Dienstag, 30. Juni 2015

Gastbeitrag: Streuselkuchen mit Kirschen

Zahlreiche Foodblogs gibt es mittlerweile in den Weiten dieses Internets und trotzdem sind Foodblogs, in denen ein Mann den Kochlöffel oder Schneebesen schwingt, immer noch eine Seltenheit. Auf Events bin ich nicht selten der einzige Mann weit und breit. Nicht, dass ich mich da jetzt beschweren will... aber ich freue mich trotzdem jedes Mal, wenn ich dann doch einmal einen bloggenden Mann entdecke. Wir Männer müssen schließlich zusammenhalten!
Genau so ein männlicher Foodblogger ist Tobi. Virtuell haben wir uns schon vor Ewigkeiten kennengelernt und vor Ewigkeiten war ich auch schon auf seinem Blog zu Gast. Aber dazu wird euch Tobi gleich noch mehr erzählen. Auf jeden Fall hat Tobi heute ein Rezept gepasst, welches richtig gut zu mir und meinem Blog passt! Nämlich Herzfutter von der Omi! Genau so, wie ich es mag:

Hallo,
ich bin Tobi und schreibe auf meinem Blog „Der Kuchenbäcker“ über alles was süß ist: Kuchen, Törtchen, Marmeladen und Gelees, Sirups und Bonbons. Jeden Montag gibt es bei mir eine Tassenkuchen-Kreation.

Björn's Blog war einer der ersten, die ich zu Beginn meiner Bloggerkarriere entdeckt habe und seither regelmäßig lese. Ich bin immer wieder begeistert von seinen tollen Ideen und Rezepten. Besonders  die Schoko Bacon Cupcakes, die er für mein Mundpropaganda Blog-Event im vergangenen Jahr gebacken hat, sind mir noch gut in Erinnerung. Die Kombination von Schokolade und Bacon klingt vielleicht auf den ersten Blick gewagt, passt aber ganz hervorragend zusammen.

Auf Herzfutter findet man Futter fürs Herz. Essen, spricht futtern, ist nicht nur bloße Nahrungsaufnahme. Viel mehr ist es Genuss, Leidenschaft und kann auch Balsam für die Seele sein. All das verbindet Björn in seinem wundervollen Blog. Und deshalb mag ich ihn so sehr. Lieber Björn, ich freue mich, dass ich heute zu Gast sein darf.

Als Fan von Anbeginn, war es für mich eine große Freude und Ehre zugleich, als er mich einlud, auf seinem Blog zu Gast zu sein.

Doch was backe ich für Björn? Herzfutter für Herzfutter. Für mich sind oft Gerichte aus der Kindheit  echtes Herzfutter. Kuchen, die mein Oma oft gebacken hat, zum Beispiel. Sie zaubern den Geschmack der Vergangenheit auf die Zunge und lassen mich in schönen Erinnerungen schwelgen.

Wenn ich so über den Markt schlendere kommen mir oft die Ideen, für den nächsten Kuchen, den ich backen könnte und so war es auch in diesem Fall. Dunkelrote Kirschen in einer beige-braunen Spitztüte (in Dänemark nennt man sie Kræmerhuse, zu Deutsch Krämerhäuschen) flehten förmlich mitgenommen zu werden und in einem Streuselkuchen nach Art meiner Großmutter verbacken zu werden. Das alte Rezept habe ich lediglich mit etwas Zimt aufgepeppt. Denn ich finde, Zimt geht immer. Nicht nur im Winter.

Streuselkuchen mit Kirschen

Für Herzfutter Kirsch Streusel braucht Ihr:

Zutaten

Teig
450g Mehl
½ Würfel frische Hefe
2 Tassen lauwarme Milch (ich nehme immer normale Kaffeetassen)
50g Butter, weich oder zerlassen
50g Zucker
1 Ei Größe M
1 Prise Salz

Streusel
350g Mehl Typ 405
200g Zucker
1 TL Zimt
200g kalte Butter

Etwa 1 kg Kirschen (entsteint gewogen etwa 600 Gramm) Alternativ nimmt man zwei Gläser Sauerkirschen oder Schattenmorellen

Zubereitung
Löst die Hefe zusammen mit dem Zucker in der lauwarmen Milch auf. Lasst die Hefe in der Milch etwa 5 Minuten gehen. In der Wärme gepaart mit dem Zucker fühlt sie sich nämlich pudelwohl. Gebt die anderen Teigzutaten in eine Schüssel und gießt die Hefemilch dazu. Verknetet alles zu einem glatten Teig. Er sollte nicht kleben, im Zweifel gebt Ihr einfach noch ein bisschen Mehl dazu. Die Knethaken vom Handrührgerät leisten gute Arbeit, wenn man den Teig nicht mit der Hand kneten mag, ideal ist aber eine Küchenmaschine, denn wenn der Teig zehn Minuten kräftig durchgeknetet wird, ist das Ergebnis schön locker und luftig. Und bei zehn Minuten Knetzeit kann es gut passieren, dass der Handmixer ein wenig ins Straucheln kommt.

Lasst den Teig zugedeckt etwa 45 Minuten gehen. Das Volumen sollte sich in etwa verdoppelt haben.

In der Zwischenzeit bereitet Ihr die Streusel zu. Vermengt dazu alle Zutaten zu einem krümeligen Mürbeteig. Der Zimtduft, der einem in die Nase steigt, ist himmlisch. Das muss man doch einfach lieben. Es sei denn man mag keinen Zimt. Was mir ja ehrlich gesagt total unverständlich ist.

Knetet den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und rollt Ihn dann backblechgroß aus. Legt einen Bogen Backpapier aufs ein Blech und gebt den Hefeteig darauf. Auf dem Teigboden verteilt Ihr die entkernten Kirschen oder die gut abgetropften Kirschen aus dem Glas. Die dunkelroten Früchtchen bedeckt Ihr großzügig mit den Streuseln.

Im vorgeheizten Backofen braucht der Kuchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 30 Minuten. Wenn die Streusel leicht Farbe bekommen haben und knusprig sind, ist der Kuchen fertig.

Kirschstreuselkuchen

Am besten schmeckt der Kuchen frisch, aber das ist bei Hefekuchen ja generell so.

Servieren möchte ich Euch den Kuchen auf dem alten Zwiebelmuster Kaffeegeschirr meiner Oma. Ein Klassiker serviert auf einem Klassiker sozusagen. Irgendwie muss das so.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und bis bald vielleicht mal beim Kuchenbäcker.

Samstag, 27. Juni 2015

Gastbeitrag: Schoko-Bons-Muffins

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir, denn sie gehört quasi zu meinen Foodbloggerfreundinen der ersten Stunde. Denn bereits 2012 haben wir uns kennengelernt, wie und warum könnt ihr gleich bei ihr lesen. 2012 war mein Blog noch ganz frisch und trotzdem war es auch das Jahr, in dem sich so langsam das Foodbloguniversum für mich geöffnet hat. Mein erster virtueller Kontakt zu Foodbloggern wie Bianca von ELBCUISINE, meine erste Kooperation und mein erstes Event. Das war für mich damals alles unheimlich aufregend und ich war/bin immer wieder begeistert, wie eng die Foodbloggerszene zusammen hält. Jeder ist willkommen und jeder wird freundlich und mit offenen Armen empfangen. So erlebe ich es zumindest immer wieder und dafür bin ich auch unheimlich dankbar. Bevor ich nun aber komplett gefühlsduselig werde, übergebe ich ganz schnell an Bianca! :)

Hallo liebe Herzfutter-Fans,

wunderschön ist es hier auf dem Blog von Björn, oder?! Und ich freue mich sehr, dass ich hier zu Gast sein darf! Ich kenne Björn schon sehr lange, denn wir wurden bei der Aktion "Post aus meiner Küche" zusammengelost. Das war super und gleichzeitig ganz peinlich, denn bei meinem Päckchen ist trotz sorgfältiger Luftpolsterfolienverpackung eine Marmelade zerbrochen... Der liebe Björn hat sich trotzdem gefreut und auch mir ganz zauberhafte leckere Sachen geschickt! Seitdem freue ich mich immer riesig, wenn ich Björn auf diversen Veranstaltungen, wie Bloggercamps, der BLOGST-Konferenz oder anderen Events treffe.

Ich bin übrigens Bianca von ELBCUISINE. Alles was sich um Kochen und Backen dreht, ist meine große Leidenschaft. Bei mir findet ihr jede Woche neue raffinierte Rezepte, Experimente, Tipps und kleine Geschichten aus meinem Alltag. Raffiniert aber einfach müssen meine Rezepte sein, ihr findet aber alles – von Herzhaftem und Gesundem über kleine Snacks bis hin zu verführerischen Desserts und leckeren Kuchen. Eine besondere Rubrik sind die ELBCUISINE Kids, hier gibt es erprobte Kinderrezepte, wie zum Beispiel gesunder Ketchup ohne Zucker oder fröhliche Radieschengesichter, die den Spaß am Gemüse vermitteln und kleine Köche zur aktiven Mitarbeit in der Küche animieren.

Schoko-Bons-Muffin

Ich hoffe, euch mit meinem Gastgeschenk zu erfreuen, natürlich habe ich etwas Süßes mitgebracht. Ich dachte mir, dafür ist Björn immer zu haben.
Gern verfeinere ich Muffins mit Schokoladigem, ob Toffifee oder Giotto, heute sind Schoko-Bons dran. Der Muffin-Teig ist auf die Schoko-Bons abgestimmt mit Mandeln oder Nüssen und schön saftig werden die Muffins durch einen guten Schuss Sahne. Das gibt Björn für seine Masterarbeit vielleicht die nötige Energie oder hätte ich lieber Energieballs machen sollen?? Aber zumindest beruhigen die Schoko-Bons-Muffins seine Nerven!

Schokobonbon Muffins

Schoko-Bons-Muffins

Zutaten (für ca. 12 Muffins)
125 g Mehl
2 TL Backpulver
80 g Zucker
1 Prise Salz
75 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
50 g gehackte Mandeln oder Haselnüsse
12 Schoko-Bons
3 Eier
100 ml Sahne
125 g Butter oder Margarine

Zubereitung (Zubereitung 15 Minuten + 20 Minuten Backzeit)
Alle Zutaten verrühren. Ihr könnt die Schoko-Bons vorher teilen. Ich habe einfach alles in meiner Küchenmaschine verrühren lassen, dabei sind die Schoko-Bons leicht zerbrochen, das war prima so. Dann in Muffinförmchen bei Umluft 180 Grad für 20 Minuten backen.

Kinderschokolade Muffin

Geschenk-Idee
Aus diesem Rezept kann man auch prima ein Geschenk als Backmischung im Glas machen. Dazu die trockenen Zutaten in ein Glas schichten, mit Schoko-Bons auffüllen und ein Rezept anhängen für die Zugabe der flüssigen Zutaten.

Kinder-Bons-Muffin

Bon Appétit!

Eure ELBKÖCHIN

Mittwoch, 24. Juni 2015

Gastbeitrag: Sommersalat mit Babyspinat und Avocado

Heute freue ich mich sehr, wieder eine tolle Bloggerin zu Gast zu haben. Silvia habe ich letztes Jahr auf einem Bloggerevent kennengelernt und mich direkt super mit ihr verstanden. Sie ist unglaublich offen, interessiert, positiv eingestellt und einfach herzlich. Eigentlich bin ich bei "fremden" Menschen anfangs auch immer etwas zurückhaltend, aber bei Silvia konnte ich direkt losquasseln! Genau wie Silvia ist auch ihr Blog: Viele Gerichte aus Portugal, Baden oder auch Hessen. Süß und herzhaft. Vegan und Fleisch. Wein- und Kochbuchempfehlungen. Da ist einfach für jeden etwas dabei. Ich finde, man fühlt sich direkt wohl bei ihr und will sofort losquasseln äh -kochen! Zum Beispiel dieses Hipstersandwich mit Pulled Pork... oder diesen Oreo-Cheesecake mit Blaubeeren oder... Aber bevor ihr alle zu ihr rüberhuscht, übergebe ich ganz fix an Silvia und ihren köstlichen Sommersalat:

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Ziegenkäse

Es gibt so eine Sache, die ich beim Bloggen sehr liebe und schätze. Was ich meine? Na das Kennenlernen von anderen Bloggern. Manchmal entstehen wunderbare Freundschaften daraus. Unkompliziert wie ich es mag. Es ist nicht notwendig das man sich dauernd schreibt, telefoniert oder man sich trifft. Aber man weiß genau, wenn man jemanden braucht, kann man denjenigen fragen. Einige Blogger unterstützen sich gegenseitig und das ist in der heutigen Zeit, wo oft mit viel Ellenbogen gearbeitet wird, viel Gold wert. 

Dieses Gefühl habe ich bei Björn. Im letzten Jahr kennengelernt, freue ich mich immer riesig von ihm zu hören und es ist schön ihn immer mal wieder zu sehen. Uns trennen über 500 km, aber in unserer virtuellen Welt ist das keine Entfernung. Vor einiger Zeit hat mich Björn um Unterstützung gebeten, da die nächsten Wochen zeitlich für die Masterarbeit reserviert sind. Sein Blog soll natürlich nicht in den Dornröschenschlaf verfallen und so mache ich es mir heute auf seinem Blog bequem.

Wer bist Du eigentlich? Das fragt Ihr Euch sicherlich. Mein Name ist Silvia. Ich blogge seit Dezember 2013 auf meinem Blog VOLLE LOTTE über mein Haus, meine Küche, mein Leben und mein Weinkeller. Ich liebe es unterwegs zu sein, mag gerne Wein und bin ein absoluter Genussmensch. Da ich mehrere Wurzeln habe, findet Ihr bei mir auch einiges über Portugal. Solltet Ihr mehr von mir wissen wollen, dann schaut doch hier vorbei. 

Ich komme aber hier nicht mit leeren Taschen vorbei. Sondern bringe Euch natürlich ein leckeres, sommerliches Rezept mit. Ideal für Grillabende oder zur Mitnahme für das nächste Picknick. 

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Pinienkerne an Limonendressing  

Zutaten (für 4 Personen) 
200 g Babyblattspinat
2 Avocados
100 g Ziegenfrischkäse
25 g Pinienkerne
1 Bio-Kresse
1 Limone (Bio-Zitrone)
8 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Die Pinienkerne zuerst in einer Pfanne ohne Fettzugabe rösten. Abkühlen lassen. 
Babyblattspinat waschen, trocken schleudern und in eine Schüssel geben. Avocados schälen, halbieren, die Kerne entfernen, in Würfel schneiden und zu dem Spinat geben. Die Hälfte der Kresse mit einer Schere abschneiden und dazu geben. 
In eine weitere Schüssel die Schale der Limone abreiben und den Saft auspressen. Olivenöl dazugeben und mit Hilfe eines Schneebesen gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Über den Salat geben und vermischen. Auf die Teller verteilen. Mit der restlichen Kresse, den Pinienkerne und den Ziegenfrischkäse anrichten. 

Sommersalat mit Babyspinat, Avocado und Ziegenkäse

Björn vielen Dank für Deine Gastfreundschaft. Ich habe mich bei Dir sehr wohl gefühlt und ich drücke Dir ganz fest die Daumen!

Sonntag, 21. Juni 2015

Egal ob Fleisch oder Gemüse - hauptsache Bio?

Nachdem ich neulich meine Meinung zu regionalen Produkten losgeworden bin, werde ich dies nun auch noch einmal ausführlich für Bio-Produkte tun. Denn REWE-Bio hat mich gefragt, ob ich nicht ein Rezept für Flexitarier kreieren möchte. Dies findet ihr nun neben einigen anderen tollen Gerichten auf der entsprechenden Aktionsseite und eben heute hier.
Nun aber erst einmal zu meinen ganz persönlichen Gedanken. Also im Grunde muss ich meine Worte vom Beitrag zu den regionalen Produkten wiederholen: Mein Einkauf ist (noch?!) sehr bunt gemischt. Es finden sich nicht nur regionale Produkte, es finden sich nicht nur Bio-Produkte, und es finden sich nicht nur konventionelle Produkte in meinem Einkaufskorb, sondern von jeder Sorte etwas. Denn ich finde, man kann das auch einfach nicht pauschal sagen, was nun besser ist.

REWE Bio - Flexigericht mit Canneloni und Blumenkohlsauce

Für dieses Rezept z. B. hatte ich in meinem REWE die Wahl zwischen Bio-Möhren aus Israel und Möhren aus der Region. Tja, da nehme ich dann natürlich die regionalen Möhren. Denn hier ist mir die Regionalität wichtiger, als das Label "Bio". Grundsätzlich versucht REWE allerdings Bio-Obst und -Gemüse möglichst aus der Region zu beziehen.
Manchmal entscheidet aber auch der Blick auf die Zutatenliste. Denn wie heißt es so schön, wenn zu viele Dinge auf der Liste stehen, die meine Oma nicht kennt, kommt es auch nicht in den Einkaufskorb. REWE Bio enthält übrigens weder zugesetzte Aromastoffe noch Hefeextrakt als Geschmacksverstärker.
Dann ist da noch der Preis – denn viele Bio-Produkte sind nun einmal sehr teuer. Manche Produkte sind aber auch kaum teurer als konventionelle Produkte. Eier oder Milch zum Beispiel - die kaufe ich dann grundsätzlich von der Bio-Eigenmarke bei REWE. Der verhältnismäßig billige Preis, kommt übrigens durch die großen Einkaufsmengen und effiziente Abläufe zustande. Aber wenn die Preisspanne trotzdem zu weit auseinander geht, dann entscheide ich mich auch mal für das billigere Produkt (hier spielen dann wieder die Fragen nach dem Herkunftsort und der Zutatenliste eine wichtige Rolle).
Denn grundsätzlich ist es schon so, dass ich gerne mehr Produkte auf dem Markt oder eben in Bio-Qualität kaufen möchte, aber leider als Student (noch) nicht das ausreichende Budget dafür habe. Daher kann ich auch diejenigen sehr gut verstehen, die sich in einer ähnlichen oder noch schlimmeren finanziellen Lage befinden. Aber auch mit magerem Geldbeutel bin ich bei tierischen Produkten aus dem Billigsegment etwas kritischer. Denn die Unternehmen, die Fleisch zu unverschämt niedrigen Preisen anbieten – da kann das Tier doch gar nicht aus einer artgerechten Haltung stammen, oder täusche ich mich da? Also das ist für mich irgendwie pure Logik. Damit aber nicht den Geldbeutel gesprengt wird, gibt es eben nicht jeden Tag Fleisch, sondern nur ab und zu – dafür dann aber in einer tollen Qualität von glücklichen Tieren. Und schwupps, gehört man damit dann zur Gattung Flexitarierer. Aber Moment mal, weiß ich beim teuren Bio-Fleisch denn wirklich, dass das Tier glücklich war? Nach den Angaben auf der Seite von REWE Bio gibt es hier sehr strenge Kontrollen, welche die Einhaltung der Richtlinien regelmäßig kontrollieren.
Und trotzdem kommt ab und zu diese verdammte Skepsis um die Ecke. So richtig, weiß man eben doch nie, ob das Produkt tatsächlich Bio ist. Mich verunsichern diese ganzen Lebensmittelskandale – kann ich der Kennzeichnung da überhaupt noch trauen? Tja, ich glaube, wenn man das Produkt nicht gerade direkt auf dem Bauernhof kauft, ist es wirklich schwer einem Unternehmen komplett zu vertrauen. Aber ich glaube auch, dass die Wahrscheinlichkeit "bessere" Produkte zu bekommen bei Bio-Produkten zumindest höher ist als bei konventionellen Produkten. Aber wie bereits gesagt, kommt es da auch noch auf andere Faktoren wie die Herkunft an.
Als Fazit kann ich nur immer wieder zu folgendem Satz raten: "Augen auf beim Kauf!". Achtet auf den Herkunftsort, auf die Zutatenliste und auf die Herstellung. Dazu habe ich dann noch die Bitte, nicht jeden Tag Fleisch zu essen. Ich glaube, das muss einfach nicht sein. Weder für die eigene Gesundheit noch für die Gesundheit der Tiere. :)
Das geht auch wirklich ganz einfach – z. B. mit diesem Flexigericht, das sowohl vegetarisch, als auch mit Fleisch schmeckt. Zugegeben, es ist wirklich keine Fotoschönheit (Ich vergesse immer, dass Aufläufe so schwer zu fotografieren sind), aber hey, es schmeckt wirklich gut! Das müsst ihr mir jetzt einfach glauben...

Canneloni mit Blumenkohlsauce

Cannelloniauflauf mit Blumenkohlsauce

Zutaten für 4-6 Personen
4 Möhren
1 Gemüsezwiebel
3 EL Butter
4 EL Tomatenmark
3 Dosen Pizza- oder gehackte Tomaten (à 280 g)
2 TL gehackter Rosmarin (+ etwas zum Dekorieren)
Salz 
Pfeffer
1/2 Blumenkohl
500 ml Milch
200 ml Sahne
100 g + 100 g Parmesan
500 g Cannelloni

Optional mit Fleisch
100 g Bacon
1 Dose Corned Beef (340 g)
100 ml Milch

Zubereitung
Zuerst die Möhren und die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. In der Butter einige Minuten lang anbraten. Das Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Die Tomaten und den Rosmarin hinzugeben und ca. 15 Minuten lang auf niedriger Stufe köcheln lassen. Anschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und zur Seite stellen. 
Während die Tomaten köcheln den Blumenkohl waschen und die Röschen klein schneiden. Den Blumenkohl in der Milch und Sahne ca. 10 Minuten köcheln lassen, 100 g des geriebenen Parmesan einrühren, anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann pürieren. (Optional mit Fleisch: Den Bacon ganz klein schneiden, kurz ohne Fett anbraten und zusammen mit dem Corned Beef sowie der Milch in die Sauce einrühren.)

Karotten und Blumenkohl

Die Sauce sollte nun eine Konsistenz wie eine cremige Béchamelsauce haben. Sollte die Sauce zu flüssig sein, einfach etwas Stärke in etwas Milch einrühren, dann unter die Blumenkohlsauce rühren und aufkochen lassen.
Jetzt den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. In eine ca. 15 x 20 cm große und ofenfeste Form etwas der Blumenkohlsauce gießen. Die Cannelloni mit der Tomatensauce füllen – dazu am besten die Cannelloni senkrecht stellen, mit der Sauce füllen und dann in die Form legen. Über die Cannelloni die restliche Tomatensauce gießen und darauf den Rest der Blumenkohlsauce. Zum Schluss noch mit dem restlichen Parmesan bestreuen und ab in den Ofen damit. 
Nach ca. 40 Minuten sollten die Nudeln durch und der Käse goldgelb geschmolzen sein. Dann einfach nur noch mit etwas frisch gehacktem Rosmarin bestreuen und genießen.

Cannelloni mit Corned Beef

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "REWE Bio" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch. 

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