Freitag, 26. Mai 2017

Easy peasy Frutti di Mare Soulfood

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Was gibt es Schöneres als am Wasser zu sitzen, dem Rauschen des Meeres zu lauschen und dabei frisch zubereitete Meeresfrüchte zu genießen? Eigentlich nicht viel, oder? Wenn dann noch die Sonne durch die Wolken bricht und das Wasser zum Schimmern bringt, ist das Glück vollkommen.

Frutti di Mare mit Spargel, Kirschtomaten und frischer Pasta

Ja, gegen solch ein Szenario hätte ich jetzt wirklich rein gar nichts einzuwenden. Dummerweise sitze ich aber gerade nicht am Meer, sondern zwischen Umzugskisten und höre eher das Rauschen eines vorbeifahrenden Autos statt des Wassers. Sonne, Meer und Strand? Fehlanzeige. Ja, das sind dann auch diese Momente im Leben an denen man sich einfach nur möglichst weit weg wünscht. Naja, glücklicherweise gibt es ja genügend Dinge, die mich solchen Stress und Ärger vergessen lassen: Richtig geniales Essen zum Beispiel!
Sonne, Meer und Strand? Wer braucht das schon! Viel wichtiger sind doch die frisch zubereiteten Meeresfrüchte! Passend zum aktuellen Umzugschaos habe ich darum für das französische Unternehmen ESCAL ein sommerliches Gericht mit köstlichen Meeresfrüchten kreiert, das jeden Stress komplett vergessen lässt. Da denkt dann wirklich niemand mehr an einen Umzug oder die Arbeit! Ich für meinen Teil denke jetzt zumindest nur noch an meine Frutti di Mare, den knackigen Spargel, die süßen Kirschtomaten und den kalten Weißwein, den ich gerade geöffnet habe! Herrlich!

Ich denke aber auch darüber nach, wie toll ich es finde, wenn es einem Unternehmen wie Escal wichtig ist, das seine Produkten nachhaltig produziert wurden. Da schmeckt es mir nämlich gleich doppelt so gut. Bei jedem Produkt von ESCAL wird auf der Verpackung vermerkt woher es stammt und wie es gefangen bzw. gezüchtet wurde. 100 Prozent Transparenz also! Auf der Website gibt es dann noch eine große Weltkarte mit allen Fang- und Zuchtregionen, über die ESCAL sein Seafood bezieht. Auf kritische Fangmethoden oder Fanggebiete verzichtet das Unternehmen übrigens komplett.
Eine Vielzahl der Produkte wurde darüber hinaus auch noch mit einer MSC-, ASC- oder Bio-Zertifizierung ausgezeichnet. Was das bedeutet? Naja, kurz zusammengefasst steht die MSC-Zertifizierung für eine streng kontrollierte Fischerei, die garantiert, dass es zu keiner Überfischung kommt und somit die Fischbestände erhalten bleiben. Die ASC-Zertifizierung betrifft wiederum nicht den Wildfang, sondern die Fischzucht in Aquakulturen. Es werden dabei die Zusammensetzung des Futters, die Dichte der Tiere im Wasser und weitere Standards zum Wohl der Fische und sogar der Mitarbeiter reguliert. Das Bio-Siegel muss ich vermutlich nicht weiter erklären. Bei der Fischzucht wird zum Beispiel eine noch niedrigere Dichte der Fische im Wasser und ein Futter ohne chemische Zusatzstoffe garantiert.

Vorgekochte Meeresfrüchte von Escal

Naja, nach diesem kleinen Exkurs ganz schnell zurück zu meinem Versuch inmitten von Umzugskartons, Werkzeugen und halb aufgebauten Möbeln ein Gericht zu zaubern: Aus der Tüte purzeln auch schon die Tintenfische, Garnelen, Miesmuscheln und gewellten Teppichmuscheln in die Pfanne! Vielversprechend! Dank der bereits vorgekochten Meeresfrüchte und der frischen Pasta landet dieses Gericht auch so fix auf dem Teller, das es sich gar nicht wie kochen angefühlt hat. Außerdem liegt es bestimmt nicht so schwer im Magen und gibt trotzdem jede Menge Power! Dieses bunte Soulfood ist somit perfekt für die Mittagspause, als schnelles Abendessen oder eben den besagten Umzug. Ach, Frutti di Mare sind eben für jede Gelegenheit einfach nur perfekt.

Frutti di Mare mit Spargel, Kirschtomaten und frischer Pasta

So, ich futtere das hier noch ganz schnell auf, trinke mein Gläschen Wein aus und dann geht es mit neuer Energie zurück ans Werk! Tschaka und bon appétit!

Frutti di Mare mit Spargel, Kirschtomaten und frischer Pasta


Zutaten für 2 Personen

450 g Frutti di Mare (z. B. von ESCAL)
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
500 g grünen Spargel
400 g Kirschtomaten
1/2 Orange
250 g frische Tagliatelle
Olivenöl
Salz
Pfeffer
Petersilie

Zubereitung

Zuerst die Frutti di Mare auftauen lassen. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Spargel waschen und eventuell holzige Stellen abschneiden. Den restlichen grünen Spargel vierteln. Die Kirschtomaten halbieren.
Nun den Boden einer Pfanne mit Olivenöl bedecken und darin die Zwiebel- und Knoblauchwürfel glasig anbraten. Die Frutti di Mare sowie den Spargel hinzugeben und ebenfalls einige Minuten lang anbraten. Die halbe Orange ausdrücken, mit dem Saft das Gemüse sowie die Meeresfrüchte ablöschen. Die frische Tagliatelle sowie die Kirschtomaten hinzugeben und ca. 5 Minuten lang al dente kochen lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss nur noch frisch gehackte Petersilie unterheben. Servieren und genießen!

Frutti di Mare mit Spargel, Kirschtomaten und frischer Pasta

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch offenlegen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit ESCAL entstanden ist. Das heißt allerdings nur, dass meine Reichweite sowie meine Arbeit gekauft wurde und eben nicht meine Meinung. Dieser Beitrag ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Samstag, 20. Mai 2017

Von norwegischem Lachs und aufgeschäumtem Heuballen

In Gedanken stehe ich immer noch auf dem 320 m hohen Fløyen, blicke auf die bunten Häuschen Bergens herunter und habe den Geschmack von unglaublich frischem Lachs auf den Lippen. Hach, Norwegen du warst so phänomenal schön!
Bevor ich aber von meinen dortigen Erlebnissen berichte, entführe ich euch an einen ebenfalls sehr schönen Ort: Waren an der Müritz! Vielleicht erinnert ihr euch ja sogar? Wir waren dort nämlich schon einmal zusammen und haben einen Blick in das Unternehmen Friedrichs geworfen. Damals auf der Spur der Wildlachse aus Alaska, dieses Mal auf der Spur der Aquakultur-Lachse aus Norwegen.

Historische Lachsverareitung

Es ist kaum zu glauben, aber bereits seit den 1880er Jahren beschäftigt sich Friedrichs mit geräuchertem Fisch. Dieser große Erfahrungsschatz baut nicht nur unheimlich viel Vertrauen auf, er macht sich auch bezahlt: Als erstes deutsches Unternehmen konnte die "Erste Hanseatische Feinfisch-Manufactur Gottfried Friedrichs" Lachs aus norwegischen Aquakulturen importieren und dabei helfen diesen zu perfektionieren. Dank Friedrichs als Vorreiter in Sachen Aquakultur-Lachs können wir mittlerweile sogar das ganze Jahr über Räucherlachs aus frischem Fisch kaufen. Was für ein Glück, oder?

Feinfisch Manufactur Friedrichs - damals wie heute

Wie bei allen Produkten ist für Friedrichs aber auch beim Zuchtlachs die Qualität das oberste Gebot. Optimale Zuchtbedingungen, hochwertiges Futter, keine Verwendung von Antibiotika und Schaffung eines natürlichen Lebensraumes sind dabei einige der großen Schlagworte. Kein Wunder also, dass Friedrichs bis heute Qualitätsführer bei Räucherlachs ist!
Wie das funktioniert? Indem man ganz schnell und trotzdem sehr sorgfältig arbeitet! Innerhalb weniger Tage wird der frisch gefangene Zuchtlachs von Norwegen nach Waren transportiert. Klingeling! Sobald der Lachs ankommt, wird überprüft, ob die Temperatur stimmt und der Lachs frisch ist. Wie frisch solch ein vor ca. drei Tagen gefangener Fisch tatsächlich ist, konnten wir vor Ort selbst überprüfen: Da riecht nämlich wirklich rein gar nichts! 

Anlieferung des norwegischen Lachses

Ausgenommen und gesäubert werden die Lachse bereits in Norwegen, nach der Anlieferung in Waren entfernen Mitarbeiter dann noch Kopf und Schwanz per Hand und eine Maschine übernimmt das Filetieren und Entfernen der Gräten. Dann wieder Handarbeit: Alles was nicht gewünscht ist, wird mit einem großen Messer entfernt. Zack, zack! Diese "Fischabfälle" werden aber nicht einfach entsorgt. Von hochwertiger Babynahrung bis zum Fischfond – selbst das kleinste Stück Lachs wird bei Friedrichs verarbeitet! Das hat mich wirklich unheimlich positiv beeindruckt.

Norwegischer Lachs auf dem Weg zur Produktion

Dem filetierten Fisch werden per Hand noch die letzten Gräten gezogen. Da stehen dann Mitarbeiter, schauen sich den Fisch kurz an und wissen ganz genau wo die Gräte sitzt. Zack, zack! Raus sind die Gräten! Das geht wirklich wie am Fließband! Ebenfalls sehr beeindruckend! Anschließend wandert der Fisch in die Salzlake. Erfahrene Mitarbeiter dosieren das Salz je nach Fettgehalt, damit der Lachs vor dem Räuchern bereits die perfekte Würzung bekommt.

Gräten werden bei Friedrichs per Hand gezogen

Wenn ihr wüsstet, wie es dort geduftet hat! Leicht süßlich, leicht rauchig – in der Kombination auf jeden Fall einfach nur lecker! Frisch zubereitete Graved Lachse, Stremellachse und andere geräucherte Köstlichkeiten entlockten uns darum allein aufgrund dieses Geruches den ein oder anderen Freudenschrei. Beim Verkosten wurden die Freudenschreie dann immer lauter: Habt ihr schon einmal noch warmen Stremellachs direkt aus dem heißen Räucherofen probiert? Soo unglaublich köstlich! Phänomenal genial! Suchtfaktor hoch 100! Insbesondere von der Variante mit Ananas konnte ich gar nicht genug bekommen.

Frischer Stremellachs aus dem Räucherofen

Stremellachs mit Ananans

Ganze 12 Stunden wurde der Fisch gleichmäßig von allen Seiten geräuchert und schmeckte trotzdem nur ganz sanft nach Rauch. Übrigens kann Wildlachs nicht heiß geräuchert werden, da der Fettgehalt zu niedrig ist und er viel zu trocken werden würde. Ein großer Vorteil vom "fetten" Zuchtlachs also! Der schmeckt nämlich auch nach dem Räuchern noch so wundervoll saftig. Hach, herrlich!
Aber auch der Graved Lachs ist natürlich nicht zu verachten. 5 Tage lang reifen die Lachsseiten in einer Mischung aus Salz und Rohrzucker und werden immer wieder per Hand umgeschichtet. Das Salz entzieht dem Fisch immer mehr Wasser und der Geschmack wird immer intensiver. So lange reifen Lachse übrigens nicht bei jedem Unternehmen, die Friedrichs-Lachse haben also ordentlich Power in Sachen Geschmack. Ein bisschen Dill rundet dann das lukullische Ergebnis noch perfekt ab. Na, läuft euch jetzt das Wasser im Mund zusammen?

Die Lachse werden in einer Salzlake gesalzen

Graved Lachs wird bei Friedrichs per Hand umgeschichtet

Es wird noch schlimmer! Küchenchefin Sabine Teubler entführte uns nach der Führung nämlich in ihre Hotelküche in der Burg Schlitz. Zusammen mit ihr und meinen kulinarisch erprobten Bloggerkollegen Nic von luzia pimpinella, Claudia von Dinner um Acht, Tina von Tinas Tausendschön, Kerstin von My Cooking Love Affair, Denise von Foodlovin‘ und Dirk vom Gourmet Blog (und im Geiste Carina von den Foodistas) verwandelten wir die eben bestaunten Lachsspezialitäten von Friedrichs in ein phänomenales Menü. Da bekam man allein beim Lesen des Menüs große Augen. Das konnte nur gut werden! Also schnappten wir uns sofort die Messer und legten los. Es wurde überall geschnippelt, gekokelt, gerührt und gerollt. Gestreifter Nudelteig, feines Lachs-Mousse, herzhafte Strudel – an allen Ecken entstanden die einzelnen Komponenten und wanderten nach und nach auf den Teller.

Lachstatar

Heuschaum

Vorbereitung des Rauchheuschaums

Selbstgemachte Pasta mit Streifen

Vorbereitung der offenen Ravioli

Zubereitung eines köstlichen Lachs-Menüs

Mit viel Liebe wurde jeder Gang angerichtet

An einer wunderschön klassisch eingedeckten Tafel konnten wir dann schließlich das köstliche Ergebnis unserer Arbeit sowohl bewundern als auch verkosten: Graved Lachs mit roter Beete auf Pumpernickel-Erde, geräucherter Lachs im offenen Ravioli mit Rauchheuschaum, frischer Lachs zum Korianderstrudel und schließlich eine frühlingshafte Dessertvariation.

Lachstatar mit Pumpernickel und roter Beete

Der perfekte Abschluss eines wundervollen Wochenendes und der perfekte Auftakt zu einer grandiosen Norwegenreise. Der Rauchheuschaum war übrigens so phänomenal gut, dass ich euch das Rezept von Sabine Teubler zu diesem Gang nicht enthalten kann. Das klingt zwar alles wahnsinnig kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht. Traut euch also ruhig! Das Rezept zur Vorspeise, mit der ihr allein durch die Optik jeden Gast beeindrucken könnt, findet ihr dann noch bei Nic. Also mit diesem Menü klappt es dann auch endlich mit dem Nachbarn. Zumindest mit dem norwegischen Nachbarn!

Offener Ravioli mit Rauchlachs, Spinat und Rauchheuschaum

Offener Ravioli mit Rauchlachs, Spinat und Rauchheuschaum


Zutaten für 2 Personen

ca. 50-100 g Heu (aus Bio-Anbau z.B. hier* erhältlich) 
10 g Butter
1 Schalotte grob gewürfelt
25 ml trockener Weißwein
150 ml Geflügelfond
150 ml Sahne

3 Eigelb
15 ml Olivenöl
100 g Semola (z.B. hier* erhältlich)
150 g Farina (z.B. hier* erhältlich)
3 g Meersalz
Tintenfischtinte (z.B. hier* erhältlich)

500 g frischer Blattspinat

120 g geräuchertes Lachsfilet (z.B. von Friedrichs)

Zubereitung

Zuerst das Heu in ein feuerfestes Gefäß wie einen Topf geben, anzünden und mit einem Deckel bis auf eine winzige Öffnung verschließen. 30 Minuten räuchern lassen. Die Butter währenddessen zerlassen und die Schalotten darin glasig anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und ca. 20 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Geflügelfond und Sahne hinzugeben, zum Heu und Rauch geben, alles mindestens 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend durch ein feines Tuch passieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und aufschäumen lassen. 
Für den Nudelteig Eigelb, Olivenöl, Semola, Farina und Meersalz miteinander 10 Minuten lang zu einem glatten Teig verkneten. Einen kleinen Teil (ca. 1/4) mit etwas Tintenfischtinte schwarz färben und den Teig mindestens 2 Stunden ziehen lassen. 
Nach dieser Vorbereitung, beginnt nun die Action. Den schwarzen Nudelteig dünn ausrollen (mit oder ohne Nudelmaschine) und in sehr dünne, gleichmäßige Streifen schneiden. Den hellen Nudelteig ebenfalls dünn ausrollen, mit den dünnen Streifen in regelmäßigem Abstand zueinander belegen und noch einmal ausrollen. Mit einem Glas oder Metallring runde Kreise ausstechen und auf ein mit Frischhaltefolie ausgelegtes Backblech legen. 
Den Backofen auf 50 °C vorheizen, Salzwasser für die Nudeln ansetzen und zum Kochen bringen. Den Blattspinat waschen und in einer Pfanne zusammen mit etwas Salz kurz dünsten lassen bis er in sich zusammenfällt (ca. 10-15 Minuten). Das Lachsfilet in Quadrate, die kleiner sind als die Nudelkreise, schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech für wenige Minuten in den Ofen schieben, bis der Lachs auch von innen warm ist. Die Nudelkreise für 1-2 Minuten im köchelnden Salzwasser al dente kochen.
Nun alles zusammen anrichten. Etwas Sauce auf den Teller geben, einen Nudelkreis, darauf Spinat, den Lachs und darauf noch einen Nudelkreis. Direkt servieren und genießen! 


Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch mitteilen, dass der Trip nach Waren an der Müritz von "Friedrichs" organisiert und unterstützt wurde. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Beitrag nicht meiner Meinung entspricht. Er ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.  
*Affiliate-Links, das heißt ich bekomme etwas Provision, wenn ihr die Produkte kauft, sie werden dadurch aber nicht teurer! 

Freitag, 28. April 2017

Spicy Cupcakes mit Mango und White Tiger Garnelen

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Ein traditionsreiches Lebensmittelunternehmen aus dem wunderschönen Elsass, köstliche White Tiger Garnelen aus den warmen Gewässern Ecuadors und ein Foodblogger aus dem kulinarisch aufregenden Berlin. Was auf den ersten Blick nicht zusammenpasst, ist in Wirklichkeit die perfekte Basis für eine genussvolle Romanze.

Spicy Cupcakes mit Mango und White Tiger Garnelen

Beginnen wir einmal bei besagtem Lebensmittelunternehmen aus Frankreich. Generell ist Frankreich ja für viele kulinarische Highlights bekannt: Luftig gebackene Baguettes, süße Macarons, zartes Coq au vin oder gefüllte Schnecken zum Beispiel. Okay, ich gebe zu, Schnecken sind für mich eigentlich kein Genuss, aber es gibt mit Sicherheit genügend Menschen, die verrückt danach sind. Das muss einfach so sein, denn das Unternehmen ESCAL nahm sich 1976 dieser Liebe an und spezialisierte sich auf die Schneckenzubereitung. Mittlerweile ist ESCAL sogar der größte Schneckenverarbeitungsort in ganz Frankreich. Naja, jedem das seine! Das Unternehmen ist aber nicht nur für seine Schnecken bekannt, auch die anderen französischen Spezialitäten lassen Frankreichfans jubilieren. Von herzhaften Flammkuchen über süße Blätterteighäppchen bis hin zu hochwertigen Meeresprodukten – eine kulinarische Reise in den Elsass via TK-Kost. Ja, das spricht mich dann doch schon eher an.

ESCAL White Tiger Garnelen

Insbesondere in die hübschen Garnelen habe ich mich verliebt! Die könnte ich ja sowieso jeden Tag essen. Egal, ob frittiert, gebraten oder gegrillt, ich bin verrückt nach jeder einzelnen Variante. Die White Tiger Garnelen aus der oben erwähnten Romanze werden auch noch in ASC-zertifizierten und somit nachhaltigen Aquakulturen gezüchtet. Das heißt, in diesen Zuchtbetrieben werden möglichst wenig Antibiotika, Chemikalien & Co verwendet, die Umwelt wird geschont und selbst die Mitarbeitern werden besser behandelt als in nicht zertifizierten Betrieben. Allein das klingt doch ganz schön romantisch, oder? Also Bühne frei für die verführerische White Tiger Garnelen aus Ecuador!

Gekochte Garnelen

Ach ja! Um wen es sich bei dem oben beschriebenen Foodblogger handelt, könnt ihr euch sicher denken, oder? Hier noch ein Tipp: Dieser Foodblogger liebt es zu backen und bittet darum auch die Garnele es sich auf einem herzhaften Muffin mit Mango und Chili bequem zu machen. Da rekelt sie sich jetzt auch ganz lasziv. Naja, was soll ich sagen? Sie kann es sich leisten! Die Kombination ist einfach nur großartig, der Cupcake himmlisch lecker und ich einfach nur verliebt...

  

Spicy Cupcakes mit Mango und White Tiger Garnelen


Zutaten für 8 Muffins oder ca. 16 Minimuffins

1 große Mango
80 g Lauch
1 Chilischote
110 g Mehl
1 gehäufter TL Backpulver
1 Ei
30 ml Rapsöl
65 g Frischkäse
1 TL Zucker
1 TL Curry
große Prise Salz

200 g Frischkäse
1 Pck. Vanillezucker
2 EL Zucker
Prise Salz
100 g White Tiger Garnelen, geschält & gekocht (z.B. von ESCAL)

Zubereitung

Zuerst die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und anschließend würfeln. Die Hälfte, ca. 150 g, für die Creme zur Seite stellen. Den Lauch gründlich waschen, die Wurzeln entfernen und den Lauch in Ringe schneiden. Die Chilischote vom Stiel befreien und die Chili klein hacken. Nun den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 
Das Mehl mit dem Backpulver mischen; Ei, Öl und Frischkäse mit Hilfe eines Handmixers untermischen. Die restlichen Mangowürfel, Lauchringe und Chiliwürfel ebenfalls gut unterrühren. Zucker, Curry und Salz hinzugeben und noch einmal alles verrühren. 
Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen. Jeweils etwas Teig in die Förmchen füllen und im Backofen auf der mittleren Schiene 35 Minuten goldgelb backen. Anschließend gut abkühlen lassen. 
Den Frischkäse mit Mangowürfeln, Vanillezucker, Zucker sowie Salz aufschlagen. Die Garnelen ganz kurz (max. 1-2 Minuten) in einer heißen Pfanne mit etwas Öl anbraten. Die Muffins mit der Frischkäsecreme dekorieren und mit jeweils einer Garnele garnieren. Bon appétit!

Spicy Cupcakes mit Mango und White Tiger Garnelen

Herzhafte Muffins mit Mango und White Tiger Garnelen

*Um die Transparenz auf meinem Blog und damit auch meine persönliche Authentizität zu wahren, möchte ich euch offenlegen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit ESCAL entstanden ist. Das heißt allerdings nur, dass meine Reichweite sowie meine Arbeit gekauft wurde und eben nicht meine Meinung. Dieser Beitrag ist genauso ehrlich gemeint, wie jeder andere Beitrag auf meinem Blog auch.

Montag, 17. April 2017

Rhabarberschnecken mit weißem Schokoladenguss

Gang in den Supermarkt. Auf der rechten Seite Rotkohl neben Zucchini, auf der linken Seite Erdbeeren neben Birnen. Klingt eigentlich komisch, wundert aber niemanden. Egal, ob Winter oder Sommer, zu jeder Jahreszeit und jeder Uhrzeit sieht die Gemüse- und Obstabteilung irgendwie gleich aus. Heidelbeeren im Winter? Kein Problem! Pastinaken im Sommer? Auch das ist möglich. Wie die Produkte im Laden gelandet sind und ob die Tomate wirklich nach Tomate schmeckt, sollte man allerdings nicht unbedingt fragen. (Nicht ohne Grund bevorzuge ich saisonale und regionale Produkte – soweit es zumindest möglich ist.)

Rhabarberschnecken mit weißem Schokoladenguss

Es gibt aber ein paar wenige Sorten, die einen wirklich nur in der jeweiligen Saison aus dem Regal anlachen. Da grinst dann der Rhabarber mit dem Spargel um die Wette. Die einen finden das furchtbar, ich finde es großartig. Es gibt doch nichts Schöneres als sich über solche Kleinigkeiten zu freuen. In unserer Welt des Überflusses können wir fast alles mit einem Mausklick oder im nächsten Supermarkt bekommen. Klick, steht der neue Kleiderschrank im Schlafzimmer, Klick, flimmert der neue Fernseher im Wohnzimmer, Klick, kommen die neuen Schuhe zur Tür herein.
Aber wie gesagt, ein paar Dinge sind dann doch nicht so einfach zu bekommen. Wie ein kleines Kind freue ich mich daher immer darauf, wenn der erste Spargel auf dem Markt angeboten wird oder ich den ersten regionalen Rhabarber in meinen Korb legen kann. Diese Zeit wird dann aber auch entsprechend zelebriert: Rhabarbertorte, Rhabarberkompott, Rhabarberschorle oder Rhabarberstreuselkuchen – in jeglicher Form wird Rhabarber verarbeitet. Hach, einfach zum Reinlegen! Am besten natürlich mit dem Rhabarber aus dem Garten meiner Eltern. Das nenne ich dann wirklich pures Glück! Zum Beispiel in Form von warmen Rhabarberschnecken mit noch flüssiger Schokolade. Himmlisch!

Warme Rhabarberschnecken

Rhabarberschnecken mit weißem Schokoladenguss


Zutaten

450 g Mehl
1 Ei
125 ml Milch
1/2 Würfel Hefe
100 g Zucker
50 g weiche Butter
1 Prise Salz

3-4 Stangen Rhabarber (ca. 200 g)
50 g brauner Zucker
20 g Butter
2 EL Wasser
1 Vanilleschote
2 Prisen Zimt

1/2 Bund gehackter Basilikum
100 g weiße Schokolade

Zubereitung

Zuerst Mehl und Ei in eine Schüssel geben. Die Milch ganz leicht erwärmen und Hefe sowie Zucker darin auflösen. Mit Mehl und Ei vermengen und zum Schluss Butter und Salz untermischen. So lange kneten bis ein glatter Teig entstanden ist – eventuell noch etwas Mehl oder Milch hinzufügen. Mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1-2 Stunden gehen lassen. 
Inzwischen den Rhabarber in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Zucker, Butter, Wasser, Mark samt Vanilleschote und Zimt in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen und langsam weich kochen. Zur Seite stellen und abkühlen lassen. 
Den Teig noch einmal verkneten und anschließend ausrollen. Mit dem Rhabarber-Kompott bestreichen, dabei etwas Platz an den Rändern lassen, damit das Kompott hinterher nicht herausquillt. Mit etwas gehacktem Basilikum bestreuen und aufrollen. Die Rolle in breite Scheiben schneiden und mit etwas Abstand zueinander in eine ofenfeste Form setzen (meine war etwas zu klein). Noch etwas gehen lassen und den Ofen auf 180°C vorheizen und anschließend 35 Minuten lang goldbraun backen. 
Ganz leicht abkühlen lassen, mit geschmolzener weißer Schokolade begießen und mit gehacktem Basilikum bestreuen. Noch warm servieren und genießen.

Selbstgemachte Rhabarberschnecken

Montag, 20. März 2017

Eierlikör-Cupcakes mit Mohn und Mandarinen

Leuchtend gelbe Narzissen im Garten, bunt bemalte Eier im Supermarkt und kleine Hasen im Schaufenster – ganz offensichtlich steht das Osterfest vor der Tür! Jetzt beginnt also wieder die Zeit, in der die Temperaturen langsam steigen, zartgrüne Knospen an den Bäumen aufspringen und die ersten Bienen durch die Luft summen. Ja, es ist die Zeit, in der endlich alle aus ihren Häusern gekrochen kommen und es an jeder Ecke nach Frühling riecht! Allein deswegen mag ich das Osterfest so gern. 
Ostern ist aber auch die Zeit, in der endlich wieder so richtig geschlemmt werden darf. Freunde und Familie versammeln sich am großen Esstisch, um vom krossen Lammbraten zu kosten, vom warmen Hefegebäck zu probieren und von der süßen Eierlikörtorte zu naschen. Ich muss an dieser Stelle auch direkt gestehen, dass meine absolute Lieblingstorte mit ganz viel Eierlikör übergossen wird. Eventuell liegt das daran, dass zu meinem Geburtstag im April immer entweder ein Carrotcake oder eine Eierlikörsahnetorte serviert wurde – natürlich selbst gebacken von der lieben Mama. Ehrlich gesagt schmeckt auch keine Ostertorte so gut, wie die von Muttern. Bei Omas Lammrücken kann ich aber auch nicht widerstehen, bei den Soleiern von der Schwiegermutter übrigens auch nicht und so ein warmer Hefezopf mit selbst gemachter Marmelade schmeckt ebenfalls an jedem Feiertag. Hach ja, Ostern wird auch dieses Jahr wieder ein sehr köstliches Fest!

Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Aber zurück zu meinem geliebten Eierlikör – jetzt kommt ihr erst einmal alle ran und trinkt mit mir ein kleines Gläschen! Deal? Den Rest kippen wir dann in die Oma oder die eben aufgeschlagene Sahne. Das könnt ihr handhaben, wie ihr wollt. Ich persönlich wähle heute die Sahne, die macht sich nämlich so gut auf meinen frisch gebackenen Mohncupcakes. Oh, das wird ein kulinarisches Gedicht! Perfekt zum bevorstehenden Osterfest! Aber lest und seht doch einfach selbst: 

Rezept für Ostern: Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Eierlikör-Cupcakes mit Mohn und Mandarinen


Zutaten (ca. 15 Stück)

2 Eier
Prise Salz
200 g brauner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
125 g Butter (zimmerwarm)
175 g Dosen-Mandarinen
100 ml Mandarinensaft
Abrieb einer Orange
200 g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
200 g Mohnsamen

200 ml Sahne
50 g Puderzucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Pck. Sahnesteif
50 ml Eierlikör

dunkle Schokoladensplitter

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 180° C vorheizen. Nun die beiden Eier mit einer Prise Salz auf kleinster Stufe kurz aufschlagen und anschließend auf höchster Stufe luftig aufschlagen – dabei nach und nach den Zucker hinzufügen. Die Butter, die Mandarinen inklusive 100 ml des abgetropften Safts und dem Orangenabrieb unter die luftige Eiermasse rühren. Mehl, Backpulver und Mohn vermischen und die Eiermasse vorsichtig unterheben. Muffinförmchen jeweils zu ca. 3/4 mit Teig füllen und im Ofen für 20-25 Minuten goldbraun backen, bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
Inzwischen die Eierlikörsahne zubereiten. Dazu die kalte Sahne aufschlagen und Puderzucker, Sahnesteif sowie Vanillezucker hinzugeben. Zum Schluss Eierlikör vorsichtig unterheben. Im Kühlschrank kalt stellen. 
Die gekühlte Eierlikörsahne mit einem Löffel oder Spritzbeutel auf die ausgekühlten Cupcakes geben und mit Schokoladensplittern dekorieren. Fertig zum Servieren!

Cupcakes mit Eierlikör, Mohn und Mandarinen

Rezept: Eierlikörcupcakes mit Mohn und Mandarinen

Lockere Mohncupcakes mit Eierlikörsahne

Sonntag, 26. Februar 2017

Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Goldbraune Scones, Milkshakes mit fluffigen Marshmallows und frittierte Schokoriegel – oh ja, ich habe viele köstliche Erinnerungen an die schönste Stadt der Welt. Edinburgh hat mich nicht nur durch seine atemberaubende Architektur, sondern auch durch seine kulinarischen Highlights einfach nur umgehauen. Ein Gang durch den lokalen Supermarkt und der Wagen war vollgeladen mit kleinen Pasteten, Cookies und Würstchen!
Eines der Highlights war aber das Millionaires Shortbread. Ganz unschuldig lag es im Regal und machte uns schöne Augen. So simpel und doch so gut. Knuspriger Keksteig, cremige Karamellschicht und knackige Schokolade. Nicht mehr und nicht weniger. Klingt nach Twix, schmeckt aber besser. Mehr Butter im Teig, mehr gezuckerte Kondensmilch im Karamell und viel mehr Schokolade. Ein Bissen und wir waren sofort verliebt. Über beide Ohren.

Rezept für Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Kein Wunder also, dass wir am Flughafen unsere letzten Pennys zusammenkratzten und Caramel Shortbread en masse kauften. Zurück in der Heimat bekam das Instagram-Foto dazu dann auch noch die meisten Likes des letzten Jahres. Hui! Bei so viel Liebe zum Millionaires Shortbread konnte ich ja gar nicht anders als den Handmixer zu zücken und mich direkt ans Werk zu machen.
Ein Rezept für klassisches Shortbread gibt es hier zwar schon recht lange, aber die deluxe Variante fehlte eben noch. Beim Mürbeteig habe ich mich aber an das klassische Rezept aus Schottland gehalten: 1 Teil Zucker, 2 Teile Butter und 3 Teile Mehl. Easy peasy! Dazu dann die typische Karamell- und dunkle Schokoladenschicht.
So ganz konnte ich mich dann aber doch nicht an den Fahrplan halten. Irgendwann fielen einfach wie von selbst ein paar gesalzene Erdnüsse ins Karamell. Ups! Keksteig, Erdnusskaramell und Schokolade – wer hätte gedacht, dass diese Peanut Caramel Shortcakes noch besser als die schottische Variante schmecken? Ich nicht! Dazu eine Tasse Earl Grey und meine ganz private Tea Time ist perfekt. Fast noch besser als in Edinburgh. Aber eben auch nur fast...

Die besten Millionaires Shortbreads der Welt


Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen


Zutaten

450 g Mehl
300 g Butter
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Ei

100 g Zucker
100 g Butter
800 ml gezuckerte Kondensmilch
100 g gesalzene Erdnüsse

450 g Zartbitterschokolade


Zubereitung

Das Mehl mit der kalten Butter, dem Zucker, Vanillezucker und dem Ei vermengen. Mit der Hand alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Backofen auf 180 °C vorheizen und den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech dünn ausrollen. Im vorgeheizten Ofen 30 Minuten lang backen bis an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt. Abkühlen lassen und die Karamellschicht zubereiten. 
Dazu den Zucker vorsichtig und auf mittlerer Stufe zum Schmelzen bringen und die Butter sowie Kondensmilch hinzugeben. Alles miteinander verrühren und unter ständigem Rühren so lange leicht köcheln lassen, bis eine dickflüssige und goldgelbe Masse entstanden ist. Die Erdnüsse unterheben und das Karamell auf dem Teig gleichmäßig verstreichen. 
Nach dem Abkühlen die Zartbitterschokolade über dem Wasserbad schmelzen lassen und auf der Karamellschicht verteilen. Nun nur noch in kleine Stücke schneiden und genießen!

Millionaires Shortbread mit gesalzenen Erdnüssen

Dienstag, 14. Februar 2017

Selbstgemachte Ravioli wie in Italien

Wer mehrere Tage bei einer italienischen Familie verbringt, die sich Hals über Kopf der Pastaherstellung verschrieben hat, der muss natürlich auch selbst einmal zum Nudelholz greifen. Da führt ja gar kein Weg daran vorbei. Ganz ohne Nudelmaschine stand Antonella Rana darum auch mit einem Lächeln auf ihrem Hof und zeigte uns während der Pressereise zum Unternehmen Rana wie sie seit eh und je perfekte Ravioli macht. Bereits ihr Schwiegervater, Giovanni Rana, stellte auf diese Weise seine ersten Ravioli her und veränderte das Rezept nie. Warum auch?

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung

Es gibt bei der Ravioliherstellung im Grunde nur drei wichtige Regeln:

1. Selbstgemachte Ravioli sind keine Zauberei!

Als Faustregel gilt: Auf 100 g Weizenmehl Type 405 kommt 1 Ei der Größe M. Nicht mehr und nicht weniger. Ihr braucht kein besonderes Mehl, keine besonderen Eier und auch keine besondere Maschine. Nur ganz normales Mehl, Eier, Wasser, ein Nudelholz und eure Hände.
Damit der Teig etwas geschmeidiger wird, könnt ihr noch etwas Olivenöl hinzugeben. Geschmeidigkeit ist nämlich das A und O beim Ravioliteig. Er muss schön klebrig sein und darf unter keinen Umständen reißen. Es ist daher auch wichtig, dass ihr den Teig ungefähr 8 Minuten lang richtig gut durchknetet, erst dann entsteht die typisch zähe Konsistenz. Zusätzlich sollte ihr den Teig nach dem Kneten im Kühlschrank etwas ruhen lassen.

2. In jeden Nudelteig gehört eine große Portion Liebe! 

Mit einem Lächeln auf den Lippen geht es nun ans liebevolle Streicheln äh Ausrollen des Nudelteiges. Idealerweise natürlich direkt unter der italienischen Sonne für ganz viel dolce vita im Teig. Sonst tut es der Küchentisch und ein italienisches Lied auf den Lippen aber auch – unter Umständen hilft auch ein Glas italienischer Rotwein im Bauch.
So oder so: Verteilt reichlich Mehl auf der Arbeitsfläche und bestreut das Nudelholz ebenfalls mit Mehl. Portion für Portion etwas Teig aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen. Hier sind Muckis gefragt. Der Teig sollte nämlich möglichst dünn ausgerollt werden – höchstens 3 mm dick. Das ist bei dem zähen Teig aber gar nicht so einfach und er ist bei mir auch etwas dicker geworden als beabsichtigt. Ist aber gar nicht so schlimm, schmecken tun die Ravioli nämlich trotzdem. Macht euch also nicht verrückt! 

3. Alles ist möglich!

Ob süß, herzhaft, bunt oder sogar frittiert: Das Großartige an Ravioli ist ja, dass sie so wandelbar sind und jeder seine für ihn perfekten Ravioli herstellen kann. Ganz klassisch mit einer Füllung aus Spinat und Ricotta oder ganz verrückt mit Kürbis und Amaretto. Gefärbt mit Tintenfischtinte oder doch lieber frittiert in Sonnenblumenöl. Alles ist möglich! Als süße Variante kann ich übrigens Äpfel mit einer Prise Zimt empfehlen. 
Wichtig ist bei allen Füllungen nur, dass ihr sie ordentlich würzt, damit der Geschmack auch trotz der dünnen Nudelwand herauskommt. Pro Ravioli reicht trotzdem 1 TL Füllung und es sollte möglichst keine Luft in der Nudel eingeschlossen sein, sonst könnte sich die Luft im heißen Wasser ausdehnen und die Ravioli platzen. 
Dann müsst ihr nur noch genügend Platz um die Füllung lassen, die Ränder befeuchten und mit einer zweiten Nudelschicht belegen. Herzen oder andere Formen ausstechen und ab ins kochende Wasser damit! 

Wie bereits gesagt: Ravioli sind keine Zauberei und mit einer großen Portion Liebe im Teig ist einfach alles möglich! Egal ob im warmen Italien oder im kalten Deutschland. Nudeln schmecken immer und überall. Findet ihr nicht auch? 

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola und Pilzsauce

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung


Zutaten für 4 Personen

400 g Weizenmehl
2 Eier
ca. 1 EL Olivenöl
ca. 1 EL Wasser
Prise Salz

200 g Rinderhack
125 g Gorgonzola
1/2 Bund Oregano
1 EL flüssiger Honig
Salz
Pfeffer
Zucker

2 Knoblauchzehen
1 Schalotte
1/2 rote Chilischote
400 g braune Champignons
1 Birne
200 g Crème fraîche
1 EL Backkakao
1/2 Bund Oregano
Salz
Pfeffer
Zucker
Walnüsse zur Deko

Zubereitung

Für den Nudelteig das Mehl auf eine Arbeitsfläche geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und die aufgeschlagenen Eier hineingleiten lassen. Nach und nach die Eier mit dem Mehl vermischen und dann alles ungefähr 8 Minuten lang verkneten. Das Olivenöl und so viel Wasser hinzugeben, bis ein geschmeidiger, glatter Teig entstanden ist. Zum Schluss eine großzügige Prise Salz unterkneten und den Teig in Frischhaltefolie eingewickelt ca. 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Währenddessen die Füllung vorbereiten. Dazu Rinderhack mit Gorgonzola, einem halben Bund gehacktem Oregano, dem Honig und einer großzügigen Menge Salz, Pfeffer und Zucker vermengen. 
Für die Sauce die Knoblauchzehen sowie die Schalotte schälen und sehr fein hacken. Die Chilischote von den Kernen befreien und ebenfalls sehr klein schneiden. Alles zur Seite stellen und anschließend die Champignons putzen und vierteln. Die Birne schälen, den Strunk sowie die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Die vorbereiteten Zutaten ebenfalls zur Seite stellen.

Selbstgemachte Ravioli ohne Nudelmaschine

Für die Ravioli etwas Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Fläche 1-2 mm ausrollen - hier kann eine Nudelmaschine auch sehr hilfreich sein. In regelmäßigen Abständen mit einem Teelöffel Füllung auf den ausgerollten Teig setzen, die Ränder mit etwas Wasser oder Eigelb bepinseln und mit einer zweiten ausgerollten Teigplatte belegen. Den Teig um die Füllung herum andrücken und dabei darauf achten, dass keine Luft eingeschlossen in der Ravioli wird. Anschließend die einzelnen Nudeln ausstechen oder zurechtschneiden. Die Ravioli auf ein bemehltes Küchentuch setzen und mit einem zweiten Küchentuch zudecken.

Selbstgemachte Ravioli wie in Italien

Nun geht es an die finalen Schritt für die Sauce. Knoblauch-, Schalotten- und Chilistückchen in etwas Olivenöl leicht anbraten. Anschließend die Champignons und Birnenwürfel hinzugeben und ebenfalls anbraten. Nach ca. 5 Minuten Crème fraîche unterrühren und alles auf kleiner Stufe köcheln lassen. Mit Kakao, gehacktem Oregano, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Nun nur noch Salzwasser aufsetzen und die Ravioli darin ca. 2 Minuten al dente kochen. Alles zusammen servieren, mit gehackten Walnüssen sowie etwas Oregano dekorieren und dann genießen!

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola und Pilzsauce

Selbstgemachte Ravioli mit Gorgonzola-Hackfleisch-Füllung

So köstlich schmeckt Italien! 

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