Samstag, 23. September 2017

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Es gibt Tage, da habe ich große Gelüste. Wahnsinnig große Gelüste. Gelüste auf ein ganz bestimmtes Gericht, ein ganz bestimmtes Dessert oder einen ganz bestimmten Kuchen. Ausgelöst durch Erinnerungen, Gerüche oder auch einfach nur den Beginn einer neuen Jahreszeit.
Als ich neulich beispielsweise durch den Park ging, sich die ersten Blätter goldgelb von den Bäumen lösten und mich eine kräftige Herbstbrise durchpustete, hatte ich auf einmal riesige Lust auf ein großes Stück gedeckten Apfelkuchens. Mit einer dicken Apfelschicht, knusprigem Mürbeteig und ganz viel Zuckerguss. Perfekt, um den Herbst zu begrüßen. Also ab zum Bäcker meines Vertrauens. Der Blick fiel auf die Kuchentheke. Schwarzwälder Kirsch an Frankfurter Kranz, Pflaumenkuchen an Mohnschnitten, Streuseltaler an Rosinenschnecken. Wie gut das alles aussah! Kein Wunder, dass da der gedeckte Apfelkuchen schon fast wieder vergessen war. Eigentlich wollte ich mich direkt in die Auslage legen und einfach alles probieren. Mit Sicherheit wäre davon die nette Verkäuferin aber nicht ganz so begeistert gewesen und naja, mein Magen wäre wohl auch etwas überfordert gewesen.
Also beschloss ich kurzerhand selbst zu backen und mehrere Gelüste in einem einzigen Kuchen zu vereinen. Ich rannte in den Supermarkt und warf alles in den Einkaufskorb, was mich anlachte. Es ist so furchtbar mit hungrigem Magen einkaufen zu gehen!

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Am Ende entstand aus all den Zutaten eine bunte Mischung an diversen süßen Herbstversuchungen: Ein knuspriger Mürbeteig und eine fruchtige Apfelschicht wie beim gedeckten Apfelkuchen, eine saftige Mohnfüllung wie bei den Mohnschnitten und ein paar dicke Streusel wie beim Pflaumenkuchen. Achso, natürlich darf in keinem Herzfutter-Herbstkuchen ein bisschen Karamell fehlen. Der perfekte Herbstgenuss, der dank der ordentlichen Portion Zimt und Marzipan sogar ein bisschen an den bevorstehenden Winter erinnert.
Okay, ich muss natürlich zugeben, dass dieser Blechkuchen nicht innerhalb von 30 Minuten auf dem Tisch stand – aber ihr könnt mir glauben, der Aufwand hat sich gelohnt! Der erste Bissen und all meine Gelüste wurden sofort befriedigt. Ja, so gefällt mir der Herbst und euch hoffentlich auch! Guten Appetit!

Mohnkuchen mit Apfel und Karamell

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell


Zutaten


Mürbeteig
250 g Mehl
65 g Marzipan
100 g Butter 
50 g Puderzucker
1 Ei

Mohnfüllung
200 ml Milch
100 g Zucker
200 g gemahlener Mohn
50 g gemahlene Mandeln

Karamell
200 g Zucker
200 ml Schlagsahne

Apfelfüllung
4 Äpfel (ca. 600 g)
125 g Marzipan
25 g brauner Zucker
Abrieb einer Orange
1 EL Zimt
2 EL Wasser

Butterstreusel
160 g Mehl
100 g Butter
100 g brauner Zucker

Zubereitung

Im ersten Schritt den Mürbeteig zubereiten. Dazu Mehl, Marzipan, Butter, Puderzucker und Ei miteinander verkneten und in Frischhaltefolie eingewickelt für mindestens 1 Stunde oder noch besser über Nacht im Kühlschrank kühlen. Für die Mohnfüllung die Milch zusammen mit dem Zucker aufkochen und sobald sich der Zucker aufgelöst hat, den gemahlenen Mohn und die gemahlenen Mandeln unterrühren. Mehrere Minuten köcheln lassen und anschließend ebenfalls für mindestens 1 Stunde oder über Nacht abkühlen lassen. 
Den gekühlten Mürbeteig dünn auf Backpapier ausrollen, auf ein Backblech ziehen und den überstehenden Teig umklappen und andrücken. Nun das Karamell zubereiten. Dazu den Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur langsam goldgelb schmelzen lassen, die Schlagsahne hinzugießen und so lange rühren, bis sich alles miteinander verbunden hat. Das Karamell auf den Mürbeteig gießen, grob verteilen und abkühlen lassen. 
Währenddessen die Apfelfüllung vorbereiten. Die Äpfel schälen, entkernen und die Äpfel jeweils in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Marzipan, Zucker, Orangenabrieb, Zimt und Wasser vermischen und in einem Topf in wenigen Minuten weich dünsten. 
Nun den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und auf der Karamellschicht die Mohnfüllung verteilen und darauf die Apfelfüllung verstreichen. Zum Schluss für die Butterstreusel Mehl, Butter und braunen Zucker miteinander verkneten, daraus grobe Streusel formen und auf dem Kuchen verteilen. Für 40-45 Minuten im Ofen goldbraun backen.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und warm genießen.

Apfel-Mohn-Schnitten mit Karamell

Sonntag, 20. August 2017

Spielerisch einfach: Uncharted Curry aus Indien

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Uncharted Curry - mit vielen Grüßen aus Indien

Ich erinnere mich noch an den ersten PC im Hause meiner Eltern. Ein riesiges Teil mit einem noch größeren Bildschirm. Ich kann mich zwar überhaupt nicht mehr an die technischen Details erinnern, aber noch ganz genau an mein erstes Spiel: Prehistoric! 1991 kam das Spiel auf den Markt – in welchem Jahr ich es dann gespielt habe, weiß ich leider nicht mehr so ganz genau. Was ich aber definitiv weiß: Ich war richtig süchtig danach. Als kleines verpixeltes Steinzeitmännchen musste man in einem Jump'n'Run Adventure durch die Gegend hüpfen, Früchte einsammeln und Dinosauriern eins mit der Keule überziehen. Würde heute vermutlich kaum noch einen Gamer hinterm Sofa hervorlocken, war damals aber ziemlich cool.
Egal, ob zuhause oder bei meinen Freunden: Zahlreiche Games und Konsolengenerationen folgten! Von Final Fantasy bis hin zu Diablo war alles dabei! Damit die Eltern beruhigt waren, gab es in meiner Sammlung natürlich auch noch das ein oder andere Lernspiel wie das "Matheland". Hey, so machte Mathe sogar mir endlich einmal Spaß!
Mittlerweile gibt es ja auch genügend Studien, die die positiven Effekte von Computer- bzw. Konsolenspielen belegen. Sie erhöhen die Konzentrationsfähigkeit, Reaktionsfähigkeit, Sehfähigkeit, Multitaskingfähigkeit und bauen Stress ab. Naja, trotzdem sind Games nach wie vor für viele ein rotes Tuch, aber ich glaube, so lange man nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm hockt, sind Spiele alles andere als schädlich.
Nachdem ich meine mittlerweile beste Freundin Katrin während meines Studiums in Bielefeld kennenlernte, erreichte meine Leidenschaft für Konsolenspiele einen neuen Höhepunkt. In ihrer Familie sind Games alles andere als verpönt. Von der Oma bis zum kleinen Bruder spielt hier einfach jeder – und wenn es nur ein Spiel bei Facebook oder am Smartphone ist. Das typische Nerd-Klischee trifft hier aber trotzdem auf niemanden zu – ich glaube, dieses Klischee ist sowieso völlig überholt. Schließlich sehe ich morgens in der U-Bahn einfach jeden spielen –  vom Anzugträger bis zur älteren Lady. Naja, zurück nach Bielefeld: Am Anfang schaute ich während meiner zahlreichen Besuche oft nur beim Zocken zu, dann wechselten Katrin und ich uns irgendwann beim Spielen ab und auf einmal waren unsere Spieleabende an ihrer PlayStation 3 ein festes Ritual. Skyrim, Assassin's Creed, GTA oder Heavy Rain – gemeinsam kämpften wir uns durch jedes Abenteuer. Mittlerweile wohnen wir in zwei verschiedenen Ländern und unsere gemeinsamen Spieleabende gibt es leider nicht mehr. Meine PlayStation 4 ist für mich aber nach wie vor der beste Weg, um einmal komplett abzuschalten, mich in eine andere Welt zu begeben, meine Phantasie anzuregen und so auf ganz neue Ideen und Gedanken zu kommen.


In eine komplett neue Welt lädt auch "Uncharted: The Lost Legacy" ein. Es ist der neuste Teil der erfolgreichen Spielereihe Uncharted, in dem sich alles um die zwei Heldinnen Chloe Frazer und Nadine Ross dreht. Das allein ist schon einmal sehr cool, denn Frauen als Hauptcharaktere sind leider immer noch eine Seltenheit in Games. Die beiden begeben sich in Indien auf die Jagd nach dem verschollenen Stoßzahn. Dabei entdecken sie verschollene Städte, wertvolle Artefakte und begegnen natürlich immer wieder ein paar Bösewichten, die es zu besiegen gilt. Klettern, springen, schwingen, rutschen und dabei immer die Kanone im Anschlag – der Trailer lässt auf ein spannendes Abenteuer hoffen. Ob sich diese Hoffnung erfüllt, weiß ich allerdings noch nicht, denn das Spiel kommt erst am 23.08.2017 heraus.


Damit die Wartezeit nicht so lang wird, habe ich für euch ein leckeres Uncharted Curry aka Chicken Korma kreiert und falls ihr zufällig auf der diesjährigen Gamescom, der größten Spielemesse Europa, seid, könnt ihr das Curry sogar vor Ort probieren.
Naja, aber auch wenn ihr nicht auf der Gamescom seid, Games allgemein so gar nichts abgewinnen könnt, solltet ihr trotzdem das Curry einmal probieren: Es ist einfach nur unfassbar lecker und schmeckt jedem, egal, ob Gamer oder nicht!

Traditionelles Chicken Korma aus Indien

Uncharted Curry aka Chicken Korma


Zutaten für 4 Personen


1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
ca. 1 EL Butterschmalz
400 g gehackte Tomaten (Dose)
400 ml Sahne
750 g Hähnchen-Brustfilet
4 TL indisches Currypulver
1 TL Chiliflocken
4 TL Tomatenmark
1/2 TL Paprikapulver
3 TL brauner Zucker
4 TL Salz
3 EL Kokosraspeln
5 EL Mandelblättchen

Zubereitung

Zuerst die Zwiebel und dann die Knoblauchzehen schälen. Anschließend in möglichst kleine Würfel schneiden. Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Butterschmalz in einem großen Topf bei hoher Hitze glasig anbraten. Gehackte Dosentomaten und Schlagsahne hinzugeben.
Das Hähnchen-Brustfilet ebenfalls klein schneiden und zu den Tomaten in den Topf geben. Mit Curry, Chili, Tomatenmark, Paprikapulver, Zucker und Salz würzen.
Alles bei niedriger Temperatur 20 Minuten lang köcheln lassen. Anschließend noch einmal mit Zucker und Salz abschmecken. Zum Schluss Mandelblättchen und Kokosraspeln über das fertige Gericht streuen und zusammen mit Reis oder Brot servieren.

Uncharted Curry aus Indien aka traditionelles Chicken Korma

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit "Sony PlayStation" entstanden ist. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Sonntag, 13. August 2017

Drei norwegische Restaurantquickies rund um Bergen

Egal, ob Karibik, Mittelmeer oder Nordsee: Wo es Meer gibt, gibt es auch Fisch. Und wo es Fisch gibt, gibt es natürlich auch Fischrestaurants. Was wäre ein Aufenthalt am Meer aber auch ohne ein leckeres Fischessen? Zumindest muss ich immer – sobald ich das Meer rieche – zur nächsten Fischbude rennen. Selbst in Hamburg ist dies ein festes Ritual. Regelmäßig werde ich beim Anblick der grandiosen Fisch- und Krabbenbrötchen-Auslage schwach. 
Hinzu kommt dann ja noch, dass Fisch nicht nur lecker, sondern auch gesund ist. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das Jod sorgt für eine perfekt funktionierende Schilddrüse und das Vitamin D stärkt das Immunsystem. Schlemmen ohne schlechtes Gewissen also! Naja, das schlechte Gewissen habe ich in Bezug auf Essen zwar eh nie, aber bei Fisch muss man es eben wirklich nicht haben! Yay!

Restaurantkritiken für das malerisch gelegene Bergen

Kein Wunder also, dass Menschen, die am Meer wohnen, mehr als nur einmal in der Woche Fisch essen. Die Norweger zum Beispiel lieben ihren Lachs – ich berichtete euch neulich ja bereits davon. Am Abend kommt das Smørrebrød mit geräuchertem Lachs auf den Tisch, im Sommer der Lachs vom Grill und zum Weihnachtsfest der gebeizte Lachs. Ja, Norweger bekommen von ihrem Lachs einfach nicht genug und darum gibt es auch in Norwegen das ein oder andere Fischrestaurant.

Immer auf der Suche nach Restaurantempfehlungen: Foodblogger on Tour

Während der kleinen Bloggerreise zum norwegischen Lachs nach Bergen durfte ich drei unglaublich fantastische und exklusive Restaurants kennenlernen, die ich euch unbedingt vorstellen möchte. Wer weiß, vielleicht steht bei euch ja sogar demnächst eine Reise nach Norwegen an? Wenn ja, dann nehmt mich bitte mit!  


1. Bekkjarvik Gjestgiveri

Wenn ich eines in Norwegen gelernt habe, dann, dass man ohne Boot nicht weit kommt. Auch der Weg zum Restaurant und Hotel Bekkjarvik Gjestgiveri führt über das Wasser. Idyllisch in einer kleinen Bucht und nur wenige Minuten vom Strand entfernt liegt das historische Restaurant der Zwillinge Arnt & Ørjan Johannessen.

Restaurant und Hotel Bekkjarvik Gjestgiveri

Vielleicht sagen euch die Namen ja sogar etwas? Die beiden Brüder wurden bereits für ihre Küchenkunst ausgezeichnet: Während Arnt 2014 als “Kitchen Manager of the Year” in Norwegen geehrt wurde, bekam sein Bruder Ørjan die international anerkannte Goldmedaille des Bocuse d`Or 2015.
Hier könnt ihr euch also auf Essen der Spitzenklasse freuen – natürlich im entsprechenden Ambiente. Egal, ob direkt am Wasser mit frischer Seeluft in der Nase oder an den klassisch eingedeckten weißen Tischen im Innenbereich. Geschmacksache ist hier allerdings die Wandgestaltung, denn ganz offenbar sind die beiden Köche so stolz auf ihre Auszeichnungen, dass sie diese an jeder Wand präsentieren müssen. Kann man mögen, muss man aber nicht.

Grandioses Essen im Bekkjarvik Gjestgiveri

Was man allerdings mögen muss, ist das hervorragende Essen. Einen Großteil der Zutaten bezieht die Küchencrew direkt aus der Region. Dazu gehört ebenso der frische Fische aus dem Meer vor der Haustür wie auch die Pilze aus den Mooren sowie Wäldern der Umgebung.
Daraus konnte ja einfach nur ein fantastisches Menü entstehen: Kaisergranat mit Champignon, Lachs auf Gerstenrisotto und ein kühles Erdbeer-Rhabarber-Süppchen. Begeisterung pur!

Bekkjarvik Gjestgiveri
Rv546 110
5397 Bekkjarvik, Norwegen

Ambiente: Gehoben, elegant, klassisch
Essen: Regionale Spezialitäten 
Preis: €€€


2. Seafood Restaurant Cornelius

Etwas ganz besonderes ist das Restaurant Cornelius. Eingebettet am Ufer der winzigen Insel Holmen in Bjorøy, liegt es inmitten eines kleinen Paradieses.

Seafood Restaurant Cornelius

Damit die Gäste überhaupt zum Restaurant kommen können, gibt es einen eigenen Transferservice. Man gönnt sich ja sonst nichts! Zweimal am Tag legt ein Boot in Bergen an, um die Gäste abzuholen – mittags um 11:30 Uhr und abends um 18 Uhr. Mit Highspeed fliegt der Hochgeschwindigkeitskatamaran über das Wasser und ca. 20 Minuten und diverse Drinks später taucht das Cornelius Restaurant am Horizont auf. Natürlich bringt einen das Boot auch wieder zurück. Ebenfalls zu festen Zeiten. Es ist daher ratsam sich etwas Zeit zu nehmen und sich einem mehrgängigen Menü zu widmen.

Frisch zubereitetes Seafood

Wahlweise kann auch eine kleine Geschichtsstunde mit Besitzer Alf Roald Sætre hinzu gebucht werden – darin erfahrt ihr alles rund um die Gründung des Restaurants inklusive einiger Frauengeschichten und zahlreicher Anekdoten. Zusammen mit Odd-Einar Tufteland kam der sympathische Cowboy der Meere auf die Idee auf dieser winzigen Insel ein Meeresfrüchte-Restaurant zu gründen. Mittlerweile gilt das Restaurant als eines der besten Fischrestaurants Norwegens. Beim Anblick der zahlreichen Wasserbecken, in denen bunte Fische und Meerestiere schwimmen oder krabbeln, wundert mich das nicht. Frischer geht eben nicht. Alf Roald Sætre wird übrigens auch Muschelmann genannt, denn viele der Meeresfrüchte fängt er nach wie vor selbst. Das ist Qualität, die überzeugt.

Malerisch: Essen direkt am Meer in Norwegen

Aber egal, woher die Zutaten kommen, das Essen schmeckt einfach nur fantastisch! Die Jungs in der Küche verstehen etwas von ihrem Fach. Ohne viel Schnickschnack kommt hier der pure Fischgeschmack auf den Teller. Grandios!
Ah, natürlich bekommt ihr hier auch den passenden Tropfen zu eurem Fisch: In der Mitte des Restaurants befindet sich ein gigantischer Weinkeller, der direkt in den Stein der Insel gehauen wurde. Ein Paradies für alle Weinliebhaber!
Bootstour, Geschichtsstunde, 5-Gang-Menü und atemberaubender Sonnenuntergang am Wasser für ca. 140 € – klingt fair, oder?

Cornelius Seafood Restaurant
Katlavika 14
5177 Bjørøyhamn, Norwegen

Ambiente: Gemütlich, locker, modern
Essen: Frischester Fisch 
Preis: €€€


3. Restaurant Lysverket

Das Lysverket war für mich persönlich das größte kulinarische Highlight der kleinen Norwegen-Reise. Seit 2013 werden im Herzen des wunderschönen Städtchens Bergen sogenannte "Neo-Fjordic-Gerichte" unter Leitung von Chefkoch Christopher Haatuft serviert – also sozusagen kreativ und modern zubereitetes Seafood.

Restaurant Lysverket im Herzen von Bergen

Beheimatet im Kunstmuseum KODE 4, würden viele sowohl die Küche als auch das Ambiente eher in Kopenhagen als in Bergen vermuten. Rot beleuchtetes Industrial-Chic trifft hier auf gemütliche Holzvertäfelung sowie zurückhaltendes, skandinavisches Design und kreative, junge Küche trifft auf traditionelle, regionale Norwegian-Cuisine. Ja, das Lysverket ist wirklich ein Juwel der nordischen Küche!

Geschmacksfeuerwerk im Restaurant Lysverket

Egal, ob Mittagessen, Abendessen oder ein Snack an der Bar – ich glaube, aus diesem Restaurant geht jeder glücklich und zufrieden. Wir zumindest waren es. Sogar mehr als das!
Naja, kein Wunder, denn Chefkoch Haatuft kredenzte uns mit viel Humor ein wahres Geschmacksfeuerwerk: Gefüllte Miniwraps, knusprige Kräcker mit einer Heilbutt-Creme, Pumpernickel mit Makrelenbutter, Kabeljau-Süppchen mit Lauchöl, frittierte Austern mit eingelegten Gurken, zarte Jakobsmuscheln mit Shitake-Pilzen, Hering mit Artischocken-Chips, perfekt angebratenes Lengfischfilet mit Rahm-Kohl und als krönenden Abschluss ein erfrischendes sowie göttliches Safran-Buttermilch-Eis mit einem Hauch Karamell.

Chefkoch Christopher Haatuft und seine Crew in seinem Restaurant in Bergen

Hach, sowohl optisch als auch geschmacklich einfach nur genial – und das für ca. 110 €. Eine ganz klare Empfehlung!

Lysverket
Rasmus Meyers allé 9
5015 Bergen, Norwegen

Ambiente: Gehoben, urban, stilvoll
Essen: Moderne, kreative Küche mit Sterne-Niveau
Preis: €€€


Bilder: Björn Valentin von Herzfutter // Marius Fiskum von Fisch aus Norwegen

Mittwoch, 26. Juli 2017

Zu Gast bei Familie Van der Valk

Kennt ihr das? Ganz automatisch sortiert das Gehirn die Umgebung. Ein Blick genügt und die passende Schublade öffnet sich. Egal, ob der fluchende Nachbar, die lächelnde Kassiererin oder der ältere Herr an der Ampel – sie alle wandern ganz automatisch in eine Schublade. Peng! Die Schublade knallt zu und die Person bleibt darin eingeschlossen. Dabei würde ich mich eigentlich alles andere als oberflächlich bezeichnen. Naja, dem klassischen Schubladendenken verfalle ich trotzdem immer wieder. Peng! Auf und zu!
Mir passiert dies aber nicht nur bei Personen, sondern auch bei Objekten oder sogar Gebäuden. Ihr wollt ein Beispiel? Neulich flatterte eine Mail in mein Postfach: Das Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg wollte mich zu einem Testwochenende in ihr Hotel einladen! Klang auf den ersten Blick super! Auf die Website geklickt und schon sauste mir eine große Schublade mit der Aufschrift "Hässlicher Hotelkasten aus den 90ern" entgegen. 

Das Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg

Kaum gedacht, knallt die Schublade auch schon wieder zu. Beinahe gleichzeitig schließt sich das Websitefenster und das Mailprogramm öffnet sich: "Vielen Dank für Ihre Anfrage, aber...!" Moment, Moment! Glücklicherweise bleiben bei mir weder Menschen noch Hotels lange in ihren Schubladen. Ich beobachte, stelle Fragen und schaue unter die Oberfläche – eh man sich versieht steht ein ganz neuer Mensch bzw. in diesem Fall ein ganz neues Hotel vor einem.
Irgendwie ist das doch auch mein Job als Blogger, oder? Hintergrundgeschichten erforschen, Unternehmen transparent machen und alles in Frage stellen. Der zweite Blick lohnt sich schließlich immer! Also anstatt eine Absage zu schreiben, packte ich lieber meine Koffer, setzte mich zusammen mit dem Lieblingsmenschen ins Auto und düste zum besagten Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg.

Test: Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg

Vom Ausflugslokal zum Hotelkonzern

Vor mehr als 70 Jahren als kleines Ausflugslokal in einem kleinen holländischen Ort namens Voorschoten gegründet, gehören mittlerweile fast 100 Hotels, Restaurants und Zulieferer zum Van der Valk Konzern – alle Geschäfte werden dabei aber bis heute von Familienmitgliedern geführt. Eines dieser Hotels liegt praktischerweise in der Nähe von Berlin, ganz nah an der Autobahn sowie einem Industriegebiet und doch ganz idyllisch in der Natur. Es ist quasi ein kleines Stück heile Welt am Rand der Großstadt.
Viele Minuten vor unserer Ankunft begrüßte uns bereits das bekannte "Wappentier" des Unternehmens: Das riesige Tukan auf dem Dach des Hotels schaute neugierig in unsere Richtung. Dank der mehr als 400 Parkplätze war die Parkplatzsuche kein besonders großes Problem und wir konnten schnurstracks die Rezeption ansteuern.

Außenanlage des Van der Valk Hotels in Berlin

Willkommen bei den Van der Valks

Wenn ihr mögt, könnt ihr uns übrigens via virtuellen Rundgang oder dieses Imagevideos zu den einzelnen Stationen im Hotel begleiten. Vielleicht denkt ihr dann auch im ersten Moment, dass das Interieur zwar nicht unbedingt dem modernen Designhimmel entsprungen ist, aber trotzdem sehr geschmackvoll ausgesucht wurde und einen gewissen Charme vermittelt.
Vielleicht dachten wir dies aber auch, da die Mitarbeiter dieses Hotels so unglaublich charmant sind. Von der Empfangsdame über das Zimmermädchen bis hin zum Servicepersonal – hier ist wirklich jeder wahnsinnig freundlich und gut gelaunt. Wie ein roter Faden zieht sich diese Herzlichkeit durch jede Ecke des Hotels. Jetzt könnte man vielleicht denken, dass nur wir als "Hoteltester" so herzlich und freundlich behandelt wurden, aber nein, das Personal war zu allen Gästen freundlich, machte Scherze und wirkte so, als ob es rundum glücklich in seinem Job wäre. Ehrlich gesagt habe ich solch eine gute Stimmung bisher nur in wenigen Restaurants oder Hotels erlebt.

Van der Valk: Restaurant und Ambiente

Nach dem Einchecken ging es direkt aufs Zimmer: 

Warmes Karamellbraun in Kombination mit einem satten Himmelblau. Gefiel uns! Zahlreiche Ablageflächen, Klimaanlage, Bad mit Wanne und Dusche, großes Bett, bequeme Sessel, Schreibtisch und Balkon, und das alles ausgesprochen sauber – was will man mehr? Übrigens sind wir erst spätabends im Hotel angekommen und daher ist das Bild vom Hotelzimmer auch erst am zweiten Tag entstanden, am Einzugstag waren die Bezüge des Betts natürlich komplett knitterfrei.

Die Standardzimmer im Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg

Das Atriumrestaurant im Van der Valk Hotel

Nach dem Schlaf ist vor dem Frühstück 

Das Ambiente des Atrium-Restaurants ist für mich eines der großen Highlights des Hotels. Unter einem großen Glasdach wird jeden Morgen das große Frühstücksbuffet aufgebaut, umringt von runden Tischen und den vier abgehenden Flügeln, in denen sich die Hotelzimmer auf fünf Etagen inklusive EG verteilen. Das Atrium ist sozusagen das Herz des ganzen Komplexes. Natürlich kann man sein Frühstück auch im angrenzenden Wintergarten oder im großen Restaurant genießen.
So oder so, das Buffet lässt keine Wünsche offen: Bacon, Würstchen, Baked Beans, Rührei, Champignons, Tomatengratin, verschiedene Wurstsorten aus der Region, große Käseauswahl, Pancakes, frisch aufgeschnittenes Obst, Obstsalat, diverse Cornflakessorten, Croissants, Körnerbrötchen, verschiedene Säfte, Sekt, Tee, Kaffee und sogar Honig vom eigenen Imker... Eben alles, was das Herz begehrt und noch ganz viel mehr. Regelmäßig werden die Stationen aufgefüllt oder durch frisch zubereitete Speisen ersetzt und bevor das Buffet abgeräumt wird, wird jeder Gast noch einmal lächelnd gefragt, ob man ihm noch etwas bringen dürfe. Am Sonntag gibt es dazu dann noch etwas Live-Musik. Fantastisches Essen, fantastischer Service und fantastisches Ambiente! Ja, einfach nur rundum fantastisch!

Frühstücksbuffet im Van der Valk Hotel

Frisch aufgeschnitten: Regelmäßig wird das Frühstücksbuffet wieder aufgefüllt

Frühstück im Van der Valk Hotel in Berlin

Pancakes zum Frühstück im Van der Valk Hotel

Hochwertige Zutaten und Gerichte im Van der Valk Hotel

Ein Highlight kommt selten allein 

Neben dem hervorragenden Frühstücksbuffet ist auch der hoteleigene Park ein kleiner Höhepunkt. Liebevoll wurden hier Teiche angelegt, mehrere Terrassen, ein Spielplatz, ein Tennisplatz, ein Feuerplatz und ein Beet, in dem die Köche des Hotels eigenes Gemüse sowie eigene Kräuter anpflanzen und sogar Bienen züchten. In dieser Kulisse schmeckte das Zitronensorbet mit Mango, Orange und Wodka gleich doppelt so gut.
Wer seine Zeit dann doch lieber innerhalb des Hotelgebäudes verbringen möchte, kann in den kleinen Pool springen, sich in eine der vielen Loungebereiche setzen, in die Sauna gehen, ein paar Kalorien im Fitnessstudio verlieren oder sich im Wellnessbereich durchkneten lassen. Für die Kinder gibt es dann noch ein großes Spielzimmer, in dem sie sich rund um die Uhr austoben können.

Großes und günstiges Hotel in Berlin: Das Van der Valk Hotel

Selbst angepflanztes Gemüse für das Van der Valk Hotel

Eis im hoteleigenen Park des Van der Valk Hotels genießen

Modernes Design im Van der Valk Hotel: Nach und nach wird alles renoviert

Pool in der Van der Valk Hotelanlage in Berlin

Aber kommen wir wieder zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens: Essen 

Werft dazu gerne einmal einen Blick in die Speisekarte mit den internationalen Spezialitäten der modernen und traditionellen Küche. Die Karte des Hotelrestaurants ist ehrlich gesagt sehr überschaubar, lässt aber darauf schließen, dass hier viel frisch zubereitet wird – zumindest schmeckt es so. Der Lachs war ein Traum, die Ochsenbäckchen unglaublich zart und auch das Mille Feuille war sowohl optisch als auch geschmacklich ein Kunstwerk. Allerdings waren wir von den Muscheln nicht so begeistert, diese waren leider einfach zu fad. Kaum hatten wir dies aber dem Kellner gebeichtet, wurde uns angeboten das Gericht auszutauschen oder noch mehr Sauce zu holen – und so schnell konnte uns das fröhliche Personal wieder glücklich  machen.
Auch in der Havanna-Bar wird darauf großen Wert gelegt. Ja, schon wieder ein Highlight! Wo findet man schon so eine tolle Holzbar mit so viel Charme? Die frisch gemixten Cocktails schmecken aber natürlich auch an der lauen Abendluft auf der Terrasse. Der perfekte Abschluss eines Tages!

Rindercapaccio im Berliner Hotel

Ochsenbäckchen im Van der Valk Hotel

Dessertvariationen im Van der Valk Hotel Berlin

Die Havanna-Bar im Van der Valk Hotel

Frische Cocktails aus der Havanna-Bar in Berlin

Den Kochlöffel schwingen und vom Küchenchef persönlich lernen

Das letzte Highlight, von dem ich euch nun unbedingt noch berichten muss, sind die Kochkurse, die mehrmals im Jahr in der großen Kongressküche stattfinden. Ich hätte ja niemals gedacht, dass so viel Liebe und Mühe in einen Kochkurs gesteckt werden kann. Passend zum Thema "Spargel... mal anders" wurden Spargelfelder im Kongresscenter aufgeschüttet, ein kleiner Traktor hereingefahren, Bierbänke aufgebaut und Heuballen aufgestellt. Anhand der künstlich angelegten Spargelfelder zeigte uns Küchenchef Enrico Martin dann wie Spargel gestochen wird, was bei der Anzucht alles beachtet werden sollte und natürlich wie er richtig geschält wird. Mit diesem Wissen im Gepäck teilten wir uns in mehrere Gruppen auf und bereiteten unter Anleitung des Küchenteams ein Spargelmenü der Extraklasse zu: Spargelstangen in Blätterteig, knuspriges Spargelbrot, Spargel-Hühnchen Charlottine auf Kräutersalat, Spargel-Kokosnuss-Suppe mit Lachsküchlein, bunte Spargelquiche, sautierte Rinderspitzen auf weißem Spargel und als Dessert karamellisierter Spargel mit Gin-Sorbet.
Kreativ, köstlich und doch so einfach. Die ein oder andere Idee musste ich dann zu Hause direkt noch einmal nachmachen. Insbesondere der Spargel im Blätterteig hatte es mir angetan: Der Perfekte Sommersnack. Während des Kochkurses wurden wir von einem Serviceteam ununterbrochen mit Getränken versorgt: Von Sekt, Wein und Bier bis hin zu Kaffee, Tee und Softgetränken wurde jeder Wunsch erfüllt. Dazu gab es als kleine Stärkung zwischendurch so viel Eis, wie wir essen konnten. Kein Wunder also, dass wir am Ende des Tages glücklich und zufrieden mit reichlich Wissen im Kopf und köstlichem Essen im Bauch aus dem Hotel kullerten.

Spargel-Kochkurs im Van der Valk Hotel

Wie schält man Spargel richtig? Kochkurs in Berlin

Frische Spargeltarte beim Kochkurs im Van der Valk Hotel

Kochkurs mit Küchenchef Enrico Martin

Einer von vielen Gängen beim Spargelkochkurs

Küchenchef im Van der Valk Hotel: Enrico Martin

Ein Hotel für jeden Anlass

Zusammenfassend würde ich nun sagen, dass das Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg überraschend vielfältig und familiär ist. Auf den ersten Blick erscheint es wie ein anonymes und typisches Kongresshotel, aber auf den zweiten Blick ist es ein unglaublich offenes, herzliches und persönliches Hotel mit ganz viel Liebe zum Detail. Liebevolle Kinderbetreuung, außergewöhnliche Kochkurse, hoteleigener Park, beeindruckende Hotelgeschichte und mit mehr als 260 Zimmern genügend Platz für die ganze Familie oder das ganze Unternehmen.
Egal, ob der Familienbrunch am Sonntag, der runde Geburtstag mit bis zu 500 Gästen, die Firmenfeier im Kongresscenter mit bis zu 1500 Personen, der Städtetrip nach Berlin oder das genussvolle Wellnesswochenende zu zweit: Hier wird einfach jeder fündig und – da bin ich mir sicher – auch glücklich.

Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass dieses Hotelwochenende vom "Van der Valk Hotel Berlin Brandenburg" organisiert und unterstützt wurde. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  

Sonntag, 16. Juli 2017

Mandarinen-Quark-Streusel-Schnitten mit Raffaellos

Mein Kalender versucht mich seit Wochen davon zu überzeugen, dass der Sommer begonnen hat. Jedes Mal aber, wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich plitsch und platsch große Regentropfen an meinem Gesicht vorbeisausen. Ich bin also inzwischen zu der Überzeugung gelangt, dass mein Kalender lügt. Das muss einfach so sein. Ich meine, in Berlin hat es neulich sogar so sehr geschüttet, dass unser Keller voll gelaufen ist und wir mit Lappen und Eimern bewaffnet das Wasser herausschöpfen mussten. Hat sich nicht unbedingt wie Hochsommer angefühlt. Vielleicht wie Herbst oder Frühling. Definitiv aber nicht wie Sommer.

Mandarinen-Quark-Streusel-Schnitten mit Raffaellos

Naja, im Grunde ist es ja das ganze Jahr über so. Im Winter kaum Schnee, im Herbst dafür Hitze pur und der Frühling macht eh was er will. Vielleicht muss ich meine gelernten Erfahrungen bzgl. des Wetters einfach komplett überdenken. Diese Idee mit den Jahreszeiten ist vermutlich einfach überholt. Ab sofort gibt es für mich also einfach nur noch gutes und schlechtes Wetter, wobei meine Mutter ja schon immer gesagt hat, dass es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur falsche Kleidung! Insofern gibt es ab sofort nur noch gutes Wetter. Also packe ich im Sommer jeden Tag meinen Regenschirm ein und tanze durch das graue Berlin. Im Herbst suche ich die Picknickdecke heraus und bete gemeinsam mit Freunden die Sonne an. Und im Winter laufe ich ohne auch nur ansatzweise zu frieren über den Weihnachtsmarkt. Klingt doch eigentlich gar nicht so schlecht, oder?
Für genau diese "jahreszeitenbefreite" Zeit habe ich einen Kuchen kreiert, der das ganze Jahr hindurch bei jeder Temperatur und jedem Wetter schmeckt. Ein Kuchen für alle Fälle sozusagen. Schnell gemacht, schnell verpackt und schnell verputzt – der ideale Kuchen für das Picknick im Park, für die Weihnachtsfeier in der Heimat oder einfach den nächsten Sonntag.
Die cremige Quarkcreme des Blechkuchens erinnert an eine leichte Frühlingsbrise, die erfrischenden Mandarinen schmecken in Kombination mit den Raffaellos nach Sommerurlaub, die crunchy Nussstreusel holen den Herbst ins Haus und der Zimt lässt zusammen mit dem Orangenabrieb vom Weihnachtsfest träumen. Seht ihr? Es gibt wirklich kein schlechtes Wetter, höchstens falschen Kuchen!


Mandarinen-Quark-Streusel-Schnitten mit Raffaellos


Zutaten


Teig
450 g Mehl
200 g gemahlene Haselnüsse
4 TL Backpulver
200 g Zucker
1/2 TL Zimt (in der Weihnachtszeit ruhig 4 TL Zimt verwenden)
1 Pck. Vanillezucker
250 g Butter
2 Eier
Orangenabrieb

Füllung
1 Pck. Vanillepuddingpulver
500 ml Vollmilch
2 EL Zucker
750 g Magerquark
250 g Mascarpone
1 Ei
200 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
230 g Raffaellos
3 Dosen Mandarinen á 175 g Abtropfgewicht

Zubereitung

Im ersten Schritt Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Zucker, Zimt und Vanillezucker vermischen. Die Butter zerlassen, nach und nach unterkneten. Nun die beiden Eier mit der Masse verkneten. Ist der Teig zu weich, noch etwas Mehl hinzugeben, ist der Teig zu krümelig, noch ein bisschen Milch hinzugeben. Es sollten schön große Streusel entstehen. Zum Schluss noch Abrieb von einer Orange unterkneten. 2/3 des Teiges auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausrollen. 
Für die Füllung 2 EL Zucker mit 2 EL der 500 ml Milch und dem Vanillepuddingpulver verrühren. Die restliche Milch aufkochen lassen, vom Herd nehmen, das Zuckergemisch mit einem Schneebesen unterrühren und noch einmal aufkochen lassen. Nun Quark, Mascarpone, Ei, Zucker und Vanillezucker mit dem fertigen Pudding verrühren. Die Raffaellos klein hacken und zusammen mit den abgetropften Mandarinen unterheben. Den Backofen auf 180°C Ober-/ Unterhitze vorheizen und die Masse gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verteilen. Die restlichen Teigkrümel darüber streuen und den Kuchen für ca. 1 Stunde auf der mittleren Schiene so lange backen, bis die Creme fest geworden ist. 
Herausnehmen, abkühlen lassen und dann genießen. Guten Appetit!

Mandarinen-Quark-Streusel-Schnitten mit Raffaellos

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