue halten und dies, obwohl ich mittlerweile kaum noch blogge und auch auf meinen Social Media Kanälen eher durch Abwesenheit glänze. Danke an alle von euch! Danke für 10 Jahre Herzfutter! 

Weihenstephan Backkurs

Wie feiert man dies am besten? Natürlich mit einem Geburtstagskuchen! Aber nicht irgendeinem Kuchen, sondern meinem allerersten „Signature Cake“, den ich bereits während meiner Schulzeit immer wieder gebacken und sogar auf meinem damaligen „Blog“ bzw. meiner Website veröffentlicht habe: Luisenkuchen. Das Rezept hat hier bisher nur keinen Platz gefunden, da der Kuchen weder besonders spektakulär ist, noch das Rezept durch mich entwickelt wurde. Die exakte Quelle kenne ich leider nicht mehr, Google hat mir in dem Fall auch nicht wirklich weitergeholfen, daher verzeiht mir bitte die fehlende Angabe. Dennoch ist es für mich eben der erste Kuchen, den ich nicht nur immer wieder gebacken, sondern auch ins Internet gestellt habe. Ein easypeasy Kuchen, der im Nu gebacken ist und trotz seiner Einfachheit perfekt für die nächste Kaffeetafel ist. Viel Freude also beim Nachbacken und Cheers zu 10 Jahre Herzfutter! 

Luisenkuchen


Luisenkuchen mit schwarzem Johannisbeer-Gelee und Schokoglasur

Zutaten

Knetteig
250 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
125 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei (M)
125 g Butter

Rührteig
200 g Butter
200 g weißer Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
5 Eier (M)
250 g Mehl
1,5 gestr. TL Backpulver
50 g gemahlene Mandel

Füllung
ca. 150 g Schwarze-Johannisbeer-Gelee

Dekoration
50 g zerlassene Butter
25 g brauner Zucker
50-200 g Zartbitterschokoloade


Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun für den Knetteig Mehl mit Backpulver vermischen und zusammen mit Zucker, Vanillezucker, Ei und Butter mit Hilfe des Knethakens am Handrührgerät oder der Küchenmaschine zunächst auf niedrigster, dann auf höchster Stufe gut durcharbeiten, anschließend auf der Tischplatte mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig auf einem Backpapier in der Größe eines Backbleches ausrollen, auf das Backblech ziehen, mehrmals mit einer Gabel einstechen und im vorgeheizten Backofen etwa 10-15 Minuten goldbraun backen.  

Für den Rührteig die zimmerwarme Butter mit einem Handrührgerät auf höchster Stufe geschmeidig rühren und nach und nach Zucker, Vanillezucker, Salz, und Zitronenschale unterrühren. Die Eier nach und nach unterrühren, jedes Ei etwa 1/2 Minute. Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls nach und nach auf mittlerer Stufe untermischen. Zum Schluss gemahlene Mandeln auf mittlerer Stufe unterrühren. Den vorgebackenen Boden mit dem Gelee gleichmäßig bestreichen, den Rührteig darauf verteilen, glattstreichen und im 200 Grad vorgeheizten Backofen etwa 25-30 Minuten goldbraun backen. 

Den Kuchen etwas abkühlen lassen, mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker bestreuen und schließlich die Schokolade in einem kleinen Topf im heißen Wasserbad schmelzen und den erkalteten Kuchen damit verzieren. Wer es weniger schokoladig mag, nimmt nur 50 g und wer es sehr schokoladig möchte, kann auch direkt mit rund 200 g Schokolade dem ganzen Kuchen eine knackige Glasur verpassen. Ganz wie ihr mögt! 

So oder so viel Freude beim Nachbacken und Probieren dieses knusprigen Gebäcks! 

Kinderleicht und lecker: Luisenkuchen

Sonntag, 15. Januar 2017

Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Es war nicht immer einfach. Es war nicht immer alles schön. Es war aber auch nicht alles schlecht. Ja, 2016 war ein ziemlich durchwachsenes Jahr. Auf Glück folgte Pech, auf Pech folgte Glück und das Rad der Fortuna drehte sich immer weiter.
Ich meine, in meinem kleinen, privaten Bloguniversum war eigentlich alles wunderbar, aber das Universum da draußen hat meine Welt immer wieder ins Wanken gebracht: 
Brexit, Trump und Terror, Prince, Carrie Fischer, George Michael, Bud Spencer, Hans-Dietrich Genscher, Peter Lustig, David Bowie und viele mehr sind von uns gegangen – auch in meinem Familien- und Bekanntenkreis musste ich mit schweren Verlusten und Krankheitsfällen kämpfen, die mir immer wieder den Boden unter den Füßen weggezogen haben. 
Ja, auch wenn im letzten Jahr nicht alles schön war, dreht sich die Welt einfach immer weiter. Naja, irgendwie ist das ja auch gut. Von Trauer, Hass und Angst möchte ich mein Leben schließlich nicht bestimmen lassen. Jeden Tag packe ich darum eine große Portion Optimismus in meinen Rucksack, schnappe mir ein Stück Snickerstorte und erfreue mich an den vielen schönen Dingen im Leben. Selbst im so verteufelten Jahr 2016 haben nämlich sehr viele Momente mein Bloggerherz höher schlagen lassen und ich bin mir sicher, im Jahr 2017 wird dies auch so sein!

Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick



Januar | Februar


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Voller Erwartungen und Hoffnungen startete ich mit Schnee und Sushi in das Jahr 2016. Bevor es aber so richtig los ging, machte ich mich auf der Internationalen Grünen Woche erst einmal auf die Suche nach den neusten Food-Trends, naschte zusammen mit Lea Linster ein paar Erdbeeren und verarbeitete während eines kleinen Events Blaubeeren. So viel Obst im Januar – verrückte Welt!
Am 01. Februar ging es dann spannend weiter – ein neuer Lebensabschnitt sollte beginnen. Mit einer Snickerstorte bewaffnet, betrat ich meinen neuen Arbeitsplatz: Eine kleine PR-Agentur in Berlin. Es war für mich eine völlig neue Welt, in der ich mich aber nach wie vor pudelwohl fühle! 
Für das absolute Glück sorgte dann noch ein gewonnener Foto-Contest während des Foodiemeetups in Berlin: Das Bild meiner selbst eingekochten Marmelade für den guten Zweck begeisterte die Jury. Ich würde sagen, ein perfekter Start in das Jahr!

März | April


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Im März, April und Mai entstanden meine Top 3 Blogbeiträge des letzten Jahres: Kaum ein Beitrag hat mir (und scheinbar euch) so viel Freude bereitet wie der Blogpost rund um meine geliebte Stulle, das Rezept zu meinem Rhabarber-Erdbeer-Cheesecake hat euch offensichtlich ebenfalls in Ekstase versetzt und meine neue Serie "Restaurantquickie" fand im Beitrag zum Schloss Britz in Neukölln seinen Klickzahlen-Höhepunkt! Horray!
Natürlich wurde in dieser Zeit aber auch das Osterfest in meiner hessischen Heimat zelebriert und bei einer Biskuitrolle die Erwähnung im jamie Magazin sowie 3.000 Instagram-Follower bestaunt! Noch einmal: Horray!
Die ersten warmen Frühlingstage genoss ich bei langen Spaziergängen und jeder Menge leckerem Eis oder im Phantasialand mit köstlich frittierten Churros. Aber auch der kleine Ausflug nach Mallorca oder zur Taste Academy von AEG sorgten dafür, dass ich auch in diesen Monaten rundum glücklich war! Der Frühlingsbeginn ist sowieso meine liebste Zeit im Jahr – nicht ohne Grund habe ich mir den April als Geburtstagsmonat ausgesucht! 

Mai | Juni


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Während im Mai die gesamte Online-Welt zur re:publica reiste, freute ich mich einfach nur wahnsinnig auf das alljährliche BLOGST-Treffen! Alte und neue Gesichter treffen, spannende Gespräche führen und dabei den ein oder anderen Drink zu mir nehmen. Das Leben könnte schlimmer sein, oder? Im Mai konnte ich dann auch das erste Mal Kuchen auf dem Balkon essen, den ersten Spargel in den Kochtopf und die ersten Erdbeeren in den Mund werfen. Natürlich durften auch leckere Kekse zum Muttertag nicht fehlen!
So richtig in Sommerstimmung kam ich dann beim Ramazotti-Netzwerkevent über den Dächern von Berlin. Dank eines großartigen Menüs der italienischen Köchin Luisa Giannitti, phänomenal leckeren Cocktails und vielen spannenden Gesprächspartnern war es ein perfekter Abend. Es gibt aber noch etwas, das mich 2016 besonders glücklich gemacht hat: Viele, viele Kinoabende im Zoo Palast Berlin mit meiner besseren Hälfte. Handy aus, Popcorn rein und abschalten.
Nicht zu vergessen sind aber auch diese beiden Highlights: Ein Besuch im Hard Rock Cafe Berlin, um die Ergebnisse der World Burger Tour zu testen und die unvergessliche Bloggerreise zum L'Etivaz in die Schweiz. Jedes Jahr überlege ich, was meine absoluten Blog-Highlights waren und jedes Jahr muss ich an die verschiedenen Reisen denken. Es sind einfach so viele phantastische Erfahrungen, auf die ich ohne meinen Blog hätte verzichten müssen.

Juli | August


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Im Juli und August gab es gleich zwei großartige Events in Düsseldorf an die ich noch oft denken muss: Zuerst war da das Event von Nikon. Das Nikon-Team stellte einigen Bloggern eine neue Kamera vor und zeigt uns in einem Fotokurs, wie wir damit tolle Fotos schießen können. Unglaublich spannend und hilfreich – ich hoffe, dass sich dadurch meine Fotos wenigstens ein bisschen verbessert haben. Ich arbeite auf jeden Fall daran!
Zum anderen fand der erste Foodblogday mit Zwilling und Otto-Gourmet statt. Geniale Messer und das beste Fleisch der Welt – Wagyu for president! Einen kleinen Eindruck vom Event bekommt ihr übrigens über folgendes Video. Hach, wenn ich dieses Fleisch wieder sehe...
Naja, in Düsseldorf lernte ich dann auch eine Nutellapizza bei "What's Pizza" kennen und verliebte mich auf den ersten Bissen. Eines Tages wird es dafür auch ein Rezept im Blog geben! Ganz bestimmt!
Neben genialen Ochsenbäckchen im Lubitsch wanderten im Sommer 2016 übrigens außergewöhnlich viele Donuts in meinen Magen. Oh, ich liebe diese runden Glücklichmacher einfach und kann nie genug davon bekommen!
Dann war da im Sommer natürlich noch Edinburgh. Hach! Eine Stadt, in der einem Kultur an jeder Ecke begegnet und frittierte Marsriegel auf Marshmallowshakes und frisch gebackene Scones treffen. Ein Paradies auf Erden und ein weiteres Highlight des Jahres!

September | Oktober


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

Mein September startete wie so oft mit der IFA in Berlin. Rund um ihren selbst gedrehten Film "Tasteology" zeigte uns AEG, wie unterschiedlich das perfekte Geschmackserlebnis aussehen kann. Ein Film, der mich dazu inspirierte wieder mehr zu experimentieren, zu kochen und zu probieren. Vielen Dank für diese Horizonterweiterung!
September stand auch für drei weitere Superlative: Das größte Geschmackserlebnis im Panama, der beste Cheesecake im Cheesecake Princess und das beste Eis des Jahres im Caffé e Gelato. Vielen Dank für diese Geschmacksexplosionen!
Zusammen mit Felicitas Then ging es dann im Oktober über das Messegelände der Berlin Food Week, um die Food-Trends 2017 zu entdecken. Demnach wird es wohl noch mehr Brühe und noch mehr Fermentierte 2017 geben! Mmh, lassen wir uns überraschen!
Im Oktober folgte nach einem weiteren Abend im Hard Rock Cafe Berlin mit viel Oreo Cheesecake noch ein weiteres gigantisches Highlight: Eine Reise zu Giovanni Rana nach Italien zu ganz viel Pasta und Amore! Dolce vita pur und einfach nur unvergesslich!
Auf dem Foodbloggercamp Berlin tauschte ich mich zum Monatsende noch bei etwas Snickerstorte und selbst gebackenem Brot zu den neuen Blogtrends aus und fasste den Beschluss mich endlich mit Pinterest zu beschäftigen - was ich dann auch im Dezember tat!

November | Dezember


Von 2016 zu 2017: Der Herzfutter Jahresrückblick

In keiner anderen Jahreszeit wird so viel geschlemmt wie im Winter! Schokoladentörtchen im Rausch Schokoladenhaus, sündhaft süße Wonder Waffeln in der Mall of Berlin, in Kerrygold ausgebackene Kartoffelplätzchen, selbst gebackene Weihnachtsplätzchen, klebrig-süße Karamelltorte oder Langos, Churros, Speckkuchen, geräucherter Lachs und Elchbratwurst auf den Weihnachtsmärkten dieser Welt. Hach, ich liebe diese schmackhafte Weihnachtszeit! Warum kann nicht jeden Tag Weihnachten sein?
Besonders gefreut habe ich mich im Dezember aber über eine Anfrage vom Hans im Glück: Für die aktuelle Winter-Aktionskarte durfte ich die verschiedenen Gerichte und Getränke in München fotografieren sowie verköstigen. Aufregend, köstlich und unvergesslich!
Mit einer gewonnenen Torte von Cakes Berlin auf dem Schoß, köstlichem Raclette-Käse im Magen und dem Lieblingsmenschen an meiner Seite fand dann das Jahr am 31.12. schließlich seinen krönenden Abschluss! 


Rückblick und Ausblick

Dies war nun also mein ganz persönliches Herzfutter-Jahr 2016. Obwohl ich nicht mehr so viel Zeit zum Bloggen hatte, sich geplante Blogbeiträge immer weiter nach hinten verschoben oder gar nicht geschrieben wurden, bin ich trotzdem glücklich, dass es so viele schönen Herzfutter-Momente abseits meines alltäglichen Berufslebens überhaupt gab. Schließlich wusste ich vor rund einem Jahr nicht einmal, ob sich diese beiden Welten überhaupt miteinander vereinen lassen.
Seit ich aber nicht mehr versuche auf Teufel komm raus fünf Blogbeiträge im Monat zu schreiben, ist alles viel entspannter geworden. Ich bin mittlerweile einfach nur froh, dass ich ab und zu bloggen kann und trotzdem genug Zeit für mein Leben 1.0 bleibt. Es ist zwar auch schade, dass das Bloggen manchmal zu kurz kommt, tut mir auch oft sehr Leid, ist aber eigentlich kein Weltuntergang, oder? Aus zu viel Druck wird nämlich ganz schnell jede Menge Frust und darauf habe ich nun wirklich keine Lust!
Dies sind im Grunde auch wieder meine Vorsätze für das kommende Jahr 2017: Noch mehr Gelassenheit, noch weniger Frust, noch mehr Zeit für meine Liebsten und noch mehr bewusstes Genießen der kleinen, schönen Momente im Leben!
Hach, ich bin jetzt schon sehr gespannt, was 2017 für uns bereit halten wird – voller Optimismus glaube ich aber daran, dass es ein grandioses Jahr wird und freue mich bereits auf neue Foodtrends, neue Herausforderungen und neue Geschmackserlebnisse! Und ihr?

Donnerstag, 7. Januar 2016

Der Herzfutter Jahresrückblick 2015

2016.
In großen Zahlen steht diese Zahlenkombination auf meinem Kalender. Es sind nur vier kleine Zahlen und doch bedeuten sie so viel. Denn dieses Jahr wird es für mich wieder sehr viele Veränderungen geben. Wie ihr vielleicht wisst, habe ich letztes Jahr mein Studium beendet und eine einzige große Frage schwebte über meinen Kopf "Was zur Hölle mache ich denn jetzt eigentlich?!".
Tja, nach längerem Überlegen bin ich letztendlich zu dem Entschluss gekommen, dass ich (erst einmal) mein Blog nicht hauptberuflich führen möchte. Denn auch wenn ich damit mittlerweile etwas Geld verdiene, ist es für mich doch immer irgendwie nur ein Hobby gewesen und so möchte ich mein Blog auch weiterhin führen. Ohne Druck. Ohne Erwartungen erfüllen zu müssen. Ohne immer die Zahlen im Blick zu haben. Ohne auf ständiger Suche nach Kooperationspartnern zu sein, damit ich am Ende des Monats auch etwas zu beißen habe. Ja, vielleicht wage ich diesen Schritt eines Tages – wer weiß das schon – aber im Moment ist es einfach nicht das, was ich möchte. Und darum werde ich dieses Jahr in einer PR-Agentur einen Vollzeit-Job anfangen – ich werde mich also auch weiterhin sehr viel mit Blogs beschäftigen. Aber dann eben aus dem Blickwinkel eines PR-Beraters. Hach, ich bin tatsächlich schon voller Vorfreude und freue mich sehr auf dich, 2016!

Welcome 2016 in Berlin

Das bedeutet dann allerdings auch, dass es hier im Blog etwas ruhiger werden wird. Ich muss einfach erst einmal schauen, wie ich damit zurechtkomme nur noch am Wochenende bzw. nach Feierabend Zeit zum Bloggen zu haben. Aber ich bin sicher, das wird sich alles mit der Zeit finden. Also wundert euch bitte nicht, wenn ihr zwischendurch ein oder zwei Wochen lang nichts von mir hört – der nächste Blogeintrag wird kommen. Denn aufhören werde ich definitiv nicht. Dazu bedeuten mir mein Blog und meine Leserschaft zu viel. Es ist wie bereits gesagt mein großes Hobby. Ein Teil meines Lebens. Bloggen bedeutet für mich Entspannung und pure Leidenschaft. Es vereint meine Liebe zum Kochen und Backen, zum Fotografieren und zum Schreiben. So hat es begonnen, so war es die letzten Jahre und so soll es auch noch viele weitere Jahre sein. 

Aber bevor ich nun dieses Jahr durchstarte, richte ich meinen Blick – in alter Tradition – noch einmal zurück auf die blogspezifischen sowie persönlichen Highlights des Jahres 2015. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch wieder einmal an euch, liebe Leser. Danke, dass ihr mich 2015 mit euren Kommentaren und Likes so toll unterstützt habt! Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mich auch durch das Jahr 2016 begleitet. :)


Januar | Februar

 

Herzfutter Jahresrückblick 2015

2015 startete alles andere als ruhig. Schon am 13.01. ging es auf eine Pressereise: Spanien und sein Gemüseanbau luden mich ein. Auch wenn ich diesem besagten Gemüse aus Spanien immer noch etwas skeptisch gegenüber stehe – allein schon wegen den langen Transportwegen – war es eine grandiose Reise mit vielen tollen Eindrücken und ganz leckerem Gemüse. Mit leckerem Essen begrüßte uns auch die grüne Woche, egal ob Wariniki aus Russland, Tajine aus Marokko oder Ziegeneis aus der Uckermark – es war einfach nur köstlich. Aber die Einblicke in Massentierhaltung und Co. waren nicht wirklich grün, sondern eher sehr ernüchternd.
Im Februar gab es neben leckerem Essen beim Brasilianer noch einen spannenden Tag mit Sophia, an dem ich ihr bei einem YouTube-Dreh als Schnippelboy zur Hand gehen durfte und auch noch ein paar schöne Events wie den Workshop rund ums Müsli bei Dr. Oetker.


März | April

 

Herzfutter Jahresrückblick 2015

Im März habe ich mich mal wieder auf die Suche nach den aktuellen Foodtrends auf der Internorga gemacht. Das ist mittlerweile ja schon irgendwie Tradition! Dort lernte ich dann auch noch Figuren aus Fondant zu formen und wendete das Wissen anschließend bei Schäfchencupcakes an. Und wenn ich mir so die Anzahl der Aufrufe anschaue, sind sie mir auch durchaus gelungen.
Und im April? April ist der große Geburtstagsmonat in unserer Familie. Nicht nur ich, sondern auch meine Eltern haben dann ihren Ehrentag. Darum verbrachte ich auch einige Tage mit ganz viel Kuchen in der Heimat und bei meinen lieben Schwiegereltern in spe – in meinem "Bloggerleben" passierte daher nicht so viel.


Mai | Juni


Herzfutter Jahresrückblick 2015

Dafür passierte dort umso mehr im Mai. Mein erster Besuch der re:publica und der Next Organic standen auf dem Programm. Beide Veranstaltungen haben mich zwar durchaus bereichert aber nicht unbedingt umgehauen. Mehr am Herzen lag mir dafür die Aktion "7 x Regional" – die ganze Woche nur regionale Produkte kaufen? Kein Problem! Schließlich versuche ich immer möglichst regional und saisonal einzukaufen.
Aber auch abseits des Blogs ist viel passiert – ich habe begonnen meine Masterarbeit zu schreiben. Ohje, wenn ich daran zurückdenke. Das war wirklich eine harte und anstrengende Zeit, aber da mir mein Thema "Transparent, authentisch gleich glaubwürdig? Herausforderungen des Reputationsmanagements unter besonderer Berücksichtigung von Corporate Blogs am Beispiel der Lebensmittelindustrie" natürlich sehr lag, hat es auch viel Spaß gemacht die Arbeit zu verfassen. Darum wurde das Blog in dieser Zeit aber größtenteils von Gastbloggern gefüllt. Danke noch einmal an euch!
Außerdem ging es zwischendurch noch auf einen kleinen Trip an die Nordsee zum traditionellen Familientreffen. Dort konnte ich dann auch einmal meine Masterarbeit für ein paar Tage komplett vergessen. Im Juni ging es ebenfalls sehr lecker zu – es wurden grandiose Burger im Hard Rock Cafe und im Burgerbüro gegessen und die ersten Sommertage mit Eis und Erdbeeren genossen.


Juli | August


Herzfutter Jahresrückblick 2015

Den Juli verbrachte ich ebenfalls nicht nur in Berlin – sondern auch ein paar Tage in der nordhessischen Heimat, ein paar Tage im Spreewald und ein paar Tage in meiner zweiten Heimat Bielefeld. Aber auch an die Tage in Berlin, beispielsweise auf der Jubiläumsfeier in der Kochbox oder am Wannsee, erinnere ich mich gerne.
Im August gab ich dann nicht nur endlich meine Masterarbeit ab, sondern nahm auch am ersten Foodiemeetup teil und begab mich auf eine unvergessliche Reise nach Alaska. Diese Reise war vermutlich DAS Highlight des Jahres. Diese Landschaft, diese Eindrücke, diese Erlebnisse – einfach nur unbeschreiblich.


September | Oktober



Im September war es dann endlich soweit – mir wurde offiziell der Titel Master of Arts verliehen. Für mich persönlich natürlich ebenfalls ein sehr großes Highlight. Außerdem ging es an die Mosel, um leckeren Erben-Wein zu verköstigen und an die Müritz, um der Spur des Alaska-Lachses weiter zu folgen.
Aber auch für den süßen Zahn wurde gesorgt – wieder einmal habe ich meine geliebte Snickerstorte gebacken, im Oktober vom Espresso-Cheesecake beim SisterMag-Herbstdinner genascht oder unter der Anleitung von Franzi tolle Fondantcupcakes beim Foodbloggercamp in Berlin dekoriert.


November | Dezember


Herzfutter Jahresrückblick 2015

Neben zwei sonnigen Reisen in das wunderschöne Sachsen, auf denen ich meine Liebe zur Eierschecke neu entdeckte, gab es auch dieses Jahr wieder eine gigantische Geburtstagstorte für den Liebsten. Eine zuckersüße Süßigkeiten-Torte. Genau wie letztes Jahr war aber nicht nur mein Lieblingsmensch begeistert, sondern auch ihr habt reichlich Herzchen verteilt. Danke dafür! Ich bin immer noch ganz sprachlos über die 600 Likes.
Im Dezember hatte ich dann endlich wieder so richtig Zeit zum Bloggen und konnte nicht nur mich mit handgemachten Pralinen von Neuhaus oder meine Liebsten mit Snickersmakronen und Stollenkonfekt beglücken, sondern auch Flüchtlinge im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier. Aber natürlich wurde auch sonst viel geschlemmt – reichlich Ente, Rotkohl, Klöße oder auch einmal ein 3-Gang-Menü im Schokoladenrestaurant. Da läuft mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke.
Wobei mir im Januar eigentlich nicht mehr so der Sinn nach Festtagsessen ist. Aber so wie ich mich kenne, wird sich das bestimmt sehr schnell ändern...

Das war es nun also. Das Jahr 2015. Es war ein wirklich grandioses Jahr – allein durch die tollen Reisen und meinen tollen Studienabschluss. Aber auch dadurch, dass ich wieder so viele tolle Menschen durch mein Blog kennenglernt habe.
Naja, 2016 wird bestimmt mindestens genauso aufregend und grandios! Da bin ich mir sehr, sehr, sehr sicher!

Freitag, 27. November 2015

Dem Käse auf der Spur – die Gewinner stehen fest!

Dear Ladies and Gentlemen! The voting has closed...
Trommelwirbel, Konfetti und Tusch! Die Gewinner für die Reise vom 17.06. bis 19.06.2016 in die Schweiz stehen fest! Es steht fest, wer zusammen mit mir auf den Spuren des Monsieur Etivaz wandeln wird!

Rezepte mit Käse

Aber ihr glaubt gar nicht wie schwer mir diese Entscheidung gefallen ist. Ihr habt euch so großartige Rezepte ausgedacht und eigentlich hätte es wirklich jeder von euch verdient mitzukommen. Ich sage nur Rotkohlpizza, Gruyére-Plätzchen mit Hagebutten-Gelee, herzhaftes Créme brûlée oder Tapas Rezepte mit Schweizer Käse – um nur einige Beispiele zu nennen. Aber schaut euch einfach einmal alle Rezepte in den Kommentaren unter meinem Beitrag an – denn wie gesagt, jedes Rezept ist großartig!
Darum habe ich tatsächlich mehrere Tage für die Entscheidung gebraucht. Immer wieder wurden die Rezepte auf der Rangliste hin und her geschoben. Insbesondere auf den vorderen Plätzen war es ein ganz dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Bestes Rezept, bestes Foto, bester Text, bester Gesamteindruck – alles floss in die Bewertung ein. 
Aber auch den Vertretern der Agentur Wächter & Wächter und den Vertretern des Schweizer Käses ging es da nicht anders. Auch sie waren total baff, was für tolle Beiträge ihr da aus dem Boden gestampft habt. An dieser Stelle auch noch einmal ein ganz großes "Dankeschön" an alle Teilnehmer von uns. Und obwohl wir uns nicht abgesprochen haben, kassierten immer die gleichen Blogs Punkte. Zwar kamen wir nicht zum exakt gleichen Ergebnis und die Wertungshöhe variierte jeweils, aber unterm Strich waren wir uns dann doch einig.

So, jetzt möchte ich euch aber nicht mehr länger auf die Folter spannen. Also Vorhang auf, Schweinwerfer an, hier kommen die Gewinner:


Käsemenü

1. Platz Petra von Hol(l)a die Kochfee mit ihrem Käsemenü aus Vacherin Fribourgeois AOP

Haushoch hat Petra den ersten Platz belegt. Bei 200 ° C in der Küche und einem strengen Geruch in der Nase hat sie es geschafft nicht nur ein Soufflé zu backen, sondern auch es zu fotografieren. Ich ziehe meinen Hut, liebe Petra! Ich habe mich noch nie an ein Soufflé gewagt, aber dank dieses Rezeptes werde ich es jetzt auf jeden Fall einmal versuchen. Die Fotos machen so richtig Lust das Menü nachzukochen und passen auch farblich perfekt zur Schweiz. Sie hat sich einfach so richtig viel Mühe mit ihrem Menü gegeben – es ist nicht nur in sich stimmig sondern auch unheimlich kreativ! Aber auch der Text ist humorvoll geschrieben und macht richtig Spaß zu lesen. Also in allen Kategorien eine Glanzleistung – Herzlichen Glückwunsch, Petra!


Käsesuppe

2. Platz Tina mit einer Käsesuppe und Käsegespenstern aus Vacherin Mont-d'Or

Mit einer schönen und herzlichen Anekdote leitet Tina ihren Beitrag ein. Geschmückt wird er dann noch durch diese tollen Fotos – die niedlichen Gespenster in der Suppe schauten uns jeden Tag von der Teilnehmerliste aus mit großen Augen an. Ich musste da jedes Mal einfach schmunzeln. Ach, das Rezept ist natürlich auch großartig. Aus einem Ofenkäse eine wärmende Käsesuppe und kleine Käsegespenster zu machen, ist doch eine wunderbare Idee, oder? Ein wirklich gelungener Beitrag und ich möchte nur noch sagen: Herzlichen Glückwunsch, Tina!


Pulled Pork Burger

3. Platz Kristina mit dem Swizzrocker im Pulled Pork Burger  

Beim Beitrag von Kristina mussten wir wirklich ununterbrochen grinsen. Sie ist textlich auf meinen kleinen "Fahndungsaufruf" eingegangen und hat sich den harten Swizzrocker vorgeknüpft. Und obwohl dieser Rocker scheinbar ein paar Tage lang nicht geduscht hatte, hat sie ihn kurzerhand doch verhört und in einen Pulled Pork Burger gesteckt. Damit hat sie sich passend zum trendigen Swizzrocker ein trendiges und aufwändiges Gericht ausgesucht – perfekt! Aber auch hier lassen die Fotos das Wasser im Mund zusammenlaufen. Hach, ich liebe Pulled Pork einfach immer noch und gratuliere dir von Herzen, liebe Kristina!


Ich freue mich wahnsinnig über die drei ersten Plätze und möchte allen noch einmal ganz herzlich gratulieren! Ich kenne zwar keine von euch Gewinnerinnen persönlich, aber ich glaube, wir werden eine bunt gemischte und tolle Reisegruppe abgeben werden. Da kann sich der Monsieur Etivaz auf etwas gefasst machen!
Aber auch bei allen anderen Teilnehmern möchte ich mich noch einmal bedanken! Vielen Dank für eure Mithilfe beim Verhören der 12 Käsesorten. Ich hoffe, ihr hattet ganz viel Spaß bei meinem Event und seid nicht allzu traurig, dass es nicht geklappt hat. Aber keine Sorge, das nächste Gewinnspiel kommt schon bald... :)

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Dem Käse auf der Spur – gewinnt eine Reise in die Schweiz

Werbung* 

Im vorletzten Beitrag war ich noch auf der Spur des Lachses und schon haben wir einen neuen Verführer: Käse. Aber nicht einfach nur Käse, sondern Schweizer Käse. Duftender, würziger, zartschmelzender Schweizer Käse. Versuchung pur! Denn seien wir einmal ehrlich, ist nicht alles irgendwie besser mit Käse? Und dann noch aus der Schweiz... Da führen die Spuren an klaren Bergseen und Bergen mit weißen Spitzen vorbei, über schmale Wanderwege und saftige Kuhwiesen, durch schicke Städte und urige Dörfer – direkt hinein in das Schweizer Waadtland! Denn dies ist die Heimat des Etivaz AOP und genau dessen Spur verfolge ich.
Hierzulande kennen ihn nur wenige Leute, aber in seinem Heimatland ist er berühmtberüchtigt. Mit seinem würzigen Charakter hat er schon viele Genießer verführt. Monogame Beziehung? Nicht mit ihm! Er hüpft von Teller zu Teller, verdreht einem den Gaumen, um dann einfach wieder zu verschwinden. So kann das ja nicht weiter gehen! Darum hat mich das Team des Schweizer Käses nun um Hilfe gebeten. Als Experte in Sachen Herzfutter soll ich den Etivaz ausfindig machen und zur Rede stellen.

Käsegerichte mit Windbeutel

Hui, eine ganz schön schwierige Aufgabe. Dazu brauche ich auf jeden Fall kompetente Partner. Partner, denen auf dem Gebiet der Käseermittlungen niemand etwas vor macht. Das heißt, ich suche Blogger, die jede Käseader schon aus meilenweiter Entfernung erschnüffeln, Blogger, die am liebsten alles mit Käse machen und Blogger, die auch schon das ein oder andere Techtelmechtel mit einer Käseköstlichkeit hatten.
Zusammen werden wir uns auf die Suche nach dem Etivaz ins Waadtland vom 17. bis zum 19.06.2016 begeben. Es steht eine ausgiebige Befragung seiner Mutter, Frau Kuh, an. Wir werden sein Geburtshaus auf den Kopf stellen. Aber auch die Umgebung könnte Hinweise liefern. Vielleicht weiß ja auch der ein oder andere Bewohner in der Stadt mehr über diesen Etivaz? Wir werden es herausfinden und diesen appetitlichen Kerl finden, ich bin mir sicher!

Gerichte mit Käse

Aber im ersten Schritt müssen wir uns um die Komplizen des Etivaz kümmern und diese ausgiebig befragen. Im Detail haben wir es mit diesen 12 berüchtigten Schweizer Verführern zu tun:


1. Appenzeller Käse
AppenzellerDieser Kollege ist vermutlich einigen von euch schon einmal über den Weg gelaufen. Er ist äußerst würzig und bereits seit über 700 Jahren in vielen Ländern bekannt. Bevor er sich zu euch nach Hause aufmacht, wird er mindestens 3 Monate lang mit einer geheimen Kräutersulz gepflegt, kann dabei reifen und überlegen, wie er euch am besten um den Finger wickeln könnte.


2. Bündner Bergkäse
Bündner BergkäseIn 1000 Meter Höhe erblickt der Bergkäse das Licht der Welt. Seine Milch stammt von Kühen, die sich in luftiger Höhe die saftigsten Kräuter schnappen. Er entsteht zwar in kleinsten Betrieben, sollte aber dennoch nicht unterschätzt werden. Sobald er warm über euren Teller fließt, verdreht er euch ganz schnell den Kopf. Und zack, seid ihr total verrückt nach ihm. 


3. Schweizer Emmentaler AOP
EmmentalerIhm seid ihr sicher schon alle einmal begegnet. Aber nur der original Emmentaler aus der Schweiz wird für euer Sucht- und Liebeszentrum eine Gefahr. Komplett ohne Zusatzstoffe sowie von Kühen, die nur Gras und Heu fressen, wird er nicht ohne Grund als "König der Schweizer Käse Bande" betitelt. Ihr könnt ihn übrigens an seinen zahlreichen Käselöchern bereits aus der Entfernung erkennen...


4. L'Etivaz AOP
EtivazKommen wir nun zu unserem gesuchten Verführer. Bevor Etivaz zu uns kommt, lässt er sich in Handarbeit über dem offenen Feuer verwöhnen. Er hat ein intensiv würziges Aroma und reift mindestens 5 Monate lang in Alpkäsereien in den Waadtländer Alpen. Von dort aus tritt er dann seine große Reise an – auf der Suche nach leidenschaftlichen Käseliebhabern.   

5. Le Gruyère AOP
GruyereAuch dieser Verführer ist äußerst bekannt und bereits in viele Herzen eingebrochen. Immer wieder wird der Gruyère mit Salzwasser gewaschen und kann so seinen markanten Charakter entwickeln. Seit über 800 Jahren baut er sein weltweites Netzwerk von den Dorfkäsereien in der Nähe des wunderschönen Städtchens Gruyères auf. Gebt es doch zu, ihr habt ihn auch schon einmal zu euch eingeladen, oder? Egal ob pur oder erwärmt im Fondue – er bekommt euch alle!


6. Raclette Suisse/ Walliser Raclette
RacletteRaclette Käse – jedes Jahr erschleicht sich dieser Kollege in meinen Einkaufswagen. Ich weiß oft selbst nicht, wie mir geschieht. Er macht mir schöne Augen und verspricht mir die schönste Zeit meines Lebens. Wenn er sich dann mit den Kartoffeln in kleinen Pfännchen vereint und mir dazu ein Gläschen Wein reicht, glaube ich ihm eh alles!  Hinter der Schale dieses Schweizer Naturburschens verbirgt sich übrigens, anders als bei anderen Raclettekäsesorten aus dem In- und Ausland, keinerlei Chemie. Man kann ihn also direkt mit Haut und Haar genießen.


7. Sbrinz AOP
SbrinzHart wie Parmesankäse ist er der echte Kerl der Bande. Als Kind war er zwar noch ganz schön flüssig hinter den Rohmilchohren, aber Sbrinz trainiert mindestens 24 Monate lang in den Tal- und Alpkäsereien, um schließlich seine würzige Härte als Stück, hauchdünner Hobel oder gerieben auf unseren Tellern zu demonstrieren.



8. Swizzrocker
SwizzrockerDieser Gefährte reift mindestens 4 Monate im dunkeln Kämmerlein. Er ist der neue Schönling  in der Schweizer Bande. Mit einem modernen und schon fast rockigen Äußeren verdreht er gerne den Jüngeren unter euch den Kopf. Lasst euch aber nicht durch seine glatte Haut hinter das Licht führen – er kann ganz schön kräftig und würzig sein.


9. Tête de Moine AOP
Tete de MoineIn gerade einmal 10 Dorfkäsereien ist er zu Hause und reift dort mindestens 2,5 Monate lang. Anschließend tritt der Tête de Moine am liebsten als feine Rosette auf. Denn er ist nicht der grobe Kerl, der mit der Tür ins Haus fällt und ordentlich auf den Putz haut. Nein, nein! Er wird sich euch als kleiner Charmeur präsentieren und zartschmelzend euren Gaumen umspielen. 


10. Tomme Vaudoise
Tomme VaudoiseEbenso zartschmelzend kommt der Tomme Vaudoise daher. Mit seiner zarten Schale und seinem weichen sowie äußerst milden Herzen ist auch er ein echter Casanova. Aber selbst in einem reifen Alter, überzeugt er so durch seine charakterstarke Würze. Also da muss man doch einfach schwach werden, oder?


11. Vacherin Fribourgeois AOP
Vacherin FribourgeoisMit seinem stilvollen Gazeband um die Hüfte, macht der cremige Vacherin Fribourgeois nicht nur am Gaumen eine gute Figur. Auch bekannt ist Vacherin Fribourgeois übrigens als Komplize von Gruyère. Denn zusammen vergnügen die beiden sich gerne im Original Schweizer Käsefondue. Aber egal, wie er euch verführen wird – innerhalb kürzester Zeit entlockt er euch Freudenschreie.


12. Vacherin Mont-d'Or AOP
Vacherin Mont d'OrGenau wie Tomme Vaudoise ist Vacherin Mont-d'Or zartschmelzend mit einem äußerst weichen Herzen. Doch sein großer Gürtel aus Tannenholz betont seine Figur und seinen Charakter. Eigentlich will man ihn einfach nur auslöffeln. Aber am liebsten winkt er euch heiß und schon fast flüssig zu sich in die Ofensauna. Liegend auf einem krossen Brot sollt ihr dann in ihn eintauchen.


Jetzt, wo ihr die Bande kennt, würde ich vorschlagen, jeder von euch nimmt sich einen der Gefährten vor und befragt ihn. Es sind alle Mittel erlaubt, ihr könnt zum Beispiel auch sehr gerne saisonales Gemüse um Hilfe bitten. Oder ihr sperrt den Käse in einen Auflauf oder droht ihm mit einer Suppe oder nehmt ihn euch direkt pur und ohne sonstige Hilfsmittel zur Brust.

Das Motto ist dabei:

12 x Schweizer Käse, 12 x Genuss!

Ob Auflauf,
 Suppe, Salat, Sauce oder Fingerfood – 

ich will
 eure ausgefallenen Käsekreationen sehen. 



Den Link zu eurem fertigen Rezeptprotokoll auf Facebook, YouTube oder eurem Blog könnt ihr mir hier einfach in die Kommentare schreiben und vergesst dabei bitte nicht, eure E-Mail Adresse zu hinterlassen, damit ich euch kontaktieren kann.
Zusammen mit einer Expertin des Schweizer Käse Teams und einer Expertin der Wächter & Wächter. PR & Event GmbH (der begleitenden Agentur) werde ich nach dem Eurovision Songcontest Prinzip eure Rezepte bewerten. Also jedes Jurymitglied darf die Punkte 12, 10, 8, 6, 5, 4, 3, 2 und 1 vergeben. Wir bewerten dabei in den Kategorien "Kreativität & Rezept-Idee", "Foto" und "Begleit-Text/ Gesamteindruck". Die 3 Personen mit der höchsten Punktzahl gewinnen dann einen Platz bei unserer Spurensuche. 

Falls ihr also schon immer einmal auf eine Bloggerreise wolltet, aber einfach nicht eingeladen werdet – jetzt kommt eure Chance! Es werden dabei natürlich nicht nur die Anfahrtskosten, sondern auch alle sonstigen Kosten während der Reise wie Hotelübernachtungen und Verköstigung übernommen. Egal wie klein oder jung euer Blog ist, egal wie oft ihr bloggt, egal worüber ihr bloggt – es haben alle die gleiche Chance! Allerdings müsst ihr eben Blogger bzw. Vlogger aus Deutschland sein.

Schweizer Käse Gerichte

Wenn ihr euch nun also entschließt mitzumachen und einen Käsekerl zu verführen, habe ich noch ein Schmankerl für euch. Die ersten 24 Teilnehmer bekommen ein großes Käsepaket mit einem der oben beschriebenen Verführer. Schreibt dazu einfach bevor ihr euch in die Küche schwingt eine Mail an kaese@waechter-waechter.de mit eurem Name und eurer Adresse. Falls ihr dann unter den ersten 24 Einsendungen seid, bekommt ihr ganz bald käsige Überraschungspost und könnt mit eurer Rezeptidee durchstarten!
Eure Adresse wird danach natürlich sofort gelöscht und nicht für irgendwelche dubiosen Marketingaktivitäten missbraucht. Ihr könnt aber auch einfach an der Käsetheke eures Vertrauens ein Mitglied der Schweizer Bande mitnehmen. Der Einsendeschluss ist übrigens in einem Monat: 15.11.2015. In der Woche vom 23. bis zum 29.11. werde ich dann die Gewinner feierlich hier auf dem Blog verkünden.

Schweizer Käse Banner HochformatIn Kurzform heißt das:
  • Teilnehmen können nur Blogger aus Deutschland  
  • Jeder Teilnehmer kann mit bis zu 3 unterschiedlichen Rezepten teilnehmen
  • Die Rezepte dürfen nicht aus dem Archiv stammen
  • Im Rezept muss einer der 12 beschriebenen Schweizer Käsesorten verwendet werden 
  • Die ersten 24 Teilnehmer bekommen für ihr Rezept eine Käsesorte zugeschickt (Mail mit Name und Adresse an kaese@waechter-waechter.de)
  • Einsendeschluss ist der 15.11.2015
  • Der Gewinn (eine Bloggerreise mit mir ins Waadtland vom 17. bis 19.06.2016) kann nicht in bar ausgezahlt werden
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Übrigens habe ich auch noch zwei Banner für euch gebastelt. Die könnt ihr in euren Beiträgen verwenden – müsst es aber nicht. Auf Wunsch kann ich euch die Banner auch noch in anderen Größen zuschicken.

Hochformat 130 x 280


Querformat 600 x 290


Hach, ich bin schon so wahnsinnig gespannt, wie eure Erfahrungen mit den Käseverführern sein und wie eure kreativen Ideen aussehen werden! Aber nicht, dass ihr euch dann alle im Fonduesee oder dem Raclettebett tummelt! Es gibt schließlich so viel mehr, was man mit den Kerlen anstellen könnte... Da muss ich euch jetzt zum Schluss dann nämlich noch etwas sehr Privates mitteilen: Meine geheimste Phantasie mit dem Kollegen L'Etivaz. Aber psst... verratet mich nicht bei meiner besseren Hälfte. Ich hole mir ja auch nur ein bisschen Appetit, gegessen wird dann natürlich zu Hause:

Herzhafte Windbeutel mit Speck, Käse und Chutney

 

 

Herzhafter Windbeutel mit knusprigem Speck, würzigem Etivaz und herbstlichem Chutney

 

Zutaten

Brandteig
250 ml Wasser
50 g Butter
125 g Mehl
3 Eier (Gr. M)

Chutney
1 Birne
1 rote Zwiebel
2 Pflaumen
etwas Butter
1 EL Essig
75 ml trockener Rotwein
1 Lorbeerblatt
1 Zimtstange
2 Nelken
1 EL brauner Zucker
Salz
Pfeffer

Sonstiges
200 g L'Etivaz
100 g Joghurtfrischkäse
200 g Speck

Zubereitung

Für den Brandteig das Wasser mit der Butter in einem kleinen Topf aufkochen. Das Mehl auf einmal hinzuschütten und mit einem Kochlöffel so lange umrühren, bis sich aus dem Teig ein Kloß formt und sich am Topfboden eine weißliche Schicht bildet. Den Teig in eine Schüssel geben und die Eier nacheinander gut unterrühren. Den Teig auskühlen lassen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/ Unterhitze vorheizen und den Teig in einen Spritzbeutel füllen. Damit kleine Kreise auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche mit jeweils ca. 5 cm Abstand spritzen. Wem dies zu mühselig ist, kann auch mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen auf das Blech setzen. Die Windbeutel für 20 bis 30 Minuten backen, bis sie schön aufgegangen sind und eine goldbraune Färbung angenommen haben. Die Windbeutel direkt nach dem Backen mit einer Schere oder einem kleinen Brotmesser aufschneiden und abkühlen lassen.

Während die Windbeutel backen kann das Chutney zubereitet werden. Dazu die Birne schälen, vierteln und entkernen. Die Birne in kleine Stückchen schneiden. Die rote Zwiebel ebenfalls schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Pflaumen vierteln, entkernen und auch diese in kleine Stückchen schneiden. Das Obst zusammen mit der Zwiebel in etwas Butter andünsten. Mit dem Rotwein und Essig ablöschen und zusammen mit den Gewürzen sowie dem Zucker ca. 15 Minuten lang köcheln lassen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und dann kalt werden lassen.
Den Käse sowie den Speck in Scheiben oder kleine Streifen schneiden – das erleichtert das spätere Abbeißen. Den Speck anschließend in einer Pfanne knusprig braten.
Sind die Windbeutel abgekühlt, kann es ans Schichten gehen. Beide Windbeutelhälften mit Frischkäse bestreichen. Auf die untere Hälfte den Speck legen, darauf dann den Käse, darauf etwas Chutney löffeln und zum Schluss die obere Hälfte des Windbeutels auf das Chutney legen. Fertig ist der kleine Hingucker.


Die Bildrechte bei den Bilder in diesem Beitrag ohne Wasserzeichen liegen bei "Käse aus der Schweiz".

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag im Auftrag des "Schweizer Käses" entstanden ist. Das heißt allerdings nur, dass meine Reichweite sowie meine Arbeit gekauft wurde und nicht meine Meinung. Dieser Beitrag ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

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